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Das Bild und die Rolle der Frau in der "Generación del 98" am Beispiel von Miguel de Unamunos "Niebla" und im essayistischen Werk Ángel Ganivets

Titre: Das Bild und die Rolle der Frau in der "Generación del 98" am Beispiel von Miguel de Unamunos "Niebla" und im essayistischen Werk Ángel Ganivets

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Eva Maria Krehl (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Résumé Extrait Résumé des informations

Europa und Amerika stellten sich Ende des 19. Jahrhunderts als Schauplätze harter Kämpfe auf Seiten der feministischen Bewegung dar, die für das Wahlrecht, eine bessere Bildung und die gleiche Behandlung der Geschlechter in der gesellschaftlichen Ordnung kämpften. In Spanien war dieser Ruf der Frauen nach Gleichberechtigung zu dieser Zeit jedoch noch kaum zu hören und selbst Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte hier noch eine streng konservativ katholische Sicht der Frau vor.
Obwohl vielen der unter dem Etikett „Generation von 98“ zusammengefassten Autoren attestiert wird, eine neue und radikale Sicht auf den Menschen und seine Umwelt formuliert und dabei eine Abkehr von tradierten Wertvorstellungen propagiert zu haben, schloss dies nur bei wenigen Schriftstellern ein Überdenken der Rolle der Frau in der spanischen Gesellschaft zur Zeit der Jahrhundertwende ein. Der oft zitierte Humanismus der Achtundneunziger gereichte nur selten soweit die Frauen mit einzubeziehen. Und obwohl die Spanienfrage und die Beschäftigung mit den Problemen Spaniens um 1898 allen Autoren der Generation gemeinsam ist, bemerkten sie bis auf wenige Ausnahmen nicht, dass eines der nationalen Probleme Spaniens gegenüber dem modernen Europa auch die Feminismusbewegung war, die sich im übrigen Europa mehr und mehr abzeichnete, in Spanien jedoch kaum Anhänger fand. Einige der Achtundneunziger äußerten sogar eine unverhohlene Antipathie gegenüber dem Feminismus und viele der Autoren ließen eine tiefsitzende Mysoginie, oft inspiriert durch Nietzsche und Schopenhauer, in ihren Werken erkennen, wie das eingangs wiedergegebene Zitat Valle-Incláns von 1931 beweist.
Einer der großen Autoren der Bewegung, der seiner Frauenfeindlichkeit besonders deutlich Ausdruck verlieh, war der oft als Vorreiter der Generation von 98 bezeichnete Ángel Ganivet. Seine Ansichten über die Frau in der Gesellschaft, deren Bildung und die Ehe sollen im Folgenden mit der Rolle der Frau in dem Roman Niebla des international bekanntesten Achtundneunziger, Miguel de Unamuno, verglichen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Bild und die Rolle der Frau bei Ángel Ganivet und Miguel de Unamuno

2.1 Die Rolle und Emanzipation der Frau

2.2 Die Bildung der Frau

2.3 Die Ehe

2.4 Die Frau in ihrer Rolle als Mutter

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild in den Werken der "Generación del 98", wobei der Fokus auf einem Vergleich zwischen dem essayistischen Werk Ángel Ganivets und Miguel de Unamunos Roman "Niebla" liegt. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen tradierten, oft misogynen Vorstellungen und den aufkommenden, emanzipatorischen Tendenzen der Zeit herauszuarbeiten.

  • Gesellschaftskritik und Frauenbild um 1898
  • Vergleich der Positionen von Ganivet und Unamuno
  • Die Rolle der Frau zwischen Emanzipation und traditioneller Ehe
  • Die Mutterrolle als Ideal und literarisches Motiv
  • Einfluss soziokultureller Kontexte auf das literarische Schaffen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Rolle und Emanzipation der Frau

Eines der Merkmale der Auseinandersetzung Ganivets mit dem anderen Geschlecht ist sein offensichtlicher Konflikt zwischen Anziehung und Abneigung. Auf der einen Seite betont er die Ästhetik und Schönheit der Frauen und begründet seine Beobachtung, dass die europäischen Städte von Süden nach Norden hin trotz der zunehmend raueren Natur/Umwelt „cada vez van pareciendo más alegres“ (CF 140) mit der Tatsache, dass in den Städten des Nordens ganz einfach mehr Frauen auf den Straßen zu sehen seien:

Es que aquí hay mujeres, es decir, están en todas partes las mujeres; no ya en el café o el restaurante, o en el comercio de poca importancia, haciendo asomadas y sin atreverse a tomar posesión definitiva de su puesto en la sociedad, sino en todas partes, por derecho propio, como los hombres. (CF 140f)

Auch wenn derlei Beobachtungen zunächst den Eindruck vermitteln Ganivet heiße diese selbstverständliche Gleichberechtigung der Frau, „por derecho propio“, gut, so zeigt sich schnell, dass er die Frau doch nur als schmückendes Beiwerk des Mannes betrachtet und seine Forderung nach ihrer größeren Selbstständigkeit doch nur egoistischen Interessen entspringt:

[…] y supuesto que tenemos unas mujeres que son monumentos vivos, cuya construcción nos sale casi de balde, ¿no habría medio de dar suelta a estas mujeres, de desparramarlas por toda población, para que ellas, con su presencia, nos la engalaran y embellecieran? (CF 140)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die konservative Sicht auf die Frau in Spanien um 1900 und führt in den Vergleich zwischen Ángel Ganivet und Miguel de Unamuno ein.

2 Das Bild und die Rolle der Frau bei Ángel Ganivet und Miguel de Unamuno: Das Hauptkapitel analysiert kritisch die Einstellungen der Autoren zur Weiblichkeit, wobei der Fokus auf der Diskrepanz zwischen männlicher Dominanz und individueller Emanzipation liegt.

2.1 Die Rolle und Emanzipation der Frau: Untersucht Ganivets ambivalentes Verhältnis zur Frauenbewegung und zeigt auf, wie er die Frau primär als ästhetisches Objekt für die Gesellschaft betrachtet.

2.2 Die Bildung der Frau: Analysiert den Gegensatz zwischen Ganivets Skepsis gegenüber einer höheren geistigen Bildung der Frau und den realen, emanzipatorischen Anforderungen der Zeit.

2.3 Die Ehe: Beleuchtet die Ehe als bürgerliche Institution, die bei Ganivet das konservative Familienideal konserviert, während Unamuno in "Niebla" das Motiv der Ehe in einen ironischen Kontext stellt.

2.4 Die Frau in ihrer Rolle als Mutter: Untersucht das idealisierte Mutterbild, welches von beiden Autoren bis hin zur religiösen Überhöhung vorangetrieben wird, während Unamuno gleichzeitig dieses Bild in seinem Roman dekonstruiert.

3 Schlussbetrachtung: Führt die Analyseergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass das Frauenbild ein wesentlicher, jedoch oft unterschätzter Spiegel der gesellschaftlichen Ängste und Umbrüche der Generation von 98 war.

Schlüsselwörter

Generación del 98, Ángel Ganivet, Miguel de Unamuno, Frauenbild, Emanzipation, Niebla, Misogynie, Mutterrolle, Geschlechterrollen, Spanien 1898, Feminismus, Gesellschaftskritik, Literaturanalyse, Idealisierung, Bürgerliche Ehe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Frauenbild bei Autoren der "Generación del 98", insbesondere bei Ángel Ganivet und Miguel de Unamuno, im Kontext der soziokulturellen Veränderungen in Spanien um die Jahrhundertwende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Aspekte der weiblichen Emanzipation, die Bildung der Frau, das bürgerliche Eheideal und die idealisierte Rolle der Mutter in der zeitgenössischen Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass diese männlichen Autoren trotz ihres Rufs als Erneuerer Spaniens in Bezug auf die Frauenrolle oft konservativen bis misogynen Denkmustern verhaftet blieben, wobei Unamuno in seinem Roman "Niebla" teilweise Gegenpositionen einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Ideengeschichtliche Analyse, die primäre literarische Quellen mit zeitgenössischen essayistischen Schriften verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse von Ganivets und Unamunos Werken anhand der vier Themen Emanzipation, Bildung, Ehe und Mutterschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Generación del 98, Geschlechterrollen, Emanzipation, Misogynie und die Analyse der Werke "Niebla" und der Essays von Ganivet charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Unamunos Darstellung der Frau von der Ganivets?

Während Ganivet die Frau primär als "Schmuckstück" oder "Mutter" in einem patriarchalischen System sieht, emanzipiert Unamuno seine weiblichen Figuren in "Niebla" stärker und karikiert zugleich die männliche Abhängigkeit von Frauen.

Welche Rolle spielt der Selbstmordmotiv-Aspekt für die Interpretation der Autoren?

Der Selbstmord von Ganivet und die Selbstmordgedanken des Romanhelden Augusto Pérez werden als Indiz für das Unvermögen der Autoren interpretiert, mit der Demütigung oder der vermeintlichen Machtveränderung durch Frauen souverän umzugehen.

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Résumé des informations

Titre
Das Bild und die Rolle der Frau in der "Generación del 98" am Beispiel von Miguel de Unamunos "Niebla" und im essayistischen Werk Ángel Ganivets
Université
University of Tubingen  (Romanisches Seminar)
Cours
Die Generación del 98 und ihre Gesellschaftskritik
Note
1,0
Auteur
Eva Maria Krehl (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
21
N° de catalogue
V73749
ISBN (ebook)
9783638734141
Langue
allemand
mots-clé
Bild Rolle Frau Generación Beispiel Miguel Unamunos Niebla Werk Ganivets Generación Gesellschaftskritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Maria Krehl (Auteur), 2007, Das Bild und die Rolle der Frau in der "Generación del 98" am Beispiel von Miguel de Unamunos "Niebla" und im essayistischen Werk Ángel Ganivets, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73749
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Extrait de  21  pages
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