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Hedge accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handelsbilanz, Steuerbilanz und nach IFRS

Title: Hedge accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handelsbilanz, Steuerbilanz und nach IFRS

Seminar Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 2

Autor:in: Christian Bächer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Bereiche Finanzwirtschaft und Rechnungslegung überschneiden sich im Themenkomplex hedge accounting. Dementsprechend sind vor allem Kreditunternehmen davon betroffen; aber auch Industrie- und Handelsunternehmen wenden zunehmend hedge accounting an. Die meisten deutschen Konzerne wenden bereits die Regelungen nach International Accounting Standard (IAS) 39 an , da kapitalmarktorientierte Konzerne in Deutschland seit 01.01.2005 gemäß § 315a Abs. 1 u. 2 HGB i.V.m. Art. 4 IFRS-VO einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufstellen müssen. Die übrigen Unternehmen bilanzieren nach HBG mit Hilfe des Konstrukts der Bewertungseinheiten.
Ziel dieser Arbeit ist es, den komplexen Bereich des hedge accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handelsbilanz, Steuerbilanz und nach International Financial Reporting Standards (IFRS) vorzustellen. Im zweiten Abschnitt werden die Grundlagen für die folgenden Abschnitte vermittelt und begriffliche Abgrenzungen vorgenommen. Es wird zunächst auf das Risiko und das Risikomanagement eingegangen. Dann werden die originären von derivativen Finanzinstrumenten abgegrenzt. Im dritten Abschnitt erfolgt die detaillierte Vorstellung von hedge accounting in den nationalen Vorschriften nach Handelsgesetzbuch (HGB); hierbei wird vor allem auf die strenge Einzelbewertung und die kompensatorischen Einheiten eingegangen. Darauffolgend werden die Regelungen des Einkommsteuergesetzes (EStG) erläutert. Ebenfalls wird auf das hedge accounting nach IFRS eingegangen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Absicherung gegen Marktwertänderungen, die Absicherung gegen Änderung künftiger Zahlungen und die Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Abgeschlossen wird die Arbeit im vierten Abschnitt mit einer kritischen Würdigung der verschiedenen Ansätze und mit einem Ausblick auf aktuelle Entwicklungen.
In der Arbeit wird aus über 70 Quellen zitiert, es sind 4 Abbildungen vorhanden und an 3 großen Beispielen werden anhand von Buchungssätzen grundlegende Vorgänge des hedge accounting erläutert. Die Zeichenanzahl im Hauptteil beläuft sich auf über 40 000 Zeichen. Darüber hinaus ist die vorliegende Arbeit eine überarbeitete und verbesserte Fassung der ursprünglichen Seminararbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundlagen und Begriffsabgrenzungen

A. Der Begriff des Risikos

B. Risikomanagement und hedging

C. Originäre und derivative Finanzinstrumente

III. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen

A. Mikro-, Makro- und Portfolio-hedge

B. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach HGB

1. Strenge Einzelbewertung

2. Bilanzierung mittels Bewertungseinheiten

3. Einzelbewertung vs. imparitätische Marktbewertung

C. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach EStG

D. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS

1. Grundlagen der IFRS-Regelungen

2. Fair value hedge

3. Cash flow hedge

4. Hedge of a net investment in a foreign operation

IV. Kritische Würdigung und aktuelle Entwicklungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Bereich des Hedge Accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handels- und Steuerbilanz sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), um die Unterschiede zwischen finanzwirtschaftlicher Absicherung und bilanzieller Darstellung zu analysieren.

  • Grundlagen des Risikomanagements und der Finanzinstrumente
  • Bilanzielle Behandlung von Sicherungsbeziehungen nach HGB
  • Anforderungen an Hedge Accounting unter dem EStG
  • Methoden und Kriterien der Sicherungsbilanzierung nach IFRS
  • Kritische Analyse aktueller Entwicklungen und Bewertungsansätze

Auszug aus dem Buch

1. Strenge Einzelbewertung

In den aktuellen Regelungen des HGB sind keine allgemeingültigen Vorschriften für die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten zu finden; somit haben der Ansatz und die Bewertung nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) zu erfolgen. Die GoB, die zwingend von Geschäftsleuten beachtet werden müssen, sind im Gesetz nicht näher definiert und bedürfen daher näherer Bestimmung durch Rechtsprechung und Praktiker. Für die Bilanzierung von Derivaten sind v.a. das Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip und die Einzelbewertung von Bedeutung. Prinzipiell handelt es sich bei derivativen Finanzinstrumenten um schwebende Geschäfte. Folglich sind sie bilanzunwirksam und die daraus entstehenden Ansprüche und Verpflichtungen dürfen nicht bilanziert werden. Ausnahmen hiervon sind Prämien- und Marginzahlungen, Abgrenzungsbeträge und Drohverlustrückstellungen.

Bei der strengen Einzelbewertung wird der Forderung des HGB gefolgt, nach der eine Einzelbewertung aller Vermögensgegenstände und Schulden lt. § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB i.V.m. dem Realisations- und Imparitätsprinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB zu erfolgen hat. Für den Fall, dass der Wert des Grundgeschäfts steigt, darf er trotzdem nicht bilanziell erfasst werden. Für die gleichzeitig negative Entwicklung des Derivats muss dagegen eine Drohverlustrückstellung nach § 249 Abs. 1 HGB gebildet werden. Wenn der Wert des Grundgeschäfts unter die Anschaffungskosten sinkt, muss je nach Art des Grundgeschäfts eine Abschreibung, Zuschreibung oder eine Drohverlustrückstellung gebildet werden. Dagegen darf der positive Beitrag des Derivats nicht bilanziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz des Hedge Accounting aufgrund zunehmender Globalisierung und Volatilität der Finanzmärkte und definiert den Untersuchungsrahmen der Arbeit.

II. Grundlagen und Begriffsabgrenzungen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Risikodefinitionen sowie die Abgrenzung zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten als Basis für das Verständnis von Sicherungsgeschäften.

III. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Ansätze zur bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach HGB, EStG und IFRS, inklusive Mikro-, Makro- und Portfolio-Hedges.

IV. Kritische Würdigung und aktuelle Entwicklungen: Das abschließende Kapitel reflektiert die Problematik der aktuellen Bilanzierungsansätze und diskutiert mögliche Alternativen wie die Marktbewertungspflicht.

Schlüsselwörter

Hedge Accounting, HGB, IFRS, EStG, Bewertungseinheiten, Derivate, Finanzinstrumente, Risikomanagement, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, Einzelbewertung, Imparitätsprinzip, Marktrisiko, Sicherungsgeschäft, Hedge-Effektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexen Anforderungen an die bilanzielle Erfassung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) vor dem Hintergrund unterschiedlicher nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen das Risikomanagement, die Definition derivativer Finanzinstrumente sowie die unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden nach HGB, EStG und IFRS.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse, wie Sicherungsbeziehungen adäquat in der Bilanz berücksichtigt werden können, um die Unterschiede zwischen finanzwirtschaftlicher Sicht und bilanzieller Darstellung zu verringern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der geltenden Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch beispielhafte Buchungssätze zur Verdeutlichung der bilanziellen Auswirkungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Sicherungsbilanzierung nach HGB, EStG und IFRS unter Berücksichtigung verschiedener Sicherungstypen wie Mikro- oder Portfolio-Hedges.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hedge Accounting, Bewertungseinheiten, Fair Value, Cash Flow Hedge sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Wie unterscheidet sich die Bewertung nach EStG von der nach HGB?

Das EStG orientiert sich durch die Maßgeblichkeit weitgehend an der Handelsbilanz, begründet jedoch durch § 5 Abs. 1a EStG eine explizite Pflicht zur Bildung von Bewertungseinheiten, um missbräuchliche Steuergestaltungen zu verhindern.

Welche Anforderungen stellt der IFRS an ein Hedge Accounting?

Der IFRS stellt hohe Anforderungen an die Dokumentation, die Wirksamkeit (Effektivität) der Sicherung sowie an die prospektive und retrospektive Einschätzung der Kompensation zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft.

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Details

Title
Hedge accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handelsbilanz, Steuerbilanz und nach IFRS
College
University of Bayreuth  (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Seminar - Nationale und int. Rechnungslegung
Grade
2
Author
Christian Bächer (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V83291
ISBN (eBook)
9783638895644
ISBN (Book)
9783638895682
Language
German
Tags
Hedge EStG IFRS Seminar Nationale Rechnungslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Bächer (Author), 2007, Hedge accounting nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften in der Handelsbilanz, Steuerbilanz und nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83291
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