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Die Ursachen der Studentenproteste in den sechziger Jahren

Title: Die Ursachen der Studentenproteste in den sechziger Jahren

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Steinmeyer (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und politischen Ursachen der Studentenbewegung in den 60er Jahren und untersucht, welche historischen Ereignisse Auslöser für die Proteste der Studenten waren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Themen der Proteste

3. Die Ursachen der Proteste

3.1 Menschen – und Bürgerrechte / Demokratisierung

3.1.1 Die große Koalition

3.1.2 Die Notstandsgesetze

3.1.3 Der Schah-Besuch

3.1.4 Der Missbrauch der Pressemacht

3.2 Frieden

3.3 Hochschulpolitik

3.4 NS-Vergangenheit

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftlichen und politischen Ursachen der Studentenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland während der 1960er Jahre, um die historischen Auslöser für die Proteste zu identifizieren und die Ziele der Protestierenden zu analysieren.

  • Analyse der Protestmotive mittels empirischer Daten
  • Kritik an der Großen Koalition und den Notstandsgesetzen
  • Reaktion auf internationale Ereignisse wie den Schah-Besuch und den Vietnamkrieg
  • Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Politik und Gesellschaft
  • Hochschulpolitische Forderungen nach Demokratisierung und finanzieller Unabhängigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die große Koalition

Als am 1.12.1966 die Große Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) und Vizekanzler Willy Brandt (SPD) zustande kam, fiel „die Rolle der parlamentarischen Opposition allein der FDP zu, die indes innerlich derart widersprüchlich agierte, dass sie kaum Akzente setzen konnte“5.

Die Bildung der Großen Koalition führte deshalb zu heftigen Protesten unter der Studentenschaft, weil diese „ein demokratisches Parlament mit einer starken, selbstbewußten und radikalen Opposition“6 forderte. Durch die Koalition von CDU und SPD gab es eine solche Opposition jedoch nicht mehr. Deshalb fürchteten die Studenten, dass die Regierungsparteien nun auch verfassungsändernde Gesetze quasi im Alleingang beschließen könnten, da sie über die absolute Mehrheit im Parlament verfügten.

Gegen diese Machtkonzentrierung auf Seiten der Regierung protestierten die Studenten. Dabei ging es ihnen hauptsächlich „darum, plausibel zu machen, warum eine Opposition bei uns [in der Bundesrepublik Deutschland] notwendig ist. Das heißt zu beweisen, daß Alternativen zu den herrschenden Verhältnissen möglich sind und daß sie die besseren Lösungen bieten, daß sie humaner, demokratischer, sozialer, gerechter sind.“7

Als Reaktion auf die Große Koalition etablierte sich schließlich die außerparlamentarische Opposition (APO), mit dem Sozialistischen deutschen Studentenbund (SDS) in ihren Kreisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Studentenbewegung ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise anhand empirischer Daten.

2. Themen der Proteste: In diesem Kapitel werden mittels einer empirischen Studie des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung die inhaltlichen Schwerpunkte der studentischen Proteste zwischen 1965 und 1971 dargestellt.

3. Die Ursachen der Proteste: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen gesellschaftspolitischen Gründe für die Studentenunruhen.

3.1 Menschen – und Bürgerrechte / Demokratisierung: Dieser Abschnitt thematisiert den Wunsch nach einer stärkeren Demokratisierung sowie den Widerstand gegen staatliche Machtkonzentration.

3.1.1 Die große Koalition: Die Analyse konzentriert sich hier auf die mangelnde parlamentarische Opposition nach 1966 und die Entstehung der außerparlamentarischen Opposition.

3.1.2 Die Notstandsgesetze: Hier wird die Furcht der Studenten vor einer Aushöhlung demokratischer Organe durch die Notstandsgesetzgebung erörtert.

3.1.3 Der Schah-Besuch: Dieses Kapitel behandelt den Staatsbesuch des Schahs von Persien 1967 und die nachfolgenden Proteste, die durch den Tod von Benno Ohnesorg eskalierten.

3.1.4 Der Missbrauch der Pressemacht: Es wird der Kampf gegen das Pressemonopol des Springer-Verlags und dessen Einfluss auf die öffentliche Meinung beschrieben.

3.2 Frieden: Dieses Kapitel widmet sich den Protesten gegen internationale Konflikte, insbesondere den Vernichtungskrieg der USA in Vietnam.

3.3 Hochschulpolitik: Der Fokus liegt hier auf der Kritik an der veralteten Ordinarien-Universität und der Forderung nach akademischer Mitbestimmung.

3.4 NS-Vergangenheit: Dieses Kapitel thematisiert die Kritik der Studenten an der mangelhaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Bundesrepublik.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ursachen, die zu den Studentenprotesten der 1960er Jahre führten.

Schlüsselwörter

Studentenbewegung, 68er-Proteste, Große Koalition, Notstandsgesetze, APO, SDS, Vietnamkrieg, Hochschulpolitik, Demokratisierung, NS-Vergangenheit, Springer-Verlag, Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke, Politische Partizipation, Außerparlamentarische Opposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und historischen Auslöser der Studentenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Hauptthemen zählen Menschen- und Bürgerrechte, Demokratisierung, Frieden (Vietnamkrieg), Hochschulpolitik und die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ausschlaggebenden Geschehnisse für die Studentenproteste zu identifizieren und die politischen Ziele der Protestierenden darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt zur Belegung der Protestmotive eine empirische Studie des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin sowie eine Auswertung historischer Quellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Ursachenkomplexe, von der Kritik an der Großen Koalition über den Schah-Besuch bis hin zur Hochschulreform.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Studentenbewegung vor allem die APO, die Notstandsgesetze, der Springer-Verlag und die Forderung nach universitäre Mitbestimmung.

Warum leistete der Springer-Verlag einen so großen Beitrag zur Eskalation?

Die Studenten warfen dem Verlag eine einseitige, gegen sie gerichtete Berichterstattung vor, die ihrer Meinung nach sogar zur Lynchjustiz gegen Aktivisten aufstachelte.

Welche Rolle spielte die NS-Vergangenheit für die 68er?

Die Generation der 68er kritisierte das Schweigen der Eltern und die Tatsache, dass viele ehemalige NS-Funktionäre nach dem Krieg wieder führende Positionen in Staat und Wissenschaft innehatten.

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Details

Title
Die Ursachen der Studentenproteste in den sechziger Jahren
College
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Course
Von Adenauer zu Brandt: Die Bundesrepublik in den 1960er Jahren
Grade
2,0
Author
Johannes Steinmeyer (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V81124
ISBN (eBook)
9783638880077
ISBN (Book)
9783638880169
Language
German
Tags
Ursachen Studentenproteste Jahren Adenauer Brandt Bundesrepublik Jahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Steinmeyer (Author), 2007, Die Ursachen der Studentenproteste in den sechziger Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81124
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