In der vorliegenden Studienarbeit wird ein tiefer Einblick in die IT-Controlling gewährt. Vor allem werden die wichtigsten Funktionen und Instrumente des IT-Controllings betrachtet. Desweiteren werden die großen Probleme des IT-Controllings im Hinblick auf den Mittelstand beschrieben und im weiteren Verlauf die Eingliederung in ein mittelständisches Unternehmen aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. IT-Controlling
2.1. Definition IT-Controlling
2.3. Die Problematik in der Unternehmenspraxis
2.3.1. Kompetenz der IT-Controller
2.3.2. Mangelnde Anwendung der Controllingmethoden
2.3.3. Schnelle Entwicklung der IT
2.3.4. Die geringe Aufmerksamkeit für IT-Kosten
2.3.5. Kostentransparenz
2.4. Die Notwendigkeit des IT-Controllings im Mittelstand
2.4.1. Misserfolge in IT-Projekten
2.4.2. Unübersichtlichkeit der IT-Kosten
2.4.3. Ansteigende IT-Budgets
2.4.4. Unzureichende Einflussnahme auf indirekte IT-Kosten
2.4.5. Die Wirkung der IT auf die Prozesse im Unternehmen
2.4.6. Die Beeinflussung der IT durch das Finanzwesen
2.4.6.1. Basel II
2.4.6.2. SOX (Sarbanes Oxley Act)
2.4.6.3. IAS (International Accounting Standards)/ IFRS (International Financial Reporting Standards)
3. Aufgaben des IT-Controlling
4. System des IT-Controlling
4.1. Technisches Controlling
4.2. Wirtschaftliches Controlling
4.2.1. Rechnungswesen Controlling
4.2.2. Strategisches Controlling
4.2.3. Operatives Controlling
5. Instrumente/ Methoden des IT-Controllings
5.1. Instrumente des strategischen IT-Controllings
5.1.1. Stärken-/Schwächen-Analyse
5.1.2. IT-Balanced Scorecard
5.2. Instrumente/ Methoden der operativen IT-Controlling
5.2.1. IT-Kennzahlen
5.2.1.1. Der Kennzahlenbegriff
5.2.1.2. Die Funktion von Kennzahlen
5.2.2. Wichtige Kennzahlen
5.2.2.1. Allgemeine IT-Kennzahlen
5.2.2.2. Anwendungsbezogene IT-Kennzahlen
5.2.2.3. Infrastruktur-Service-Kennzahlen
5.2.2.4. Projekt-Kennzahlen
5.2.2.5. Kostenartenorientierte IT-Kennzahlen
5.2.3. Kennzahlensysteme
5.2.3.1. Der Begriff Kennzahlensystem
5.2.3.2. Kennzahlensystem von DuPont
5.2.3.3. ZVEI-Kennzahlensystem
5.2.3.4. RL-System
5.2.4. Kosten- und Leistungsrechnung der IT
5.2.4.1. IT-Kostenarten
5.2.4.2. IT-Kostenstellen
5.2.4.3. IT-Kostenträger
6. Einführung des IT Controlling
6.1. Kostenaspekte
6.2. IT-Outsourcing
7. Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit und Implementierung eines IT-Controllings in mittelständischen Unternehmen zu untersuchen, um der wachsenden Komplexität und den steigenden IT-Kosten entgegenzuwirken. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Unternehmen durch systematisches Controlling, Transparenz bei IT-Aufwendungen schaffen und ihre Effizienz sowie Wirtschaftlichkeit steigern können.
- Funktionen und Instrumente des IT-Controllings
- Herausforderungen und Problematiken in der mittelständischen Praxis
- Notwendigkeit des IT-Controllings durch externe Faktoren wie Basel II und SOX
- Methoden zur Kostenerfassung und -steuerung mittels Kennzahlensystemen
- Strategien zur Eingliederung, insbesondere unter Abwägung von Insourcing und Outsourcing
Auszug aus dem Buch
5.1.2. IT-Balanced Scorecard
Um mittelständische Unternehmen im heutigen Wettbewerb erfolgreich zu führen reichen reine finanzwirtschaftliche Kennzahlen allein nicht mehr aus. Da die IT-Kennzahlen in den Unternehmen vorwiegend nur finanzielle und technische Fragen abgedeckt haben, war der Bedarf für ein neues Controlling Instrument, an ein Standard-Controlling Konzept, sehr groß.21
Die Balanced Scorecard (BSC) wurde am Anfang der 90er Jahre an der Harvard University von Robert S. Kaplan und David P. Norton, als ein neues Instrument für die strategische Unternehmenssteuerung, anhand einer Studie mit zwölf großen amerikanischen Unternehmen durchgeführt bzw. entwickelt.22 Das Ergebnis dieser Beobachtung war, dass viele dieser Unternehmen nur Steuerungssysteme für operative Aufgabenstellungen hatten. Die finanzwirtschaftliche Sichtweise dominierte weitestgehend, da falls langfristige Ziele und Umsetzungsstrategien vorhanden waren diese vom Tagesgeschäft isoliert wurden.
Die Innovation der BSC war es, die Verbindung von operativen und strategischen Zielsetzungen zu liefern, wodurch das „daily business“ entlang den strategischen Zielen des Unternehmens ausgerichtet werden konnte. Ein zentrales und charakterisierendes Element der BSC ist die Bildung von weiteren Perspektiven. Der Grund hierfür ist, dass man sich bei der BSC von der vorhandenen finanzwirtschaftlichen Sicht trennt und anderen Bereichen des Unternehmens, die ebenso eine große Bedeutung für den langfristigen Erfolg haben, der Finanzperspektive gleichwertig gegenüberstellt.
Die BSC lässt sich nach Kaplan und Norton in vier grundlegende Perspektiven gliedern:
1. Finanzperspektive
2. Kundenperspektive
3. Prozessperspektive
4. Lern- und Entwicklungsperspektive
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die steigenden Anforderungen an mittelständische Unternehmen und die zunehmende Bedeutung der IT als Erfolgsgarant sowie die Notwendigkeit eines IT-Controllings zur Kostentransparenz.
2. IT-Controlling: Erläutert den Begriff des IT-Controllings, analysiert Praxisprobleme wie mangelnde Kompetenz oder Kostentransparenz und beleuchtet die Notwendigkeit im Mittelstand unter Berücksichtigung regulatorischer Einflüsse wie Basel II.
3. Aufgaben des IT-Controlling: Definiert die Grundfunktionen (Planung, Kontrolle, Informationsversorgung, Steuerung) und gliedert den IT-Controlling-Prozess in Sammlung, Transformation und Kommunikation.
4. System des IT-Controlling: Gliedert das IT-Controlling in technische und wirtschaftliche Subsysteme, wobei letzteres in Rechnungswesen, strategisches und operatives Controlling unterteilt wird.
5. Instrumente/ Methoden des IT-Controllings: Detaillierte Betrachtung strategischer (Stärken-/Schwächen-Analyse, BSC) und operativer Instrumente (Kennzahlen, ZVEI/DuPont/RL-Systeme, Kostenrechnung).
6. Einführung des IT Controlling: Behandelt die Kostenaspekte bei der Implementierung sowie die strategische Entscheidung zwischen Insourcing und IT-Outsourcing anhand eines Migrationsplans.
7. Schlusswort: Führt aus, dass das IT-Controlling aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks für Mittelständler unverzichtbar wird, warnt aber vor unüberlegten Outsourcing-Entscheidungen.
Schlüsselwörter
IT-Controlling, Mittelstand, IT-Kosten, Kostentransparenz, IT-Kennzahlen, Balanced Scorecard, Outsourcing, Basel II, Kosten- und Leistungsrechnung, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, IT-Budget, Prozesskostenrechnung, Unternehmenssteuerung, Wirtschaftlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und Bedeutung von IT-Controlling in mittelständischen Unternehmen zur Steigerung von Transparenz und Wirtschaftlichkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit der Kostenerfassung, die Nutzung von Kennzahlensystemen, strategische Instrumente wie die Balanced Scorecard und Fragen des IT-Outsourcings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie IT-Controlling als Erfolgsgarant für den Mittelstand fungieren kann, um IT-Kosten besser zu steuern und Prozesse zu optimieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Controlling-Konzepten und der Übertragung dieser theoretischen Instrumente auf die spezifischen Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des IT-Controllings, die Problematik der IT-Kosten, die Einteilung in technische und wirtschaftliche Systeme sowie diverse Kennzahlen- und Bewertungsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind IT-Controlling, Mittelstand, Kostentransparenz, Kennzahlensysteme, Outsourcing und Balanced Scorecard.
Warum ist Basel II für das IT-Controlling relevant?
Basel II beeinflusst die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens und erfordert strengere interne Kontrollsysteme und präzisere Risikomessungen, was das IT-Controlling zur Unterstützung dieser Anforderungen notwendig macht.
Welche Unterschiede bestehen zwischen Insourcing und Outsourcing?
Insourcing erhält die IT-Kompetenz intern bei vollen Investitionskosten, während Outsourcing betriebseigene Komplexität reduziert und auf externe Dienstleister setzt, um Kosten zu senken.
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- Murat Torun (Author), E. Keskin (Author), A. Karabeyaz (Author), 2007, IT-Controlling im Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75989