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Die VR China als Produktionsstandort für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie

Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten

Title: Die VR China als Produktionsstandort für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie

Thesis (M.A.) , 2007 , 162 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. (FH) Stefan Maierhofer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die VR China hat sich in den letzten Jahren zu einem äußerst attraktiven Investitionsstandort entwickelt. Die Rahmenbedingungen bieten allenfalls eine gute Ausgangsbasis für die Errichtung einer Produktion. Während der Markt seine positive Entwicklung über die letzten Jahre fortsetzen konnte, wurden die vormals rückständigen Bereiche wie Infrastruktur und Rechtssystem systematisch ausgebaut. Dennoch sind große Unterschiede zu westlichen Standorten bei politischen, rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen gegeben und bergen zahlreiche Risiken in sich.

Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Risikokataloges, der die Schwierigkeiten bei der Errichtung und dem Anlauf einer Produktion in der VR China widerspiegelt. Daraus abgeleitet erfolgt eine Darstellung der wesentlichen Faktoren für eine erfolgreiche Investition in der Volksrepublik China.

Als Einführung in die Thematik werden die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten, bzw. der Ablauf von Direktinvestition in der VR China beschrieben. Grundlage hierfür liefern eine Literaturrecherche und Erfahrungen von Experten (Informationsmaterial und Interviews).
Im Hauptteil der Arbeit werden Motive, Risiken und Erfolgsfaktoren, auf Basis von Expertengesprächen mit zwölf Vertretern von Unternehmen und Organisationen, die Erfahrungen zum Thema sammeln konnten, dargestellt. Die beschriebenen Motive, Risiken und Erfolgsfaktoren, wurden von den befragten Experten und weiteren Unternehmen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.
Diese Bewertung liefert den empirischen Teil dieser Diplomarbeit und dient als Basis zur Erfüllung der Zielsetzung – der Erstellung eines Risikokataloges und den daraus abgeleiteten Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Errichtung einer Produktion in China.

Die im Rahmen dieser Arbeit befragten, bereits in China tätigen Unternehmen wurden mit zahlreichen Schwierigkeiten im Rahmen der Standorterrichtung konfrontiert, konnten diese jedoch bewältigen und führen heute erfolgreiche Produktionen in der Volksrepublik. Diese Arbeit spiegelt deren Erfahrungen wider und bietet somit eine praktikable Darstellung der Risken bei einer Produktionserrichtung.

Eine Investition kann bei guter Planung durchaus große Erfolgsaussichten haben. Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfordern jedoch eine sorgfältige Vorbereitung. Zahlreiche Risiken lauern zu jedem Zeitpunkt der Projektphase und erfordern entsprechende Maßnahmen zur Minimierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Forschungskonzeption: Methodik und Gliederung

2 ABGRENZUNGEN

2.1 Allgemein

2.2 Begriffliche Abgrenzung

2.2.1 Volksrepublik China

2.2.2 Österreichische metallverarbeitende Industrie

2.2.3 Errichtung eines Produktionsstandortes - Direktinvestition

3 RAHMENBEDINGUNGEN IN DER VR CHINA

3.1 Politische Rahmenbedingungen

3.2 Wirtschaftliche Entwicklung

3.2.1 Wirtschaftlich – Rechtlicher Rahmen

3.2.1.1 Vertragsrecht

3.2.1.2 Rechtsschutz geistigen Eigentums

3.2.2 Währung

3.3 Wichtige Institutionen

3.3.1 CIETAC

3.3.2 MOFTEC

3.3.3 SIPO

3.4 Bevölkerung und Kultur

3.4.1 Bildung

3.4.2 Kulturelle Rahmenbedingungen

3.5 Standort- und Produktionsfaktoren

3.5.1 Standort- und Produktionsfaktor Arbeit

3.5.1.1 Arbeitskosten

3.5.1.2 Leistungsfähigkeit und Leistungswille

3.5.2 Standort- und Produktionsfaktor Boden

3.5.2.1 Wirtschaftsgeographie

3.5.2.2 Infrastruktur

3.5.2.3 Rohstoffe

3.5.2.4 Umwelt

3.5.3 Standort- und Produktionsfaktor Transport

3.5.4 Produktionsfaktor Kapital (Finanzierung)

3.5.5 Absatzorientierte Standortfaktoren

4 DIREKTINVESTITION IN DER VR CHINA

4.1 Internationalisierung als Strategie

4.1.1 Produktstrategie

4.1.2 Marktstrategie

4.1.3 Motive für ein Engagement in China

4.1.4 Motive für eine Direktinvestition in der VR China

4.1.4.1 Direktinvestition aus Marktgründen

4.1.4.2 Markteting-Mix - Faktoren für den lokalen chinesischen Markt

4.1.4.3 Direktinvestition aus Rohstoff- und Produktionsgründen

4.1.4.4 Direktinvestition aus Forschung- und Entwicklungsgründen

4.1.5 Möglichkeiten der Direktinvestition in der VR China

4.1.5.1 Joint Venture

4.1.5.2 Tochtergesellschaft im Alleineigentum

4.1.5.3 Akquisition

4.1.6 Feasibility Studie

4.1.7 Lokale Standortwahl

4.2 Operative Produktionserrichtung - Serienproduktion

5 RISIKEN BEI DER STANDORTERRICHTUNG IN DER VR CHINA

5.1 Politische Risiken

5.1.1 Unstabilitäten im politischen System

5.1.2 Politische Einflussnahme

5.1.3 Korruption

5.1.4 Anhebung von Zöllen und Steuern

5.1.5 Verschärfung von Umweltschutzauflagen

5.1.6 Gewerkschaftliche Organisation

5.1.7 Zusammenfassung politische Risiken

5.2 Risiko rechtlicher Rahmen

5.2.1 Rechtliche Durchsetzung

5.2.2 Verlust von geistigem Eigentum

5.2.3 Zusammenfassung rechtliche Risiken

5.3 Währungsrisiko

5.4 Wirtschaftliches Risiko / hohe Anfangsinvestition

5.5 Risiken bei der Feasibility Studie

5.6 Risiken bei der Unternehmensgründung

5.6.1 Falscher Joint Venture Partner

5.6.2 Verlust von Unternehmensanteilen

5.6.3 Zusammenfassung: Risiken bei der Unternehmensgründung

5.7 Risiken Produktionserrichtung und Serienproduktion

5.7.1 Datenübernahme

5.7.2 Mangelnde Qualitätssicherung in eigener Produktion

5.7.3 Qualitätsschwankungen bei Zukaufteilen

5.7.4 Lieferantenausfall

5.7.5 Verfügbarkeit von Rohstoffen

5.7.6 Kostenrisiko Export

5.7.7 Kostenrisiko bei lokaler Marktstrategie

5.7.8 Delkredere Risiko bei lokalen Kunden

5.7.9 Zusammenfassung Risiko bei Serienproduktion

5.8 Risikofaktor Arbeit

5.8.1 Hohe Lohnkosten

5.8.2 Mangelnde Verfügbarkeit und Fluktuation von Arbeitskräften

5.8.3 Schlechte Arbeitsproduktivität

5.8.4 Zusammenfassung Risiken beim Produktionsfaktor Arbeit

5.9 Risiken im Zusammenhang mit Infrastruktur

5.10 Risiko auf Basis interkultureller Divergenzen

5.11 Risikokatalog und -matrix

6 FAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE PRODUKTION IN CHINA

6.1 Erfolgsfaktor Strategie

6.2 Erfolgsfaktor Absicherung der Anfangsinvestition

6.2.1 Absicherung gegen politische Risiken

6.2.2 Absicherung wirtschaftliches (Investitions-) Risiko

6.3 Erfolgsfaktor Beziehungen

6.4 Erfolgsfaktor Schutzrechte und Geheimhaltung

6.5 Erfolgsfaktor sorgfältige Feasibility Studie

6.6 Erfolgsfaktoren bei der Unternehmensgründung

6.6.1 Erfolgsfaktoren bei einem Joint Venture

6.6.2 Erfolgsfaktoren bei einer Tochtergesellschaft im Alleineigentum

6.7 Erfolgsfaktor Personalmanagement

6.8 Erfolgsfaktoren im Rahmen der Serienproduktion

6.8.1 Erfolgsfaktor Lieferantenauswahl

6.8.2 Erfolgsfaktor Qualitätssicherung

6.9 Erfolgsfaktor Absicherung Infrastruktur

6.10 Erfolgsfaktor interkulturelles Management

6.11 Erfolgsfaktor Kontrolle

7 SCHLUSSBETRACHTUNG

7.1 Forschungsfragen und Hypothesen

7.2 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Risikokataloges für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie, die einen Produktionsstandort in der Volksrepublik China errichten wollen. Dabei werden die zentralen Schwierigkeiten in verschiedenen Projektphasen analysiert, um daraus Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Internationalisierung abzuleiten und Leitlinien zur Risikominimierung zu definieren.

  • Analyse der politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in der VR China.
  • Identifikation und Bewertung von Risiken bei Unternehmensgründung, Produktion und Serienanlauf.
  • Untersuchung der Bedeutung kultureller Unterschiede und deren Einfluss auf das Management.
  • Evaluierung von Erfolgsfaktoren zur Absicherung der Anfangsinvestition und zur Qualitätssicherung.
  • Methodische Vorgehensweise durch Literaturrecherche und Experteninterviews mit Branchenvertretern.

Auszug aus dem Buch

3.2.1.2 Rechtsschutz geistigen Eigentums

Die Anerkennung immaterieller Werte, wie geistiges Eigentum fällt den Chinesen schwer. Das Aneignen von Ideen, Konzepten, Methoden und Designs, um sie zu verwerten, stellt für sie nichts Unmoralisches oder gar Strafbares dar. Ganz im Gegenteil, es beweist Lernbegierde, Lernfähigkeit, Bildungsdrang, ja es drückt sogar Respekt gegenüber den Inhalten oder Ausformungen „fremden“ Geistesgutes aus. Die kopierten Hersteller sollten die Fälschungen doch als Kompliment für ihr Erfindungsreichtum sehen. Jedenfalls kommen Plagiate und Markenpiraterie immer noch sehr häufig vor, obwohl die chinesische Regierung bereits seit den 80’er Jahren und verstärkt seit dem Jahr 1999 versucht einen akzeptablen rechtlichen Rahmen festzulegen, der die internationale Einstellung, Meinung und Akzeptanz zu China verbessern soll.

Der Ruf als Land der illegalen Kopien von westlichen Technologien eilt China jedoch zweifelsohne voraus. Dennoch gibt es heute die Möglichkeit in China Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Urheberrechte schützen zu lassen, da sich China mit dem WTO Beitritt auch dem für geistiges Eigentum zuständigen TRIPS-Abkommen angeschlossen hat. Zuständig ist dafür das State Intellectual Property Office (SIPO).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, einen Risikokatalog für österreichische Unternehmen in der VR China zu erstellen.

2 ABGRENZUNGEN: Legt den inhaltlichen Fokus auf die metallverarbeitende Industrie und die Form der Direktinvestition fest.

3 RAHMENBEDINGUNGEN IN DER VR CHINA: Analysiert politische, wirtschaftliche, demografische und infrastrukturelle Gegebenheiten sowie relevante Institutionen.

4 DIREKTINVESTITION IN DER VR CHINA: Untersucht Internationalisierungsstrategien, Investitionsformen wie Joint Ventures und Akquisitionen sowie die Bedeutung der Feasibility Studie.

5 RISIKEN BEI DER STANDORTERRICHTUNG IN DER VR CHINA: Detaillierte Darstellung von Risikoclustern wie politische Instabilität, rechtliche Rahmenbedingungen, Korruption, Lieferantenausfälle und kulturelle Divergenzen.

6 FAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE PRODUKTION IN CHINA: Leitet aus den identifizierten Risiken konkrete Erfolgsfaktoren für die Strategie, das Personalmanagement, die Kontrolle und die Absicherung ab.

7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der Ergebnisse, Verifizierung der Hypothesen und Ableitung eines Leitfadens für künftige Investoren.

Schlüsselwörter

Volksrepublik China, Direktinvestition, Produktionsstandort, Risikomanagement, metallverarbeitende Industrie, Markteintritt, Joint Venture, Wholly Foreign-Owned Enterprise, Qualitätssicherung, interkulturelles Management, Standortfaktoren, Investitionsabsicherung, Guanxi, Feasibility Studie, Serienproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren, mit denen österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie bei der Errichtung eines Produktionsstandortes in der Volksrepublik China konfrontiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die Wahl der Markteintrittsstrategie, operative Risiken bei der Produktionserrichtung sowie kulturelle Besonderheiten im Management.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines Risikokataloges und einer Risikomatrix, die als Leitfaden für österreichische Unternehmen dienen, um Fehlinvestitionen durch eine fundierte Risikoanalyse zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und empirischen Daten aus Experteninterviews mit zwölf Vertretern von Unternehmen und Organisationen, die über einschlägige Erfahrung in China verfügen.

Was behandelt der Hauptteil?

Im Hauptteil werden spezifische Risikokategorien (Politik, Recht, Währung, Feasibility, Gründung, Produktion, Arbeit, Infrastruktur) analysiert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Auswirkungen bewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Direktinvestition (FDI), Joint Venture, WFOE, Risikomanagement, Guanxi und die spezifischen Standortfaktoren in Sonderwirtschaftszonen.

Warum ist das "Guanxi"-Konzept für Investoren relevant?

Guanxi beschreibt das essenzielle chinesische Beziehungsnetzwerk. Es ist für den unternehmerischen Erfolg in China entscheidend, da es den Zugang zu Behörden und Institutionen beschleunigt und für die langfristige Stabilität des Produktionsbetriebs notwendig ist.

Welche Rolle spielt die Rechtsformwahl bei den Risiken?

Die Rechtsform (Joint Venture vs. Tochtergesellschaft im Alleineigentum) hat maßgeblichen Einfluss auf das Risikoprofil. Während Joint Ventures Vorteile beim Zugang zu lokalen Netzwerken bieten, bergen sie hohe Risiken hinsichtlich des Schutzes geistigen Eigentums und der Machtverteilung.

Wie bewerten die Unternehmen die Qualitätssicherung in China?

Die Qualitätssicherung wird als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft. Unternehmen müssen oft erhebliche Anstrengungen unternehmen, um westliche Qualitätsstandards sowohl in der eigenen Fertigung als auch bei lokalen Lieferanten sicherzustellen.

Excerpt out of 162 pages  - scroll top

Details

Title
Die VR China als Produktionsstandort für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie
Subtitle
Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten
College
FH Vienna
Grade
1
Author
Mag. (FH) Stefan Maierhofer (Author)
Publication Year
2007
Pages
162
Catalog Number
V81275
ISBN (eBook)
9783638847148
ISBN (Book)
9783638861052
Language
German
Tags
Erfolgsfaktoren Schwierigkeiten Errichtung Produktionsstandortes China Unternehmen Industrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. (FH) Stefan Maierhofer (Author), 2007, Die VR China als Produktionsstandort für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81275
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