1 Motivation
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser den aktuellen Fortschritt und Stand des Forschungsprojektes „Realisierungsformen des Geschäftsprozessmanagements (Business Process Management, BPM), eine explorative Klassifikationsanalyse“ von Tobias Bucher und Robert Winter, Universität St. Gallen, darzulegen und die Forschungsergebnisse für Ihn aufzuarbeiten. Mit Hilfe dieser Arbeit soll es möglich sein, auch „ungeschultem“ Personal die Intention der beiden Autoren nahe zu bringen, warum dieses Projekt durchgeführt wurde und auf welchen Annahmen und Erkenntnissen während der Untersuchungen, sich das abschließende Modell stützt. Fachpersonal und Studenten soll diese Arbeit zur Weiterbildung im betreffenden Forschungsbereich und in der Methodik und Vorgehensweise von wissenschaftlichen Arbeiten dienen.
Dazu wird dem eigentlichen Forschungsthema Grundlagenwissen aus dem Bereich BPM vorangestellt um den Leser zunächst in das Thema BPM einzuführen und Grundlagenwissen für das Thema zu entwickeln. Bei der anschließenden Betrachtung der Forschungsarbeit, sollen Methodik und Vorgehensweise bei der Analyse und Interpretation der Forschungsergebnisse im Vordergrund stehen. Hier werden die einzelnen Schritte und Verfahren erläutert und der Prozess der Modellentwicklung phasenweise erarbeitet.
Abschließend werden Ausblicke auf zukünftige Verwendung der Forschungsergebnisse und aus den Ergebnissen entstanden Fragen betrachtet.
Alle Erkenntnisse und Annahmen die in dieser Arbeit formuliert sind, beziehen sich auf die Ausführungen von Herrn Tobias Bucher und Robert Winter in dem 2007 veröffentlichen Paper der WI2007 Karlsruhe, Band 1, „Realisierungsformen des Geschäftsprozessmanagements“, Seite 695 – 708.
Inhaltsverzeichnis
1. Motivation
2. Einführung und Grundlagen
2.1 Begriff und Ziele des Business Process Management (BPM)
2.1.1 Der Geschäftsprozess
2.1.2 Das Geschäftsprozessmanagement ( BPM )
2.2 Komponenten des BPM
2.3 Methodisches Vorgehen und Ziel der Forschungsarbeit
3. Explorative Analyse zur Klassifikation unterschiedlicher BPM-Ansätze
3.1 Der Datensatz
3.1.1 Erhebung des Datensatzes mittels Fragebogen
3.1.2 Charaterisierung des Datensatzes
3.1.3 Charakterisierung der Stichprobe
3.2 Analysetechniken und Verfahren
3.2.1 Faktorenanalyse
3.2.2 Klassifikation der Unternehmen mittels einer Clusteranalyse
4. Interpretation der Ergebnisse und Implikationen für Forschung und Praxis
4.1 Realisierungsformen
4.2 Klassifikation
4.3 Implikation für Forschung und Praxis
4.3.1 Zusammenfassung des Ergebnisses
4.3.2 Eigene Stellungnahme zur Arbeit
Zielsetzung und Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Aufarbeitung und Vermittlung der Ergebnisse einer explorativen Klassifikationsanalyse zu Realisierungsformen des Geschäftsprozessmanagements (BPM) von Tobias Bucher und Robert Winter, um sowohl Fachpersonal als auch Studierenden ein tieferes Verständnis für die methodische Herangehensweise und die daraus resultierenden Modelle zu ermöglichen.
- Grundlagen des Business Process Management (BPM)
- Explorative Analyse und empirische Datenerhebung
- Methodik der Faktoren- und Clusteranalyse
- Klassifikation von BPM-Realisierungsformen
- Implikationen für die Praxis und zukünftige Forschung
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Faktorenanalyse
Aus den im Fragebogen geprüften 31 Statements wurden 18 Variablen identifiziert. Um die Variablen einfacher auswerten zu können, wurde die Faktorenanalyse gewählt. Diese sieht vor, aus einer Menge von Variablen wechselseitig voneinander unabhängigen Teilmengen (im Folgenden Faktoren genannt) zu bilden. Zweck dieser Bündelung ist eine Dimensionsreduzierung. Wie bei jeder Reduzierung und Clusterung kann es hierbei zu einer gewissen Unschärfe kommen. Um dieses Risiko der Unschärfe messen zu können, wurden zum einen die Anti-Image Varianz und zum anderen das Kaiser-Meyer-Olkin Kriterium betrachtet. Beide Methoden prüfen die Unabhängigkeit bzw. die Zusammengehörigkeit der einzelnen Variablen des Datensatzes. In diesem Fall ergaben beide Prüfungen, dass der Datensatz „ziemlich gut“ für eine Faktorenanalyse geeignet ist.
Kern der Faktorenanalyse ist die Extraktion weniger (Einfluss-)Faktoren als „Vertreter“ bzw. übergeordnete Hypothesenkonstrukte für die einzelnen Teilmengen. Dies geschah mittels der Hauptkomponentenanalyse. Diese Art der Extraktion versucht aus Variablen mit vielen Eigenschaften einige wenige latente Faktoren zu extrahieren, die für diese Eigenschaften bestimmend sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Motivation: Die Arbeit führt in das Forschungsprojekt von Bucher und Winter ein und erläutert das Ziel, die Ergebnisse des Projekts für ein breiteres Fachpublikum aufzubereiten.
2. Einführung und Grundlagen: Es werden grundlegende BPM-Begriffe und Modelle erläutert, wobei eine Abgrenzung zwischen eigener Recherche und der betrachteten Forschungsarbeit vorgenommen wird.
3. Explorative Analyse zur Klassifikation unterschiedlicher BPM-Ansätze: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung mittels Fragebogen sowie den Einsatz von Faktoren- und Clusteranalyse zur Datenreduktion.
4. Interpretation der Ergebnisse und Implikationen für Forschung und Praxis: Die Ergebnisse werden mittels Profillinien und Typologie-Matrix klassifiziert und hinsichtlich ihrer praktischen Bedeutung sowie für zukünftige Forschungen bewertet.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmanagement, BPM, explorative Analyse, Faktorenanalyse, Clusteranalyse, Klassifikation, Reifegrad, Prozessmodellierung, Performance-Messung, Prozessverantwortliche, Business Process Management, empirische Analyse, Datensatz, Unternehmensführung, Prozessorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Forschungsarbeit von Bucher und Winter, welche sich mit verschiedenen Realisierungsformen des Geschäftsprozessmanagements in Unternehmen auseinandersetzt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des BPM, die Methoden der explorativen Datenanalyse sowie die Identifikation spezifischer Unternehmens-Cluster bezüglich ihres BPM-Reifegrades.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Forschungsergebnisse von Bucher und Winter transparent darzulegen und ungeschultem Personal sowie Studierenden den methodischen Hintergrund des Modells näherzubringen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden empirische Methoden wie die Faktorenanalyse zur Variablenbündelung und die hierarchisch agglomerative Clusteranalyse zur Klassifikation der Unternehmen eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Datensatz charakterisiert, die gewählten Analysetechniken erläutert und die daraus abgeleiteten vier BPM-Realisierungsformen (Neulinge, Einsteiger, Individualisten, Kollektivisten) in einer Typologie-Matrix vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind BPM, explorative Analyse, Faktorenanalyse, Clusteranalyse, Reifegrad, Prozessorientierung und Klassifikation.
Was sind die vier Einfluss-Faktoren, die in der Faktorenanalyse identifiziert wurden?
Die Faktoren umfassen das Ausmaß der Performance-Messung, die Professionalisierung des BPM, den Einfluss der Prozessverantwortlichen sowie die Nutzung etablierter Standards und Methoden.
Wie unterscheidet sich der BPM-Individualist vom BPM-Kollektivisten?
Während beide Gruppen einen hohen Reifegrad aufweisen, zeichnen sich Kollektivisten durch die starke Nutzung etablierter Standards aus, wohingegen Individualisten eher maßgeschneiderte Ansätze verfolgen.
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- Christian Hoesle (Autor), 2007, Realisierungsformen des Geschäftsprozessmanagements , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82342