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Arbeitskreis Leben Freiburg - Hilfe in Lebenskrisen - Suizidprävention

Title: Arbeitskreis Leben Freiburg - Hilfe in Lebenskrisen - Suizidprävention

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Sieber (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Im Folgenden werde ich in Kapitel 2 die Zielgruppe, auf die die Arbeit des AKL ausgerichtet ist, nämlich suizidgefährdete Menschen, beschreiben. Dabei werde ich besonders auf die konkret auftretenden Probleme und die Lebenslagen dieser Menschen eingehen und die möglichen Ursachen des suizidalen Verhaltens erörtern. Zunächst definiere ich den Begriff des Suizids, um anschließend einen kurzen Einblick in die Statistik der durch Suizid umgekommenen Personen in Deutschland zu geben. Darauf folgend werde ich den Ursachen der Suizidalität anhand der genaueren Beschreibung einzelner Risikogruppen nachgehen, wobei hier beachtet werden muss, dass eine eindeutige Definition dieser Risikogruppen nicht gegeben werden kann. Nach Seyfried nehme ich hier eine Unterteilung in soziogen, somatogen und psychogen bedingte Suizidalität vor. Daran anknüpfend werde ich in Kapitel 2.4 die Entwicklung einer suizidalen Krise aufzeigen.
In Kapitel 3 wird der Arbeitskreis Leben Freiburg als Institution näher beschrieben. Zunächst gehe ich auf die Träger- und Organisationsstruktur und die haupt- und ehrenamtliche Arbeit ein, um anschließend die Angebote des AKL eingehender zu erläutern.
In Kapitel 4 werde ich die konkreten Handlungs- und Interventionsstrategien in der Suizidprophylaxe ausführen. Zum einen beinhaltet dieses Kapitel Leitpunkte zur Einschätzung des akuten Suizidrisikos, zum anderen geht es auf grundlegende Interventionen in der Gesprächsführung mit Suizidgefährdeten ein.
Abschließend erläutere ich in Kapitel 5 das Spannungsverhältnis zwischen den helfenden Absichten des Beraters und der Eigenverantwortlichkeit des Suizidenten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Suizidalität

2.1 Definition

2.2 Statistik

2.3 Risikogruppen - Ursachen von Suizidalität

2.3.1 soziogen

2.3.2 somatogen

2.3.3 psychogen

2.4 Entwicklung suizidalen Verhaltens

3. Der Arbeitskreis Leben (AKL) Freiburg

3.1 Träger- und Organisationsstruktur

3.2 Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeit

3.3 Angebote

4. Suizidprophylaxe

4.1 Kriterien zur Risikoeinschätzung

4.2 Krisenintervention – Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen

5. Zum Spannungsverhältnis zwischen helfenden Absichten und Eigenverantwortlichkeit

6. Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der Suizidgefährdetenhilfe auseinander, beleuchtet die Ursachen und Entwicklung suizidalen Verhaltens und untersucht die Arbeitsweise des Arbeitskreises Leben (AKL) Freiburg als spezifische Einrichtung der Krisenintervention.

  • Grundlagen und Definitionen zu Suizidalität und Risikogruppen
  • Strukturen und Angebote des Arbeitskreises Leben (AKL) Freiburg
  • Methodische Aspekte der Suizidprophylaxe und Krisenintervention
  • Ethisches Spannungsfeld zwischen Hilfsabsichten und Eigenverantwortung

Auszug aus dem Buch

4.2 Krisenintervention – Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen

Der Erstkontakt zu suizidgefährdeten Personen erfolgt im AKL meistens über das Medium Telefon. Das Telefon ist ein eingeschränktes Kommunikationsmittel, bei dem nicht die Möglichkeit besteht das Gegenüber durch nonverbale Interaktionen, wie die Körpersprache, in Mimik, Gestik und Haltung besser einschätzen zu können. Die Telefonberatung ist daher immer eine Gratwanderung, bei der der Anrufer derjenige ist, der die Macht hat jederzeit den Hörer auflegen zu können. Oft ist das Telefongespräch Erst- oder Einzelkontakt, und somit die einzige Möglichkeit für den Berater oder Therapeuten in die suizidale Krise des Gefährdeten zu intervenieren. (Freytag, 1990, S.137-138)

Aus diesem Grund möchte ich im Folgenden näher auf einige Schwierigkeiten und grundlegende Techniken und Interventionsstrategien in der telefonischen Krisenintervention eingehen. Sorgatz gibt in der Broschüre Suizidprophylaxe der DGS einige Leitpunkte zum Telefongespräch mit suizidalen Personen.

Zunächst ist es wichtig jeden Hinweis auf Selbsttötung in einem Gespräch ernst zu nehmen und zunächst durch aktives zuhören dem Anrufer das Gefühl zu geben, dass er ernst genommen und als Person respektiert wird und seine Situation interessiert. Grundsätzlich ist zu vermerken, dass ein Suizidgefährdeter, der Hilfe sucht, seine Mitmenschen und seine Selbsthilfekräfte noch nicht ganz abgeschrieben hat. Er hängt noch am Leben, wenn vielleicht auch nur an einem dünnen Faden, und sein suizidales Verhalten ist womöglich ein letzter Versuch, mit einem anderen Menschen zu reden, sei es noch so anonym.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Hausarbeit sowie die behandelten Schwerpunkte.

2. Suizidalität: Dieses Kapitel definiert den Begriff Suizid, analysiert Statistiken und unterteilt die Ursachen suizidalen Verhaltens in soziogene, somatogene und psychogene Risikogruppen.

3. Der Arbeitskreis Leben (AKL) Freiburg: Die Arbeit des AKL als Fachberatungsstelle wird hinsichtlich ihrer Trägerstruktur, des Personals und der vielfältigen Unterstützungsangebote für Hilfesuchende dargestellt.

4. Suizidprophylaxe: Das Kapitel erläutert Kriterien zur Risikoeinschätzung sowie methodische Ansätze und Schwierigkeiten bei der telefonischen Krisenintervention mit suizidgefährdeten Personen.

5. Zum Spannungsverhältnis zwischen helfenden Absichten und Eigenverantwortlichkeit: Hier wird die ethische und juristische Debatte erörtert, inwieweit das Recht auf Selbstbestimmung das Eingreifen Dritter zur Suizidprävention einschränkt.

6. Persönliche Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre Erkenntnisse aus dem Besuch der Beratungsstelle und setzt sich kritisch mit der Rolle und den Anforderungen sozialer Arbeit im Kontext von Suizidalität auseinander.

Schlüsselwörter

Suizidprävention, Krisenintervention, Arbeitskreis Leben Freiburg, Soziale Arbeit, Suizidalität, Risikoeinschätzung, Telefonberatung, Eigenverantwortung, Lebenskrisen, Suizidgefährdung, Beratungsstelle, psychosoziale Hilfe, ethische Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Hintergründen suizidalen Verhaltens und der praktischen Umsetzung von Suizidprävention durch den Arbeitskreis Leben (AKL) in Freiburg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Ursachen von Suizidalität, die Organisationsstruktur einer spezialisierten Fachberatungsstelle sowie ethische Dilemmata der Krisenintervention.

Was ist das primäre Ziel der Hausarbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für die Möglichkeiten der Krisenberatung zu vertiefen und die Rolle sozialer Arbeit in der Suizidprävention institutionell und theoretisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse relevanter Fachquellen in Kombination mit einer praxisnahen Beschreibung der Arbeitsweise einer spezifischen Institution (AKL Freiburg).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Suizidursachen, die institutionelle Vorstellung des AKL, methodische Leitlinien zur Gesprächsführung in Krisen und eine ethische Reflexion der Suizidhilfe.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören Suizidprävention, Krisenintervention, Beratung, Eigenverantwortlichkeit und die soziale Unterstützung in existentiellen Notsituationen.

Wie unterscheidet der AKL die Ursachen suizidalen Verhaltens?

Der AKL stützt sich auf die Unterteilung in soziogen bedingte (soziale Druckfaktoren), somatogen bedingte (körperliche Alterungsprozesse oder Krankheiten) und psychogen bedingte (psychische Störungen wie Depressionen) Suizidalität.

Welches ethische Dilemma diskutiert die Autorin explizit?

Es geht um die Frage, ob helfende Personen das Recht haben, in die Entscheidung zum Suizid einzugreifen, oder ob dies die Eigenverantwortlichkeit des Individuums unzulässig untergräbt.

Welche Bedeutung misst die Autorin der Telefonberatung bei?

Die Telefonberatung wird als zentraler Erstkontakt gewertet, der trotz technischer Einschränkungen eine wichtige Möglichkeit bietet, suizidale Menschen zu erreichen und durch aktives Zuhören in der Krise zu begleiten.

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Details

Title
Arbeitskreis Leben Freiburg - Hilfe in Lebenskrisen - Suizidprävention
College
University of Freiburg
Grade
1,3
Author
Stefanie Sieber (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V79679
ISBN (eBook)
9783638857383
Language
German
Tags
Arbeitskreis Leben Freiburg Hilfe Lebenskrisen Suizidprävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Sieber (Author), 2005, Arbeitskreis Leben Freiburg - Hilfe in Lebenskrisen - Suizidprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79679
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