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Frauen im Beruf

Konkurrenz der Geschlechter

Titre: Frauen im Beruf

Dossier / Travail , 2007 , 30 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Carolyn Scheerschmidt (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung
Schon Marx und Engels erkannten den speziellen Unterschied zwischen Mann und Frau. Sie beschrieben ihn als eine Art Klassenunterschied, welchen sie folgendermaßen begründeten: „the first division of labour is the procreation of children by man and woman” (Engels/Marx 1846). Von der Differenzierung des Arbeitsbereiches folgern sie auf die Unterschiede der Geschlechter, welche in Produktion und Reproduktion, beginnend bei der Geburt eines Kindes, getrennt werden. Ungleichheit zwischen Mann und Frau stellt sich besonders im Status her (vgl. Alvesson/Billing 1994, S.27). Der Arbeit des traditionellen „Brotverdieners“ kam seit jeher höhere Wertschätzung zu als der Haus- und Erziehungsarbeit der Frau. Der daraus entsprungene Statusunterschied repräsentiert eine Dominanz der Männer über die Frauen, welche solange bestehen bliebe, bis nicht auch die Frau in den produktiven Arbeitsbereich des männlichen Geschlechts einbezogen werden würde, so erkannte Engels (vgl. Alvesson/Billing 1994, S.27).
Bis heute blieb die Vorstellung von den Geschlechterstereotypen bestehen. Dennoch hat die Frau den Einstieg in die Erwerbstätigkeit geschafft, welcher ihre Arbeitsleistungen im Vergleich zur Vergangenheit aufwertete. Trotzdem ist implizit die allgemeine Meinung bestehen geblieben, Frauen seien nicht für die Berufswelt „gemacht“, welche zuvor in alleiniger Männerhand lag. Zu einseitig erscheint mir die Begründung, die Ursache für die Geschlechterdifferenz läge in der sexuellen Reproduktion. Zahlreiche Hindernisse begegnen dem weiblichen Geschlecht im Berufsalltag regelmäßig.
Es sind keine Einzelfälle mehr, in denen die Leistungsfähigkeit von Frauen am Arbeitsplatz deutlich zum Vorschein kam. Doch welche Fähigkeiten sind es, die sie noch immer von den Befähigungen des männlichen Geschlechts unterscheiden?
Im Fokus dieser Arbeit sollen nun verschiedene Erklärungsmodelle für die Geschlechterdifferenz stehen. Die dargestellten Theorien entstammen hierbei aus den Fachbereichen der Evolutionsbiologie, Psychologie und Soziologie. Ethnomethodologische Vorstellung des „doing gender“ trägt anschließend der Klärung der Frage bei, warum in der Sphäre des Berufes diese Unterschiede augenfällig werden. Zu denken sei dabei an die nicht verhältnisgemäße Berufsverteilung unter den Geschlechtern. Welche Blockaden und Barrieren ergeben sich für Männer und Frauen? Sind geschlechtsspezifische Karrierewege zu verzeichnen? Welche Rolle spielt Erfolg im Zusammenhang mit den bekannten geschlechtsstereotypischen Fähigkeiten? Kann eine angemessene Genderdarstellung die eigenen Berufschancen erhöhen?
All die genannten Fragen werden in den folgenden Abschnitten ihre Antworten erhalten.
Innerhalb des Fazits werde ich die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassend darstellen und weitere Überlegungsansätze hinsichtlich der Geschlechterdarstellung im Beruf diskutieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschlechterkonstruktion aus soziologischen Blickwinkel – Das doing und undoing gender als Modell der Geschlechtsdarstellung

2. Weitere erklärende Modelle im Feld der Sozialisationstheorie

2.1 Psychoanalytische Sozialisationstheorie

2.2 Soziologische Sozialisationstheorie

3. Stereotypisierung der Geschlechter anhand evolutionsbiologischer Forschungsergebnisse und psychologischer Befunde

4. Geschlecht als Karrieredeterminante

4.1 „Doing gender while doing the job“

4.1.1 Männer in Frauenberufen und Blockaden bei der Etablierung weiblicher Fähigkeiten in der sogenannten Männerdomäne

4.1.2 Weitere Grenzen, moderne Managementkonzepte und erneute Hindernisse

Fazit als Abschlussdiskussion – Ist Erfolg eine Frage des Geschlechts?

Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der geschlechtsspezifischen Differenzierung in der Arbeitswelt und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern soziale, psychologische und evolutionsbiologische Faktoren das Verhältnis von Geschlecht, Karrierewegen und beruflichem Erfolg determinieren.

  • Konstruktion von Geschlechtsidentität („doing gender“)
  • Einfluss der Sozialisation auf geschlechtsspezifische Verhaltensweisen
  • Evolutionsbiologische Perspektiven auf Konkurrenzverhalten
  • Strukturelle Barrieren für Frauen in Führungspositionen
  • Ansätze für neue Managementparadigmen und Diversität

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Männer in Frauenberufen und Blockaden bei der Etablierung weiblicher Fähigkeiten in der sogenannten Männerdomäne

Eine Schweizer Studie ergab allerdings, dass die Entscheidung für den Erstberuf bei beiden Geschlechtern zu 5% auf eine gegengeschlechtliche Arbeit fällt.

Doch obwohl Männer eher Vorteile aus ihrem Geschlecht in Frauenberufen ziehen können, wechselt eine große Zahl (70%) zurück in einen männlich konnotierten Beruf. Eine Vielzahl von Gründen für diesen Trend ist einfach, anzuführen:

Im Gegenteil zu den Frauen in Männerberufen werden Männer zunächst einmal nicht mit Ausgrenzung und Benachteiligung konfrontiert. Männer erleben weniger weibliches Konkurrenzverhalten, sondern vielmehr Akzeptanz von ihren Kolleginnen, wohl mit der Hoffnung auf einen Prestigezuwachs durch zunehmende Maskulinisierung (vgl. Heintz 1997, S.52). Frauen, die in Männer dominierte Berufe vordringen, wird hingegen die angestrebte Geschlechterneutralisierung verweigert (vgl. Hirschauer 2002, S.678). Trotz gleicher Fachkompetenz erhalten Männer gesellschaftlich höhere Wertschätzung als ihre weiblichen Kollegen, weil Männlichkeit auch in Frauenberufen Sachlichkeit, Führungsfähigkeit und Kompetenz bedeutet (vgl. Heintz 1997, S.52). Allein psychologische Gründe sind es wohl, die Männer von Frauenberufen fernhalten. Abweichende vom Maskulinitätsideal haben mit sozialer Sanktionierung zu rechnen. „Wer dem Idealbild nicht entspricht“, so Heintz, „ist homosexuell oder ein verweiblichter Schwächling“(ebd. S.53). Erklärung bietet das männliche Rollenbild, welches stärker als das weibliche innerhalb sexueller Normen interpretiert wird. Ein weiterer Grund auf wirtschaftlicher Ebene bezeichnet die vergleichsweise schlechtere Bezahlung und relativ geringen Aufstiegsmöglichkeiten in Frauenberufen, womit Männerberufen ein stärkeres Maß an Attraktivität darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Statusunterschied zwischen den Geschlechtern und stellt die Relevanz der Untersuchung von Erklärungsmodellen zur Geschlechterdifferenz im beruflichen Kontext dar.

1. Geschlechterkonstruktion aus soziologischen Blickwinkel – Das doing und undoing gender als Modell der Geschlechtsdarstellung: Dieses Kapitel erläutert das ethnomethodologische Konzept des „doing gender“ als fortlaufenden sozialen Konstruktionsprozess.

2. Weitere erklärende Modelle im Feld der Sozialisationstheorie: Hier werden psychoanalytische und soziologische Sozialisationstheorien herangezogen, um zu erklären, wie Geschlechtsrollenerwartungen bereits im Kindesalter verinnerlicht werden.

3. Stereotypisierung der Geschlechter anhand evolutionsbiologischer Forschungsergebnisse und psychologischer Befunde: Das Kapitel untersucht biologische Verhaltensdispositionen und Fortpflanzungsstrategien als mögliche Ursachen für Unterschiede im Konkurrenzverhalten.

4. Geschlecht als Karrieredeterminante: Die Untersuchung befasst sich mit den Barrieren und Dynamiken, denen Frauen in männerdominierten Berufsfeldern und Führungsebenen gegenüberstehen.

Fazit als Abschlussdiskussion – Ist Erfolg eine Frage des Geschlechts?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Potenzial neuer Managementansätze jenseits klassischer Rollenzuschreibungen.

Schlüsselwörter

Doing gender, Geschlechterdifferenz, Sozialisation, Karrieredeterminante, Berufsalltag, Führungspositionen, Management, Geschlechterstereotype, Evolutionsbiologie, Arbeitswelt, Segregation, Diskriminierung, Unternehmenskultur, Diversität, Geschlechtsdarstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Geschlechterrollen und soziale Erwartungen die berufliche Karriere und den beruflichen Erfolg von Männern und Frauen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Auswirkungen der Sozialisation auf Verhaltensmuster, evolutionsbiologische Erklärungsansätze für Konkurrenzverhalten sowie strukturelle Barrieren in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum geschlechtsspezifische Disparitäten in der Berufswelt bestehen bleiben, obwohl Frauen in Ausbildungsleistungen oft gleichziehen oder Männer übertreffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Soziologie, der Psychoanalyse, der Psychologie und der Evolutionsbiologie integriert und mit aktuellen Bildungs- und Wirtschaftsdaten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Geschlechterkonstruktion, Sozialisations- und Evolutionsmodelle sowie eine detaillierte Betrachtung der Karrieredeterminanten und der Arbeitsplatzdynamik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie „Doing gender“, „Geschlechterdifferenz“, „Karrieredeterminante“, „Führungspositionen“ und „Unternehmenskultur“ definieren.

Was besagt die „Visibility-Vulnerability-Spirale“?

Dieses Konzept beschreibt, wie Frauen als Minderheit in männerdominierten Führungsebenen unter ständiger Beobachtung stehen, was dazu führt, dass sie bei kleinsten Fehlern verletzbarer sind und einen höheren Druck verspüren, sich zu beweisen.

Was ist mit dem „Drehtüreneffekt“ gemeint?

Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Männer, die von Frauenberufen in männlich konnotierte Berufsfelder zurückkehren, häufig einen signifikanten Gehaltsanstieg und beruflichen Aufstieg erleben.

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Résumé des informations

Titre
Frauen im Beruf
Sous-titre
Konkurrenz der Geschlechter
Université
http://www.uni-jena.de/  (Soziologie)
Note
2,0
Auteur
Carolyn Scheerschmidt (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
30
N° de catalogue
V83582
ISBN (ebook)
9783638009454
Langue
allemand
mots-clé
Frauen Beruf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carolyn Scheerschmidt (Auteur), 2007, Frauen im Beruf , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83582
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Extrait de  30  pages
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