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Richtlinien im Fach Geschichte und Möglichkeiten zu ihrer Reform

Titre: Richtlinien im Fach Geschichte und Möglichkeiten zu ihrer Reform

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 25 Pages , Note: 2

Autor:in: Stephan Holm (Auteur)

Didactique - Histoire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Um die politische und geschichtliche Bildung der deutschen Jugend scheint es sehr schlecht zu stehen. Einen Teil der Schuld an dieser Misere müssen sich sicher die Schulen in Deutschland eingestehen. Der Wi-Po und Geschichtsunterricht scheinen keine bleibenden Spuren bei den Schülern zu hinterlassen. Es ist somit dringend notwendig, nicht nur die Unterrichtsmethoden, sondern auch die Inhalte der antiquierten Richtlinien für den Geschichtsunterricht grundlegend zu überdenken. Es kann nicht mehr Sinn des Unterrichts sein, den Schülern Daten, Zahlen und Fakten einzuhämmern, wenn sie keine Zusammenhänge verstehen und keinen Bezug zur Gegenwart und ihrem eigenen Leben herstellen können. Geschichtsunterricht kann sehr spannend und fruchtbar sein, wenn er nur richtig gestaltet wird. Allerdings scheinen die Richtlinien, die für den Lehrer einen thematischen Rahmen abstecken, an den er sich zu halten hat, alternativen Modellen Steine in den Weg zu legen.
Ergibt der bisherige chronologische Durchgang durch die Geschichte von der Steinzeit bis zur Neuzeit Sinn oder steht sich dieses Konzept nur selbst im Weg? Welche Alternativen kann ein Lehrer schaffen? Darf er ganz bewusst mit zeitlichen Lücken arbeiten?
Weitere Aspekte, die diskutiert werden, sind Multiperspektivität und Projektunterricht. Welche Reformansätze sind letztendlich realistisch, und wie lassen sie sich in der Praxis um- und durchsetzen?
Dieser Aufsatz soll den Geschichtsunterricht nicht revolutionieren, sondern lediglich Gedanken anstoßen und Möglichkeiten zu Veränderungen aufweisen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangspunkt: Gegenwärtige Richtlinien

2.1 Der Lehrplan in Schleswig-Holstein

2.2 Der Lehrplan in Nordrhein-Westfalen

3. Probleme bei der Entwicklung von Lehrplänen

4. Ansätze zur Reform der Richtlinien

4.1 Abschaffung des chronologischen Durchgangs

4.2 Interkulturelle Bildung

4.3 Multiperspektivischer Unterricht

4.4 Projektunterricht

5. Resümee

6. Literaturliste

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den geltenden Richtlinien für den Geschichtsunterricht in Deutschland auseinander. Ziel ist es, die Defizite des derzeitigen, oft chronologisch orientierten Unterrichts aufzuzeigen und alternative didaktische Konzepte zu diskutieren, die den Lernprozess der Schüler effektiver und gegenwartsbezogener gestalten können.

  • Kritische Analyse aktueller Lehrpläne (Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen)
  • Herausforderungen bei der inhaltlichen Gestaltung durch zunehmende Stofffülle
  • Integration interkultureller Bildung und Multiperspektivität im Unterricht
  • Bedeutung von Handlungsorientierung und Projektarbeit für den Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

4.2 Interkulturelle Bildung

Im Zuge der Globalisierung und zunehmender weltweiter Migration wird die interkulturelle Bildung und Integration Fremder immer wichtiger. Besonders dem Fach Geschichte wird diesbezüglich eine wichtige Funktion zugeschrieben. Der Dialog mit Menschen aus anderen Kulturkreisen nimmt unter anderem in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Tourismus und Sport ständig zu. Hermann Lange sieht es als bedeutende Voraussetzung, dass man sich selbst kennen und verstehen muss, bevor man versucht andere zu verstehen. Dazu muss man sich mit seiner eigenen Tradition beschäftigen, um einen individuellen Standpunkt zu definieren, den man dann in Relation zu anderen Standpunkten setzen kann.

Es darf nicht vergessen werden, dass Integration nicht komplette Aufgabe der eigenen Kultur bedeutet. Die beiden Teile Gemeinsamkeiten und Unterschiede müssen zusammenwirken und sollen sich nicht gegenseitig aufheben. Lange sieht die interkulturelle Bildung als „Chance, zu sich selbst zu kommen“. Um verstanden zu werden, muss man sich immer erst verständlich machen können, und das gelingt nur, wenn man seine Identität kennt. Dann kann man in den Dialog mit anderen eintreten und sollte dabei bedenken: „Dialog ist das Gespräch mit anderen, nicht über andere“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite in der politischen und geschichtlichen Bildung und plädiert für eine grundlegende Überdenkung der veralteten Richtlinien im Geschichtsunterricht.

2. Ausgangspunkt: Gegenwärtige Richtlinien: Dieses Kapitel vergleicht die Lehrpläne der Bundesländer Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und methodischen Vorgaben.

3. Probleme bei der Entwicklung von Lehrplänen: Hier wird die Problematik der inhaltlichen Überlastung durch das „Modell Jahresringe“ diskutiert, bei dem ständig neue Themen zu bestehenden Inhalten hinzukommen.

4. Ansätze zur Reform der Richtlinien: Dieses Kapitel präsentiert Lösungsansätze wie die Abkehr von rein chronologischen Durchgängen und die Förderung neuer Konzepte wie interkulturelles Lernen.

5. Resümee: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, sich von Vollständigkeitsansprüchen zu lösen und stattdessen die methodische Kompetenz und den Lebensweltbezug der Schüler zu stärken.

6. Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Lehrpläne und weiterer Quellen.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Lehrplan, Reform, Interkulturelles Lernen, Multiperspektivität, Projektunterricht, Geschichtsbewusstsein, Chronologie, Handlungsorientierung, Eurozentrismus, Stofffülle, Didaktik, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die aktuellen Richtlinien für das Fach Geschichte in verschiedenen Bundesländern und zeigt auf, warum diese einer grundlegenden Reform bedürfen, um zeitgemäßem Unterricht gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik an der starren Chronologie, der Integration interkultureller Bildung, dem Prinzip der Multiperspektivität sowie der Förderung von handlungsorientiertem Projektunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, dass eine reine Wissensvermittlung von Daten und Fakten nicht ausreicht und dass Geschichtsunterricht stattdessen die Kompetenz fördern sollte, historische Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen und einen Bezug zur eigenen Gegenwart herzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse von Lehrplänen und fachdidaktischer Literatur, um bestehende Probleme und alternative didaktische Reformmodelle wissenschaftlich einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Lehrpläne von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, den Problemen bei der ständigen inhaltlichen Erweiterung von Lehrplänen sowie konkreten Reformvorschlägen durch Experten wie Pandel, von Borries und Schneider.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Geschichtsunterricht, Interkulturelles Lernen, Multiperspektivität, Reform des Lehrplans und Handlungsorientierung.

Wie bewertet der Autor den chronologischen Unterricht?

Der Autor kritisiert die starre Chronologie als ineffektiv, da sie bei Schülern oft zu einem toten Faktenwissen führt, anstatt ein echtes historisches Bewusstsein oder die Fähigkeit zur kritischen Analyse zu fördern.

Welche Rolle spielt die interkulturelle Bildung?

Interkulturelle Bildung wird als zentrales Element angesehen, um im globalisierten Kontext nicht nur die Geschichte anderer zu verstehen, sondern auch die eigene Identität durch den Dialog mit dem Fremden zu festigen und Toleranz aktiv zu leben.

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Résumé des informations

Titre
Richtlinien im Fach Geschichte und Möglichkeiten zu ihrer Reform
Université
University of Flensburg  (Geschichte)
Cours
Vergleich von Schulbüchern und Richtlinien
Note
2
Auteur
Stephan Holm (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
25
N° de catalogue
V7423
ISBN (ebook)
9783638146890
ISBN (Livre)
9783638806022
Langue
allemand
mots-clé
Richtlinien Lehrplan Reform Geschichtsdidaktik Geschichte Didaktik Kurrikulum kurrikulare Currikulum currikulare
Sécurité des produits
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Citation du texte
Stephan Holm (Auteur), 2002, Richtlinien im Fach Geschichte und Möglichkeiten zu ihrer Reform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7423
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Extrait de  25  pages
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