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Moralerziehung - Theorie und Praxis

Titre: Moralerziehung - Theorie und Praxis

Dossier / Travail , 2007 , 24 Pages , Note: 2

Autor:in: Sebastian Prignitz (Auteur)

Philosophie - Divers
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Ich werde nachfolgend Mittel und Wege aufzeigen, wie ein Lehrer – egal in welchem Fach -, die Schülerinnen und Schüler zur Moralerziehung anhalten kann. Doch bevor ich dies tue, schaue ich erst einmal mit einem schnellen Blick auf das Fach, in dessen Kern die Anleitung zur Entwicklung von ethischem Problembewusstsein und die Un-terstützung bei der Suche junger Menschen nach einer verlässlichen moralischen Orien-tierung in der Welt von heute steht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Moralerziehung im Ethikunterricht

3 Historische Ansätze der Moralerziehung

3.1 „Romantische“ Erziehungsphilosophie

3.2. „Technologische“ Erziehungsphilosophie

3.3 „Progressive“ Erziehungsphilosophie nach Kohlberg

3.4. „Diskursiver“ Ansatz der Moralerziehung

4 Moralerziehung im Rahmen des Unterrichts

4.1. Moralerziehung im Englischunterricht

4.2. Moralerziehung im Sozialkundeunterricht

4.3. Moralerziehung im Mathematikunterricht

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten und Wege, wie Moralerziehung in der Schule über den spezifischen Ethikunterricht hinaus in den Schulalltag und verschiedene Fachbereiche integriert werden kann, um Schülerinnen und Schüler zu moralisch autonomem Urteilen und Handeln zu befähigen.

  • Historische und theoretische Grundlagen verschiedener Modelle der Moralerziehung
  • Analyse des "Just Community"-Ansatzes zur Förderung demokratischer Schulkultur
  • Didaktische Möglichkeiten der Moralerziehung im Englischunterricht
  • Integration moralischer Fragestellungen im Sozialkunde- und Mathematikunterricht
  • Die Rolle der Lehrkraft bei der Begleitung moralischer Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

3.1 „Romantische“ Erziehungsphilosophie

Der romantische Ansatz geht von der Annahme aus, dass das „Innere“ des Menschen der bei weitem bedeutendste Aspekt der menschlichen Entwicklung ist. Das „Gute“ ist von Natur aus im Menschen angelegt und Wachstum gilt als Entfaltung angeborener Potentiale. Erster Verfechter des romantischen Ansatzes war Jean-Jacques Rousseau (1712-1778). Im 20. Jahrhundert vertrat vor allem A.S. Neill, der Gründer der „Summerhillschool“, die Ansichten des romantischen Ansatzes.

Grundlage ist ein Wachstumskonzept: man muss dem Kind günstige Bedingungen bieten, damit sich „das Gute“ gleichsam von selbst entwickeln kann. Die Aufgabe pädagogischen Handelns liegt in der „behutsamen und unterstützenden Förderung natürlicher Reifungstendenzen“. Die Erziehung soll dem Menschen helfen, zu sich selbst zu kommen und gleichzeitig die Kreativität und Freiheit des Kindes fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz moralischer Erziehung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Debatten und Amokläufe an Schulen.

2 Moralerziehung im Ethikunterricht: Dieses Kapitel stellt didaktische Hilfsmittel wie den Dialog und das sokratische Gespräch vor, die im Ethikunterricht zur Förderung ethischen Problembewusstseins eingesetzt werden.

3 Historische Ansätze der Moralerziehung: Hier erfolgt eine systematische Analyse verschiedener theoretischer Strömungen, darunter der romantische, technologische, progressive und diskursive Ansatz.

4 Moralerziehung im Rahmen des Unterrichts: Das abschließende Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die fachspezifische Unterrichtspraxis von Englisch, Sozialkunde und Mathematik.

Schlüsselwörter

Moralerziehung, Ethikunterricht, Werteerziehung, Kohlberg, Just Community, moralisches Urteil, Charaktererziehung, pädagogische Ansätze, Demokratie, Schule, Sozialkunde, Schulentwicklung, Werteverfall, moralische Autonomie, Dilemmadiskussion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Modellen der Moralerziehung und deren praktischer Umsetzung im schulischen Alltag in verschiedenen Fächern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung pädagogischer Erziehungsmodelle, der Zusammenhang von Moral und Unterricht sowie die Förderung moralischer Urteilsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass Moralerziehung eine schulweite Aufgabe ist, die nicht auf das Fach Ethik beschränkt bleiben sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Gegenüberstellung erziehungswissenschaftlicher Konzepte, insbesondere nach Oser/Althof und Kohlberg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert vier historische Ansätze (romantisch, technologisch, progressiv, diskursiv) und diskutiert deren Anwendung in Englisch, Sozialkunde und Mathematik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Moralerziehung, moralische Entwicklung, Just Community und didaktische Integration.

Was unterscheidet den technologischen vom romantischen Ansatz?

Der romantische Ansatz betont die Entfaltung des inneren Guten, während der technologische Ansatz auf die Vermittlung überlieferter Werte und Tugenden durch Instruktion zielt.

Welche Rolle spielt die "Just Community" im Diskurs?

Sie dient als diskursives Modell für eine demokratische Schulkultur, in der Schülerinnen und Schüler durch aktive Beteiligung moralische Kompetenzen erwerben.

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Résumé des informations

Titre
Moralerziehung - Theorie und Praxis
Université
Martin Luther University  (Philosophie)
Cours
Geschichte des Ethik- und Philosophieunterrichtes
Note
2
Auteur
Sebastian Prignitz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V73346
ISBN (ebook)
9783638716680
ISBN (Livre)
9783638718516
Langue
allemand
mots-clé
Moralerziehung Theorie Praxis Geschichte Ethik- Philosophieunterrichtes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Prignitz (Auteur), 2007, Moralerziehung - Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73346
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Extrait de  24  pages
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