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Postmans kleine Geschichte des Gebrauchwertes der Literalität

Titre: Postmans kleine Geschichte des Gebrauchwertes der Literalität

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 2004 , 31 Pages , Note: 1

Autor:in: Dipl.Jurist Marco Sievers (Auteur)

Sociologie - Connaissances et Information
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Die vorliegende Arbeit beabsichtigt, anhand zweier Texte von Neil Postman einen kleinen systematischen Überblick über den Gebrauchswert der Kulturtechnik Literalität zu geben. Sie versucht dabei eine Kombination normativ-ontologisch und kritisch-dialektischer Ansätze. Die Grundlage der Auseinandersetzung bildet Postmans Buch „Das Verschwinden der Kindheit“, ergänzend wird die Abhandlung „Keine Götter mehr“ herangezogen.
Obwohl Postmans Sicht der Literalität im Vordergrund der Erörterungen steht, erfolgen an gegebener Stelle weitergehende thematische Ergänzungen, wobei beabsichtigt ist, eine weitest-gehende Vorstellung über die Vielschichtigkeit und Komplexität, aber auch über Vor- und Nachteile der Literalität zu vermitteln. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann dabei ebenso wenig erhoben werden, wie einzelne Aspekte bis ins Detail zu analysieren oder zu bewerten, Ziel ist vielmehr, ein Ordnungsschema für eine Diskussion des Themas anzubieten. Insofern ist Postmans Sicht der Literalität eher der rote Faden der Erörterung, nicht aber der sie begrenzende Rahmen.
Die Arbeit gliedert sich in sieben Abschnitte. Zunächst werden die Begriffe Literalität und Gebrauchswert definiert, daran schließt sich eine Darstellung der Anwendungsgebiete der Literalität und deren positive Auswirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene an. Danach wird auf den Unwert der Literalität, dass heißt auf ihre negativen Auswirkungen, eingegangen, und eine Differenzierung zwischen sozialer Literalität und Fachliteralität vorgenommen, um anhand dieser Begriffe eine Analyse des Status Quo in der heutigen BRD vorzunehmen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird auch die Frage nach dem Aufkommen einer „Computer-Literalität“ erörtert werden. Schließlich wird im Rahmen einer abschließenden Zusammenfassung mit Ausblick der Versuch einer Prognose bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Literalität unternommen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Hauptteil

I) Der Gebrauchswert von Literalität

II) Die Anwendungsfelder der Literalität

1.) Technik zur Perpetuierung der Sprache

2.) Wissensvermittlung, Wissenskonservierung und Wissensakkumulation

3.) Instrument der Konfliktbewältigung und der Herrschaft

4.) Literalität als Instrument der Persönlichkeitsformung

a) Auswirkungen der Perpetuierung von Worten

b) Auswirkungen des Erwerbs und Gebrauchs von Literalität

5.) Kleine Formen der Literalität

III) Mittelbare soziale und politische Folgen der Literalität

1.) Einfluss auf die Organisation sozialer Systeme

2.) Aufkommen der modernen Wissenschaft

3.) Homogenisierende und separierende Folgen der Literalität

4.) Gesellschaftliche Vorstellungen vom Menschen

IV) Der „Unwert“ der Literalität

1.) Wissensüberflutung und Probleme der Wissenschaft

2.) Entfremdung des Bücherwissens vom Alltag / Autorität des geschriebenen Wortes

3.) Nachteile einer analytisch-begrifflichen Denkweise

4.) Negative Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung

5.) Gesellschaftlich separierende Wirkungen des Individualismus

V) Soziale Literalität und Fachliteralität

VI) Literalität in der heutigen BRD – Vorhandensein einer Computer-Literalität?

VII) Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Gebrauchswert der Kulturtechnik Literalität auf Basis der Schriften von Neil Postman. Ziel ist es, ein systematisches Ordnungsschema für die Vielschichtigkeit der Literalität zu erstellen, ihre Rolle bei der Formung von Gesellschaftsstrukturen und Individuen zu beleuchten sowie eine kritische Analyse ihres Status Quo in der heutigen BRD vorzunehmen.

  • Definition und historische Anwendungsfelder der Literalität.
  • Positive und negative Auswirkungen der Literalität auf individueller und gesellschaftlicher Ebene.
  • Die Rolle der Literalität als Herrschaftsinstrument und Mittel zur Persönlichkeitsformung.
  • Differenzierung zwischen sozialer Literalität und Fachliteralität.
  • Untersuchung zur Existenz einer „Computer-Literalität“ in der heutigen Bundesrepublik Deutschland.

Auszug aus dem Buch

1.) Technik zur Perpetuierung von Sprache

Die grundlegende Aufgabe von Literalität ist sowohl die Transformation von gesprochener Sprache in eine schriftliche symbolische Darstellungsform als auch der reziproke Prozess des Decodierens und Umwandelns von schriftlichen Symbolen in gesprochene Sprache.

Der Vorteil des schriftlich dargestellten Wortes liegt darin, dass es grundsätzlich eine größere Haltbarkeit als das gesprochene Wort besitzt, welches in der Form von akustischen Schallwellen sowohl räumlich als auch temporär beschränkt ist. Der Wert von Literalität liegt somit in der Perpetuierung, dass heißt in der Verkörperlichung und Verewiglichung des Wortes, welche grundsätzlich die Weitergabe von Inhalten über die Lebenszeit des Autors hinaus ermöglichen (Postman – Kindheit S. 32). Große Bedeutung kommt der Perpetuierung vor allem in den Bereichen des Handels, der Herrschaft und des Rechts zu, in denen es auf Verlässlichkeit, Vorhersehbarkeit und Planungs- und Rechtssicherheit ankommt (Postman 1982, S. 35f). Literalität ermöglicht es hier, sowohl verlässliche standardisierte Karten, als auch schriftliche Verträge und Urkunden anzufertigen, welche sich durch eine relative Fälschungssicherheit auszeichnen und somit ein höheres Maß an Verlässlichkeit und Verbindlichkeit bieten (Postman 1982, S. 40).

Durch die Möglichkeit der Verewiglichung des Wortes können bedeutsame Ereignisse dargestellt und über Generationen hinweg weitergegeben werden. Da diese Darstellungen in eine zeitliche Relation zum Lesenden gesetzt werden können, vermitteln sie somit anschaulich und erfahrbar einen Begriff von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie eine Vorstellung von der Kontinuität der Zeit (Postman 1982, S.130, 134).

Zusammenfassung der Kapitel

I) Der Gebrauchswert von Literalität: Definition der Begriffe Literalität und Gebrauchswert zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

II) Die Anwendungsfelder der Literalität: Darstellung der Funktionen der Literalität, von der Spracherhaltung über Wissensakkumulation und Herrschaftssicherung bis zur Persönlichkeitsformung.

III) Mittelbare soziale und politische Folgen der Literalität: Analyse der Auswirkungen auf soziale Systeme, die Entwicklung der modernen Wissenschaft sowie die Entstehung von gesellschaftlichen Menschenbildern.

IV) Der „Unwert“ der Literalität: Untersuchung negativer Begleiterscheinungen wie Informationsüberflutung, Entfremdung vom Alltag und die Gefahren einseitiger analytischer Denkweisen.

V) Soziale Literalität und Fachliteralität: Differenzierung zwischen der Literalität der breiten Masse und der exklusiven Fachliteralität als Herrschaftsinstrument.

VI) Literalität in der heutigen BRD – Vorhandensein einer Computer-Literalität?: Anwendung des Analysemodells auf die aktuelle Situation in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Computertechnologie.

VII) Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und eine vorsichtige Prognose zur zukünftigen Entwicklung unter dem Einfluss der Globalisierung und digitaler Medien.

Schlüsselwörter

Literalität, Neil Postman, Gebrauchswert, Perpetuierung, Wissensakkumulation, Herrschaftsinstrument, Persönlichkeitsformung, Soziale Literalität, Fachliteralität, Informationsgesellschaft, Computer-Literalität, Medienwirkung, Analyse, Gesellschaftsstruktur, Schriftkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über den Gebrauchswert der Kulturtechnik Literalität, basierend auf den Theorien von Neil Postman.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Anwendungsgebiete, die positiven sowie negativen sozialen Folgen der Literalität, die Bedeutung als Herrschafts- und Persönlichkeitsbildungsinstrument sowie die aktuelle Situation in der BRD.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Ordnungsschema für die vielschichtige Diskussion der Literalität zu erstellen und den Einfluss der Literalität auf Gesellschaft und Individuum kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert normativ-ontologische Ansätze mit kritisch-dialektischen Perspektiven, um Postmans Thesen zu untersuchen und in den aktuellen Kontext der BRD zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Funktionen, der sozialen und politischen Folgen, der negativen Aspekte (Unwert) sowie eine Differenzierung zwischen sozialer und Fachliteralität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Literalität, Perpetuierung, Gebrauchswert, Herrschaftsinstrument, Soziale Literalität, Fachliteralität und Informationsgesellschaft.

Inwiefern beeinflusst Literalität die Persönlichkeitsentwicklung?

Literalität wirkt als Instrument der Persönlichkeitsformung, begünstigt die Selbstbeherrschung und analytisches Denken, kann aber durch ihren Unterdrückungscharakter auch die organische Natürlichkeit des Menschen beeinträchtigen.

Gibt es eine „Computer-Literalität“ in der heutigen BRD?

Nach Analyse des Autors kann keine echte Stärkung durch Computertechnologie festgestellt werden; Computer werden primär als Gebrauchsgegenstände zur Unterhaltung und nicht für komplexe analytische Fähigkeiten genutzt.

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Résumé des informations

Titre
Postmans kleine Geschichte des Gebrauchwertes der Literalität
Université
University of Hamburg  (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie)
Note
1
Auteur
Dipl.Jurist Marco Sievers (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
31
N° de catalogue
V76038
ISBN (ebook)
9783638884983
ISBN (Livre)
9783638886574
Langue
allemand
mots-clé
Postmans Geschichte Gebrauchwertes Literalität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.Jurist Marco Sievers (Auteur), 2004, Postmans kleine Geschichte des Gebrauchwertes der Literalität , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76038
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Extrait de  31  pages
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