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Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030 und ihre Auswirkungen auf die Ausprägung von Gewalt und Krieg

Titre: Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030 und ihre Auswirkungen auf die Ausprägung von Gewalt und Krieg

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 38 Pages , Note: Sehr gut

Autor:in: Magister Bernhard Richter (Auteur)

Politique - Généralités sur la politique internationale
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Es gibt eine Reihe von Autoren, die sich mit dem Wandel von Gewalt und Krieg im ausgehenden 20. Jahrhundert bis hinein ins 21. Jahrhundert beschäftigten. Jedoch werden in den meisten dieser Arbeiten die Entwicklungen per se betrachtet, die Gründe für diese Entwicklungen werden jedoch nur am Rande betrachtet.
Diese Arbeit geht der Frage nach, welchen Charakter Gewalt und Krieg annehmen werden, und was die Gründe dafür sind. Der Analyserahmen dieser Arbeit beschränkt sich auf globale strategische Entwicklungen, so genannte globale Trends. Globale Trends sind Entwicklungen, die die gesamte Weltbevölkerung betreffen, und außerhalb des Gestaltungsanspruchs von Staaten oder Regionalverbänden bzw. anderen Staatengruppen stehen. Diese globalen Entwicklungstrends haben hauptsächlich nicht-militärischen Charakter, besitzen aber das Potenzial zu sicherheitspolitischen und militärischen Bedrohungen zu werden. Dazu wurden folgende Trendfelder in einem zeitlichen Rahmen bis 2030 analysiert: Demographische Entwicklungen, Umwelt & Ressourcen, Wissenschaft & Technologie, wirtschaftliche Entwicklungen, kulturelle & gesellschaftliche Entwicklungen sowie politische Entwicklungen. Aus diesen Trendfeldern wurden zentrale Bedrohungen abgeleitet. Bei einer Überlagerung der historischen Trendanalyse mit einer geographischen Trendanalyse können auch mögliche Krisenräume analysiert werden.
Dabei wurde rasch ersichtlich, dass diese globalen strategischen Entwicklungstrends, die in sechs Trendfelder zusammengefasst wurden, zwar auf den ersten Blick einen relativ unmilitärischen „weichen“ Charakter haben, bei genauer Analyse jedoch ein hohes Konfliktpotential in den nächsten 25 bis 30 Jahren entwickeln werden.
Der Charakter des Krieges geht hin zu einem veränderten Kriegsbild, und asymmetrischen Formen des Krieges, wenn auch die Gefahr eines zwischenstaatlichen Krieges nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Auch kann aus der Trendanalyse eine Kommerzialisierung und Entmilitarisierung von Gewalt und Krieg abgeleitet werden.
Bei genauer Betrachtung wird klar, dass die Begriffe Gewalt und Krieg immer mehr jene Ausprägung annehmen, die sie vor der Verstaatlichung des Krieges im frühneuzeitlichen Europa aufwiesen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellungen

2 Globale strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030

2.1 Trendfeld demographische Entwicklungen

2.1.1 Folgen die demographischen Entwicklungen

2.2 Trendfeld Umwelt & Ressourcen

2.2.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Umfeld & Ressourcen

2.3 Trendfeld Wissenschaft & Technologie

2.3.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Wissenschaft & Technologie

2.4 Trendfeld wirtschaftliche Entwicklung

2.4.1 Ableitungen aus dem Trendfeld wirtschaftliche Entwicklungen:

2.5 Trendfeld Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklungen

2.5.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Kulturell & Gesellschaftliche Entwicklungen

2.6 Trendfeld politische Entwicklungen

3 Der Einfluss der Trendfelder auf Gewalt und Krieg bis ins Jahr 2030

3.1 Nichtstaatliche Akteure

3.2 Der Wandel des Kriegsbildes

3.3 Asymmetrische Bedrohung

3.4 Mögliche Krisenräume

3.5 Folgerungen aus den Parametern des modernen Risikobildes

3.5.1 Verschränkung von „innerer“ und „äußerer“ Sicherheit

3.5.2 Der umfassende Sicherheitsbegriff

3.5.3 Von segmentierter zu vernetzter Sicherheitspolitik

4 Schlussfolgerungen/Zusammenfassung

5 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich der Charakter von Gewalt und Krieg im 21. Jahrhundert angesichts globaler strategischer Trends verändern wird. Sie verfolgt das Ziel, die Ursachen für diesen Wandel zu analysieren und die Auswirkungen auf künftige Sicherheitsarchitekturen sowie die Ausprägung von Konflikten bis zum Jahr 2030 zu identifizieren.

  • Analyse globaler Trends (demographisch, wirtschaftlich, technologisch, ökologisch)
  • Wandel des Kriegsbildes und Aufstieg nicht-staatlicher Akteure
  • Asymmetrische Bedrohungen und Kriegsführung
  • Verschränkung von innerer und äußerer Sicherheit
  • Notwendigkeit einer vernetzten Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Wandel des Kriegsbildes

Aus der Trendanalyse, den (kurz) skizzierten Szenarien und den Feststellungen über die Akteurskategorisierung in der zukünftigen Konfliktlandschaft lässt sich, eine veränderte Form der bewaffneten Konfliktaustragung feststellen. In den letzten Jahren sind Elemente dieses veränderten Kriegsbildes schon erkennbar geworden. Dabei geht man davon aus, dass zwischenstaatliche Konflikte zwar nicht ausgeschlossen werden können, aber immer unwahrscheinlicher werden. Die wirtschaftlichen und politischen Interdependenzen sind global so stark, und auch die Kosten-Nutzen-Analyse über die Gewinnbarkeit von zwischenstaatlichen Kriegen im traditionellen Sinn fällt zunehmend negativ aus, sodass diese Form der Konfliktaustragung nicht mehr als die wahrscheinlichste Option gilt.

Das Klassische Bild des Krieges ist jenes, einer größeren militärischen Auseinandersetzung, wobei der Krieg als ein Rechtszustand zwischen Staaten angesehen wurde. Diese Kriegsbild hat (vor allem in Europa) seine Wurzeln in der Verstaatlichung des Krieges im frühneuzeitlichen Europa. Einer der zentralen Faktoren, dass sich der Staat zum Kriegsmonopolisten etablierte, war die dramatische Verteuerung des Krieges als Folge technologischer Innovationen und militärorganisatorischer Reformen. Nur die Staaten waren als Einzige in der Lage diese Reformen und Innovationen zu finanzieren. Dadurch wurde eine „military revolution“ in Gang gesetzt, und anschließend deren Wirkung verstärkt, und so konnte der Staat zum faktischen Monopolisten des Krieges aufsteigen. Mit der Aufstellung der stehenden Heere, der miles perpetuus, gelang es den Staaten die uneingeschränkte Kontrolle über das Kriegsgeschehen zu erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des internationalen Systems nach dem Kalten Krieg und definiert das Ziel der Arbeit: die Untersuchung der zukünftigen Charakteristika von Gewalt und Krieg.

2 Globale strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030: Dieses Kapitel analysiert sechs zentrale Trendfelder, darunter Demographie, Umwelt, Technologie und Wirtschaft, um die Grundlagen für künftige sicherheitspolitische Bedrohungen zu schaffen.

3 Der Einfluss der Trendfelder auf Gewalt und Krieg bis ins Jahr 2030: Dieses Kernkapitel untersucht, wie die identifizierten Trends das Kriegsbild transformieren, wobei ein besonderer Fokus auf asymmetrische Bedrohungen, nicht-staatliche Akteure und die Notwendigkeit einer neuen, vernetzten Sicherheitspolitik liegt.

4 Schlussfolgerungen/Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass Gewalt im 21. Jahrhundert zunehmend durch asymmetrische Formen geprägt sein wird und die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit verschwimmen.

5 Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis sowie ein Quellenverzeichnis der verwendeten Daten und Studien.

Schlüsselwörter

Globale Trends, Sicherheitspolitik, Asymmetrische Kriegsführung, Nicht-staatliche Akteure, Kriegsbild, Privatisierung von Gewalt, Vernetzte Sicherheit, Neuer Terrorismus, Interdependenz, Konfliktforschung, Krisenräume, Failed States, Globalisierung, Strategische Zukunftsanalyse, Verteidigungsbegriff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich globale strategische Entwicklungen bis zum Jahr 2030 auf das Phänomen von Gewalt und Krieg auswirken und welche sicherheitspolitischen Anpassungen daraus folgen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind der Wandel des Kriegsbildes, der Aufstieg nicht-staatlicher Akteure, die Bedeutung asymmetrischer Bedrohungen sowie die Notwendigkeit eines umfassenden Sicherheitsbegriffs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Grund für den gewandelten Charakter des Krieges zu untersuchen und vorherzusagen, wie Krieg und Gewalt in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts geprägt sein werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf der Trendanalyse und Trendextrapolation als Methoden der Zukunftsforschung, um aus globalen Entwicklungen sicherheitspolitische Szenarien abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Trendfelder (Demographie, Umwelt, Technik, etc.) und deren spezifische Auswirkungen auf die Ausprägung von Konflikten und die Sicherheit von Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Asymmetrische Kriegsführung, Globale Trends, Vernetzte Sicherheit, Nicht-staatliche Akteure und die Transformation des Kriegsbildes.

Was ist mit dem "Südlichen Krisenbogen" gemeint?

Der Autor bezeichnet damit den Raum von Nordafrika über den Nahen und Mittleren Osten bis zum Kaspischen Meer, in dem sich besonders viele destabilisierende Faktoren kumulieren.

Warum wird die Grenze zwischen "innerer" und "äußerer" Sicherheit als zunehmend obsolet betrachtet?

Da Bedrohungen durch transnationale Akteure und Terrornetzwerke nicht mehr an nationale Grenzen gebunden sind, lässt sich eine klare Trennung in Sicherheit innerhalb und außerhalb des Staates kaum noch aufrechterhalten.

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Résumé des informations

Titre
Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030 und ihre Auswirkungen auf die Ausprägung von Gewalt und Krieg
Université
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Cours
Forschungsseminar
Note
Sehr gut
Auteur
Magister Bernhard Richter (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
38
N° de catalogue
V77536
ISBN (ebook)
9783638830683
ISBN (Livre)
9783638831147
Langue
allemand
mots-clé
Global Entwicklungen Jahr Auswirkungen Ausprägung Gewalt Krieg Forschungsseminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Bernhard Richter (Auteur), 2007, Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030 und ihre Auswirkungen auf die Ausprägung von Gewalt und Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77536
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Extrait de  38  pages
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