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Gesprächsforschung - Gesprächsförderung: Argumentation in der Sekundarstufe II

Title: Gesprächsforschung - Gesprächsförderung: Argumentation in der Sekundarstufe II

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 42 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Morgana Perkow (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich der mündlichen Argumentation und der vielfältigen Möglichkeit sie im Unterricht umzusetzen. Es soll erläutert werden, welche Formen der Argumentation es gibt und welche spezifischen Ziele mit den jeweiligen Formen verfolgt werden. Die unterschiedlichen Argumenatationsformen vermitteln jeweils verschiedene Gesprächskompetenzen. Wie und weshalb diese am besten umzusetzen sind, wird anhand einiger Beispiele und Untersuchung von Transkripten erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. . Definition von Argumentation

II. 1. Zu vermittelnde Kompetenzen im Unterricht

II. 2. Institutionelle Argumentation

III. Jugendsprache in der Schule

III. 1. Typisch jugendsprachliche Elemente

IV. Umsetzung in der Schule

IV. 1. Amerikanische Debatte

IV. 2. Alltagsrelevante Argumentation

IV. 3. Konsensorientierte Argumentation

IV. 4. Verhandlungen

IV. 4. 1. Apex-Spiel – die Spielregeln

IV. 4. 2. Auswertungen eines Transkriptes des Apex-Spiels

IV. 4. 3. Nutzen im Unterricht

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung mündlicher Argumentation im Deutschunterricht der Sekundarstufe II, wobei der Fokus auf der Förderung situativer Gesprächskompetenzen und dem Umgang mit unterschiedlichen Diskussionsformen liegt.

  • Grundlagen und Definitionen der mündlichen Argumentation
  • Einfluss der Institution Schule auf das Sprachverhalten Jugendlicher
  • Analyse jugendsprachlicher Elemente im Unterrichtskontext
  • Methoden zur praktischen Umsetzung, wie die Amerikanische Debatte und Verhandlungsspiele
  • Förderung der Perspektivübernahme und Abwehr unfairer Rhetorik

Auszug aus dem Buch

II. 2. Institutionelle Argumentation

Die ideale Vorraussetzung für Argumentation ist eine angstfreie Atmosphäre, in der Gleichberechtigung unter den Interaktionspartnern herrscht, und in der offen die unterschiedlichen Meinungen verhandelt werden können. Diese Bedingungen werden schon im Alltag kaum erfüllt. Schulische Argumentation trägt weiterhin zusätzlich die Besonderheit der institutionellen Interaktion in sich. Meist ist die geschaffene Argumentationssituation in der Schule von experimentellem Charakter. Der Lehrer bestimmt das Thema, die Durchführung und die zeitliche Komponente. Durch den Lehrer als Organisator der Argumentation wird die Gleichheit der Interaktionspartner in der Diskussion genommen. Durch die geschaffene Hierarchie richten die Schüler sich in der Argumentation nach dem Lehrer. Sie versuchen sich so zu verhalten, wie er es von ihnen erwarten könnte. Dies ist keine natürliche Situation von Argumentation, was sich auf die individuelle Argumentation auswirken kann.

Der Lehrer bestimmt die Diskussionsfrage, teilt die Schüler in pro und contra auf und erwartet von jedem Stellung zu beziehen. In dieser Situation treten mehrere Probleme gleichzeitig auf. Interessiert den Schüler das Thema nicht, das der Lehrer bestimmt hat, hat er keine Motivation sich an der Argumentation zu beteiligen. Möglicherweise fehlt ihm zusätzlich Faktenwissen, da er sich in seiner Freizeit nie mit diesem Thema befasst hat. Dennoch steht der Schüler unter dem Zwang sich zu beteiligen. Zu diesem Zwang kommt möglicherweise hinzu, dass er nicht hinter der Position, die er zu vertreten hat, steht. Ohne Motivation und Überzeugung befindet er sich in einer unangenehmen Situation, in der er ad hoc eine Position vor dem Lehrer darstellen soll. Um dieses Empfinden des Vortragens, Präsentierens, und vor Allem die Idee sich vor dem Lehrer „richtig“ zu verhalten einzudämmen, sollte der schulischen Argumentation ein weitgehend natürlicher Rahmen gegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Thematik der mündlichen Argumentation ein und erläutert die Zielsetzung, die Vielfalt der Argumentationsformen sowie die Bedeutung der Untersuchung von Transkripten für die Unterrichtspraxis.

II. . Definition von Argumentation: Hier wird der Begriff der Argumentation theoretisch verortet und zwischen problemorientierter Kommunikation und der Klärung von Sachverhalten differenziert.

II. 1. Zu vermittelnde Kompetenzen im Unterricht: Dieses Kapitel thematisiert die notwendigen Voraussetzungen für gelungene Argumentationen, wie soziale Rahmenbedingungen, Metakommunikation und die Bedeutung der Reflexion des eigenen Redeverhaltens.

II. 2. Institutionelle Argumentation: Es wird analysiert, wie der institutionelle Rahmen der Schule und die hierarchische Rolle des Lehrers die natürliche Argumentationsfähigkeit der Schüler beeinflussen und teilweise einschränken.

III. Jugendsprache in der Schule: Das Kapitel betrachtet Jugendsprache als sozialen Stil und analysiert, wie Jugendliche zwischen schulischen Anforderungen und ihrem persönlichen, informellen Gesprächsstil wechseln.

III. 1. Typisch jugendsprachliche Elemente: Hier werden spezifische Merkmale wie Unhöflichkeit, Schlagfertigkeit und Ellipsen in Diskussionen untersucht und in Bezug auf deren Funktion innerhalb der Schülergruppe bewertet.

IV. Umsetzung in der Schule: Es werden didaktische Ansätze vorgestellt, die über rein theoretische Erörterungen hinausgehen und Schüler befähigen, praktische rhetorische Kompetenzen für den Alltag zu entwickeln.

IV. 1. Amerikanische Debatte: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Amerikanischen Debatte als Methode zur Einübung selbständiger und reflektierter Kommunikation, bei der auch fremde Standpunkte vertreten werden müssen.

IV. 2. Alltagsrelevante Argumentation: Hier wird dargelegt, wie die Integration alltagsnaher Themen und Situationen die Motivation der Schüler steigert und die Übertragbarkeit erlernter Kommunikationsstrategien fördert.

IV. 3. Konsensorientierte Argumentation: Das Kapitel gibt einen Einblick in Methoden wie die Streitschlichtung, bei denen es primär darum geht, Konflikte durch Kommunikation zu lösen und einen Konsens zu finden.

IV. 4. Verhandlungen: Hier wird die Relevanz von Verhandlungssituationen im Alltag und Berufsleben betont und die Bedeutung interpersonaler Faktoren wie Vertrauenswürdigkeit und Sympathie beleuchtet.

IV. 4. 1. Apex-Spiel – die Spielregeln: Dieses Kapitel beschreibt das Apex-Spiel als Experiment, in dem drei Akteure in einer komplexen Verhandlungssituation Interessenkonflikte aushandeln müssen.

IV. 4. 2. Auswertungen eines Transkriptes des Apex-Spiels: Es wird analysiert, wie die beteiligten Akteure im Apex-Spiel argumentieren und welche sprachlichen Mittel sie einsetzen, um ihre Interessen durchzusetzen.

IV. 4. 3. Nutzen im Unterricht: Abschließend wird der didaktische Wert des Apex-Spiels diskutiert, insbesondere im Hinblick auf das Verständnis für interessengeleitete Verhandlungen und die Analyse von Argumentationstypen.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Mündlichkeit im Unterricht stärker gefördert werden sollte, indem Schülern vielfältige, authentische Kommunikationssituationen geboten werden, um ihre Gesprächskompetenz nachhaltig zu steigern.

Schlüsselwörter

Argumentation, Mündlichkeit, Gesprächskompetenz, Jugendsprache, Schule, Amerikanische Debatte, Verhandlung, Apex-Spiel, Perspektivübernahme, Metakommunikation, rhetorische Taktiken, Gesprächsforschung, Didaktik, Konsens, Konfliktbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der mündlichen Argumentation im schulischen Kontext der Sekundarstufe II und untersucht, wie Schüler in ihrer Gesprächskompetenz gefördert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Argumentation, den Einfluss der Institution Schule, den Einsatz von Jugendsprache sowie verschiedene praktische Methoden wie Debatten und Verhandlungsspiele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mündliche Kommunikation in der Schule praxisnah vermittelt werden kann, um Schüler auf die Anforderungen ihres späteren Berufs- und Lebensalltags vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf die empirische Auswertung von Transkripten, insbesondere im Kontext des sogenannten Apex-Spiels.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Argumentation und Jugendsprache sowie in praktische Umsetzungsformen wie die Amerikanische Debatte, alltagsrelevante Diskussionen und Verhandlungsexperimente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Argumentation, Mündlichkeit, Gesprächskompetenz, Jugendsprache, Apex-Spiel, Verhandlung und Perspektivübernahme.

Warum wird die schulische Argumentation oft als künstlich empfunden?

Sie wird als künstlich wahrgenommen, weil der Lehrer meist Thema, Ablauf und Zeitplan bestimmt, was den Schülern den Raum für freie, authentische Interaktion nimmt.

Welchen Nutzen hat die Analyse des Apex-Spiels für den Unterricht?

Sie ermöglicht Schülern, komplexe Verhandlungssituationen zu durchschauen, verschiedene Argumentationstypen zu identifizieren und zu lernen, wie eigene Interessen strategisch und fair vertreten werden können.

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Details

Title
Gesprächsforschung - Gesprächsförderung: Argumentation in der Sekundarstufe II
College
University of Wuppertal
Course
Hauptseminar
Grade
2,3
Author
Morgana Perkow (Author)
Publication Year
2006
Pages
42
Catalog Number
V78394
ISBN (eBook)
9783638830188
ISBN (Book)
9783656065142
Language
German
Tags
Gesprächsforschung Gesprächsförderung Argumentation Sekundarstufe Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Morgana Perkow (Author), 2006, Gesprächsforschung - Gesprächsförderung: Argumentation in der Sekundarstufe II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78394
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