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Pietismus und die Entwicklung Brandenburg-Preußens

Religion als Motor preußischer Entwicklung?

Titre: Pietismus und die Entwicklung Brandenburg-Preußens

Dossier / Travail , 2005 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Appel (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Die Evolution Brandenburg-Preußens von der „Streusandbüchse“ des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ hin zu einer mittleren europäischen Großmacht ist etwas Erstaunliches, betrachtet man die Voraussetzungen die dieser an der Peripherie liegende, wirtschaftlich und geistig unterentwickelte Flecken östlich der Elbe mitbrachte. [...] Was die Neuordnung der politischen Kräfte im Besonderen zu Gunsten der Brandenburger ermöglichte, war die immense Militärmacht die hinter Brandenburg (-Preußen) stand. Der kleine Staat Brandenburg hatte sich fortan der Funktionalität des äußerst effektiv arbeitenden militärischen Machtwerkzeugs unterzuordnen. An dieser Stelle muss die Wirkung in das Innere des brandenburgischen Staates untersucht werden. Wie hatte man es geschafft, das brandenburgische Volk und die als widerspenstig geltende adelige Junker-„Elite“ vor den Karren der Hohenzollern zu spannen?
Diese Arbeit soll sich der außergewöhnlichen Entwicklung Brandenburg-Preußens zu einem absolutistischen Staat, unter Berücksichtigung seiner Religionspolitik, widmen und im Speziellen die Rolle und den Anteil des Pietismus an diesem state-building Prozess analysieren. Die Entwicklung Brandenburgs soll nicht pauschal durch die Herausbildung staatlicher Machtagenturen erklärt werden, vielmehr ist der Gegenstand dieser Hausarbeit die ideologische Grundlage, die den enormen gesellschaftlichen, sozialen und religiösen Wandel unterstützt hat.
Diese Seminararbeit gliedert sich in drei Teile und beginnt mit einem einleitenden Abschnitt, der sich insbesondere mit der historischen „Rahmenhandlung“ auseinandersetzt und einen grundlegenden Einblick in die Religionspolitik des Hauses Hohenzollern gibt. Der zweite Teil widmet sich der Religionsgruppe der Pietisten. Personen, Entwicklungen und die besondere Theologie der Pietisten werden vorgestellt. Im dritten Teil soll der Einfluss des Pietismus auf Staat und Gesellschaft in Brandenburg-Preußen von der Regierungszeit Friedrich III. (I.) bis Friedrich Wilhelm I. analysiert werden und die immense Wichtigkeit des Pietismus für die Staatenwerdung Preußens herausgearbeitet werden.
Grundlegend für diese Arbeit waren das Buch von Carl Hinrichs „Preußentum und Pietismus“ und die Arbeit „Pietism and the making of eighteenth-century Prussia“ von Richard L. Gawthrop, sowie „Eine kleine Geschichte Preußens“ von Eberhard Straub

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung in den historischen Kontext

a. Überblick über die Entwicklung Brandenburgs bis zum Ende des 17. Jahrhunderts

b. Reformen und Religionspolitik in Brandenburg (-Preußen)

3. Der Pietismus- von individueller Frömmigkeit hin zur staatstragender Religion

a. Hintergründe, theologische Grundannahmen, Zielsetzungen

b. Anfänge des Pietismus in Brandenburg (-Preußen)

c. August Hermann Francke - der Vater des Halleschen Pietismus

4. Der Hallesche Pietismus als Reformmotor in Brandenburg - Preußen?

a. Staats- und Menschenbild des Halleschen Pietismus

b. Kooperation zwischen Herrscherhaus und Halleschem Pietismus

c. Der pietistische Einfluss auf das Verständnis von Herrschaft

d. Der Einfluss des Pietismus auf die preußische Armee und Bürokratie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Transformation Brandenburg-Preußens zum absolutistischen Staat und analysiert dabei die Rolle des Pietismus als ideologische Grundlage. Im Fokus steht die Forschungsfrage, inwieweit religiöse Reformbestrebungen, insbesondere der Hallesche Pietismus, als Motor für gesellschaftliche, soziale und staatliche Wandlungsprozesse fungierten.

  • Historische Rahmenbedingungen und Religionspolitik der Hohenzollern
  • Entwicklung und theologische Kernkonzepte des Pietismus
  • Die Rolle von August Hermann Francke und die Halleschen Anstalten
  • Wechselwirkung zwischen pietistischem Ethos und absolutistischer Herrschaft
  • Pietistische Einflüsse auf preußische Armee, Verwaltung und Bürokratie

Auszug aus dem Buch

a. Staats- und Menschenbild des Halleschen Pietismus

Francke verstand seine Anstalten in Halle als Grundlage einer weltweiten Reform. In Halle schaffte er eine pietistische Welt im Kleinen, die er mit der Zeit auf ganz Brandenburg-Preußen und die Welt ausdehnen wollte. Obwohl Francke in weltweiten Dimensionen dachte, sehen viele Historiker den Halleschen Pietismus als eine wichtige Grundlage des preußischen Staates. Warum?

Um sich einer Antwort nähern zu können, muss man sich das Menschen- und Staatsbild der Pietisten einmal näher anschauen. Franckes Vorstellung von der umfassenden Veränderung der Welt machte natürlich auch vor der Institution Staat bzw. vor der Obrigkeit nicht halt. Im Unterschied zu Luther, der den Fürsten als schlichten „Amtmann Gottes“ sah, wird das Herrscherbild im Pietismus modifiziert: Der König oder der Fürst ist Amtmann Gottes auf Erden, aber er hat die Aufgabe, die Welt tätig zu verändern und am Heilsprozess mitzuwirken. Das vom Pietismus betonte „allgemeine Priestertum“ lässt alle in der Verantwortung stehen „[...] das „kommende Reich Gottes vorzubereiten“, den Herrschenden und die Beherrschten. Deshalb müsse es ein vorrangiges Ziel sein, genau jene Herrschaftseliten für den Pietismus zu gewinnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg Brandenburg-Preußens zur Großmacht und definiert das Ziel der Arbeit, den Anteil des Pietismus am staatlichen „state-building“-Prozess zu analysieren.

2. Einordnung in den historischen Kontext: Dieses Kapitel zeichnet die politische Entwicklung Brandenburgs nach und erörtert die konfessionellen Rahmenbedingungen sowie die religiöse Toleranz unter den Hohenzollern.

3. Der Pietismus- von individueller Frömmigkeit hin zur staatstragender Religion: Hier werden die theologischen Grundlagen des Pietismus sowie das Wirken von Philipp Jakob Spener und August Hermann Francke dargestellt.

4. Der Hallesche Pietismus als Reformmotor in Brandenburg - Preußen?: Das Kernkapitel untersucht die Symbiose aus pietistischem Staats- und Menschenbild und der praktischen Reformpolitik des preußischen Herrscherhauses.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Pietismus durch die Integration von Glauben und gesellschaftlichem Handeln zum festen Bestandteil der preußischen Staatsidentität wurde.

Schlüsselwörter

Pietismus, Brandenburg-Preußen, Hohenzollern, August Hermann Francke, Philipp Jakob Spener, Absolutismus, Staatsbildung, Reformen, Calvinismus, Religion, Militär, Bürokratie, Hallesche Anstalten, Ethos, Herrschaftsverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung Brandenburg-Preußens zum absolutistischen Staat und untersucht die Bedeutung des Pietismus in diesem Prozess.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Religionspolitik der Hohenzollern, die Theologie des Pietismus sowie dessen praktische Auswirkungen auf die preußische Gesellschaft und Staatsführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob und wie der Pietismus als Motor für die Transformation und Staatenwerdung Preußens fungiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung historischer Quellen zu Pietismus und Preußengeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Kooperation zwischen Herrscherhaus und Pietisten sowie der praktischen Anwendung pietistischer Ideale in der Armee und Bürokratie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der „Hallesche Pietismus“, „State Pietism“, „absolutistischer Staat“ und das spezifische „preußische Herrschaftsverständnis“.

Welche Rolle spielten die „Halleschen Anstalten“ bei der Verbreitung pietistischer Ideen?

Sie dienten als Bildungs- und Reformzentrum, das durch soziale Arbeit und Ausbildung eine neue Elite formte, die den staatlichen Wandlungsprozess unterstützte.

Wie modifizierte der Pietismus das Bild der Obrigkeit im Vergleich zu Luther?

Im Gegensatz zu Luther, der den Fürsten als bloßen „Amtmann Gottes“ sah, forderte der Pietismus vom Herrscher eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Welt und der Mitwirkung am „Reich Gottes“.

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Résumé des informations

Titre
Pietismus und die Entwicklung Brandenburg-Preußens
Sous-titre
Religion als Motor preußischer Entwicklung?
Université
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Die Stabilisierungsmoderne
Note
1,7
Auteur
Philipp Appel (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
17
N° de catalogue
V77431
ISBN (ebook)
9783638818803
Langue
allemand
mots-clé
Pietismus Entwicklung Brandenburg-Preußens Stabilisierungsmoderne
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philipp Appel (Auteur), 2005, Pietismus und die Entwicklung Brandenburg-Preußens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77431
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Extrait de  17  pages
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