Der Markt mit E-Learning Angeboten ist höchst untransparent und kaum zu überblicken. Ständig drängen neue Angebote auf den Bildungsmarkt. Für den einzelnen Konsumenten, aber auch für Unternehmen, wird es nicht leichter, Entscheidungen zu treffen hinsichtlich der Wahl der Produkte und ob E-Learning überhaupt eingesetzt werden sollte. Selbst wenn letzteres mit „Ja“ beantwortet wird, vielleicht um mit dem Fortschritt zu gehen, bleibt die Frage bestehen, woran ist ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erkennen und vielleicht noch wichtiger, entspricht dieses Produkt den Bedürfnissen der Mitarbeiter und können damit die angestrebten Ziele und die gewünschten Effekte erreicht werden.
Deshalb befasst sich dieser Projektbericht mit der Untersuchung des E-Learning Einsatzes einer Großbank, wobei der Schwerpunkt auf den Anforderungen und Wahrnehmungen der Nutzer / Mitarbeiter liegt. Nach einer theoretischen Aufbereitung des Themas E-Learning soll analysiert werden, ob durch die Ausgestaltung des E-Learning-Systems der Großbank die theoretischen Vorteile des E-Learnings realisiert werden. Aus dem Ergebnis der Analyse werden, mit dem Ziel der Realisierung von weiteren Vorteilen bzw. der Vermeidung von Nachteilen, Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des E-Learning-Systems abgeleitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Definition des E-Learning
2.2. Einsatzfelder des E-Learning in der Praxis
2.3. Varianten des E-Learnings
2.3.1. Web- und Computerbasierte Trainingsanwendungen
2.3.2. Videokonferenz und Telelernen
2.3.3. Blended Learning
2.3.4. Community Learning
2.3.5. Goal Based Scenario
2.3.6. Tele Learning
2.4. Anforderung an die Wissensvermittlung durch E-Learning
2.4.1. Lernen
2.4.2. Funktionsweise von Lernprozessen
2.4.3. Der optimale Lernprozess
2.4.4. Die Rolle des Tutors beim E-Learning
2.5. Vor- und Nachteile des E-Learning
2.5.1. Vorteile des E-Learning
2.5.2. Nachteile des E-Learning
3. Ist Analyse
3.1. Vorgehensweise
3.2. Durchführung der Mitarbeiterbefragung
3.2.1. Darstellung der Befragungsergebnisse
3.2.2. Interpretation und Bewertung der Befragungsergebnisse
3.2.3. Vorschläge zur Weiterentwicklung des E-Learning Einsatzes
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den E-Learning-Einsatz in einer Großbank, um Diskrepanzen zwischen den Anforderungen der Mitarbeiter und der aktuellen Ausgestaltung des E-Learning-Systems aufzudecken und Optimierungspotenziale zur Weiterentwicklung abzuleiten.
- Grundlagen und Definitionen von E-Learning
- Einsatzfelder und Varianten digitaler Lernformen
- Didaktische Anforderungen an E-Learning-Systeme
- Durchführung einer Mitarbeiterbefragung zur Anforderungsanalyse
- Soll-Ist-Vergleich und Ableitung von Handlungsempfehlungen
Auszug aus dem Buch
2.4.2. Funktionsweise von Lernprozessen
Lernen lässt sich als aktiver, situativer und sozialer Prozess beschreiben, bei dem Wissen selbstgesteuert konstruiert wird und somit durch folgende Punkte gekennzeichnet ist:
Lernen ist ein aktiver Prozess, der nur über eine aktive Beteiligung des Lernenden möglich wird.
Lernen ist ein selbstgesteuerter Prozess, d.h. beim Lernen realisiert der Lernende Steuerungs- und Kontrollprozesse.
Lernen ist ein konstruktiver Prozess, d.h. ohne den individuellen Erfahrungs- und Wissenshintergrund und eigene Interpretation findet kein Lernen statt.
Lernen ist ein situativer Prozess, d.h. Lernen erfolgt stets in einem spezifischen Kontext.
Lernen ist ein sozialer Prozess, d.h. Lernen ist ohne sozialen Austausch nicht möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von E-Learning in der Arbeitswelt ein und beleuchtet die Problematik der Marktuntransparenz sowie die Forschungsfrage dieser Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden Definitionen des E-Learning sowie verschiedene Varianten, Qualitätsaspekte und die Rolle von Tutoren in digitalen Lernumgebungen erarbeitet.
3. Ist Analyse: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Untersuchung des E-Learning-Einsatzes in der Großbank mittels einer Mitarbeiterbefragung und eines Soll-Ist-Vergleiches.
4. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse, identifizierten Weiterentwicklungsnotwendigkeiten und dem Ausblick auf hybride Lernarrangements.
Schlüsselwörter
E-Learning, betriebliche Weiterbildung, Großbank, Wissensvermittlung, Mitarbeiterbefragung, Soll-Ist-Vergleich, Web Based Training, Lernprozesse, Blended Learning, digitale Technologien, Tutoring, Lernmotivation, berufliche Bildung, Qualifizierung, Lernumgebung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Qualität von E-Learning-Angeboten innerhalb der betrieblichen Weiterbildung, konkret angewandt auf das Beispiel einer Großbank.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen theoretische Grundlagen des E-Learnings, Anforderungen an effiziente Lernprozesse sowie die praktische Überprüfung der Mitarbeiterzufriedenheit mit bestehenden E-Learning-Systemen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifikation von Lücken zwischen den Erwartungen der Mitarbeiter an ein E-Learning-System und der tatsächlichen Wahrnehmung der angebotenen Funktionen, um darauf basierend Verbesserungsvorschläge zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse für den theoretischen Rahmen und eine empirische Mitarbeiterbefragung mit anschließender Gap-Analyse (Soll-Ist-Vergleich) für den praktischen Teil.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von E-Learning-Qualitätskriterien und die detaillierte Darstellung und Auswertung der befragungsbasierten Ist-Analyse des bankinternen Systems.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem E-Learning, betriebliche Weiterbildung, Soll-Ist-Vergleich, Blended Learning und Lernprozesse.
Warum wird eine "Gap Analyse" für das System durchgeführt?
Die Gap-Analyse dient dazu, präzise aufzudecken, wo das E-Learning-System der Bank hinter den berechtigten Anforderungen der Nutzer zurückbleibt, um gezielte Investitionen oder Anpassungen vornehmen zu können.
Welche Hauptschwachstellen des E-Learning-Systems der Großbank wurden identifiziert?
Zu den erheblichen Schwachstellen zählen die mangelnde Flexibilität bezüglich der Lerninhalte und des Lernorts sowie fehlende tutorielle Unterstützung und mangelhafte Rückmeldungen (Feedback).
- Quote paper
- Daniela Lange (Author), 2007, Analyse des E-Learning-Einsatzes in der betrieblichen Weiterbildung, dargestellt am Beispiel einer Großbank, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78098