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Kontinuität und Wandel in der Kirchenpolitik Konrads ll.

Titre: Kontinuität und Wandel in der Kirchenpolitik Konrads ll.

Dossier / Travail , 2006 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Robert Gräfe (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Stellte die Kirchenpolitik Kaiser Konrads ll. gegenüber seinem Vorgänger Heinrich ll. einen Kontinuitätsbruch dar? Diese Frage wird in der Geschichtswissenschaft kontrovers diskutiert. Während die Arbeiten Harry Breßlaus lange Zeit die wissenschaftliche Lehrmeinung eines Wandels prägten, erfolgte erst Anfang der fünfziger Jahre durch den Historiker Theodor Schieffer eine Neuwertung der Persönlichkeit Konrads ll. Die Hausarbeit erörtert in wesentlichen Zügen die aktuelle Diskussion und stellt vergleichend konträre Ansichten jüngerer Autoren dar. Im Fokus der Analyse stehen das Verhältnis Konrads ll. zum deutschen Episkopat, die Auseinandersetzungen mit Erzbischof Aribert von Mailand und der Vorwurf der Simonie. Ein übersichtliches Literatur- und Quellenverzeichnis verweist auf wichtige Werke.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Darstellung Heinrichs II. und Konrads II. in den zeitgenössischen Quellen

2. Die Klosterreform. Mönchskönig und rex idiota?

3. Konrad II. und sein Verhältnis zum Episkopat

3.1 Die Bischofspolitik Konrads II. im Vergleich zu Heinrich II.

3.2 Erzbischof Aribert von Mailand – Vom Gefolgsmann zum Geächteten

4. Der Vorwurf der Simonie

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das kirchenpolitische Handeln Konrads II. vergleichend zu seinem Vorgänger Heinrich II. zu analysieren, um die in der älteren Forschung geprägte These vom „ungeistlichen König“ bzw. „rex idiota“ kritisch zu hinterfragen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Forschungsdiskurs um den „rex idiota“.
  • Vergleichende Untersuchung der Klosterpolitik unter Heinrich II. und Konrad II.
  • Analyse des kirchenpolitischen Verhältnisses zum Episkopat am Beispiel von Erzbischof Aribert von Mailand.
  • Untersuchung der Relevanz und Praxis des Simonievorwurfs in der Salierzeit.
  • Neubewertung der Kontinuität und des Wandels in der salischen Kirchenpolitik.

Auszug aus dem Buch

3.2 Erzbischof Aribert von Mailand – Vom Gefolgsmann zum Geächteten

In den Jahrbüchern des Deutschen Reiches führt Harry Breßlau eine Reihe von Ereignissen auf, die dem Klerus zur damaligen Zeit „… vor Augen führten, dass er einen unnachsichtig strafenden Herrn gefunden hatte.“ Die Geistlichkeit würde sich wohl nach der Zeit Heinrichs II. zurückgesehnt bzw. darauf gehofft haben, dass das Laienregiment Konrads II. mit Heinrich III. endlich ein Ende nähme. Als Beispiel für sein laienhaftes Verhalten erwähnt Harry Breßlau unter anderem die Gefangennahme des Erzbischofs Aribert von Mailand und dessen Amtsenthebung ohne kirchliches Urteil im Jahre 1037. Auch Hartmut Hoffmann sieht in diesem Ereignis ein widerrechtliches Handeln Konrads gegenüber Aribert von Mailand und drei weiteren lombardischen Bischöfen. „Diese Fälle sind umso merkwürdiger, als es Konrad vermutlich ein Leichtes gewesen wäre, die Bischöfe von einer Synode verurteilen zu lassen.“ Werner Trillmich vermutet, dass Konrad II. ohne auf Vorbehalte und Warnungen seiner Ratgeber einzugehen, in gefühlsmäßiger Aufwallung handelte. Wie kam es also zu diesem eigenmächtigen Verhalten des Kaisers gegenüber seinem ehemaligen gefolgstreuen Erzbischof, den selbst Heinrich III. nach dem Tode Konrads wieder restituierte?

Während seiner gesamten Regierungszeit hielt sich Konrad zweimal in Italien auf. Bereits 1024 kam er zu Pfingsten in Konstanz mit Aribert in Kontakt, welcher einen politischen Bericht über die Lage jenseits der Alpen abgab. Bildung und Sittlichkeit des Klerus zeigten dort einen erschreckenden Tiefstand. Werner Trillmich unterstellt Konrad II. indirekt, dass es ihm in dieser Zeit an Reformideen und am Willen zur Besserung der Lage gefehlt habe. Stattdessen überließ der Salier dem Papste die Erhebung neuer Bischöfe für die von Rom aus verwalteten Gebieten. In der Folge kam es zu Unruhen und Autonomiebestrebungen mit dem Ziel der Beseitigung der deutschen Herrschaft. Die hohe Geistlichkeit verhielt sich hierbei überwiegend loyal, jedoch schlossen sich nahezu alle weltlichen Großen der Lombardei der Widerstandsbewegung an. Die Bürger Pavias hatten nach dem Tode Heinrichs II. die Königspfalz zerstört. Nach diesem Akt der Auflehnung und der Verweigerung des Wiederaufbaus galten die Paveser zwangsläufig als Gegner des deutschen Königs.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach Kontinuität oder Wandel in der Kirchenpolitik Konrads II. und führt in die wissenschaftliche Debatte um die Charakterisierung als „rex idiota“ ein.

1. Die Darstellung Heinrichs II. und Konrads II. in den zeitgenössischen Quellen: Dieses Kapitel analysiert die unterschiedliche Quellenlage und die daraus resultierende einseitige Wahrnehmung der beiden Herrscher durch die zeitgenössischen Chronisten.

2. Die Klosterreform. Mönchskönig und rex idiota?: Hier wird untersucht, ob Konrad II. an die Klosterpolitik seines Vorgängers anknüpfte oder ob er dem Mönchtum distanziert gegenüberstand.

3. Konrad II. und sein Verhältnis zum Episkopat: Dieses Hauptkapitel befasst sich mit der bischöflichen Investiturpraxis und dem zentralen Konflikt mit Erzbischof Aribert von Mailand.

4. Der Vorwurf der Simonie: Der Abschnitt beleuchtet den Vorwurf des Verkaufs geistlicher Ämter und setzt ihn in den Kontext der allgemeinen Herrschaftspraxis Konrads II.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse und entkräftet die These vom kirchenfeindlichen Laienkönig zugunsten eines differenzierten Bildes salischer Kontinuität.

Schlüsselwörter

Konrad II., Heinrich II., Kirchenpolitik, Salier, Reichskirche, rex idiota, Aribert von Mailand, Klosterreform, Simonie, Investitur, Mittelalter, Geschichtsbild, Kaisertum, Episkopat, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kirchenpolitik des Saliers Konrads II. im Vergleich zu seinem Vorgänger Heinrich II. und prüft, ob die historische Bewertung als „ungeistlicher König“ gerechtfertigt ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klosterpolitik, der Bischofseinsetzung, dem Konflikt mit Erzbischof Aribert von Mailand sowie dem Vorwurf der Simonie im 11. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den in der älteren Forschung postulierten Kontinuitätsbruch zur Zeit Konrads II. zu hinterfragen und zu klären, inwieweit Konrad II. tatsächlich eine eigene, von Heinrich II. abweichende Kirchenpolitik verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen vergleichenden historischen Ansatz unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen (wie Wipo oder Thietmar von Merseburg) und moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Quellenanalyse, die Untersuchung der Kloster- und Bischofspolitik sowie die spezifische Behandlung des Machtkampfes gegen den Mailänder Erzbischof.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Kirchenpolitik, Konrad II., Reichskirchensystem, Simonie und die historische Debatte um den „rex idiota“.

Wie bewertet der Autor den Konflikt mit Aribert von Mailand?

Der Autor ordnet den Konflikt als ein in der damaligen Zeit einzigartiges Ereignis ein, das eher aus einer Eskalationsspirale und dem persönlichen Regierungsstil des Kaisers resultierte als aus einer prinzipiellen Laienhaftigkeit.

Welche Rolle spielt die „constitutio de feudis“ in diesem Werk?

Das Lehnsgesetz wird als ein strategisches Instrument Konrads II. während der Belagerung Mailands dargestellt, um soziale Spannungen zu mildern und die Herrschaftsstruktur zu festigen.

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Résumé des informations

Titre
Kontinuität und Wandel in der Kirchenpolitik Konrads ll.
Université
University of Leipzig
Note
1,3
Auteur
Robert Gräfe (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
20
N° de catalogue
V81225
ISBN (ebook)
9783638851275
ISBN (Livre)
9783638850766
Langue
allemand
mots-clé
Kontinuität Wandel Kirchenpolitik Konrads
Sécurité des produits
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Citation du texte
Robert Gräfe (Auteur), 2006, Kontinuität und Wandel in der Kirchenpolitik Konrads ll., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81225
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