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Israels Gerechtigkeit in der Befolgung des Gesetzes (Dtn 16,20)

Title: Israels Gerechtigkeit in der Befolgung des Gesetzes (Dtn 16,20)

Term Paper , 2005 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Beate Brinkmöller (Author)

Theology - Biblical Theology
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Gerechtigkeit stellt ein Hauptwort sowohl im Alten, wie im Neuen Testament dar. In Dtn 16,20 geht es um die menschliche Gerechtigkeit in Bezug auf das Gesetz.
Jan Christian Gertz bezeichnet diesen Vers als ein „Gebot mit Begründung“. Das Gebot lautet, man soll der Gerechtigkeit nachjagen und die Begründung stellt die Aussicht auf „Leben“ und Inbesitznahme des Landes dar.
...
Die der Präambel folgenden Zehn Gebote sprechen die Primärbereiche des menschlichen Lebens an: Gott, Familie und den Nächsten.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bezug zu den Zehn Geboten, Dtn 5,1-22 und Ex 20,1-21

3. Inhaltliche Komponenten der Zehn Gebote

4. Absicht und Gültigkeitsbereich der Zehn Gebote

5. Die Zehn Gebote vor dem Hintergrund der Historie

6. Bezug zu Natur- und Gesetzesrecht nach Aristoteles

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Gerechtigkeit und Gesetz im Kontext der Zehn Gebote. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die biblischen Gebote als zeitlose Richtschnur fungieren können, während sie gleichzeitig in den historischen Kontext ihrer Entstehungszeit eingeordnet und kritisch reflektiert werden müssen.

  • Analyse der biblischen Gebote als Lebenswegweiser.
  • Untersuchung der inhaltlichen Komponenten und Zielsetzungen der Dekalog-Struktur.
  • Historische Kontexualisierung biblischer Gesetzgebung.
  • Vergleich mit philosophischen Rechtsbegriffen nach Aristoteles.
  • Diskussion der Schnittmengen von Gottesrecht, Naturrecht und Gesetzesrecht.

Auszug aus dem Buch

6. Bezug zu Natur- und Gesetzesrecht nach Aristoteles

Vergleicht man den Anspruch der Zehn Gebote mit den Gesetzen des Aristoteles kann folgendes festgestellt werden:

Aristoteles unterscheidet Gesetzesrecht und Naturrecht. Unter Gesetzesrecht versteht man die in der Realität verabschiedeten Gesetze durch die Machthabenden, in der Demokratie beispielsweise durch Mehrheitsentscheid, die in einem Gesetzbuch verankert werden. Das Gesetzesrecht war dabei in der Antike zum großen Teil auch Sakralrecht und regelte Belange der Religion und ihre Ausübung.

Unter Naturrecht versteht man das natürliche Recht, das auf die menschliche Vernunft beruht. Es ist überall gültig, unabhängig von der Zustimmung der Menschen. Textautoren, die sich mit dem Naturrecht befassen sind unter anderem Platon, Kant und Aristoteles (Bsp. „Nikomachische Ethik“).

Mit den Zehn Geboten begegnet uns ein weitere Rechtsart, die des Gottesrechts, dessen Rechtsquelle auf Gott zurückgeht und seine Offenbarung und dessen Gesetzestext die Bibel dokumentiert. Dieses Gottesrecht lässt sich nicht ohne weiteres dem Natur- und/oder Gesetzesrecht zuordnen. Sicherlich gibt es Gebote, wie „du sollst nicht töten“ oder „du sollst nicht stehlen“, die mit Vernunft erklärbar sind, und dem Naturrecht nahe kommen. Darüber hinaus gibt es aber auch Gebote, wie z.B. „achte auf den Sabbat“, die mit Vernunft nicht erklärbar sind.

Man kann feststellen, dass sich alle drei - Gottesrecht, Naturrecht und Gesetzesrecht - überschneiden, keines aber vollständig im anderen enthalten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Gerechtigkeit anhand von Dtn 16,20 und stellt das Konzept des Gebots mit Begründung vor.

2. Bezug zu den Zehn Geboten, Dtn 5,1-22 und Ex 20,1-21: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Zehn Gebote als präambelartiger Wegweiser für ein Leben in Freiheit.

3. Inhaltliche Komponenten der Zehn Gebote: Hier werden die zentralen Lebensbereiche wie Gott, Familie und der Nächste sowie der soziale und ökologische Aspekt (Tierschutz) der Gebote beleuchtet.

4. Absicht und Gültigkeitsbereich der Zehn Gebote: Das Kapitel diskutiert die praktische Anwendbarkeit der Gebote als Ordnungsmittel, auch für nicht-gläubige Menschen.

5. Die Zehn Gebote vor dem Hintergrund der Historie: Es wird die Notwendigkeit einer exegetischen Einordnung der Gebote aufgezeigt, um einen fundamentalistischen Umgang mit den Texten zu vermeiden.

6. Bezug zu Natur- und Gesetzesrecht nach Aristoteles: Dieser Abschnitt vergleicht Gottesrecht, Naturrecht und Gesetzesrecht und verdeutlicht deren teilweise Überschneidungen.

7. Fazit: Das Fazit betont, dass die Gebote durch die Geschichte hindurch immer wieder neu in die jeweilige Zeit übersetzt und entdeckt werden müssen.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Zehn Gebote, Dtn 16,20, Gottesrecht, Naturrecht, Gesetzesrecht, Aristoteles, Exegese, biblische Ethik, Vernunft, Offenbarung, Freiheit, Historizität, Katholische Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Zehn Gebote im Kontext der Gerechtigkeit und untersucht deren Rolle als moralische Richtschnur für das menschliche Leben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die biblische Exegese, der Vergleich zwischen religiösen Geboten und philosophischen Rechtsauffassungen sowie die Frage nach der Aktualität alter Gesetzestexte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie die Zehn Gebote einerseits als göttliche Offenbarung verstanden und andererseits historisch kritisch sowie rational in die heutige Zeit übersetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird eine exegetische und systematisch-theologische Analyse durchgeführt, ergänzt durch einen rechtsphilosophischen Vergleich mit aristotelischen Denkmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Analyse der Gebote, deren historische Einordnung sowie die theoretische Differenzierung zwischen Naturrecht, Gesetzesrecht und Gottesrecht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Gerechtigkeit, das Gottesrecht im Verhältnis zum Naturrecht und die Notwendigkeit einer zeitspezifischen Interpretation biblischer Inhalte.

Warum ist der Vergleich mit Aristoteles für diese Arbeit wichtig?

Der Vergleich dient dazu, das spezifische "Gottesrecht" von anderen Rechtssystemen abzugrenzen und die philosophische Begründbarkeit ethischer Normen zu diskutieren.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den verschiedenen Rechtsarten?

Die Autorin differenziert zwischen dem durch Machthaber festgelegten Gesetzesrecht, dem auf menschlicher Vernunft beruhenden Naturrecht und dem auf Offenbarung basierenden Gottesrecht.

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Details

Title
Israels Gerechtigkeit in der Befolgung des Gesetzes (Dtn 16,20)
College
University of Wuppertal
Course
Gerechtigkeit
Grade
1,0
Author
Beate Brinkmöller (Author)
Publication Year
2005
Pages
8
Catalog Number
V74517
ISBN (eBook)
9783638744799
Language
German
Tags
Gerechtigkeit Befolgung Gesetzes Gerechtigkeit Israel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Brinkmöller (Author), 2005, Israels Gerechtigkeit in der Befolgung des Gesetzes (Dtn 16,20), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74517
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