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Republik- und Demokratieverständnis in den "Federalist Papers"

Die Begründung der Forderung nach einer "more perfect Union"

Title: Republik- und Demokratieverständnis in den "Federalist Papers"

Scientific Essay , 2007 , 37 Pages

Autor:in: Markus Andreas Mayer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die dreizehn amerikanischen Kolonien lösten sich damals von ihrem monarchischen Mutterland England. Aus heutiger Sicht erscheint es selbstverständlich, dass das monarchische Prinzip nicht übernommen wurde. Damals war dies jedoch ein revolutionärer Schritt, unter anderem deswegen, da bisher galt, dass Könige „von Gottes Gnaden“ seien.

Es stellte sich damals die Frage, durch welches politische System die Monarchie ersetzt werden sollte. Die Autoren des „Federalist“ setzen sich für eine „republic“ ein und wandten sich gegen eine „democracy“, dies waren die beiden Formen der Volksherrschaft, die damals zur Debatte standen. Diese beiden Begriffe hatten für HAMILTON, JAY und MADISON allerdings eine andere Bedeutung als „Republik“ und „Demokratie“ heute.

Weiterhin ist für das Staatsverständnis in den Federalist Papers der Begriff der „factions“ von eminenter Bedeutung (Ziffer 2.2).

Das Verständnis von „factions“ führt die Autoren des Federalist zu einer Ablehnung der reinen Demokratie und zum Befürworten der (repräsentativen) Republik (Ziffer 2.3).

Um die Forderung nach einer „more perfect Union“, welche sowohl als damals konkrete politische Forderung der Autoren der Federalist Papers als auch als theoretisches Ideal-modell betrachtet werden kann, zu verstehen, ist die Schwächen der Articles of Confe-deration vonnöten (Ziffer 3).

Die Beseitigung dieser Schwächen führt – neben den allgemeinen staatsphilosophischen Betrachtungen der Autoren des Federalist – zu der Forderung nach einer „more perfect Union“ (Ziffer 4).

Ein Ausblick rundet die Untersuchung ab (Ziffer 5).

Excerpt


Gliederung

1. Zweck und Anlage der Arbeit

2. Die Ausgestaltung der „Union“ als Republik

2.1 Die Bedeutung von „democracy“ und „republic“

2.2 Federalist No. 10 und die Bedeutung von „factions“

2.3 Repräsentative Republik statt reiner Demokratie

3. Schwächen der „Articles of Confederation“

4. Die Forderung nach einer „more perfect Union“

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Republik und Demokratie innerhalb der Federalist Papers und analysiert, wie diese Konzepte zur Begründung der Notwendigkeit einer "more perfect Union" in den Vereinigten Staaten von Amerika beitragen. Dabei wird insbesondere auf die theoretische Überwindung von Fraktionen und die Mängel der ursprünglichen Articles of Confederation eingegangen.

  • Staatstheoretische Analyse des Republik- und Demokratiebegriffs
  • Bedeutung der "factions" in der politischen Argumentation von Madison
  • Kontrastierung von direkter Demokratie und repräsentativer Republik
  • Kritische Würdigung der "Articles of Confederation"
  • Begründung des Konzepts der "extended republic" für die Union

Auszug aus dem Buch

2.2 Federalist No. 10 und die Bedeutung von „factions“

Gleich zu Anfang seiner Abhandlung stellt MADISON die Wichtigkeit heraus, die Vorteile seiner Idee der „Union“ in Bezug auf „factions“ darzulegen.

“Among the numerous advantages promised by a well-constructed Union, none deserves to be more accurately developed than its tendency to break and control the violence of faction.”

Gerade für das Ziel, eine Volksherrschaft zu etablieren, ist die Frage der “factions” von besonderer Bedeutung:

“The friend of popular governments never finds himself as much alarmed for their character and fate, as when he comtemplates their propensity to this dangerous vice [sc. die “factions”, der Verfasser].”

Auch HAMILTON hebt die Gefahr der “factions” hervor und zählt eine weitere Gefahr auf, welche in anarchischen Zuständen gesehen wird.

“On the whole, the only enemy which Republicanism has to fear in this country is the spirit of faction and anarchy.”

Hier sollen zunächst nur die “factions” untersucht werden.

Unter “faction” versteht MADISON

“a number of citizens, whether amounting to a majority or a minority of the whole, who are united and actuated by some common impulse of passion, or of interest, adversed to the rights of other citizens, or to the permanent and aggregate interests of the community.”

“Factions” werden bei MADISON als Ursache von negativen Wirkungen gesehen. Da „factions“ offensichtlich unerwünscht sind, untersucht MADISON, wie dieses Problem zu lösen ist. Er unterscheidet dabei zunächst zwei mögliche Alternativen. Einerseits könne man die Ursachen von „factions“ entfernen, andererseits versuchen, die negativen Auswirkungen der „factions“ zu kontrollieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zweck und Anlage der Arbeit: Es wird die Forschungsfrage dargelegt, wie die Autoren der Federalist Papers die „Union“ konzipierten, wobei ein Schwerpunkt auf ihrem republikanischen Charakter liegt.

2. Die Ausgestaltung der „Union“ als Republik: In diesem Kapitel werden die Begriffsdefinitionen von Demokratie und Republik im historischen Kontext sowie die Problematik von „factions“ und das Modell der repräsentativen Republik analysiert.

3. Schwächen der „Articles of Confederation“: Hier werden elf Kernpunkte der Kritik an den Articles of Confederation aufgeführt, die insbesondere die mangelnde Durchsetzungskraft der zentralen Unionsebene betreffen.

4. Die Forderung nach einer „more perfect Union“: Dieses Kapitel erläutert, warum die Schwächen der Articles of Confederation eine Verfassungsreform notwendig machten, um die „more perfect Union“ zu etablieren.

5 Ausblick: Es wird auf die Notwendigkeit verwiesen, in weiteren Analysen das Wesen des Bundesstaates bei den Autoren der Federalist Papers tiefergehend zu bestimmen.

Schlüsselwörter

Federalist Papers, Union, Republik, Demokratie, Factions, Articles of Confederation, Repräsentation, Volkssouveränität, Verfassung, Gewaltenteilung, Mehrheitsprinzip, Interessenkonflikt, Madison, Hamilton, Jay

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Staatsverständnis in den "Federalist Papers" und untersucht, wie die Autoren das Modell der Union als Republik gegenüber den ursprünglichen "Articles of Confederation" begründeten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Demokratie und Republik, der Umgang mit politischen Fraktionen ("factions"), die Problematik der Gewaltenteilung und die Notwendigkeit einer handlungsfähigen Zentralregierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die theoretische Begründung für die Forderung nach einer "more perfect Union" sowie den republikanischen Charakter des von den Gründervätern befürworteten Staatsmodells herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer analytischen Auswertung der Primärtexte (Federalist Papers) sowie der Einbettung in den historischen Kontext unter Heranziehung politikwissenschaftlicher und staatsphilosophischer Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Demokratie und Republik, der Gefahr von Fraktionen, dem Prinzip der Repräsentation sowie den spezifischen Schwächen des alten Bündnissystems (Articles of Confederation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Union", "Republik", "Factions", "Federalist Papers" und "Verfassung" charakterisiert.

Was verstand Madison unter einer "faction"?

Madison definierte eine "faction" als eine Gruppe von Bürgern, die durch gemeinsame Leidenschaften oder Interessen vereint ist, welche im Widerspruch zu den Rechten anderer Bürger oder den dauerhaften Interessen der Gemeinschaft stehen.

Warum lehnten die Autoren eine reine Demokratie ab?

Sie sahen in der reinen Demokratie eine Gefahr für individuelle Freiheiten und Eigentumsrechte, da sie befürchteten, dass das Mehrheitsprinzip zur Tyrannei über die Minderheit führen würde.

Welche Lösung schlug Madison für das Problem der Fraktionen vor?

Madison plädierte für eine ausgedehnte Republik ("extended republic"), in der eine Vielzahl von Interessen konkurriert, was es erschwert, dass eine unterdrückerische Mehrheitsfraktion ihre Pläne durchsetzen kann.

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Details

Title
Republik- und Demokratieverständnis in den "Federalist Papers"
Subtitle
Die Begründung der Forderung nach einer "more perfect Union"
Author
Markus Andreas Mayer (Author)
Publication Year
2007
Pages
37
Catalog Number
V82733
ISBN (eBook)
9783638906371
ISBN (Book)
9783638906463
Language
German
Tags
Republik- Demokratieverständnis Federalist Papers Thema Amerikanische Revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Andreas Mayer (Author), 2007, Republik- und Demokratieverständnis in den "Federalist Papers", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82733
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