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Spekulative Blasen. Theorie und Empirie

Title: Spekulative Blasen. Theorie und Empirie

Diploma Thesis , 2007 , 64 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Ökonom Andreas Höffgen (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„Speculators may do no harm as bubbles on a steady stream of enterprise. But the position is serious when enterprise becomes the bubble on a whirlpool of speculation. When the capital development of a country becomes a byproduct of the activities of a casino, the job is likely to be ill-done”. Diese Aussage von John M. Keynes ist gültiger denn je. Investoren können innerhalb von Sekunden Gelder aus Märkten und Ländern abziehen und so ein Land in eine tiefe Krise stürzen. Gleichzeitig haben zahlreiche namenhafte Ökonomen wie Friedmann immer wieder den wirtschaftlichen Nutzen von Spekulation betont.
Wenn die Erwartungen über den Preis eine zentrale Rolle für Spekulation einnehmen ist zu fragen, wie sich der Preis und seine Erwartungen bilden, ob eine Lösung für den Preis existiert, die für Partialmärkte und für die gesamte Volkswirtschaft gilt und wie diese Lösung aussieht.
Kann das Phänomen der spekulativen Blase bei rationalen Erwartungen und rationalem Verhalten auftreten? Schließt nicht gerade ein effizienter Markt eine spekulative Blase aus? Es ist zu analysieren ob eine Blase auf einem Markt auf dem der Preis alle zur Verfügung stehenden Informationen widerspiegelt, in welcher Form existieren kann, und welche Prozesse sie begründen. Kapitel 5 behandelt Fragen, die mit der möglichen Existenz von spekulativen Blasen und ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen aufkommen. Hierfür müssen die Annahmen, der Aufbau, und die Folgen einer Blase genauer untersucht werden. Im Vordergrund steht die Frage, ob die theoretischen Vorraussetzungen für das Bestehen, ihre realen Effekte oder Implikationen so exotisch sind, dass sie in der Praxis vernachlässigt werden können. Nachdem das theoretische Grundgerüst spekulativer Basen dargestellt wurde muss untersucht werden, wie eine solche Blase ein einem Modell aussieht und ob ihre Existenz in einem Modell überhaupt möglich ist. Hierfür bietet sich ein monetäres Modell an, in dem untersucht wird, ob spekulative Blasen in Rahmen von Hyperinflation bzw. Hyperdeflation auftreten können. Es wird untersucht, welche Auswirkungen eine Blase hat, wie ein Gleichgewicht aussieht und wie es dazu kommt. Kapitel 7 beschäftigt sich mit der Frage, welche Konsequenzen multiple Gleichgewicht und Blasen mit sich bringen. Es wird beschrieben, wie es zu einem Gleichgewicht kommen kann und welche anderen Phänomene bei multiplen Gleichgewichten auftreten können. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit empirischen Untersuchungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie der Spekulation

2.1 Begriff der Spekulation

2.2 Preisstabilisierende Spekulation

2.3 Ein einfaches Spekulationsmodell

3. Theorie der effizienten Märkte

3.1 Rationale Erwartungen und der fundamentale Wert

3.2 Ökonomische Interpretationen des Modells

3.2.1 Die arbitrage Lösung

3.2.2 Das Cagan Modell

3.2.3 Das Modell der überschneidenden Generationen

4. Der Blasenprozess

4.1 Die markovianischen Blasen

4.1.1 Die deterministische Blase

4.1.2 Die stochastische Blase

4.1.3 Die Zufallsbewegung Blase

4.2 Die intrinsische Blase

4.3 Die extrinsische Blase

5. Implikationen von spekulativen Blasen

5.1 Spekulative Blasen, Tranversalität und die nicht-Negativitäts-Bedingung

5.2 Reale Effekte von spekulativen Blasen

5.3 Die Bedeutung des Zeithorizonts und der Anzahl der Anleger

6. Spekulative Blasen in monetären Modellen

6.1 Spekulative Blasen im Modell von Cagan

6.2 Spekulative Blasen im Sidrauski Modell

6.3 Die Unausführbarkeitbedingung

7. Spekulative Blasen und multiple Gleichgewichte im OLG-Modell

7.1 Die Angebotskurve und der monetäre steady state

7.2 Dynamische stabile und instabile Gleichgewichte

7.3 Alternative Lösungen in dynamisch stabilen Gleichgewichten

8. Methoden, Probleme und Ergebnisse beim Testen auf spekulative Blasen

8.1 Direkte Tests auf spekulative Blasen

8.1.1 Test auf eine deterministische Blase im Preisniveau

8.1.2 Test auf ein intrinsische Blase im Aktienmarkt

8.1.3 Probleme bei direkten Tests

8.2 Indirekte Tests auf spekulative Blasen

8.2.1 Volatilitätstest auf spekulative Blasen

8.2.2 Spezifikationstests auf spekulative Blasen

8.2.3 Test auf Vorzeichenlauf

8.2.4 Test auf Kursdifferenz

8.2.5 Probleme bei indirekten Tests

8.3 Diagnostischer Test

8.4 Probleme bei diagnostischen Tests

9. Typisierter Verlauf einer Krise mit spekulativer Blase und Spekulation

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das Phänomen spekulativer Blasen theoretisch zu durchdringen und empirisch zu untersuchen, um zu klären, ob solche Blasen in effizienten Märkten mit rationalen Erwartungen existieren können und welche ökonomischen Prozesse sie begründen.

  • Theoretische Fundierung von Spekulation und Markteffizienz
  • Klassifizierung verschiedener Blasenarten (markovianisch, intrinsisch, extrinsisch)
  • Analyse von spekulativen Blasen in monetären Modellen
  • Untersuchung multipler Gleichgewichte im OLG-Modell
  • Methodenkritik und Ergebnisse empirischer Tests auf Spekulationsblasen
  • Typisierung des Verlaufs von Finanzkrisen im Zusammenhang mit Blasen

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Die stochastische Blase

Im Gegenteil zu einer deterministischen Blase kann eine stochastische jede Periode mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit platzen. Sie wird deshalb auch als platzende Blase bezeichnet. Eine stochastische Blase wird aus einem Spezialfall des generalized stochastic Martingals (GST) abgeleitet.

Das Platzen einer stochastischen Blase lässt sich durch folgende Gleichung beschreiben. Die Blase platzt jede Periode mit der Wahrscheinlichkeit q und platzt nicht mit der Wahrscheinlichkeit 1 - q. Für die Zufallsvariable wird eine Normalverteilung mit dem Erwartungswert µ und der Standardabweichung σ unterstellt.

Die Zufallsvariable kann mit jeder unerwarteten Bewebung jeder Variable korrelieren, beispielsweise mit sunspots. Zusätzlich kann er das entstehen neuer Blasen ermöglich, nachdem die alte geplatzt ist. Die Wahrscheinlichkeit des Platzens der Blase hängt zudem von der Lebensdauer der Blase ab. Je länger eine Blase existiert, d.h. je weiter der Wert des Vermögensgegenstandes sich von seinem fundamentalen Wert entfernt hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Platzens. Platzt eine Blase, so kann der Wert des Vermögensgegenstandes unter seinen fundamentalen Wert sinken. Damit die Anleger während der Lebenszeit der Blase für das eingegangene Risiko des Platzens entschädigt werden, muss die durchschnittliche Rendite höher als r sein. Diese Differenz kann als Risikoprämie interpretiert werden. Verglichen mit der deterministischen Blase muss die stochastische, aufgrund des möglichen Platzens, eine höhere Wachstumsrate aufweisen. Eine abnehmende Wachstumsrate für die Blase liegt vor, wenn die Wahrscheinlichkeit des Platzens über eine gewisse Zeit fällt. Ein erhöhtes Risiko des Platzens aufgrund eins Steigens von q führt zu einer zunehmenden Wachstumsrate der Blase.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle der Spekulation und die theoretische Vereinbarkeit von spekulativen Blasen mit effizienten Märkten.

2. Theorie der Spekulation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Spekulation und analysiert unter welchen Bedingungen Spekulation preisstabilisierend oder destabilisierend wirken kann.

3. Theorie der effizienten Märkte: Es wird der fundamentale Wert auf effizienten Märkten unter der Annahme rationaler Erwartungen hergeleitet und ökonomisch interpretiert.

4. Der Blasenprozess: Verschiedene Formen spekulativer Blasen wie markovianische, intrinsische und extrinsische Blasen werden systematisch klassifiziert.

5. Implikationen von spekulativen Blasen: Hier werden die theoretischen Voraussetzungen und realen Effekte spekulativer Blasen sowie die Bedeutung der Transversalitätsbedingung untersucht.

6. Spekulative Blasen in monetären Modellen: Das Kapitel beleuchtet das Auftreten von Blasen im Rahmen von Hyperinflation in monetären Modellen wie denen von Cagan oder Sidrauski.

7. Spekulative Blasen und multiple Gleichgewichte im OLG-Modell: Es wird die Möglichkeit divergierender Blasenpfade, Kreislösungen und Sunspot-Gleichgewichte in einem OLG-Rahmen diskutiert.

8. Methoden, Probleme und Ergebnisse beim Testen auf spekulative Blasen: Diese Sektion bietet einen Überblick über direkte und indirekte Testverfahren und deren methodische Herausforderungen bei der empirischen Identifikation.

9. Typisierter Verlauf einer Krise mit spekulativer Blase und Spekulation: Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Phasen einer Finanzkrise vom exogenen Schock bis zum Zusammenbruch der Blase.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass spekulative Blasen theoretisch konsistent mit rationalem Verhalten sind, ihre empirische Identifikation jedoch komplex bleibt.

Schlüsselwörter

Spekulative Blasen, Markteffizienz, Rationale Erwartungen, Finanzkrise, Preisstabilisierung, Arbitrage, Monetäre Modelle, OLG-Modell, Dynamische Instabilität, Stochastische Blasen, Intrinsische Blasen, Sunspots, Empirische Tests, Hyperinflation, Kursdifferenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretisch und empirisch, ob spekulative Blasen existieren können, wenn man von effizienten Märkten und rationalen Erwartungen der Akteure ausgeht.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Theorie der Spekulation, die Markteffizienzhypothese, verschiedene mathematische Blasenmodelle, die Rolle von Blasen in monetären Modellen sowie Methoden zu deren empirischer Überprüfung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, welche Bedingungen die Entstehung spekulativer Blasen zulassen, welche Erscheinungsformen sie annehmen und wie man diese Phänomene ökonomisch korrekt testet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-deduktive Vorgehensweise, basierend auf mathematischen Modellen (Partialgleichgewicht, monetäre Modelle, OLG-Modelle) sowie eine methodenkritische Aufarbeitung ökonometrischer Testverfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klassifizierung von Blasen (markovianisch, intrinsisch, extrinsisch), deren Implikationen in monetären Modellen und im OLG-Modell sowie eine detaillierte Analyse direkter und indirekter Tests auf Blasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind spekulative Blasen, Markteffizienz, rationale Erwartungen, monetäre Modelle, OLG-Modell und verschiedene empirische Testverfahren.

Warum können spekulative Blasen in Modellen mit "Blue Chips" oft ausgeschlossen werden?

Aufgrund der Transversalitätsbedingung und der Nicht-Negativitäts-Bedingung können Blasen für Wertpapiere mit endlicher Laufzeit oder bei frei handelbaren Anlagen, bei denen der Preis nicht negativ werden darf, theoretisch faktisch ausgeschlossen werden.

Was besagt die Unausführbarkeitsbedingung im monetären Kontext?

Sie wird eingeführt, um bestimmte Pfade, die zu einer Hyperinflation oder unrealistischen Geldmengenentwicklungen führen würden, auszuschließen, indem sie Geld einen essentiellen intrinsischen Nutzen zuschreibt.

Welche empirische Bedeutung hat der "Vorzeichenlauf-Test"?

Er testet auf die Folge von Realisationen mit demselben Vorzeichen. Da das Platzen einer Blase Ausreißer verursacht, untersucht der Test, ob die Verteilung der Neuerungen signifikante Kursdifferenzen aufweist, die über einen zufälligen Ablauf hinausgehen.

Wie unterscheidet sich die "intrinsische Blase" von anderen Blasenarten?

Im Gegensatz zu markovianischen Blasen, die primär von ihrer eigenen Historie abhängen, ist die intrinsische Blase an einen exogenen stochastischen Prozess, wie etwa die Dividenden, gekoppelt und erklärt so Überreaktionen zwischen Preis und Dividenden.

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Details

Title
Spekulative Blasen. Theorie und Empirie
College
University of Duisburg-Essen  (Mercator School Of Management)
Course
Monetäre Ökonomik und Internationale Kapitalmärkte
Grade
2,3
Author
Diplom-Ökonom Andreas Höffgen (Author)
Publication Year
2007
Pages
64
Catalog Number
V80346
ISBN (eBook)
9783638811231
ISBN (Book)
9783638812122
Language
German
Tags
Spekulative Blasen Theorie Empirie Monetäre Internationale Kapitalmärkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Ökonom Andreas Höffgen (Author), 2007, Spekulative Blasen. Theorie und Empirie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80346
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