Den Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden zwei zum Teil parallel ablaufende Entwicklungstendenzen: Zum einen führt die zunehmende Dynamik des technologischen und ökonomischen Wandels, die sich in Rationalisierungs- und Globalisierungsprozessen widerspiegelt, zu einer zunehmend unvorhersehbaren Zukunft. Als Folge des gestiegenen Absicherungsbedarfs von Risiken nimmt parallel dazu das Angebot an derivativen Finanzinstrumenten kontinuierlich zu. Diese beiden Entwicklungstendenzen liefern aber noch keine hinreichende Begründung für die ökonomische Rechfertigung des Risikomanagements auf Bankenebene.
Bei der Auseinandersetzung mit der ökonomischen Rechtfertigung von Hedging-Maßnahmen wird in in dieser Arbeit insbesondere der Frage nachgegangen, welche Motive hinter diesen Hedging-Entscheidungen stehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung: Risikomanagement und das Hedging¹ von Risiken
- 2. Hedging von handelbaren Risken im Bankensektor:
- 2.1. Einführung in die Problematik
- 2.2. Modellannahmen als Grundlagen für die Analyse der Hedging-Motive.
- 2.3. Analyse der beiden Hedging-Motive am Modell von Froot/Stein:
- 2.3.1. Struktur und Ablauf der Modellanalyse.
- 2.3.2. Die Analyse des „Sicherheitsmotivs“
- 2.3.3. Die Analyse des „Wertsteigerungsmotivs“.
- 3. Determinanten der beiden Hauptmotive für das Hedging von Risiken:.......... ........
- 3.1. Struktur, Aufbau und Ablauf der Analyse
- 3.2. Das,,Steuermotiv“.
- 3.3. Das,,Insolvenzkostenmotiv“.
- 3.4. Das,,Anreizmotiv“.
- 4. Zusammenfassung..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die ökonomische Rechtfertigung für Hedging-Maßnahmen im Bankensektor zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen die Motive, die hinter den Hedging-Entscheidungen der Banken stehen. Dabei werden zwei Hauptmotive aus den Interessen der Stakeholder hergeleitet und am Modell von Froot/Stein überprüft.
- Die ökonomische Rechtfertigung von Hedging-Maßnahmen
- Hauptmotive für das Hedging von Risiken
- Analyse des Sicherheitsmotivs
- Analyse des Wertsteigerungsmotivs
- Determinanten der beiden Hauptmotive
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Problematik des Risikomanagements und des Hedgings von Risiken im Bankensektor ein. Das zweite Kapitel analysiert die beiden Hauptmotive für das Hedging von Risiken: das Sicherheitsmotiv und das Wertsteigerungsmotiv. Es werden die Modellannahmen von Froot/Stein vorgestellt, auf deren Grundlage die Analyse durchgeführt wird.
Kapitel drei beschäftigt sich mit den Determinanten der beiden Hauptmotive. Es werden das Steuermotiv, das Insolvenzkostenmotiv und das Anreizmotiv untersucht.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Hedging, Bankensektor, Sicherheitsmotiv, Wertsteigerungsmotiv, Steuermotiv, Insolvenzkostenmotiv, Anreizmotiv, Modell von Froot/Stein, Kapitalmarktunvollkommenheiten, Stakeholder
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptmotive für das Hedging von Risiken in Banken?
Die zwei zentralen Motive sind das Sicherheitsmotiv (Vermeidung von Instabilität) und das Wertsteigerungsmotiv (Maximierung des Unternehmenswertes für Stakeholder).
Wie erklärt das Modell von Froot/Stein das Hedging?
Das Modell liefert eine theoretische Basis, um zu zeigen, wie Hedging-Entscheidungen zur Optimierung der Kapitalstruktur und zur Bewältigung von Kapitalmarktunvollkommenheiten beitragen.
Was versteht man unter dem Steuermotiv beim Hedging?
Hedging kann die Volatilität der Gewinne reduzieren, was aufgrund progressiver Steuersysteme zu einer niedrigeren durchschnittlichen Steuerlast führen kann.
Was ist das Insolvenzkostenmotiv?
Unternehmen hedgen, um die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts zu verringern, da die mit einer Insolvenz verbundenen direkten und indirekten Kosten sehr hoch sind.
Welche Rolle spielt das Anreizmotiv?
Hedging kann dazu dienen, Interessenkonflikte zwischen Managern, Aktionären und Gläubigern zu mindern, indem es sicherstellt, dass Investitionsprojekte finanziert werden können.
Warum reicht das bloße Vorhandensein von Derivaten nicht als Begründung für Risikomanagement aus?
Die ökonomische Rechtfertigung muss tiefer liegen, etwa in der Überwindung von Marktunvollkommenheiten, die ohne Hedging zu suboptimalen Entscheidungen führen würden.
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- Diplom-Ökonom Artur Podlejski (Author), 2004, Motive für das Hedging von Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82123