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Föderalismusreform in Deutschland

Titre: Föderalismusreform in Deutschland

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Martin Weber (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

"Der deutsche Föderalismus mobilisiert heute mehr Aufmerksamkeit als je zuvor in der Nachkriegsgeschichte." In großen Teilen der aktuellen Presse wird der bundesdeutsche Föderalismus in seiner derzeitigen Ausprägung als Ursache für mangelnde Reformfähigkeit ausgemacht. Er habe sich zu einem "einschnürende(n) Bündnis" entwickelt, denn "(...) das, was in Deutschland als "Föderalismus" bezeichnet wird, hat sich zu einem Moloch entwickelt, der fast jeden Handlungsspielraum verschlingt (...)."
Nicht nur in der Presse, auch in der wissenschaftlichen Literatur ist die Reformbedürftigkeit des föderativen Systems der Bundesrepublik Deutschland nahezu unbestritten. Und dass selbst die OECD eine Reform des deutschen Föderalismus anmahnt, damit die deutsche Wirtschaft von den im Föderalismus prinzipiell möglichen Flexibilitätsvorteilen profitieren könne, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Forderung.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den tatsächlichen Reformbedarf des deutschen föderativen Systems zu beleuchten, mögliche Reformansätze aufzuzeigen sowie deren Durchsetzungschancen abzuwägen.
Unter Berücksichtigung der wichtigsten Änderungen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland, werde ich zunächst auf die Ausgestaltung des föderativen Systems nach dem Grundgesetz eingehen (Kapitel 2.1). Dies dient als Grundlage, um die strukturell bedingten Besonderheiten und die sich daraus ergebenden Probleme herausarbeiten zu können (Kapitel 2.2). Die Ergebnisse dieser Analyse stellen im folgenden die Basis für die Diskussion möglicher Reformansätze dar (Kapitel 3). In Kapitel 4 werden die vorgebrachten Argumente schlussfolgernd abgewogen, wobei ich insbesondere auf die Durchsetzungschancen der einzelnen Reformvorschläge eingehen werde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Struktur des föderativen Systems der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Das föderative System nach dem Grundgesetz

2.2 Strukturell bedingte Besonderheiten des deutschen Bundesstaates und die sich daraus ergebenden Probleme

3. Reformvorschläge und -ansätze

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Reformbedarf des deutschen föderativen Systems vor dem Hintergrund der strukturellen Probleme des Politikverflechtungsansatzes und bewertet die Durchsetzungschancen verschiedener Reformmodelle.

  • Analyse der verfassungsrechtlichen Grundlagen des deutschen Föderalismus
  • Untersuchung der Politikverflechtung und ihrer Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit
  • Diskussion der Finanzverfassung und des Finanzausgleichs
  • Evaluation von Reformansätzen wie der Reföderalisierung und Strukturflexibilisierung
  • Bewertung von Barrieren für Reformprozesse im politischen System

Auszug aus dem Buch

2.2 Strukturell bedingte Besonderheiten des deutschen Bundesstaates und die sich daraus ergebenden Probleme

In der Bundesrepublik Deutschland herrscht eine Struktur der Entscheidungsfindung vor, die Scharpf als "Politikverflechtung" bezeichnet hat. Diese Struktur ist das Ergebnis der Mitwirkung der Landesregierungen an der Bundesgesetzgebung, der Mitfinanzierung der Aufgaben der Länder durch den Bund, der Koordination von Fachpolitiken zwischen Bundes- und Landesregierungen sowie der horizontalen Abstimmung von Fachpolitiken zwischen den Bundesländern. Diese Phänomene lassen sich weitgehend schon aus der Anlage des deutschen Föderalismus im GG erkennen. So ergibt sich aus den oben dargestellten Regelungen des GG für Abromeit, dass der bundesdeutsche Föderalismus von Anfang an als "Verbundföderalismus" angelegt war, dessen Zweck nicht die Wahrung der Länderautonomie, sondern dezentrale Arbeitsteilung, vor allem im Verwaltungsbereich, sei.

Die nach Art. 30 GG den Ländern zugesprochene "Allzuständigkeit" wurde im Bereich der Gesetzgebung durch mehrere Verfassungsänderungen, die die Liste der ausschließlichen Gesetzgebungskompetenz des Bundes erweiterten, kraft der Rahmengesetzgebungskompetenz, besonders aber durch die konkurrierende Gesetzgebung des Bundes erheblich eingeschränkt. Dies wird daran deutlich, dass den Ländern kaum mehr als die Bereiche Kultur- und Gesundheitspolitik sowie Polizei verblieben sind, die mittlerweile allerdings ebenfalls durch die Rahmengesetzgebung des Bundes beschränkt werden. Nach Abromeit negiert das Institut der Kompetenzkonkurrenz die Handlungsautonomie der Länder in grundsätzlicher Weise, da sich unter die breit interpretierbare Formulierung des Art. 72 Abs. 2 GG, die mit der Verfassungsänderung von 1994 allerdings etwas abgeschwächt wurde, nahezu alles subsumieren lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den wachsenden Reformbedarf des deutschen Föderalismus und stellt das Ziel auf, Reformansätze sowie deren Durchsetzungschancen kritisch zu beleuchten.

2. Die Struktur des föderativen Systems der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen sowie die strukturellen Besonderheiten wie den Verbundföderalismus und die Politikverflechtung, die die Handlungsautonomie der Länder einschränken.

3. Reformvorschläge und -ansätze: Hier werden Möglichkeiten zur Stärkung der Länderautonomie, wie etwa eine Reföderalisierung der Staatsaufgaben oder eine Reform des Finanzausgleichs, diskutiert und deren Realisierbarkeit bewertet.

4. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass der Föderalismus zwar erfolgreich Macht teilt, aber aufgrund seiner Struktur unflexibel gegenüber neuen Herausforderungen ist, weshalb eine schrittweise Strukturflexibilisierung empfohlen wird.

Schlüsselwörter

Föderalismusreform, Politikverflechtung, Verbundföderalismus, Grundgesetz, Länderautonomie, Finanzverfassung, Finanzausgleich, Gesetzgebung, Exekutive, Sozialstaat, Reformbedarf, Pfadabhängigkeit, Mischfinanzierung, Bundesrat, Strukturflexibilisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Notwendigkeit und Realisierbarkeit einer Reform des föderativen Systems in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen Bund und Ländern, das System der Politikverflechtung, die Finanzverfassung sowie die Reformmöglichkeiten zur Steigerung der politischen Effizienz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Reformbedarf des föderativen Systems zu analysieren, Reformansätze aufzuzeigen und deren Durchsetzungschancen unter Berücksichtigung institutioneller Hürden abzuwägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse der verfassungsrechtlichen Strukturen und greift auf zentrale Theorien der Politikverflechtung und des Parteienwettbewerbs zurück.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die verfassungsrechtlichen Grundlagen nach dem Grundgesetz, die daraus resultierenden Probleme der Politikverflechtung und diskutiert konkrete Reformansätze wie die Reföderalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Föderalismusreform, Politikverflechtung, Finanzverfassung und Länderautonomie charakterisiert.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff "Politikverflechtung"?

Dies beschreibt eine Struktur, in der Bund und Länder bei Gesetzgebung und Verwaltung so eng verzahnt sind, dass die eigenständige Handlungsfähigkeit der Länder stark eingeschränkt ist.

Warum hält der Autor radikale Reformen für unrealistisch?

Der Autor verweist auf das komplizierte Institutionengefüge und die hohe "Pfadabhängigkeit" des deutschen Systems, die den Widerstand der Nutznießer des aktuellen Systems gegen tiefgreifende Änderungen verstärken.

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Résumé des informations

Titre
Föderalismusreform in Deutschland
Université
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Das föderative System der Bundesrepublik Deutschland
Note
2,0
Auteur
Martin Weber (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
17
N° de catalogue
V80226
ISBN (ebook)
9783638873284
ISBN (Livre)
9783638873345
Langue
allemand
mots-clé
Föderalismusreform Deutschland System Bundesrepublik Deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Weber (Auteur), 2003, Föderalismusreform in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80226
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