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Business-Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept

Title: Business-Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept

Diploma Thesis , 1995 , 70 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Oliver Tüngeler (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Was ist Business Reengineering, inwiefern unterscheidet es sich von anderen Managementkonzepten, was hat es mit ihnen gemein, worauf beruht der Erfolg und wie wird von privatwirtschaftlichen und Öffentlichen Unternehmen erfolgreich angewendet.

Kapitel 2 versucht vor dem Hintergrund eines sich permanent ändernden Wettbewerbsumfeldes
aufzuzeigen, welche schwerwiegenden Nachteile traditionelle
Unternehmensstrukturen aufweisen und warum sich Unternehmen einer neuen
Organisationsform zuwenden müssen.
Kapitel 3 befaßt sich mit den "Wurzeln" des Reengineering und beschreibt zwei
Managementphilosophien, die man als "Vorreiter" des Reengineering bezeichnen
kann.
In den Kapiteln 4 und 5 wird das Konzept des Business Reengineering vorgestellt
und ein Modell über die Vorgehensweise zur betrieblichen Planung und
Umsetzung der Neustrukturierung unterbreitet.
Kapitel 6 und 7 vertiefen zwei Aspekte des Reengineering, indem die Konsequenzen
dieses Unternehmenskonzeptes für die Unternehmensführung und das
mittlere Management analysiert und die Bedeutung der Informations- und
Kommunikationstechnologie herausgestellt werden.
Im letzten Kapitel wird untersucht, inwieweit Reengineering ein neues
Management- und Organisationskonzept darstellt bzw. ob es sich dabei doch nur
um "alten Wein in neuen Schläuchen" handelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangslage

1.2. Problemstellung

1.3. Gang der Untersuchung

2. Notwendigkeit zur Unternehmensneuausrichtung

3. Die"Vorreiter" des Reengineering

3.1. Total Quality Management (TQM)

3.2. Lean Management

4. Konzeption des Reengineering

4.1. Die acht grundlegenden Prinzipien

4.1.1. Prozessorientiertes Denken

4.1.2. Kundenorientierung

4.1.3. Quantitative und meßbare Ziele

4.1.4. Radikale Reorganisation

4.1.4.1. Optimale Breite des Wandels

4.1.4.2. Optimale Tiefe des Wandels

4.1.4.3. Optimale Geschwindigkeit des Wandels

4.1.5. Lernende Organisation

4.1.6. Prozessmanagement

4.1.7. Reengineering-Organisation

4.1.7.1. Der "Leader"

4.1.7.2. Das Reengineering-Team

4.1.7.3. Die Aufgabenteams

4.1.8. Change Management

5. Modell zur Planung und Durchführung des Reengineering

5.1. Die Vorbereitungsphase

5.2. Die Redesignphase

5.3. Die Implementierungsphase

5.4. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess

6. Die Rolle der Informationstechnologie

7. Das neue Rollenverständnis des Managers in prozessgetriebenen Organisationen

8. Business Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept?

9. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Managementkonzept des Business Reengineering vor dem Hintergrund sich wandelnder Wettbewerbsbedingungen. Ziel ist es, das Konzept in den Kontext bestehender Ansätze wie Total Quality Management und Lean Management einzuordnen, die theoretischen Grundlagen sowie Vorgehensmodelle darzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob es sich um einen radikal neuen Ansatz oder eine Weiterentwicklung bestehender Organisationsphilosophien handelt.

  • Analyse der Notwendigkeit zur Unternehmensneuausrichtung
  • Darstellung der Kernelemente und Prinzipien des Business Reengineering
  • Modellhafte Beschreibung der Planungs- und Implementierungsprozesse
  • Untersuchung der Rolle der Informationstechnologie als Enabler
  • Diskussion des veränderten Rollenverständnisses für das Management

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Prozessorientiertes Denken

Business Reengineering überwindet die traditionelle, funktionsorientierte Betrachtungsweise von Unternehmen und ist - ausgehend von den Bedürfnissen der Kunden - auf abteilungsübergreifende Abläufe (Geschäftsprozesse) ausgerichtet (vgl. Abb. 4, Anhang S. VI).

Das bisher erfolgreiche, analytische und rein funktionale, strukturelle Denken reicht zur Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen nicht mehr aus. Erhöhte Komplexität und Dynamik machen ein ganzheitliches, prozessorientiertes Denken notwendig. Nur so ist gewährleistet, daß Prozesse analysiert, hinterfragt und im Sinne eines ganzheitlichen, durchgängigen, effizienten, ziel- und kundenorientierten Flusses neu gestaltet werden können.

Die bisher traditionelle Strukturorientierung gliedert ein Ganzes nach logischen Gesichtspunkten in Teile und äußert sich in der Denkweise: je präziser eine vorgegebene Struktur, desto besser fällt das Ergebnis aus.

Dies ist jedoch ein Trugschluß: Prozesse sind nicht durch Strukturierung zu disziplinieren, damit sie nicht außer Kontrolle geraten. Struktur ist nur ein Hilfsmittel. Je freier ein Prozess fließt, desto innovativer und kreativer wird gearbeitet. Die Befolgung von Regeln und Strukturen schafft Abhängigkeiten, Schnittstellen, macht für Neues blind und tötet jegliche Flexibilität. Das Optimum zwischen Struktur- und Prozessorientierung liegt in einer Synthese aus beidem, indem man Prozesse fließen läßt und Struktur als Ordnungshilfsmittel einsetzt.

Um ein prozessorientiertes Denken zu erreichen, hat sich das reine Strukturdenken wie folgt zu verändern:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage durch veränderte Wettbewerbsbedingungen und definiert die Problemstellung sowie den Untersuchungsrahmen.

2. Notwendigkeit zur Unternehmensneuausrichtung: Erläutert, warum traditionelle, hierarchisch-funktionale Organisationsstrukturen aufgrund ihrer Trägheit gegenüber Marktanforderungen obsolet geworden sind.

3. Die"Vorreiter" des Reengineering: Untersucht die Wurzeln des Reengineering in der Organisationslehre sowie in Konzepten wie Total Quality Management und Lean Management.

4. Konzeption des Reengineering: Detailliert die acht grundlegenden Prinzipien, die das Fundament für das Business Reengineering bilden.

5. Modell zur Planung und Durchführung des Reengineering: Beschreibt den strukturierten Prozess in drei Phasen von der Vorbereitung über das Redesign bis zur Implementierung sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

6. Die Rolle der Informationstechnologie: Analysiert IKT als zentrales Instrument für die Neugestaltung und effiziente Umsetzung von Geschäftsprozessen.

7. Das neue Rollenverständnis des Managers in prozessgetriebenen Organisationen: Beleuchtet die Transformation der Führungsrolle vom "Macher" zum "Coach" bzw. "Change Agent" in dezentralen Strukturen.

8. Business Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept?: Führt eine kritische Würdigung durch, ob Reengineering eine eigenständige Innovation darstellt.

9. Thesenförmige Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen.

Schlüsselwörter

Business Reengineering, Prozessorientierung, Geschäftsprozess, Lean Management, Total Quality Management, Kundenorientierung, Organisationsentwicklung, Informationstechnologie, Change Management, Unternehmensneuausrichtung, Prozessmanagement, Radikale Reorganisation, Prozessziele, Wertschöpfungskette, Lernende Organisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Managementkonzept des Business Reengineering als Antwort auf verschärfte globale Wettbewerbsbedingungen und die daraus resultierende Notwendigkeit radikaler struktureller Veränderungen in Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Prozessorientierung, den organisatorischen Voraussetzungen für Wandel, der Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Neudefinition der Managementrolle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, was Reengineering inhaltlich ausmacht, wie es sich von Vorreiter-Konzepten unterscheidet und ob es sich um eine echte Neuerung oder lediglich eine Umformulierung alter Managementideen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, den Vergleich verschiedener Managementphilosophien und die Aufarbeitung praktischer Vorgehensmodelle aus der betriebswirtschaftlichen Diskussion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung der acht Prinzipien des Reengineering, ein konkretes Phasenmodell zur Umsetzung sowie die Analyse der Bedeutung von IKT und der veränderten Managerrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prozessorientierung, Business Reengineering, Kundenorientierung, radikale Reorganisation, Change Management und Lernende Organisation.

Wie unterscheidet sich Reengineering vom TQM-Ansatz laut der Arbeit?

Während Reengineering radikale "Quantensprünge" durch eine Tabula-rasa-Neugestaltung anstrebt, verfolgt TQM eher kontinuierliche inkrementale Verbesserungen (Kaizen) auf Basis bestehender Strukturen.

Welche Rolle spielt die Führungskraft im Reengineering-Prozess?

Die Führungskraft fungiert nicht mehr primär als Anweiser und Kontrolleur, sondern entwickelt sich zum Trainer, Berater und "Change Agent", der den Rahmen für selbstständiges Handeln der Mitarbeiter schafft.

Was ist die Bedeutung der "Radikalität" im Kontext des Konzepts?

Radikalität bezeichnet die Abkehr von oberflächlichen Anpassungen hin zu einer fundamentalen Neugestaltung der Geschäftsprozesse, um die Leistungsgrößen wie Kosten und Zeit maßgeblich zu optimieren.

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Details

Title
Business-Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,7
Author
Oliver Tüngeler (Author)
Publication Year
1995
Pages
70
Catalog Number
V82034
ISBN (eBook)
9783638015103
ISBN (Book)
9783656460329
Language
German
Tags
Business-Reengineering Management- Organisationskonzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Tüngeler (Author), 1995, Business-Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82034
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