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Die öffentliche Meinung - Definitionen, Formen und der Umgang mit öffentlicher Meinung

Title: Die öffentliche Meinung - Definitionen, Formen und der Umgang mit öffentlicher Meinung

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Friederike Wittmaack (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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W. Phillips Davidson eröffnet 1968 seinen Artikel über öffentliche Meinung folgendermaßen: „Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition für öffentliche Meinung.“
Der Gebrauch des Begriffs nimmt dennoch immer mehr zu und man kann daraus schließen, dass der Begriff eine Wirklichkeit trifft, die wissenschaftlich schwer präzise zu fassen ist. Wer beruft sich nicht gerne bei der Untermauerung seiner eigenen Meinung, Forderung oder Anträge auf die Öffentliche Meinung? Sie wird bei den unpassendsten Gelegenheiten zitiert, da man dadurch den Anschein erwecken kann, das Volk oder die Gesellschaft auf seiner Seite zu haben. Aber das Volk verfügt keinesfalls über eine Einheitsmeinung, wie der Begriff dies impliziert. Was die so genannte öffentliche Meinung ist und wie diese wirkt und entsteht, soll in dieser Arbeit erörtert werden. Dabei ist es unerlässlich, den Begriff „Öffentliche Meinung“ zu erklären und das Phänomen im Zusammenhang mit der Systemtheorie von Luhmann zu begreifen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Historische Entwicklung

Das Respektieren der öffentlichen Meinung

Öffentlichkeit und Massenmedien

Formen der Formgebung

Begrifflichkeit

Die Begriffe Thema und Meinung

Entstehen von öffentlicher Meinung

Schlussbemerkung

Literaturhinweise:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der „öffentlichen Meinung“ und deren Interaktion mit Massenmedien und dem politischen System. Ziel ist es, den Begriff theoretisch einzuordnen, die Rolle der Massenmedien als Formgeber zu analysieren und aufzuzeigen, wie öffentliche Meinung entsteht und welchen Einfluss sie auf die gesellschaftliche sowie politische Entscheidungsfindung ausübt.

  • Historische Entwicklung und der Begriff der öffentlichen Meinung
  • Die Rolle der Massenmedien als Repräsentanten der Öffentlichkeit
  • Die systemtheoretische Perspektive nach Luhmann
  • Wechselwirkung zwischen Politik, Medien und öffentlicher Meinung
  • Mechanismen der Themenbildung und soziale Selektionsprozesse

Auszug aus dem Buch

Öffentlichkeit und Massenmedien

Öffentlichkeit ist sozialpsychologisch gesehen jener Zustand, wo der Einzelne von allen gesehen und beurteilt wird, wo sein Ruf und seine Beliebtheit auf dem Spiel stehen. Die Öffentlichkeit wirkt als Tribunal, das über jenen urteilt, der vor aller Augen und Ohren seine persönliche Meinung vertritt.

Massenmedien haben eine besondere Beziehung zur Öffentlichkeit. Luhmann ist gegen die allgemeine Annahme, dass Massenmedien Öffentlichkeit herstellen. Seiner Auffassung nach geben die Massenmedien der Öffentlichkeit nur eine bestimmte Form, sie wirken als Repräsentanten der Öffentlichkeit. Denn nicht die Massenmedien bilden den eigentlichen Bezugspunkt, sondern andere Funktionssysteme, bei der öffentlichen Meinung speziell die Politik.

Luhmann definiert die Öffentlichkeit als „Reflexion jeder gesellschaftsinternen Grenze“. Systeme wie etwa das politische System kann nur innerhalb seiner Systemgrenzen operieren, aber es wird dabei von außen aus seiner Umwelt beobachtet, nämlich aus der Öffentlichkeit. Öffentlichkeit heißt also, von außen beobachtet werden. Die Form des Beobachtens kommt vor allem von den Massenmedien wie Presse, Fernsehen etc.

Berghaus definiert die Beziehung von Öffentlichkeit und Massenmedien folgendermaßen: „Die Massenmedien repräsentieren die Öffentlichkeit. Politik, Wirtschaft, Medizin, Kunst usw. werden von den Massenmedien gleichsam von außen für die Gesellschaft beobachtet – und wissen das“.

Zusammenfassung der Kapitel

Historische Entwicklung: Der Abschnitt beleuchtet die pankulturelle Herkunft des Begriffs öffentliche Meinung und dessen Bedeutung als moralische Instanz zur Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Das Respektieren der öffentlichen Meinung: Hier wird der Zwang zur Konformität und die daraus resultierende Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit innerhalb einer Gesellschaft thematisiert.

Öffentlichkeit und Massenmedien: Das Kapitel erläutert die Funktion der Medien als Repräsentanten, die gesellschaftliche Systeme von außen beobachten und dadurch Themen formieren.

Formen der Formgebung: Es wird analysiert, nach welchen Kriterien Medien Themen auswählen, insbesondere unter den Aspekten der Sachlichkeit, Menschlichkeit und Neuigkeit.

Begrifflichkeit: Dieser Teil befasst sich mit der Begriffsgeschichte sowie dem Zeitproblem, das eine universelle, gleichzeitige öffentliche Meinung in modernen Gesellschaften erschwert.

Die Begriffe Thema und Meinung: Die Arbeit differenziert zwischen Themen als Voraussetzung der Medien und individuellen Meinungen als deren Folge.

Entstehen von öffentlicher Meinung: Es wird beschrieben, wie eklatante Übelstände oder gesellschaftliche Wandlungsprozesse den Anstoß für öffentliche Meinungsprozesse geben können.

Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass öffentliche Meinung keine monolithische Einheit ist, sondern eine Summe geäußerter Meinungen, die durch Medien Resonanz erfahren.

Literaturhinweise: Dieser Abschnitt bietet eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Theorie der öffentlichen Meinung.

Schlüsselwörter

Öffentliche Meinung, Massenmedien, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Öffentlichkeit, Politische Kommunikation, Agenda-Setting, Soziale Kontrolle, Gesellschaft, Medienwirkung, Themenbildung, Demokratie, Meinungsbildung, Konformitätsdruck, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der öffentlichen Meinung im Kontext der modernen Gesellschaft und der systemtheoretischen Perspektive, insbesondere mit Blick auf die Rolle der Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Begriffs, der Beobachtungsfunktion der Massenmedien und dem Einfluss von Öffentlichkeit auf die Politik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, wie öffentliche Meinung entsteht, wie Medien ihr eine Form verleihen und warum sie als wichtiges Korrektiv oder Spiegel für das politische System fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Systemtheorie, insbesondere basierend auf Ansätzen von Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Thema und Meinung, die Selektionskriterien der Medienberichterstattung und die Spiegel-Funktion der Öffentlichkeit für Politiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen öffentliche Meinung, Systemtheorie, Agenda-Setting und die Wechselwirkung zwischen Individuum und medial vermittelter Realität.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Thema und Meinung?

Themen dienen als sozial erzeugte Voraussetzungen für die Massenmedien, während Meinungen die individuellen Einstellungen sind, die sich erst durch den Auslöser dieser Themen bilden.

Warum spielt die Systemtheorie von Luhmann eine zentrale Rolle?

Luhmanns Theorie wird genutzt, um Öffentlichkeit als Beobachtungssystem zu definieren, bei dem die Massenmedien als Beobachter von außen fungieren, statt bloß Repräsentanten zu sein.

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Details

Title
Die öffentliche Meinung - Definitionen, Formen und der Umgang mit öffentlicher Meinung
College
LMU Munich
Course
Proseminar
Grade
2,1
Author
Friederike Wittmaack (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V80005
ISBN (eBook)
9783638828512
ISBN (Book)
9783638904131
Language
German
Tags
Meinung Definitionen Formen Umgang Meinung Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Wittmaack (Author), 2005, Die öffentliche Meinung - Definitionen, Formen und der Umgang mit öffentlicher Meinung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80005
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