Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique

Johannes Calvins "Antidotum" gegen das Rechtfertigungsdekret des Trienter Konzils (1547)

Titre: Johannes Calvins "Antidotum" gegen das Rechtfertigungsdekret des Trienter Konzils (1547)

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 31 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christian Deuper (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit hat zum Thema Johannes Calvins (1509-1564) Argumentation gegen das Trienter Konzil. Calvin selbst überschreibt seine 1547 verfasste Schrift mit Acta Synodi Tridentinae. Cum Antidoto („Die Akten des Trienter Konzils. Mit einem Gegengift“). Dabei betrachte ich nur die Anmerkungen zur sechsten Konzilssitzung, die sich mit dem Thema der Rechtfertigung befasst. „Die Konzentration auf das Rechtfertigungsdekret läßt sich verantworten. Denn in Calvins Beschäftigung damit, die den Großteil seiner Schrift [sc. der gesamten genannten Streitschrift] ausmacht, handelt es sich zweifellos auch um ihren Höhepunkt, indem er erkennt und sich dem offen stellt, daß das Konzil hier seinerseits auf die entscheidende Erkenntnis zielt, mit der in der Tat das evangelische Christentum steht und fällt.“
Die Arbeit gliedert sich in fünf Teile: zunächst werden kurz das Trienter Konzil (Kap. 2) und Calvins Lebenssituation um 1547 (Kap. 3) vorgestellt. Darauf folgt ein Überblick über die Entstehung, die Überlieferung und die sprachliche Gestalt des behandelten Textes (Kap. 4). Kapitel 5 bildet den Schwerpunkt, es folgt systematisch der Quelle und stellt Calvins Argumentation dar. Dabei lassen sich einige Redundanzen nicht vermeiden, denn eine Reihe von „fast stereotyp wiederkehrenden kontroversen Punkte[n]“ bringt der Reformator immer wieder. Calvin selbst würde sich gern kürzer fas- sen, aber vix unus est versus, qui non aliquo notabili errore conspersus sit: et qui dissimulationem non ferrat . Dieser Genauigkeit, diesem systematischen Vorgehen versuche ich Rechnung zu tragen. Das Abschlusskapitel (Kap. 6) fasst den behandelten Text kurz zusammen und verweist auf einige kritische Punkte.
An verschiedener Stelle verweise ich auf Luther und seine Schriften. Das hat zwei Gründe: Zum einen richtet sich das Trienter Konzil dezidiert gegen ihn und den sich auf ihn berufenden Protestantismus. Zum anderen versteht Calvin sich selbst als Schüler des Wittenbergers und verehrt ihn.


Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Trienter Konzil

3. Calvins Situation um 1547

4. Calvins Antidotum als Reaktion auf die Dekrete der Sessio VI

4.1 Entstehung und Publikation des Antidotum

4.2 Zur Form des Antidotum

5. Calvins Argumentation im Antidotum

5.1 Eignung und Bereitschaft des Menschen für die Rechtfertigung?

5.2 Rechtfertigung allein durch den Glauben an Gottes reine Gnade

5.3 Glaube und Werke

5.4 Die Gewissheit des rechtfertigenden Glaubens

5.5 Sind die dem Glauben folgenden Werke verdienstlich?

5.6 Die Unerfüllbarkeit des Gesetzes

5.7 Die Erwählung der Glaubenden

5.8 Buße und Beichte

5.9 Von der Hoffnung des Glaubens

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Johannes Calvins Argumentation gegen das Rechtfertigungsdekret der sechsten Sitzung des Trienter Konzils (1547). Ziel ist es, Calvins systematisches Vorgehen in seiner Streitschrift Acta Synodi Tridentinae. Cum Antidoto darzustellen und seine theologische Kritik an der tridentinischen Lehre unter Berücksichtigung des reformatorischen Verständnisses von Rechtfertigung, Glaube und Heilsgewissheit zu analysieren.

  • Historischer Kontext: Das Trienter Konzil und die Situation Calvins um 1547.
  • Calvins "Antidotum": Entstehung, Form und polemische Auseinandersetzung.
  • Die zentrale Auseinandersetzung: Rechtfertigung durch Glauben allein (sola fide) versus tridentinische Lehre.
  • Anthropologische und christologische Implikationen der Rechtfertigungslehre.
  • Die Rolle von Werken, Gesetz, Buße und die Frage der Heilsgewissheit.

Auszug aus dem Buch

5.1 Eignung und Bereitschaft des Menschen für die Rechtfertigung?

Die ersten sechs Capita des Dekrets befassen sich mit der Frage, ob der Mensch die Möglichkeit hat, sich in irgendeiner Weise gegenüber der Macht der göttlichen Gnade zu verhalten, also, ob sein Wille auch gegenüber Gott frei genannt werden kann. Das Konzil bezeichnet den Willen als minime ectinctum ..., licet viribus attenuatum, et incli natum. Das gilt ihm auch für das Zustandekommen des Gnadenstandes: ad suam ipso rum iustificationem, eidem gratiae libere assentiendo, et cooperando disponantur. Damit wendet sich die tridentische Lehre direkt gegen die Reformation. Luther formuliert 1525 in De servo abitrio: „Und daß ich etwa zugebe, der freie Wille könne durch sein eignes Bemühen zu irgend etwas gebracht werden, nämlich zu guten Werken oder zur Gerechtigkeit des bürgerlichen Gesetzes, oder zu der des moralischen: zur Gerechtigkeit vor Gott wird er dennoch nicht gebracht, und Gott würdigt seine Bestrebungen keiner Beziehung auf die Gerechtigkeit vor Ihm ... .“

Auf dieser Linie antwortet auch Calvin. Der Wille des Menschen ist nicht „geschwächt und gebeugt“, wie es die Konzilsväter behaupten, sondern die Gesundheit des Willens ist perditae, donec nova fieret. So entspricht es der paulinischen Lehre: „Denn wir haben soeben bewiesen, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind.“ (Röm 3,9; V. 10-18 führt Paulus alttestamentliche Belegstellen an) „Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott.“ (2Kor 3,5) Diese Schriftzitate belegen für Calvin die grundsätzliche Verderbtheit des menschlichen Willens: Neque tamen interea negamus, quin maneat homini voluntas, sed mala. Die Capita 3 und 4 des Konzilsdekrets übergeht Calvin, die in ihnen entfaltete Christologie scheint an dieser Stelle keinen Widerspruch von evangelischer Seite zu erfordern. „Das ist umso bedauerlicher, weil alles Weitere sich aus der dort entwickelten Christologie ergibt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Zielsetzung der Arbeit und Vorstellung der verwendeten Quellen und Formalia.

2. Das Trienter Konzil: Historischer Überblick über die Einberufung, Absichten und Schwerpunkte des Konzils als Antwort auf die Reformation.

3. Calvins Situation um 1547: Darstellung der Lebensumstände Calvins und seiner Rolle als Reformator und Meinungsführer in Genf.

4. Calvins Antidotum als Reaktion auf die Dekrete der Sessio VI: Analyse der Entstehung, Publikation und der polemischen Form von Calvins Gegenschrift.

5. Calvins Argumentation im Antidotum: Systematische Darlegung der calvinistischen Kritik an den einzelnen Kapiteln des tridentinischen Dekrets zu Rechtfertigung, Werken, Gesetz und Buße.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und kritische Würdigung von Calvins Argumentationsweise.

Schlüsselwörter

Johannes Calvin, Trienter Konzil, Rechtfertigung, Antidotum, sola fide, sola gratia, Rechtfertigungsdekret, Heilsgewissheit, Werke, Gesetz, Buße, Reformation, Gnade, Prädestination, Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theologische Auseinandersetzung zwischen Johannes Calvin und dem Trienter Konzil anhand von Calvins Schrift "Antidotum" (1547), die sich spezifisch gegen das Rechtfertigungsdekret der sechsten Sitzung richtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das reformatorische Verständnis der Rechtfertigung allein durch den Glauben (sola fide) im Kontrast zum katholischen Verständnis, die Rolle von Werken, die menschliche Willensfreiheit, die Heilsgewissheit sowie die Bedeutung von Gesetz und Buße.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine systematische Rekonstruktion und Analyse der calvinistischen Kritik an der tridentinischen Lehre, um zu zeigen, wie Calvin die evangelische Rechtfertigungslehre gegenüber der römisch-katholischen Position verteidigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die historische-theologische Quellenanalyse. Sie folgt systematisch Calvins "Antidotum" und stellt dessen Argumentation den Konzilstexten sowie parallelen Aussagen Luthers gegenüber.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Kapitel des Rechtfertigungsdekrets und behandelt Calvins Widerlegungen zu Themen wie der Willensfähigkeit, der Rechtfertigung durch Gnade, dem Verhältnis von Glaube und Werken, der Heilsgewissheit und der Beichtpraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Johannes Calvin, Trienter Konzil, Rechtfertigung, sola fide, Heilsgewissheit und Antidotum.

Wie bewertet Calvin die Rolle der Taufe im Kontext der Rechtfertigung?

Calvin lehnt die tridentinische Sichtweise ab, dass die Taufe eine werkzeugliche Ursache der Rechtfertigung ist. Für ihn ist das Heil im Wort und der göttlichen Verheißung begründet; die Taufe dient lediglich als Siegel.

Warum ist für Calvin die Heilsgewissheit so zentral?

Die Heilsgewissheit ist für Calvin die logische Konsequenz daraus, dass der Mensch nicht durch eigene Werke, sondern allein durch Gottes Gnade in Christus gerechtfertigt wird. Zweifel daran wertet er als Zerstörung des Glaubens.

Fin de l'extrait de 31 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Johannes Calvins "Antidotum" gegen das Rechtfertigungsdekret des Trienter Konzils (1547)
Université
University of Osnabrück  (Evangelische Theologie)
Note
1,0
Auteur
Christian Deuper (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
31
N° de catalogue
V72686
ISBN (ebook)
9783638725866
ISBN (Livre)
9783638727310
Langue
allemand
mots-clé
Johannes Calvins Antidotum Rechtfertigungsdekret Trienter Konzils
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Deuper (Auteur), 2007, Johannes Calvins "Antidotum" gegen das Rechtfertigungsdekret des Trienter Konzils (1547), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72686
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint