Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Schulfach Geographie deutlich
gewandelt. Siegermächte förderten die traditionellen länderkundlichen Inhalte, die
nicht durch die Geopolitik des Dritten Reichs berührt worden waren. Das Problem
der länderkundlichen Datenfülle rief bis zum Ende der 60er Jahre eine Reihe von
Konzepten hervor, die eine Reduktion auf der Basis von Plausibilität begründen
ließen.
Das exemplarisches Prinzip der Auswahl von Ländern oder Regionen zur
Stoffkonzentration ist eines dieser Konzepte in der Geographie. Das
exemplarische Vorgehen hat dabei besondere Beachtung gefunden und ist im
Erdkundeunterricht eingegangen. Mit der Zeit erhielt es Veränderungen. Um 1960
erreichte die Diskussion um diesen Ansatz einen Höhepunkt (Schultze 1971, S.
15). [...]
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Der "alte" Begriff des Exemplarischen
- 3. Das "pseudo - exemplarische" Verfahren
- 4. Der "neue" Begriff des Exemplarischen
- 5. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem exemplarischen Ansatz in der Geographie und dessen Entwicklung im Erdkundeunterricht der Nachkriegszeit. Dabei wird untersucht, wie sich der Begriff des Exemplarischen im Laufe der Zeit gewandelt hat und welche Funktionen er im Unterricht einnimmt.
- Entwicklung des exemplarischen Ansatzes in der Geographie
- Die Bedeutung des Exemplarischen im Erdkundeunterricht
- Kritik und Weiterentwicklung des exemplarischen Prinzips
- Der "neue" Begriff des Exemplarischen im Kontext moderner Lehrmethoden
- Die Rolle des Exemplarischen im Hinblick auf Stoffkonzentration und didaktische Prinzipien
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel gibt eine Einführung in die Thematik des exemplarischen Ansatzes im Erdkundeunterricht und beleuchtet die historische Entwicklung des Fachs Geographie nach dem Zweiten Weltkrieg. Kapitel 2 definiert den "alten" Begriff des Exemplarischen und erläutert, wie dieser in der länderkundlichen Didaktik eingesetzt wurde. Die Kapitel 3 und 4 beschäftigen sich mit dem Wandel des exemplarischen Prinzips und präsentieren kritische Stimmen sowie neue Ansätze.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die folgenden Schlüsselwörter: exemplarischer Ansatz, Geographie, Erdkundeunterricht, Länderkunde, Stoffkonzentration, Didaktik, Typisierung, landschaftskundliche Struktur, "alter" und "neuer" Begriff des Exemplarischen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das exemplarische Prinzip im Erdkundeunterricht?
Es ist ein didaktisches Konzept zur Stoffkonzentration, bei dem stellvertretend für eine Region oder ein Thema bestimmte Beispiele (Länder/Regionen) intensiv behandelt werden.
Warum wurde der exemplarische Ansatz nach dem Zweiten Weltkrieg wichtig?
Aufgrund der enormen länderkundlichen Datenfülle war eine Reduktion des Lehrstoffs notwendig, um Schülern grundlegende geographische Strukturen vermitteln zu können.
Was unterscheidet den "alten" vom "neuen" Begriff des Exemplarischen?
Der alte Begriff konzentrierte sich stark auf die Typisierung von Landschaften, während der neue Begriff stärker auf moderne Lehrmethoden und didaktische Prinzipien setzt.
Was ist das "pseudo-exemplarische" Verfahren?
In der Arbeit wird kritisch beleuchtet, wenn Beispiele nur oberflächlich oder nicht repräsentativ ausgewählt werden, was als pseudo-exemplarisch bezeichnet wird.
Wann erreichte die Diskussion um diesen Ansatz ihren Höhepunkt?
Die fachdidaktische Debatte um den exemplarischen Ansatz in der Geographie erreichte um das Jahr 1960 ihren Höhepunkt.
- Arbeit zitieren
- Ariane Struck (Autor:in), 2000, Der exemplarische Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7314