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Vorschulische Bildungseinrichtungen - hilfreich, schädlich oder überflüssig?

Titre: Vorschulische Bildungseinrichtungen - hilfreich, schädlich oder überflüssig?

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 45 Pages

Autor:in: Tanja Schmidt (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Wenn es um Kinderbetreuung geht, steht vorwiegend die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund. Seltener wird danach gefragt, welche unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen Kinderbetreuung im Kleinkindalter hat. Geht es den Kindern gut dabei? Profitieren sie unter Umständen davon?

Die Diskussion um Kinderbetreuung für unter 3-jährige wurde und wird oft sehr polemisch geführt, die einen sehen den einzig wahren Aufbewahrungsort für Kinder bei der Mutter, die anderen befürworten die Krippenerziehung.

Dabei kann es nicht darum gehen, Vor- und Nachteile einer Betreuungsform gegen die andere aufzurechnen: Die Art der Betreuung muss zum Kind und dessen Familie passen. Betreuung muss qualitativ hochwertig, vielseitig und den individuellen Bedürfnissen angepasst sein. Dies bedeutet auch, dass ein Kind nicht ausschließlich von der Mutter betreut werden muss. Kinder sollten nicht nur ein Recht Pflege, sondern auch ein Recht auf Bildung vom Tag ihrer Geburt an haben.
Wie wird dieser Bildungsauftrag derzeit in Deutschland erfüllt? Kann vorschulische Bildung eine nachhaltige Wirkung auf Bildungschancen und damit auf den weiteren Lebensweg der Kinder haben?

In der vorliegenden Untersuchung soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie vorschulische Bildungseinrichtungen soziale Ungleichheiten und ihre nachteiligen Entwicklungsfolgen für Kinder abbauen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die kindliche Entwicklung im Spannungsfeld von Elternhaus und Fremdbetreuung

Die derzeitige Kinderbetreuungssituation in Deutschland

Aktuelle theoretische Positionen zur Erklärung von Bildungsungleichheiten: Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

Rational-Choice-Theorien

Kann frühkindliche Förderung soziale Ungleichheiten beseitigen?

Interviewleitfaden

Interviews

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwiefern vorschulische Bildungseinrichtungen dazu beitragen können, soziale Ungleichheiten sowie deren negative Entwicklungsfolgen bei Kindern abzubauen, und welche Rolle dabei die familiäre Herkunft spielt.

  • Analyse der kindlichen Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Elternhaus und Fremdbetreuung.
  • Untersuchung der aktuellen Kinderbetreuungssituation und deren sozialer Selektivität in Deutschland.
  • Diskussion theoretischer Ansätze wie Primäre/Sekundäre Herkunftseffekte und Rational-Choice-Theorien.
  • Empirische Auswertung von Experteninterviews mit einer Erzieherin und einer Mutter.
  • Reflexion über die Grenzen frühkindlicher Förderung im Hinblick auf den Ausgleich sozialer Startchancen.

Auszug aus dem Buch

Die kindliche Entwicklung im Spannungsfeld von Elternhaus und Fremdbetreuung

Bei der Frage, ob vorschulische Betreuungseinrichtungen eher hilfreich oder schädlich oder gar überflüssig ist, hat die Autorin nach empirischen Untersuchungsergebnissen geforscht. Fthenakis und Textor haben in ihrem Sammelband „Qualität von Kinderbetreuung – Konzepte, Forschungsergebnisse, internationaler Vergleich“ verschiedene Formen außerfamilialer Erziehung dargestellt und über die Qualität dieser Einrichtungen berichtet sowie Beiträge von international tätigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen über die Qualität der Kinderbetreuung in ihren Heimatländern mit aufgenommen.

Besonders interessant erschienen mir die Ergebnisse der amerikanischen Wissenschaftlerin Alison Clarke-Stewart, Prof. Dr. , University of California, Irvine, die bereits seit den 70er Jahren Studien zur Kinderbetreuung durchgeführt hat und die ich im folgenden kurz skizzieren will: Clarke-Stewart berichtet von Fremdbetreuung in den USA, die trotz hoher Verbreitung und zunehmender Nachfrage widersprüchlich und desorganisiert sei, von hoher Qualität bis sehr schlechter Qualität variieren die Angebote: „Es zeigt sich, dass die Qualität der Fremdbetreuung nur so gut ist, wie es das Gesetz verlangt; wenn eine hohe Qualität nicht vorgesehen ist, stellt sie sich nicht ein.“ (aus: Qualität von Kinderbetreuung, S. 148-149).

Nachdem in den 60er Jahre Kinderbetreuung staatlich gefördert wurde, sind die staatlichen Leistungen seitdem in diesem Bereich kontinuierlich zurückgegangen, die Bezahlung der Erzieher ist oft sehr schlecht. Nicht nur Eltern, sondern auch Wissenschaftler interessieren sich daher, welche Auswirkungen Fremdbetreuung auf Kinder hat (aus: Qualität von Kinderbetreuung, S. 148-149).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Debatte um Kinderbetreuung jenseits der reinen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und stellt die Untersuchungsfrage nach den Auswirkungen auf soziale Ungleichheiten vor.

Die kindliche Entwicklung im Spannungsfeld von Elternhaus und Fremdbetreuung: Dieses Kapitel diskutiert empirische Studien zur Qualität außerfamilialer Betreuung und deren Einfluss auf die kognitive und soziale Entwicklung von Kindern.

Die derzeitige Kinderbetreuungssituation in Deutschland: Es wird analysiert, welche sozialen Gruppen in Deutschland vorschulische Einrichtungen nutzen und welche ökonomischen sowie strukturellen Barrieren dabei bestehen.

Aktuelle theoretische Positionen zur Erklärung von Bildungsungleichheiten: Primäre und sekundäre Herkunftseffekte: Die theoretische Einordnung erfolgt anhand der Unterscheidung zwischen primären und sekundären Herkunftseffekten, die erklären, wie soziale Ungleichheit über Generationen hinweg tradiert wird.

Rational-Choice-Theorien: Dieses Kapitel erläutert Bildungsentscheidungen von Eltern als Kosten-Nutzen-Abwägung und deren Einfluss auf die Wahl des Bildungsweges.

Kann frühkindliche Förderung soziale Ungleichheiten beseitigen?: Die Autorin zieht ein Fazit aus den theoretischen Erkenntnissen und den Experteninterviews und diskutiert die Möglichkeiten sowie Grenzen frühkindlicher Förderung.

Interviewleitfaden: Der Leitfaden dokumentiert das methodische Vorgehen für die Experteninterviews mit den Themenschwerpunkten Bildungsziele, Maßnahmen und Zielerreichungsgrad.

Interviews: In diesem Kapitel werden die transkribierten und strukturierten Experteninterviews mit der Erzieherin und der Mutter wiedergegeben.

Schlüsselwörter

Kinderbetreuung, Vorschulische Bildung, Soziale Ungleichheit, Herkunftseffekte, Rational-Choice-Theorie, Frühkindliche Förderung, Krippe, Bildungsbiografie, Sozialisation, Elternhaus, Experteninterview, Bildungsgerechtigkeit, Humankapital, Bildungsabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, ob und wie vorschulische Bildungseinrichtungen dazu beitragen können, soziale Ungleichheiten bei Kindern abzubauen oder deren Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Qualität von Kinderbetreuung, die aktuelle Betreuungssituation in Deutschland, theoretische Erklärungsmodelle für Bildungsungleichheit sowie der Vergleich zwischen familiärer und institutioneller Erziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob vorschulische Förderung soziale Benachteiligungen kompensieren kann, wobei besonders die Perspektiven von Fachpersonal und Eltern beleuchtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine qualitative Methode gewählt, basierend auf Experteninterviews mit einer Erzieherin und einer Mutter, ergänzt durch eine Analyse einschlägiger Fachliteratur und theoretischer Modelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch Herkunftseffekte und Rational-Choice-Modelle sowie die methodische Auswertung der geführten Interviews anhand eines strukturierten Interviewleitfadens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Kinderbetreuung, soziale Ungleichheit, frühkindliche Förderung, Bildungsgerechtigkeit, Herkunftseffekte und Rational-Choice-Theorien.

Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Bildungsbiografien der Interviewpartnerinnen?

Die Erzieherin bringt Erfahrungen aus dem DDR-System und Westdeutschland ein, während die Mutter aus einer pädagogischen Perspektive und mit eigenen Erfahrungen aus der privaten Elterninitiative berichtet, was eine differenzierte Sichtweise ermöglicht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Staates?

Die Autorin plädiert für eine stärkere staatliche Verantwortung, insbesondere durch den Ausbau von Krippenplätzen und eine Kindergartenpflicht, um faire Startchancen für alle Kinder zu gewährleisten.

Warum konnte die Forschungsfrage nicht abschließend geklärt werden?

Da der Einfluss des Elternhauses oft prägender ist als die institutionelle Förderung und soziale Ungleichheiten in der Schule häufig fortbestehen, kommt die Autorin zu dem Schluss, dass Förderung allein soziale Probleme nicht vollständig beseitigen kann.

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Résumé des informations

Titre
Vorschulische Bildungseinrichtungen - hilfreich, schädlich oder überflüssig?
Université
University of Hagen
Cours
Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse
Auteur
Tanja Schmidt (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
45
N° de catalogue
V78515
ISBN (ebook)
9783638840675
ISBN (Livre)
9783638840682
Langue
allemand
mots-clé
Vorschulische Bildungseinrichtungen Experteninterviews Inhaltsanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tanja Schmidt (Auteur), 2006, Vorschulische Bildungseinrichtungen - hilfreich, schädlich oder überflüssig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78515
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