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Zur Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen - Eine aktuelle Bestandsaufnahme

Title: Zur Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen - Eine aktuelle Bestandsaufnahme

Examination Thesis , 2003 , 126 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nadine Schulze (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Ausschlaggebend für die aktuelle Bestandsaufnahme des Bochumer Grundschulschwimmens waren zunächst die Ergebnisse aus zwei Untersuchungen, die im Nachfolgenden kurz erläutert werden.

Eine in den 80er Jahren in Bochum erhobene Befragung von Grundschullehrern zur Schwimmfähigkeit von Viertklässlern ergab eine Nichtschwimmerquote von 15 Prozent (vgl. SCHULAMT FÜR DIE STADT BOCHUM 1987).
Die im Jahre 2002 in Düsseldorf durchgeführte Untersuchung im Zusammenhang mit dem so genannten Projekt „Schwimmen macht Schule“ fand sogar heraus, dass in der dritten Klasse 33 Prozent Nichtschwimmer und in der vierten Klasse 26 Prozent Nichtschwimmer am Schwimmunterricht teilnahmen (vgl. AHRENDT 2002, S. 9).

Der Vergleich der aktuellen Daten aus Düsseldorf mit den älteren Daten aus Bochum deutet auf einen generellen Trend der Verschlechterung der Schwimmfähigkeit im Grundschulalter hin. Ob sich die Schwimmfähigkeit in Bochum ebenfalls verschlechtert hat soll in dieser Untersuchung ausgewertet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung

2 Einleitung / Problemstellung

3 Legitimation des Faches Sport in der Grundschule

3.1 Legitimation von Zielen und Aufgaben des Sportunterrichts

3.2 Legitimation von Zielen und Aufgaben des Schwimmunterrichts

4 Situation des Faches Sport in der Grundschule

4.1 Grundschulsport zwischen Anspruch und Wirklichkeit

4.2 Situation des Sportunterrichts an Grundschulen

4.3 Situation des Schwimmunterrichts an Grundschulen

5 Sportlehrerqualifikation in der Grundschule

5.1 Zur Situation der Sportlehrerausbildung für die Grundschule

5.2 Sportlehrerfort- und Weiterbildung

5.2.1 Zur Situation der Sportlehrerfortbildung

5.2.2 Zur Situation der Sportlehrerweiterbildung

6 Die Lebensphase Kindheit

6.1 Veränderte Lebensbedingungen der Kinder im Grundschulalter

6.2 Bewegungsmangel und seine Folgen für die Kinder

6.3 Notwendigkeit des Sportunterrichts in der Grundschule

7 Fragestellungen

8 EMPIRISCHER TEIL

9 Konzeption der Untersuchung

9.1 Befragungsgruppe

9.2 Fragebögen

9.3 Testlauf

9.4 Realisierung der Untersuchung

9.5 Praktische Probleme bei der Datenerhebung

9.6 Auswertungsmethode und Ergebnisdarstellung

10 Untersuchungsergebnisse

10.1 Ergebnisse der Schulleiterbefragung

10.2 Ergebnisse der Grundschulehrerbefragung

10.2.1 Schwimmfähigkeit der Kinder

10.2.2 Fachspezifische Qualifikationen der Lehrkräfte und ihre Einstellung zur aktuellen Situation im Schwimmunterricht

10.2.3 Organisatorische Gegebenheiten des Schwimmunterrichts

11 Folgerung für den allgemeinen Sportunterricht der Grundschulkinder

12 Folgerungen für die Sportlehrerfort- und Weiterbildung

12.1 Notwendigkeit von qualitativen Weiterbildungen für Grundschullehrer im Bereich Sport unter besonderem Aspekt des Schwimmens

12.2 Exemplarisches Beispiel zur Förderung des Schwimmsports in der Grundschule: Projekt Düsseldorf „Schwimmen macht Schule“

13 Entstehung des Bochumer Projektes in Form eines Arbeitskreises „Lernwerkstatt Schwimmen“

13.1 Modellhaftes Konzept für die Sportlehrerfort- und Weiterbildung in der Grundschule für den Bereich Schwimmen

14 Zusammenfassung / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, eine aktuelle Bestandsaufnahme der Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen durchzuführen. Dabei wird untersucht, inwieweit organisatorische Rahmenbedingungen und die Qualifikation der Lehrkräfte die Schwimmfähigkeit der Kinder beeinflussen, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte zur Verbesserung des Schwimmunterrichts zu entwickeln.

  • Aktuelle Bestandsanalyse der Schwimmfähigkeit von Grundschulkindern in Bochum
  • Analyse der fachlichen Qualifikationen und Fortbildungsbedarfe der unterrichtenden Lehrkräfte
  • Evaluation organisatorischer Rahmenbedingungen wie Wasserzeiten und Erreichbarkeit der Schwimmbäder
  • Diskussion der Bedeutung des Schwimmunterrichts im Kontext ganzheitlicher Gesundheitserziehung
  • Entwicklung eines modellhaften Konzepts zur Lehrerfort- und Weiterbildung

Auszug aus dem Buch

3 Legitimation des Faches Sport in der Grundschule

Da der Schwimmunterricht in den normalen Sportunterricht eingebettet und somit nur ein Teil von ihm ist, muss zunächst der allgemeine Schulsport betrachtet und im Anschluss der Bezug zum Schwimmunterricht hergestellt werden.

3.1 Legitimation von Zielen und Aufgaben des Sportunterrichts

Nicht erst seit den Diskussionen um die Stundenkürzungen des Faches oder der Abschaffung als viertes Abiturfach muss sich das Fach Sport immer wieder selbst legitimieren. Schon im historischen Rückblick stand das Fach Sport unter Legitimationszwang, wobei oft versucht wurde, die Eigenständigkeit des Faches in den Vordergrund zu rücken (vgl. SPINNLER 1995, S. 159-168). Zunächst wird der Begriff Legitimation definiert, denn jedes unterrichtete Fach in der Schule bedarf seiner Rechtfertigung.

„ <<Legitimieren>> heißt Handlungen, Entscheidungen oder Forderungen zu begründen, zu rechtfertigen, als rechtmäßig auszuweisen“ (SCHERLER 1994, S. 5).

Seit 1999 gibt es in Nordrhein-Westfalen neue Richtlinien und Lehrpläne für den Sport in der Grundschule. Neue oder weiterentwickelte Richtlinien beweisen, dass sich auch die Institution Schule Veränderungen anpasst. Ein kurzer Abriss über die Legitimationen von Schulsport im historischen Rückblick bei SPINNLER zeigt, dass sich die Veränderungen im Schulsport meistens an die jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen angepasst haben (vgl. SPINNLER 1995, S. 159ff).

BALZ versuchte den aktuellen Schulsport mittels der folgenden drei Argumente zu legitimieren (vgl. BALZ 2000a, S. 38f). Er unterteilt die Legitimation des Schulsports dabei in innerschulische und außerschulische Begründungen, wobei letztere erneut in innersportliche und außersportliche unterschieden wird (vgl. Abb.2). Dabei zu beachten ist, dass keine Begründung allein ausreichend ist, sondern nur im Zusammenhang mit den anderen ihre Gültigkeit erhält. Eine ähnliche Legitimation führte bereits Mitte der 90er Jahre SCHERLER an (vgl. SCHERLER 1994, S. 5ff und SCHERLER 1995, S. 44ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkung: Hinweise zur geschlechtsneutralen Sprachverwendung in der Arbeit.

2 Einleitung / Problemstellung: Darstellung der Ausgangslage basierend auf Untersuchungen zur Schwimmfähigkeit und der Notwendigkeit einer aktuellen Bestandsaufnahme.

3 Legitimation des Faches Sport in der Grundschule: Erörterung der theoretischen Begründungen für den Schulsport und die spezifische Bedeutung der Teildisziplin Schwimmen.

4 Situation des Faches Sport in der Grundschule: Kritische Auseinandersetzung mit der Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Schulsport sowie im Schwimmunterricht.

5 Sportlehrerqualifikation in der Grundschule: Überblick über die Ausbildungssituation und die Relevanz von Fort- und Weiterbildungen für fachfremd unterrichtende Lehrer.

6 Die Lebensphase Kindheit: Diskussion der veränderten Lebensumstände von Kindern und deren Auswirkungen auf die motorische Entwicklung und den Bewegungsbedarf.

7 Fragestellungen: Formulierung der zentralen Untersuchungsfragen hinsichtlich Qualifikation und Schwimmfähigkeit.

8 EMPIRISCHER TEIL: Einleitung in den empirischen Abschnitt der Arbeit.

9 Konzeption der Untersuchung: Beschreibung des methodischen Aufbaus, der Befragungsgruppe und der Datenerhebung.

10 Untersuchungsergebnisse: Präsentation und Analyse der Ergebnisse aus der Schulleiter- und Lehrerbefragung.

11 Folgerung für den allgemeinen Sportunterricht der Grundschulkinder: Darstellung von Lösungsansätzen wie Sportförderunterricht und bewegte Schule.

12 Folgerungen für die Sportlehrerfort- und Weiterbildung: Ableitung von Anforderungen an künftige Qualifizierungsmaßnahmen.

13 Entstehung des Bochumer Projektes in Form eines Arbeitskreises „Lernwerkstatt Schwimmen“: Dokumentation der Projektentwicklung und Vorstellung eines modellhaften Konzepts.

14 Zusammenfassung / Ausblick: Fazit der Untersuchungsergebnisse und Perspektiven für einen effektiveren Schwimmunterricht.

Schlüsselwörter

Schulsport, Grundschule, Schwimmunterricht, Schwimmfähigkeit, Lehrerqualifikation, Fortbildung, Weiterbildung, Bewegungsmangel, Kindheit, Sportförderunterricht, Rettungsfähigkeit, Bochum, Didaktik, empirische Untersuchung, Bewegungsförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen, wobei besonders die Diskrepanz zwischen curricularen Ansprüchen und der praktischen Umsetzung im Fokus steht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Schwimmfähigkeit der Kinder stehen die Qualifikation der Lehrkräfte, die organisatorischen Rahmenbedingungen des Schwimmunterrichts sowie die Bedeutung von Fortbildungen im Zentrum der Untersuchung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung einer Bestandsaufnahme, um Defizite im Bereich des Bochumer Grundschulschwimmens aufzuzeigen und ein visionäres Konzept für die Lehrerfortbildung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine empirische Bestandsaufnahme mittels schriftlicher Fragebögen an Schulleitungen und Sportlehrkräften aller Bochumer Grundschulen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Legitimation, Lebensphase Kindheit) und einen umfangreichen empirischen Teil mit der Analyse von Befragungsergebnissen zu Qualifikation, Anfahrt und Wasserzeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Schulsport-Misere, Schwimmfähigkeit, fachfremder Unterricht, Rettungsfähigkeit, Bewegungsmangel und das Modell der Lehrerfortbildung.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte eine Initiative zur Verbesserung des Schwimmunterrichts?

Die überwältigende Mehrheit der befragten Lehrkräfte hält eine solche Initiative für sehr sinnvoll und fordert insbesondere mehr und bessere Fortbildungsmöglichkeiten.

Welches zentrale Problem identifiziert die Autorin bei den Lehrkräften?

Ein zentrales Problem ist der hohe Anteil an fachfremd unterrichtenden Lehrkräften, die oft lediglich über den Nachweis der Rettungsfähigkeit verfügen, aber nicht über eine umfassende didaktisch-methodische Ausbildung im Schwimmen.

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Details

Title
Zur Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen - Eine aktuelle Bestandsaufnahme
College
Ruhr-University of Bochum  (Sportfakultät)
Grade
2,3
Author
Nadine Schulze (Author)
Publication Year
2003
Pages
126
Catalog Number
V79537
ISBN (eBook)
9783638840866
Language
German
Tags
Situation Schwimmunterrichts Bochumer Grundschulen Eine Bestandsaufnahme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Schulze (Author), 2003, Zur Situation des Schwimmunterrichts an Bochumer Grundschulen - Eine aktuelle Bestandsaufnahme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79537
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