Die vorliegende Arbeit möchte sich mit einer Maßnahme beschäftigen, die laut Forschung gezielt zur Förderung von selbständigem Lernen bei Schülern3 eingesetzt werden kann und auch soll: das kooperative Lernen oder die Arbeit in Gruppen. Diese Methode soll anschließend mit dem Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg des Faches Deutsch für die Sekundarstufe I5 abgeglichen werden, um zu prüfen, inwieweit
dieser Möglichkeiten, Freiräume und Forderungen an den praktischen Unterricht zur Umsetzung von Gruppenarbeit stellt. Die Ergebnisse sollen dann zu den Überlegungen beitragen, wie die praktische Umsetzung dieses Konzepts innerhalb einer Unterrichtsstunde funktionieren könnte.
Zuvor sind allerdings einführende Überlegungen zu den Thematiken „Selbstgesteuertes Lernen“ und „Gruppenarbeit“ als Eruierungsgrundlage unverzichtbar. Die vorliegende Untersuchung wird sich folglich in einen theoretisch erörternden und in einen praktisch
anwendungsbezogenen Teil zweiteilen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Selbstgesteuertes Lernen
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Was ist selbstgesteuertes Lernen
2.1.3 Die Hauptkomponenten des selbstgesteuerten Lernens
2.2 Kooperatives Lernen als Hauptkomponente des selbstgesteuerten Lernens
2.2.1 Rahmenbedingungen von kooperativem Lernen
2.2.1.1 Bereitschaft der Schüler zur Gruppenarbeit
2.2.1.2 Strukturierung der Kooperation
2.2.1.3 Bewertung von kooperativem Lernen
2.2.2 Methoden des kooperativen Lernens
2.2.2.1 Das Gruppenturnier
2.2.2.2 Das Gruppenpuzzle
3 Kooperatives Lernen in der Anwendung anhand des Rahmenlehrplans Deutsch (Sek. I)
3.1 Einleitende Bemerkungen zum Rahmenlehrplan
3.2 Realisierung kooperativen Lernens in einer Deutschstunde
3.2.1 Allgemeine theoretische Vorüberlegungen des Lehrers
3.2.1 Gegenstandswahl und Kooperationsform
3.2.3 Planung des Unterrichtsprozesses
3.3 Beurteilung einer möglichen praktischen Realisierbarkeit
4 Zusammenfassende Schlussbetrachtungen
5 Literaturverzeichnis und Quellen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und die Anwendbarkeit von kooperativem Lernen als Teilkomponente des selbstgesteuerten Lernens im Deutschunterricht der Sekundarstufe I, unter besonderer Berücksichtigung des Rahmenlehrplans des Landes Brandenburg.
- Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens
- Methoden kooperativen Lernens (Gruppenturnier, Gruppenpuzzle)
- Analyse der Anforderungen des Rahmenlehrplans Deutsch
- Praktische Unterrichtsplanung zur Förderung von Methodenkompetenzen
- Herausforderungen und Rahmenbedingungen bei der Umsetzung in der Schule
Auszug aus dem Buch
2.2.2.2 Das Gruppenpuzzle
„Das Gruppenpuzzle ist eine international anerkannte [...] Methode kooperativen Lernens.“ Doch nicht nur aus diesem Grunde soll diese Form des selbständigen Lernens hier eine Relevanz besitzen. Es ist die Gestaltung des Lernprozesses und die Art und Weise der sozialen Interdependenzen, die als besonders ansprechend befunden wurden. Hinzukommend wirkt sich die doppelte Gruppenbildung (wie unter 3.2.1) nicht nur positiv auf die Lernerfolge aus, sondern fördert auch das (bessere) Kennenlernen und vernünftige Umgehen der Schüler untereinander.
Die Klasse wird bei dieser Methode in gleichgroße Gruppen geteilt, wobei es möglichst mehr als zwei sein sollten. Der Lehrende teilt seinen Lernstoff in einzelne, potenziell gleich anspruchsvolle Subbereiche, die in jede Gruppe gereicht werden, so dass jeder (oder höchstens zwei) Schüler ein Teilthema zur Bearbeitung bekommen hat (haben). Jeder Lernende setzt sich anschließend mit seiner individuellen Aufgabe auseinander, um danach in die „Expertengruppe“ zu wechseln. In dieser sitzen und diskutieren nun alle diejenigen Schüler, die den gleichen Stoff bearbeitet haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens sowie die daraus resultierende Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens für die Schule.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert selbstgesteuertes Lernen, analysiert dessen Hauptkomponenten und untersucht die Bedeutung sowie Methoden des kooperativen Lernens.
3 Kooperatives Lernen in der Anwendung anhand des Rahmenlehrplans Deutsch (Sek. I): Hier wird der Abgleich zwischen den theoretischen Anforderungen und dem Rahmenlehrplan vorgenommen und ein konkretes Unterrichtsmodell (Gruppenpuzzle) entworfen.
4 Zusammenfassende Schlussbetrachtungen: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit des Konzeptionswandels in der Schule und betont die Verantwortung der Lehrerausbildung bei der Implementierung neuer Lernformen.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, Kooperatives Lernen, Rahmenlehrplan, Deutschunterricht, Sekundarstufe I, Gruppenarbeit, Gruppenpuzzle, Methodenkompetenz, lebenslanges Lernen, Lernstrategien, Unterrichtsplanung, Schulpraxis, soziale Kompetenzen, Lernumgebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration kooperativer Lernformen zur Förderung selbstgesteuerten Lernens im Deutschunterricht der Sekundarstufe I.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen theoretische Konzepte des selbstgesteuerten Lernens, spezifische Methoden wie das Gruppenpuzzle und deren praktische Umsetzbarkeit gemäß Rahmenlehrplan.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu prüfen, inwieweit der Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg Möglichkeiten zur Gruppenarbeit bietet und wie diese in der Praxis konkret realisiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Erörterung der einschlägigen Fachliteratur und einer anwendungsbezogenen Überprüfung eines Unterrichtskonzepts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Einführung in kooperative Lernformen und die exemplarische Planung einer Deutschstunde zur Substantivflexion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen selbstgesteuertes Lernen, kooperatives Lernen, Methodenkompetenz, Rahmenlehrplan und Unterrichtsgestaltung.
Warum wurde gerade die Substantivflexion für das Unterrichtsbeispiel gewählt?
Die Substantivflexion bietet aufgrund ihrer logischen Struktur und Komplexität die ideale Grundlage für ein Gruppenpuzzle, da sie sich in überschaubare Teilbereiche zerlegen lässt.
Welche Rolle spielt der Lehrer laut dieser Untersuchung bei der Gruppenarbeit?
Der Lehrer wandelt seine Rolle vom reinen Wissensvermittler hin zum Lernhelfer und Lernorganisator, der den Prozess strukturiert und die Rahmenbedingungen schafft.
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- Daniel Sosna (Author), 2007, Möglichkeiten der Realisierung und Anwendbarkeit von kooperativem Lernen als Teilkomponente des selbstgesteuerten Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78125