Meine Proseminarsarbeit befasst sich mit dem Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive, wobei sie einzelne Aspekte aus der Ideengeschichte des Völkerrechts ausschnitthaft beleuchtet. Die prägnantesten Theorien und ihr wesentlicher Inhalt wird skizziert. In einer Art Resümee wird abschließend mit Blick auf die aktuelle Diskussion des Problemfeldes „humanitäre Intervention“ die völkerrechtliche Ideengeschichte des gerechten Krieges partiell zusammenfasst und kurz diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Grundlagen / Vorbemerkung
- Der Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive
- Antike: Heraklit, Aristoteles, Stoa
- Die klassische Theorie des gerechten Krieges: Augustinus (354-430) und Thomas von Aquin (1224-1274)
- Die spanische Spätscholastik: Franciscus de Vitoria und Francisco Suarez
- Das Ende des spanischen Zeitalters (1494-1648): Hugo Grotius
- Das französische Zeitalter (1648-1815): Hobbes, Spinoza, Pufendorf, Rachel, Wolff, Vattel, Kant und die völkerrechtlichen Ideen der Französischen Revolution
- Das englische Zeitalter (1815-1919): Der kontinentale Rechtspositivismus und die angelsächsische, naturrechtliche Völkerrechtstheorie
- Ab 1919: „all the nations of the world“
- Schluss: Humanitäre Intervention - Die aktuelle Diskussion vor dem Hintergrund der philosophischen Ideengeschichte des gerechten Krieges
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive und beleuchtet einzelne Aspekte aus der Ideengeschichte des Völkerrechts. Sie skizziert die prägnantesten Theorien und ihren wesentlichen Inhalt.
- Die historische Entwicklung des Völkerrechtsbegriffs
- Die Rolle der Philosophie im Völkerrecht
- Der Zusammenhang zwischen Völkerrecht und politischem System
- Die Epochen der Völkerrechtsgeschichte
- Die aktuelle Diskussion um humanitäre Intervention im Kontext der philosophischen Ideengeschichte des gerechten Krieges
Zusammenfassung der Kapitel
- Grundlagen / Vorbemerkung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive und stellt die Relevanz der historischen Entwicklung für die heutige Völkerrechtsordnung dar.
- Der Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive: Dieses Kapitel behandelt verschiedene Epochen der Völkerrechtsgeschichte und die darin entwickelten Theorien von zentralen Denkern. Es beleuchtet unter anderem die Antike, die klassische Theorie des gerechten Krieges, die spanische Spätscholastik, das Ende des spanischen Zeitalters, das französische Zeitalter, das englische Zeitalter und die Entwicklung ab 1919.
Schlüsselwörter
Völkerrecht, Völkerrechtsgeschichte, Philosophie, gerechter Krieg, humanitäre Intervention, Rechtspositivismus, Naturrecht, Ideengeschichte, Staatensystem, internationale Beziehungen, Rechtsordnung, Rechtssubjekte, Interdependenz, historische Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Völkerrecht aus philosophischer Sicht?
Die Arbeit betrachtet Völkerrecht als ein System von Normen, das sich historisch durch philosophische Theorien über Gerechtigkeit, Naturrecht und das Verhältnis zwischen Staaten entwickelt hat.
Welche Rolle spielen Augustinus und Thomas von Aquin?
Sie entwickelten die klassische Theorie des „gerechten Krieges“ (bellum iustum), die bis heute die Diskussion über die moralische Berechtigung militärischer Interventionen beeinflusst.
Wer war Hugo Grotius und warum ist er wichtig?
Hugo Grotius gilt als Begründer des modernen Völkerrechts am Ende des spanischen Zeitalters (1648), da er das Recht zwischen Nationen auf eine rationale, naturrechtliche Basis stellte.
Was versteht man unter „humanitärer Intervention“ heute?
Es ist die aktuelle Diskussion über das Eingreifen in fremde Staaten zum Schutz von Menschenrechten, die in der Arbeit vor dem Hintergrund der ideengeschichtlichen Theorien des gerechten Krieges analysiert wird.
Wie unterschieden sich das französische und englische Zeitalter des Völkerrechts?
Das französische Zeitalter war von Denkern wie Kant und den Ideen der Revolution geprägt, während das englische Zeitalter (1815-1919) den Rechtspositivismus und angelsächsische Naturrechtstheorien in den Vordergrund rückte.
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- Carola Puhle (Author), 2005, Der Begriff des Völkerrechts aus philosophischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77426