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Die häufigsten Pflegediagnosen und -interventionen in der Geriatrie und ihre wissenschaftliche Fundiertheit

Gemessen an der Pflegedokumentation der Institution H.G.

Title: Die häufigsten Pflegediagnosen und -interventionen in der Geriatrie und ihre wissenschaftliche Fundiertheit

Bachelor Thesis , 2007 , 69 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bakk. Marina Amann (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Aus der Tätigkeit der Autorin in der geriatrischen Langzeitpflege als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester entstand die Idee zu dieser Arbeit. Das Erstellen und Überprüfen von Pflegeplanungen ist in diesem Bereich eine Hauptaufgabe des diplomierten Personals. So entstanden für die Autorin mit der Zeit einige Fragen, die sie mit Hilfe dieser Studie beantworten will.

Welche Pflegediagnosen- und interventionen werden in der Institution H.G. am häufigsten geplant? Sind diese Pflegediagnosen und -interventionen wissenschaftlich fundiert? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aufgrund EDV-basierter Dokumentation für die Pflegeplanung?

Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurden die je fünf am häufigsten geplanten Pflegediagnosen und -interventionen der letzten 360 Tage mit Hilfe des Computerdokumentationssystems „Transdok“ gefiltert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Filterung wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und die häufigsten fünf Pflegediagnosen und die je am häufigsten dazu geplante Pflegeintervention auf Basis von sechs Pflegeplanungen der Institution H.G. mit Hilfe der gefundenen Literatur bearbeitet. Somit soll diese Arbeit häufige Fehler bei der Erstellung von Pflegeplanungen in der geriatrischen Langzeitpflege gemessen an der Pflegedokumentation H.G. aufzeigen und zur Verbesserung der Qualität derselben beitragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung, Fragestellung und Ziel

1.1.1 Problemdarstellung und Zielvorgaben

1.1.2 Thesen und Forschungsfragen

1.1.3 Methodik

2 Theorie

2.1 Transdok

2.2 NANDA

2.2.1 NIC

2.3 ENP® (European Nursing Pathways)

2.4 ICNP® (Internationale Klassifikation für die Pflegepraxis)

2.5 Die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL)

2.6 Darstellung der Ergebnisse

2.6.1 Die 5 häufigsten Pflegediagnosen der Institution H.G.:

2.6.2 Die 5 häufigst geplanten Interventionen zur Pflegediagnose: Gesundheitsverhalten, beeinträchtigt:

2.6.3 Die 5 häufigst geplanten Interventionen zur Pflegediagnose: körperliche Mobilität, beeinträchtigt:

2.6.4 Die 5 häufigst geplanten Interventionen zur Pflegediagnose: Selbstpflegedefizit waschen/ sauberhalten

2.6.5 Die 5 häufigst geplanten Interventionen zur Pflegediagnose: Hautdefekt, hohes Risiko

2.6.6 Die 5 häufigst geplanten Interventionen zur Pflegediagnose: Hautdefekt, bestehend

2.6.7 Studie von Rantz und Miller (1987)

2.7 Pflegediagnose: Gesundheitsverhalten beeinträchtigt

2.7.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegediagnose: Gesundheitsverhalten, beeinträchtigt

2.7.2 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegeintervention: Medikamente verabreichen

2.8 Pflegediagnose: Körperliche Mobilität, beeinträchtigt

2.8.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegediagnose: Körperliche Mobilität, beeinträchtigt

2.8.2 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegeintervention: Mobilisation durchführen

2.9 Pflegediagnose: Selbstpflegedefizit, waschen/sauberhalten

2.9.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegediagnose: Selbstpflegedefizit, waschen/sauberhalten

2.9.2 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegeintervention: Teilwäsche unterstützen

2.10 Pflegediagnose (Risikodiagnose): Hautdefekt, hohes Risiko

2.10.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Risikodiagnose: Hautdefekt, hohes Risiko

2.10.2 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegeintervention: Hautzustand evaluieren

2.11 Pflegediagnose: Hautdefekt, bestehend

2.11.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegediagnose: Hautdefekt, bestehend

2.11.2 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegeintervention: Verbandswechsel durchführen

2.12 Pflegeplanung am Computer – Vor- und Nachteile?

3 Diskussion

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Fundiertheit der in der geriatrischen Langzeitpflege am häufigsten geplanten Pflegediagnosen und -interventionen, gemessen an der Pflegedokumentation der Institution H.G., um häufige Fehler bei der Pflegeplanung aufzuzeigen und die Qualität der Dokumentation zu verbessern.

  • Analyse der häufigsten Pflegediagnosen und -interventionen mittels EDV-Auswertung
  • Überprüfung der wissenschaftlichen Fundiertheit der Planung unter Heranziehung aktueller Fachliteratur
  • Evaluation des EDV-gestützten Dokumentationssystems "Transdok" als Planungsinstrument
  • Identifikation von Stärken und Schwächen bei der Anpassung von Standardpflegediagnosen
  • Formulierung von Verbesserungspotenzialen für die praktische Pflegeplanung

Auszug aus dem Buch

2.7.1 Formale und inhaltliche Überprüfung der Pflegediagnose: Gesundheitsverhalten, beeinträchtigt

Unter formalen Gesichtspunkten gesehen sind sowohl die Standarddiagnose als auch die individuell angepassten Pflegediagnosen richtig, denn die angepasste Pflegediagnosen bestehen aus einem Pflegediagnosentitel, einer Definition, diversen Ätiologien und Symptomen, sowie Ressourcen und Ziele. Die Standarddiagnose enthält dieselben Bestandteile, jedoch keine Ressourcen, da diese nur sehr individuell für den Patienten geplant werden können.

Zu diesem Thema schreibt B. Budnik (2003), dass Ressourcen individuell verschieden sind und fortlaufend aktualisiert werden müssen. Ressourcen haben starken Einfluss auf die Zielsetzung und die Auswahl von Pflegemaßnahmen. Auch das Festlegen des Pflegezieles ist eine Notwendigkeit, da sonst ungewiss ist was mit einer gewissen Pflegeintervention erreicht werden soll.

Allerdings ist es falsch den Titel einer Pflegediagnose zu ändern, da sie ansonsten nicht mehr in eine Taxonomie einordenbar ist und es passieren kann, dass Definition, Ätiologie und Symptomatik nicht mehr zum Pflegediagnosetitel passen. „Pflegediagnosen dienen der Strukturierung pflegerischen Wissens mittels Klassifikationssystemen (Siehe Taxonomie 1 und Taxonomie 2 der NANDA Pflegediagnosen). Diese helfen, wissenschaftlich fundiertes Pflegewissen zu entwickeln und zu beschreiben. Pflegediagnosen ermöglichen eine gemeinsame, übereinstimmende Fachsprache der Pflege. Pflegeprobleme können einheitlich benannt und beschrieben werden. Es muss sichergestellt werden, dass alle Pflegenden vom „Gleichen“ reden: in der Ausbildung, in der Praxis, im Management, beim Kostenträger, beim Patienten, bei der Qualitätskontrolle und natürlich in der Pflegeforschung“ (Allmer et al., 2003, S. 25)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Pflegeplanung als unverzichtbares Mittel professioneller Pflege in der Geriatrie und leitet aus der Praxis der Autorin die Relevanz einer wissenschaftlich fundierten Dokumentation ab.

2 Theorie: Dieses Kapitel definiert die verwendeten Systeme wie "Transdok", NANDA, NIC und weitere Klassifikationen, stellt die methodische Vorgehensweise bei der Auswertung der Daten dar und führt eine detaillierte, kritische Analyse der häufigsten Pflegediagnosen und Interventionen anhand von Fallbeispielen durch.

3 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse der Forschungsfragen, setzt sie in Bezug zur Fachliteratur und zur Studie von Rantz und Miller und erörtert kritisch die Stärken und Schwächen der EDV-gestützten Pflegeplanung.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Notwendigkeit einer konsequenten Anpassung von Pflegediagnosen an den Bewohner und unterstreicht die Verantwortung des diplomierten Personals bei der EDV-gestützten Pflegeplanung.

Schlüsselwörter

wissenschaftliche Fundiertheit, Pflegeplanung, EDV-basierte Dokumentation, Pflegediagnosen, Pflegeinterventionen, Geriatrie, Transdok, NANDA, NIC, ICNP, ATL, Qualitätsmanagement, Pflegedokumentation, Langzeitpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Qualität und wissenschaftlichen Fundiertheit von Pflegediagnosen und -interventionen in der geriatrischen Langzeitpflege anhand der Pflegedokumentation einer spezifischen Institution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die EDV-unterstützte Pflegedokumentation, die Anwendung von Pflegediagnostik (insb. NANDA), die Bedeutung von Standardpflegeplanungen sowie die kritische Reflexion des Pflegeprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, häufige Fehler bei der Erstellung von Pflegeplanungen aufzuzeigen und durch wissenschaftliche Analyse zur Qualitätsverbesserung in der pflegerischen Praxis beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Methodik basiert auf einer Datenfilterung und Auszählung von Pflegediagnosen über 360 Tage mittels des Programms "Transdok", gefolgt von einer Literaturrecherche und einer formal-inhaltlichen Überprüfung anhand konkreter Pflegeplanungsbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf häufigsten Pflegediagnosen und die dazugehörigen Interventionen detailliert analysiert, auf ihre fachliche Korrektheit geprüft und mit den Vorgaben der internationalen Fachliteratur abgeglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe wissenschaftliche Fundiertheit, Pflegeplanung, EDV-basierte Dokumentation, NANDA und geriatrische Langzeitpflege charakterisiert.

Warum ist die Anpassung von Standarddiagnosen so entscheidend?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Standarddiagnosen ohne individuelle Anpassung oft nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohner entsprechen und somit die angestrebte Qualität und Aktivierung in der Pflege verfehlen.

Welche Schwachstellen zeigt das EDV-System "Transdok" auf?

Das System fördert laut der Autorin eine gewisse "Faulheit" durch die Bereitstellung von vorgefertigten Bausteinen und vernachlässigt zudem den letzten, essenziellen Schritt des Pflegeprozesses: die Evaluation.

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Details

Title
Die häufigsten Pflegediagnosen und -interventionen in der Geriatrie und ihre wissenschaftliche Fundiertheit
Subtitle
Gemessen an der Pflegedokumentation der Institution H.G.
College
UMIT The Health & Life Sciences University  (Institut für Pflegewissenschaften)
Grade
1,0
Author
Bakk. Marina Amann (Author)
Publication Year
2007
Pages
69
Catalog Number
V83987
ISBN (eBook)
9783638872768
ISBN (Book)
9783638872812
Language
German
Tags
Pflegediagnosen Geriatrie Fundiertheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bakk. Marina Amann (Author), 2007, Die häufigsten Pflegediagnosen und -interventionen in der Geriatrie und ihre wissenschaftliche Fundiertheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83987
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