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Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien

Wachstumsgesellschaft, Ende oder Wende?

Title: Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien

Seminar Paper , 2002 , 12 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Martin Oppermann (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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1 Einleitung und Fragestellung
Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland sind zeitlich und anlässlich verschieden einzuordnen. „Eine soziale Bewegung ist ein mobilisierender kollektiver Akteur, der mit einer gewissen Kontinuität auf der Grundlage hoher symbolischer Integration und geringer Rollenspezifikation mittels variabler Organisations- und Aktionsformen das Ziel verfolgt, grundlegenden sozialen Wandel herbeizuführen, zu verhindern oder rückgängig zu machen“ (Raschke, Joachim S.21).
Seit den siebziger Jahren spricht man nicht mehr von sozialen Bewegungen, sondern von neuen sozialen Bewegungen. Beispiele für neue soziale Bewegungen sind Bürgerinitiativbewegungen.
Bürgerinitiativen sind nach Brockhaus ein von politischen Parteien und anderen Verbänden unabhängiger Zusammenschluss gleich gesinnter Bürger mit dem Ziel, bestimmte Probleme (z. B. auf den Gebieten Umweltschutz, Stadtplanung, Verkehr), die die Gemeinde oder der Staat nicht im Sinne der Bürger löst, durch Aktionen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und durch Druck auf die behördlichen Stellen Entscheidungen zu beeinflussen.
Gegenspieler bzw. durch Druck von neuen sozialen Bewegungen zu beeinflussender Faktor ist die Politik der Gemeinde oder des Staates. Die tägliche Politik wird von den regierenden politischen Parteien gestaltet. „Partei meint im allgemeinsten Begriffsverständnis eine Gruppe gleichgesinnter Bürger, die sich die Durchsetzung gemeinsamer politischer Vorstellungen zum Ziel gesetzt haben“(Kleines Lexikon der Politik). Nach Brockhaus sind politische Parteien ein permanent organisierter Zusammenschluss von Bürgern mit gemeinsamen sozialen Interessen und politischen Vorstellungen über die Gestaltung der staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung mit dem Ziel der Übernahme, der Behauptung bzw. der Kontrolle der Herrschaft im Staat.
Anhand der Definitionen von sozialer Bewegung, Bürgerinitiative und politischer Partei lassen sich Unterschiede in Institutionalisierungsgrad und Möglichkeiten der Mobilisierung erkennen. In dieser Hausarbeit sollen nun die Vorteile und die Nachteile einer institutionalisierten neuen sozialen Bewegung betrachtet werden unter der Fragestellung, welchen Einfluss soziale bzw. neue soziale Bewegungen auf den politischen Alltag und die politische Gestaltung in Gemeinden und im Staat haben.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung und Fragestellung

2 Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien

2.1 Bewegung - Institution

2.2 Struktur der Bewegungen

2.3 Die Gesellschaft, das Umfeld der Bewegung

2.4 Institutionelle Einflüsse auf neue soziale Bewegungen

2.5 Institutionalisierung von Bewegungen am Beispiel Bündnis 90/Die Grünen

3 Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen sozialen Bewegungen und deren Institutionalisierung zu politischen Parteien. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile dieses Prozesses zu analysieren und zu bewerten, welchen Einfluss soziale bzw. neue soziale Bewegungen auf den politischen Alltag und die Gestaltung in Gemeinden sowie im Staat ausüben.

  • Definition und Abgrenzung von sozialen Bewegungen, Bürgerinitiativen und politischen Parteien
  • Strukturelle Besonderheiten und Entscheidungsmechanismen innerhalb sozialer Bewegungen
  • Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichem Umfeld und Bewegungsaktivitäten
  • Institutionelle Einflüsse auf den Erfolg neuer sozialer Bewegungen
  • Fallstudie zur Institutionalisierung am Beispiel von Bündnis 90/Die Grünen

Auszug aus dem Buch

2.1 Bewegung - Institution

„Die Schwierigkeit mit dem Versuch, soziale Bewegungen als Institution zu denken, setzen schon bei der Suche nach einer angemessenen Definition für ‚soziale Bewegungen’ ein. Übertreibt der Begriff ‚Institution’ fast zwangsläufig die Beständigkeit des Gegenstandes, so verhält es sich mit dem Bewegungsbegriff gerade umgekehrt. Dieses flüssige, amöboide, in seinen Konturen, seiner Dauer und seinen Grenzen so unbeständige Objekt entzieht sich scheinbar jeder systematischen Definition“ (Roth, Roland S.138f). Hierzu gibt Karl-Werner Brand einen Hinweis: „Soziale Bewegungen haben einen Anfang und ein Ende. Von einer sozialen Bewegung lässt sich sprechen, sobald protestierende Gruppen a) durch die Herausbildung einer gemeinsamen Deutung der Problemlage und durch gemeinsame Zielvorstellungen, b) durch ein Minimum an organisatorischem Zusammenhang, eine kollektive Identität entwickelt haben und über eine breite mobilisierbare Basis verfügen.

Ihr Ende können soziale Bewegungen auf verschiedene Art und Weise finden: wenn sie ihr Ziel erreicht haben (Beseitigung der Krisenursache durch Reform oder Revolution); wenn die Konfliktbeziehung institutionalisiert und damit gesellschaftlich anerkannt wird; wenn die Bewegung zur formalen Organisation wird (Interessengruppe, Partei); wenn sie aufgrund von Spaltung, Misserfolgen etc. in verschiedene Einzelgruppen zerfällt; wenn das Thema an öffentlicher Aufmerksamkeit und Brisanz verliert und damit auch seine Mobilisierungsfähigkeit einbüßt; oder wenn die Bewegung durch staatliche Repression zerschlagen wird“ (Brand, Karl-Werner S.37). Also werden soziale Bewegungen und neue soziale Bewegungen in der einschlägigen Literatur aufgrund ihrer schwach organisierten bzw. ihrer schwach institutionalisierten Erscheinung als Bewegung bezeichnet. Zum weiteren werden sie Bewegung genannt, da sie aufgrund ihres geringen Institutionalisierungsgrades in „Bewegung“ bleiben und mit einer umfassenden Mobilisierung bis zum Erreichen ihrer Ziele in der Öffentlichkeit präsent sein müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie soziale Bewegung, Bürgerinitiative sowie politische Partei und legt die Fragestellung nach den Vor- und Nachteilen der Institutionalisierung neuer sozialer Bewegungen fest.

2 Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen und strukturellen Unterschiede zwischen Bewegungen und Institutionen, beleuchtet das gesellschaftliche Umfeld und untersucht institutionelle Einflussfaktoren sowie die Institutionalisierung am Beispiel der Grünen.

3 Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Flexibilität einer Bewegung gegenüber der notwendigen Struktur von Institutionen für die Teilhabe an politischer Gestaltung.

Schlüsselwörter

Soziale Bewegungen, Neue soziale Bewegungen, Institutionalisierung, Politische Parteien, Bürgerinitiativen, Bündnis 90/Die Grünen, Partizipation, Politische Gestaltung, Bürgerengagement, Lokale Agenda 21, Politische Kultur, Organisation, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Prozess der Institutionalisierung von sozialen Bewegungen zu organisierten politischen Akteuren wie Parteien und bewertet deren politischen Einfluss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Abgrenzung von Bewegung und Institution, die Dynamik von Bürgerinitiativen, die Bedeutung von Partizipation sowie die Transformation von Protestbewegungen in das parlamentarische System.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen einer institutionalisierten neuen sozialen Bewegung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf den politischen Alltag und die politische Gestaltung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die Definitionen und theoretische Konzepte bekannter Autoren (wie z.B. Roth, Brand, Kleinert) zusammenführt und auf aktuelle politische Entwicklungen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Struktur von Bewegungen, deren gesellschaftliches Umfeld, externe institutionelle Einflüsse und eine detaillierte Fallstudie zur Entstehung und Wandlung der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Bewegungen, Institutionalisierung, politische Parteien, Bürgerengagement und Partizipation.

Warum fällt es sozialen Bewegungen schwer, direkte politische Entscheidungen zu beeinflussen?

Aufgrund ihrer geringen Strukturiertheit und ihrer meist unbeständigen Form sind sie oft nicht in formale Beratungsprozesse eingebunden, was ihre Einflussnahme auf die legislative Ebene begrenzt.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Bündnis 90/Die Grünen" für die Arbeit?

Das Beispiel verdeutlicht den Übergang von einer Protestbewegung hin zu einer "Alternative im Parteiensystem" und zeigt die Spannungen zwischen ursprünglicher Bewegungslogik und parlamentarischer Wettbewerbsdemokratie auf.

Welche Rolle spielt die "Lokale Agenda 21" in der Untersuchung?

Sie dient als praktisches Fallbeispiel dafür, wie der Staat Bürgerbeteiligung zwar fördern will, dabei aber an den strukturellen Grenzen der Einbindung von nicht organisierten Akteuren stößt.

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Details

Title
Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien
Subtitle
Wachstumsgesellschaft, Ende oder Wende?
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Wachstumsgesellschaft, Ende oder Wende?
Grade
1,4
Author
Martin Oppermann (Author)
Publication Year
2002
Pages
12
Catalog Number
V82933
ISBN (eBook)
9783638909556
Language
German
Tags
Umwelt Bewegungen Parteien Wachstumsgesellschaft Ende Wende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Oppermann (Author), 2002, Umwelt - soziale Bewegungen / politische Parteien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82933
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