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Die Rolle des Managers in Zeiten globaler Veränderungen der Unternehmensumwelt

Title: Die Rolle des Managers in Zeiten globaler Veränderungen der Unternehmensumwelt

Seminar Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Spital (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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“We are at the beginning of a new era, characterised by great insecurity, permanent crisis and the absence of any kind of status quo (...)”.

Schon 1994 hat M. Sturmer darauf hingewiesen, dass wir uns gesellschaftlich, und vor allem ökonomisch am Anfang einer Phase großer Umwälzungen befinden. Heute – fast 15 Jahre nach dieser Aussage – lässt sich ohne Zweifel ein Eintreten des von Sturmer gezeichneten Szenarios feststellen. Die immer stärker werdenden Kräfte der Globalisierung haben in den letzten Jahren zu großen Veränderungen in der Umwelt von Unternehmen geführt. Die zunehmende Intensivierung des Wettbewerbs, der Wandel von Wertvorstellungen in Arbeitswelt und Gesellschaft, kürzere Produktlebenszyklen bzw. Innovationsdynamik bei Produkten und Prozessen, und eine zunehmende Dynamik der Märkte sind nur einige wichtige Faktoren, die in der Literatur in diesem Zusammenhang diskutiert werden und zu einer immer weiter steigenden Komplexität bzw. Unsicherheit in der Unternehmensumwelt führen.

Als Folge der industriellen Revolution entwickelte sich unter stabilen Rahmenbedingungen , also in Zeiten mit geringer Dynamik, Unsicherheit und Komplexität ein ganz spezielles Managementverständnis. Dieses lässt sich vor allem durch eine starke Arbeitsteiligkeit, die Trennung von Eigentum und Führung und sehr stark hierarchisch ausgerichteten Strukturen charakterisieren. Obwohl diese Art der Unternehmensführung bis heute praktiziert wird, und einigen Elementen dieser mechanistischen Denkweise zweifelsohne eine hohe Bedeutung beizumessen ist, muss dennoch bezüglich der generellen Struktur von Unternehmen und den in ihnen tätigen Menschen ein Umdenken stattfinden, um den neuen Rahmenbedingungen gerecht werden zu können.

In diesem Zusammenhang kommt zum einen dem Verhalten von Führungskräften, den Entscheidungsträgern in Unternehmen, und zum anderen jedem einzelnen Mitarbeiter als menschliche Ressource eine gesteigerte Bedeutung zu. Daher muss einerseits die Rolle des Managers in der Unternehmung zu Beginn des 21. Jahrhunderts, und zum anderen die Rolle jedes einzelnen Mitarbeiters kritisch hinterfragt werden.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

1.1 Problemaufriss

1.2 Erkenntnisziel und Vorgehensweise

2 Unternehmensumwelt im Wandel der Zeit

2.1 Situation zu Beginn der klassischen Managementlehre

2.2 Globalisierung und technischer Fortschritt

2.3 Internationalisierung

3 Die Rolle des Managers in der Unternehmung

3.1 Die Rolle als Kombination aus Individuum und Organisation

3.2 Rollenvielfalt im Management

3.2.1 Bewusst – rationale Rollenanforderungen

3.2.2 Unbewusste Rollenanforderungen

3.3 Management und Selbstmanagement

3.3.1 Das Konzept „Selbstmanagement – in – Rollen“

3.3.2 Interdependenz zwischen „Selbstmanagement – in – Rollen“ und Veränderungen der Unternehmensumwelt

4 Managerrolle in veränderten Unternehmensumwelten

4.1 Individualebene

4.2 Organisationsebene

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den globalen Veränderungen der Unternehmensumwelt und den resultierenden Anforderungen an die Rolle des Managers. Die zentrale Forschungsfrage lautet dabei: Wie geht der Manager von heute in seiner Rolle als Führungskraft mit sich im Zeitablauf stark veränderten Parametern der Unternehmensumwelt um?

  • Wandel der Unternehmensumwelt vom Beginn der Industrialisierung bis heute
  • Rollenverständnis des Managers als Kombination aus Individuum und Organisation
  • Bewusste rationale vs. unbewusste Aspekte der Managementrolle
  • Das Konzept des Selbstmanagement in Rollen als alternativer Managementansatz
  • Anforderungen an Manager auf der Individual- und Organisationsebene in einer globalisierten Welt

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Unbewusste Rollenanforderungen

Durch die zuvor dargestellte Rollenkatalogisierung nach Mintzberg kann das Aufgabenfeld eines Managers zum Teil realitätsnah beschrieben werden. Hauptsächliches Ziel solcher Methoden ist es, die Komplexität des Manageralltags zu reduzieren und ihn fassbar zu machen. Einen Zugang ausschließlich über eine solche Herangehensweise zu suchen ist jedoch insofern unzureichend, als dass so nur die offensichtlichen, digitalisierbaren Aspekte der Managerrolle berücksichtigt werden.

Einen anderen Zugang wählt u.a. Reisner, der die Meinung vertritt, Management sei nur zum Teil lehr- und lernbar, zum anderen aber auch eine Kunst. Vor diesem Hintergrund bedient er sich bei dem Versuch, den so genannten nicht digitalisierbaren Teil der Managerrolle darzustellen, einer Methodik, welche ihren Ursprung in der Kunst hat. Mithilfe von Metaphern, so Reisner, ist es möglich, „(…), über die konkrete inhaltliche Aussage hinaus, komplexe Bedeutungsgehalte zu vermitteln.“ Diese Sichtweise werde ich im Folgenden übernehmen und exemplarisch an drei Metaphern versuchen, den Blick weg von rationalen Parametern auf einige nicht digitalisierbare Aspekte der Managerrolle zu richten.

Der Manager als Rangierer: Kernaussage dieser Metapher ist, dass die Führungskraft trotz der Autorität und Macht, die ihr obliegen nur ein gewisses Maß an Kraft und Energie zur Verfügung hat, um Einfluss auf seine Umgebung auszuüben. Es wird hier das Bild eines Eisenbahnwaggons verwendet, welcher auf einer schrägen Rampe steht und nur durch einen Bremsklotz gehalten wird. Der Manager ist insofern Entscheider, als dass er sowohl den Zeitpunkt des Entfernens des Bremsklotzes bestimmt (was im Falle eines Waggons auf einer schrägen Ebene meist mit der Unmöglichkeit einer Korrektur einhergeht), als auch vorher die Weichen gestellt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Problemaufriss durch den globalen Wandel und definiert das Erkenntnisziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit.

2 Unternehmensumwelt im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel charakterisiert die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation von der klassischen Managementlehre über die Globalisierung bis hin zur Internationalisierung.

3 Die Rolle des Managers in der Unternehmung: Hier wird die Rolle des Managers analysiert, beginnend bei der sozialen Rollendefinition über die Rollenvielfalt nach Mintzberg bis hin zum Konzept des Selbstmanagement in Rollen.

4 Managerrolle in veränderten Unternehmensumwelten: Dieses Kapitel führt die bisherigen Erkenntnisse zusammen und betrachtet die Anforderungen an den Manager auf der Individual- sowie Organisationsebene.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an ein effektives Management in unsicheren Zeiten.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Managementrolle, Unternehmensumwelt, Selbstmanagement, Internationalisierung, Führungskraft, Wandel, Change Management, Interkulturelles Management, Rollenvielfalt, Organisation, Individuum, Unsicherheit, Komplexität, Taylorismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die globale Veränderung der Unternehmensumwelt auf die Rolle und das Verhalten von Führungskräften auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der Wandel der Unternehmensumwelt durch Globalisierung und Internationalisierung sowie die Analyse des Rollenverständnisses des Managers.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der veränderten Unternehmensumwelt und der heutigen Managerrolle zu ergründen, speziell im Hinblick darauf, wie Manager mit instabilen Rahmenbedingungen umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die klassische Managementansätze mit alternativen, teils psychologisch orientierten Konzepten wie dem "Selbstmanagement in Rollen" und der Metaphernmethode nach Reisner verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Unternehmensumwelt, eine detaillierte Analyse der Managerrolle (bewusst vs. unbewusst) und die Zusammenführung dieser Aspekte unter Berücksichtigung von Change Management und interkulturellen Anforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Selbstmanagement in Rollen, Managementrolle, Komplexität, Führungskraft und Change Management.

Welchen Einfluss haben laut Lawrence unbewusste Ängste auf Manager?

Lawrence beschreibt, dass Ängste vor Arbeitsplatzverlust oder Unsicherheit bei Managern zu einem "totalitarian state of mind" führen können, in dem sie zwanghaft versuchen, die vollständige Kontrolle über ihre Umgebung auszuüben.

Was bedeutet die Metapher des "Managers als Enzym"?

Das Enzym dient als Katalysator, der Veränderungsprozesse in einem Unternehmen (der "Unternehmensbrühe") beschleunigt und begleitet, ohne selbst ein starres, hierarchisches Skript zu verfolgen.

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Details

Title
Die Rolle des Managers in Zeiten globaler Veränderungen der Unternehmensumwelt
College
University of Wuppertal  (Lehrstuhl für Organisationsentwicklung und Management)
Grade
1,3
Author
Sebastian Spital (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V78277
ISBN (eBook)
9783638837224
ISBN (Book)
9783638837231
Language
German
Tags
Rolle Managers Zeiten Veränderungen Unternehmensumwelt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Spital (Author), 2007, Die Rolle des Managers in Zeiten globaler Veränderungen der Unternehmensumwelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78277
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