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Triumph der Freiheit: Neue Medienkritik online

Der Medienjournalismus hat als Kritikinstanz des Journalismus keine Zukunft in den Massenmedien – aber in Watchblogs

Titre: Triumph der Freiheit: Neue Medienkritik online

Essai , 2007 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christian Selz (Auteur), Carina Reichert (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Ansprüche an Medienjournalisten als Kritiker der eigenen Zunft sind hoch. Sie sollen den Rezipienten zum Beispiel eine Übersicht über den komplexen Medienmarkt bieten, über politische, rechtliche und strukturelle Entscheidungen im Mediensektor berichten oder die Arbeit von Verlagen und Kollegen kontrollieren und wenn nötig kritisieren. „Die Außenkontrolle der Medien findet durch die Gesetze statt. Weitergehende Aufsicht verbietet sich wegen der Pressefreiheit. Umso wichtiger ist die Binnenkontrolle“, fasst Cornelia Bolesch (1997) zusammen. Doch in der redaktionellen Praxis kämpfen Medienjournalisten mit vielen Problemen, die sich aus der Selbstbeobachtung ergeben. Nicht zuletzt dem Problem der Vermittlung komplexer Medienthemen an die breite Masse, dem Publikum der Massenmedien. Während das Thema Medien in der wissenschaftlichen und/oder professionellen Fachpublizistik seit Jahrzehnten behandelt wird, wird die Leserschaft des klassischen Massenmediums Zeitung nur in geringem Umfang mit einer Medienberichterstattung und in noch geringerem Umfang mit einer Medienkritik versorgt. Es ist also fraglich, ob der Medienjournalismus als Kritikinstanz überhaupt eine Zukunft in den Zeitungen hat, oder ob sich die Kritik am Mediensystem zukünftig auf andere Bereiche verlagern wird. Als Plattform, zu der die breite Masse Zugang hat, bieten sich heute vor allem so genannte Watchblogs an. Diese Watchblogs sind eine Unterform von Weblogs (kurz: Blogs). Auf Watchblogs beobachten sowohl professionelle Journalisten als auch Laien ein einzelnes oder mehrere journalistische Medien kritisch. Sind die Blogs also die Zukunft der Medienkritik? Dieser Frage geht diese Arbeit nach.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Medienjournalismus?

2. Theorie und Praxis - Konflikte eines Medienjournalisten

3. Bereiche des Medienjournalismus

4. Entwicklungsgeschichte des Medienjournalismus

5. Was sind Watchblogs?

6. Watchblogs als Teil des Online-Medienangebots

7. Unabhängig und wirtschaftlich erfolgreich – ein Widerspruch?

8. Viele Köche verfeinern den Brei: Ein Zukunftsszenario

9. Kein Medium verdrängt ein anderes: Eine Weisheit hat Bestand

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Zukunft des kritischen Medienjournalismus, der in klassischen Massenmedien aufgrund struktureller und ökonomischer Zwänge zunehmend unter Druck gerät. Dabei wird analysiert, inwieweit Watchblogs als neue, unabhängige Plattformen die Rolle der Medienkritik übernehmen und welche Herausforderungen – insbesondere in Bezug auf Finanzierung und Professionalität – sich dabei ergeben.

  • Stellenwert und Probleme des klassischen Medienjournalismus
  • Die Rolle der Selbstbeobachtung und redaktionelle Konflikte
  • Entwicklung und Funktionsweise von Watchblogs
  • Wirtschaftliche Herausforderungen für unabhängige Medienkritik
  • Technische Möglichkeiten durch RSS-Feeds für die Zukunft der Medienkritik

Auszug aus dem Buch

Unabhängig und wirtschaftlich erfolgreich – ein Widerspruch?

Der Status des Berufs wirft unweigerlich die Frage nach den Einkommensmöglichkeiten für die Betreiber der Watchblogs auf. Und da liegt die Crux der neuen Generation von Medienkritik. Viele der einst viel gefeierten Medienblogs sind nicht mehr aktiv, beispielsweise der bereits erwähnte Pendlerblog, der noch 2006 den Preis für den besten Newcomer bei den „Swiss Blog Awards“ erhielt. Gründe werden zwar meist nicht angegeben, der letzte Eintrag des österreichischen ORFblogs stellt das Dilemma aber recht deutlich heraus. „Weder die Zeit, noch die nötigen Sponsoren sind vorhanden, um das Projekt weiterhin am Leben zu halten“, schreibt Christian Dablander vom ORFblog-Team dort (vgl. ebd. 2006). Selbst für den ersten und nach Seitenaufrufen erfolgreichsten deutschen Medienblog, bildblog.de, ist die Berichterstattung nicht wirtschaftlich lukrativ. Eine gesicherte Finanzierung ist für den langfristigen Erfolg und vor allem für qualitativ hochwertige Recherche aber unabdingbar. Symptomatisch ist daher die Antwort von Mitbegründer Christoph Schultheis auf die Frage, ob sich mit dem Blog Geld verdienen lasse: „Erstens: Wir hoffen sehr. Zweitens: Im Augenblick nicht so.“ (Eigenes Interview, S. 1) Für potentielle Werbekunden seien Watchblogs noch zu neu und unbekannt, vermutet Schultheis einen Grund für fehlende Anzeigeneinnahmen. Momentan, so der ehemalige taz-Redakteur, für den der Bildblog zum Fulltimejob geworden ist, „reicht das Geld nicht wirklich aus“ (ebd., a.a.O.).

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist Medienjournalismus?: Dieses Kapitel definiert Medienjournalismus als Fachjournalismus und erläutert dessen Relevanz sowie die Rolle des Medienjournalisten als Kritiker.

Theorie und Praxis - Konflikte eines Medienjournalisten: Hier werden die strukturellen Probleme, wie die "Selbstbeobachtungsfalle" und Abhängigkeiten vom Arbeitgeber, beleuchtet, die kritische Berichterstattung erschweren.

Bereiche des Medienjournalismus: Das Kapitel differenziert zwischen spezialisierter Medienpublizistik, der Medienberichterstattung in Massenmedien und der Programmpresse.

Entwicklungsgeschichte des Medienjournalismus: Ein historischer Abriss verdeutlicht die Wurzeln der Medienkritik und die Entwicklung hin zur Etablierung spezieller Medienressorts in Zeitungen.

Was sind Watchblogs?: Definition und Arbeitsweise von Watchblogs werden hier eingeführt, wobei besonders die Transparenz und die Laien-Beteiligung hervorgehoben werden.

Watchblogs als Teil des Online-Medienangebots: Dieses Kapitel vergleicht Watchblogs mit etablierten Online-Angeboten und stellt deren Unabhängigkeit als zentrales Alleinstellungsmerkmal heraus.

Unabhängig und wirtschaftlich erfolgreich – ein Widerspruch?: Hier wird die schwierige Finanzierungssituation von Watchblogs diskutiert und das Dilemma zwischen Unabhängigkeit und Überlebensfähigkeit thematisiert.

Viele Köche verfeinern den Brei: Ein Zukunftsszenario: Es wird untersucht, wie technische Neuerungen wie RSS-Feeds und das Nutzerverhalten die Zukunft des Medienkonsums und der Medienkritik beeinflussen könnten.

Kein Medium verdrängt ein anderes: Eine Weisheit hat Bestand: Das Fazit fasst zusammen, dass Watchblogs den klassischen Medienjournalismus nicht ersetzen, sondern als ergänzende, kritische Plattform dienen können.

Schlüsselwörter

Medienjournalismus, Medienkritik, Watchblogs, Journalismus, Selbstbeobachtung, Online-Medien, Medienethik, Fachjournalismus, Medienressort, Internetkommunikation, Medienkompetenz, Finanzierungsmodell, RSS-Feed, Medienberichterstattung, Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunft der Medienkritik und der Frage, ob unabhängige Watchblogs die Lücke füllen können, die durch den Abbau von Medienressorts in klassischen Massenmedien entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Rolle des Medienjournalisten, die Konflikte innerhalb der Branche, die Entwicklung des Internets als Plattform für Kritik und die ökonomischen Herausforderungen beim Betrieb von Blogs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob der Medienjournalismus in seiner traditionellen Form in Zeitungen eine Zukunft hat oder ob sich kritische Instanzen dauerhaft in den Bereich der Weblogs verlagern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse medientheoretischer Quellen sowie eigene Experteninterviews, um den Status quo und die Perspektiven des Medienjournalismus zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die typischen "Fallen" der Selbstbeobachtung für Redakteure, den Aufstieg von Watchblogs und die ökonomischen Barrieren für eine professionelle, unabhängige Medienkritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Medienjournalismus, Medienkritik, Watchblogs, Selbstbeobachtung, Unabhängigkeit und Medienkompetenz.

Wie unterscheidet sich die Medienkritik von Watchblogs von der in klassischen Zeitungen?

Watchblogs sind laut den Autoren freier von verlegerischen Interessen und dem Druck von Anzeigenkunden, wodurch eine "unverblümtere" Kritik möglich ist, während Zeitungen stärker an institutionelle und ökonomische Rahmenbedingungen gebunden sind.

Welche Rolle spielt die Technik für die Zukunft der Medienkritik?

Technologien wie RSS-Feeds spielen eine entscheidende Rolle, da sie es den Nutzern ermöglichen, Nachrichten personalisiert und medienübergreifend zusammenzustellen, was den Erfolg und die Relevanz von Watchblogs fördern kann.

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Résumé des informations

Titre
Triumph der Freiheit: Neue Medienkritik online
Sous-titre
Der Medienjournalismus hat als Kritikinstanz des Journalismus keine Zukunft in den Massenmedien – aber in Watchblogs
Université
University of Applied Sciences Bremen  (Fachjournalistik)
Cours
Medientheorie V
Note
1,0
Auteurs
Christian Selz (Auteur), Carina Reichert (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V82745
ISBN (ebook)
9783638898287
ISBN (Livre)
9783638903813
Langue
allemand
mots-clé
Triumph Freiheit Neue Medienkritik Medientheorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Selz (Auteur), Carina Reichert (Auteur), 2007, Triumph der Freiheit: Neue Medienkritik online, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82745
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Extrait de  13  pages
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