In der Hausarbeit möchte ich drei soziologische Erklärungsmodelle der Partner-wahl darstellen, das familienökonomische, das austauschtheoretische und das Erklärungsmodell nach Blossfeld und Timm. Im Anschluss werde ich zu den Ansätzen Anmerkungen vornehmen, um zu verdeutlichen warum die Partnerwahl nicht nur auf Emotionen und Zuneigung basiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das familienökonomische Modell
- Der Nutzen einer Ehe
- Heiratsmarkt
- Das austauschtheoretische Modell
- Das strukturtheoretische Modell
- Das allgemeine Erklärungsmodell
- Das erweiterte Erklärungsmodell
- Anmerkungen zu den Modellen
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit soziologischen Erklärungsmodellen der Partnerwahl, um zu verstehen, wie sich soziale Faktoren auf diese grundlegende Lebensentscheidung auswirken. Die Arbeit untersucht, inwieweit die Partnerwahl über den Einfluss von Emotionen und Zuneigung hinausgeht und von gesellschaftlichen Normen und Strukturen beeinflusst wird.
- Analyse des familienökonomischen Modells und dessen Fokus auf Nutzenmaximierung und Arbeitsteilung
- Untersuchung des austauschtheoretischen Modells und der Rolle von Ressourcen und Kompromissen in der Partnerwahl
- Diskussion des strukturtheoretischen Modells von Blossfeld und Timm, das den Einfluss von sozialen Strukturen und Normen auf die Partnerwahl beleuchtet
- Kritik und Bewertung der verschiedenen Modelle und ihrer Annahmen
- Verdeutlichung, warum die Partnerwahl nicht nur auf Emotionen und Zuneigung basiert
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Partnerwahl ein und beleuchtet die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland, die zu einer selbstbestimmteren Partnerwahl geführt hat. Anschließend werden die drei soziologischen Erklärungsmodelle vorgestellt, die in den folgenden Kapiteln behandelt werden.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem familienökonomischen Modell von Gary S. Becker, das die Partnerwahl als eine ökonomische Entscheidung im Sinne der Nutzenmaximierung betrachtet. Becker analysiert den Nutzen einer Ehe im Vergleich zu einem Single-Haushalt und erklärt die Entstehung von Homogamie und Heterogamie anhand von Arbeitsteilung und der Optimierung der Güterproduktion.
Das zweite Kapitel widmet sich dem austauschtheoretischen Modell, das die Partnerwahl als einen Prozess des Austauschs von Ressourcen betrachtet. Dieses Modell betont die Bedeutung von Kompromissen und Abwägungen bei der Partnerwahl. Es analysiert die Entscheidungsfindung anhand der Ressourcen, die Partner in eine Beziehung einbringen, und untersucht, wie die Balance dieser Ressourcen die Stabilität einer Partnerschaft beeinflussen kann.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem strukturtheoretischen Modell von Blossfeld und Timm. Dieses Modell rückt den Einfluss von sozialen Strukturen und Normen auf die Partnerwahl in den Vordergrund. Es erklärt, wie die Sozialisation, der Bildungshintergrund und die Lebensumstände die Auswahlmöglichkeiten und Präferenzen von Partnern beeinflussen.
Schlüsselwörter
Partnerwahl, Soziologie, Familienökonomie, Austauschtheorie, Strukturtheorie, Homogamie, Heterogamie, Nutzenmaximierung, Ressourcen, Kompromisse, Sozialisation, Normen, Strukturen, Lebensformen
Häufig gestellte Fragen
Was besagt das familienökonomische Modell der Partnerwahl?
Nach Gary S. Becker wird die Partnerwahl als ökonomische Entscheidung zur Nutzenmaximierung betrachtet, bei der Arbeitsteilung und die Produktion von Haushaltgütern im Vordergrund stehen.
Was ist der Unterschied zwischen Homogamie und Heterogamie?
Homogamie bezeichnet die Wahl eines Partners mit ähnlichen Merkmalen (z.B. Bildung), während Heterogamie die Wahl eines Partners mit unterschiedlichen Merkmalen beschreibt.
Wie erklärt die Austauschtheorie die Partnerwahl?
Partnerwahl wird als Austauschprozess von Ressourcen (Schönheit, Status, Geld) gesehen. Man sucht den Partner, der bei geringsten eigenen Kosten den höchsten Gewinn verspricht.
Welchen Einfluss haben soziale Strukturen laut Blossfeld und Timm?
Sie betonen, dass Gelegenheitsstrukturen (z.B. Bildungseinrichtungen) und soziale Normen den Kreis potenzieller Partner stark einschränken und die Wahl beeinflussen.
Basiert die Partnerwahl heute nur noch auf Liebe?
Obwohl Emotionen wichtig sind, zeigen soziologische Modelle, dass rationale Abwägungen, Ressourcen und soziale Herkunft weiterhin eine entscheidende Rolle spielen.
- Arbeit zitieren
- Simone Grau (Autor:in), 2006, Soziologische Erklärungsmodelle der Partnerwahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82516