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Präferenzoffenbarung in kombinatorischen Auktionen

Titre: Präferenzoffenbarung in kombinatorischen Auktionen

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 9 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christopher Reiche (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique de compétition
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Mit der zunehmenden Bedeutung von kombinatorischen Auktionen rücken auch immer mehr Fragestellungen der Effizienz dieser Verfahren in den Blickpunkt der wissenschaftlichen Forschung. Als prominentestes Beispiel einer kombinatorischen Auktion kann wohl die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen genannt werden. So vorteilhaft kombinatorische Auktionen den Teilnehmern die Äußerung komplexer Präferenzen ermöglichen, umso aufwändiger wird es mit zunehmender Agenten- und Güteranzahl für den Auktionator die persönlichen Wertschätzungen der Bieter über alle möglichen Güterbündelkombinationen zu bestimmen. In dieser Arbeit sollen verschiedene Formen von Abfragen und Algorithmen vorgestellt werden, um zu überprüfen, ob sie eine akzeptable Allokation festlegen können, ohne die gesamte Bewertungsfunktion der Bieter erheben zu müssen und so der vollständigen Präferenzoffenbarung aus dem Weg gehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen kombinatorischer Auktionen und Präferenzoffenbarung

3. Rangverbandbasierende Präferenzoffenbarung

4. Präferenzoffenbarung bei unstrukturierten Bewertungen

5. Präferenzoffenbarung bei strukturierten Bewertungen

6. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, effiziente Algorithmen für kombinatorische Auktionen zu untersuchen, die eine optimale Allokation ermöglichen, ohne die gesamte Bewertungsfunktion der Bieter vollständig erheben zu müssen.

  • Grundlagen und Herausforderungen kombinatorischer Auktionen
  • Methoden der rangverbandbasierenden Präferenzoffenbarung
  • Analyse von Abfrageverfahren bei unstrukturierten Bewertungen
  • Ansätze zur Effizienzsteigerung bei strukturierten Bewertungsklassen
  • Vergleich verschiedener Algorithmen wie EBF und PAR

Auszug aus dem Buch

3. Rangverbandbasierende Präferenzoffenbarung

Grundlage um einen Rangverband, wie von Sandholm und Boutilier (2006) beschrieben, aufzustellen, sind Rangabfragen des Auktionators, bei denen die Bieter alle Bündel in ihre persönliche Rangfolge, vom meisten zum am wenigsten bevorzugten Bündel, bringen müssen. Wenn bi(ri) ein Bündel darstellt, das Bieter i auf den Rang ri gesetzt hat und man daraus den Rangvektor r=[r1,r2,...,rn] eines Bieters für alle denkbaren Kombinationen bestimmen kann, repräsentiert dieser Vektor alle Zuteilungen bi(ri) des Bieters i. Die Inhalte dieser entstehenden Rangvektoren werden unter Beachtung der Dominanzrelationen (ein Bündel wird von jedem anderen höherangigeren Bündel dominiert) und ihrer entsprechenden Bewertungen in den Rangverband gebracht.

Ein Beispiel von Conen (2002) soll als Grundlage für die Erläuterung der folgenden Offenbarungsalgorithmen dienen:

Es gibt zwei Bieter (1 und 2) und zwei Güter (A und B), für die in Tabelle 1 die jeweiligen Wertschätzungen der Bieter dargestellt sind.

Aus Tabelle 1 ergeben sich folgende Rangvektoren für die beiden Agenten:

Rangvektor Agent 1: a1: (AB, A, B, ∅ )

Rangvektor Agent 2: a2: (AB, B, A, ∅ )

Die Zuteilung [1,1] steht an der Spitze des Rangverbandes, da sie für die für beide Bieter bevorzugte Situation darstellt und als Gesamtwohlfahrt den höchsten Wert 17 (17=8+9, als Summe der Einzelbewertungen für die jeweils erste Position im Rangvektor) generieren würde. Nach diesem Prinzip lässt sich der gesamte Rangverband aufbauen, indem der Auktionator nach den Rangfolgen und entsprechenden Bewertungen der Bieter fragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass bei kombinatorischen Auktionen mit zunehmender Bieter- und Güterzahl die Erhebung komplexer Präferenzen sehr aufwändig wird.

2. Grundlagen kombinatorischer Auktionen und Präferenzoffenbarung: Hier werden die theoretischen Notationen definiert und das Ziel erläutert, mit möglichst wenigen Informationen eine optimale Allokation zu generieren.

3. Rangverbandbasierende Präferenzoffenbarung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Rangabfragen und die Erstellung von Rangvektoren ein Verband zur Bestimmung zulässiger Allokationen aufgebaut werden kann.

4. Präferenzoffenbarung bei unstrukturierten Bewertungen: Hier liegt der Fokus auf der Auswahl der Abfragearten, wie z.B. Wertabfragen oder Reihenfolgeabfragen, wenn keine strukturierten Bewertungsinformationen vorliegen.

5. Präferenzoffenbarung bei strukturierten Bewertungen: Dieses Kapitel behandelt effiziente Methoden für spezifische Bewertungsklassen, wie etwa "read-once-valuations" oder "Werkzeugkisten-Bewertungen".

6. Ergebnisse: Abschließend wird der Zielkonflikt zwischen Allokationsqualität und Informationsaufwand diskutiert und der EBF-Algorithmus als effiziente Lösung hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Kombinatorische Auktionen, Präferenzoffenbarung, Wohlfahrtsmaximierung, Rangverband, Allokation, Wertabfragen, EBF-Algorithmus, Bieterpräferenzen, Effizienz, Paretoeffizienz, Güterbündel, Bewertungsfunktion, Rangabfragen, Ressourcenallokation, Koordinationsmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der effizienten Gestaltung kombinatorischer Auktionen und der Frage, wie man eine optimale Zuteilung der Güter erreicht, ohne die vollständigen Präferenzen aller Bieter abfragen zu müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Präferenzoffenbarung, die Konstruktion von Rangverbänden sowie die Analyse verschiedener Such- und Abfragealgorithmen für kombinatorische Auktionsprobleme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Verfahren, die den Trade-off zwischen einer wohlfahrtsmaximierenden Allokation und einem minimalen Abfrageaufwand optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Literatur, die Kategorisierung von Auktionsmechanismen und die methodische Beschreibung von Abfragealgorithmen anhand von Beispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Erläuterung der Rangverbandbasierenden Offenbarung sowie eine Differenzierung zwischen strukturierten und unstrukturierten Bewertungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kombinatorische Auktionen, Präferenzoffenbarung, Wohlfahrtsmaximierung, der EBF-Algorithmus sowie die Effizienz von Abfragealgorithmen.

Was unterscheidet den EBF-Algorithmus von anderen Ansätzen?

Der EBF-Algorithmus ist laut Autor besonders effizient, da er eine Lösung findet, ohne den vollständigen Rangverband aufbauen zu müssen, indem er geschickt Wert- und Rangabfragen kombiniert.

Warum ist die Präferenzoffenbarung bei kombinatorischen Auktionen so herausfordernd?

Die Herausforderung liegt in der exponentiell wachsenden Anzahl möglicher Güterbündel bei steigender Güteranzahl, was eine vollständige Abfrage der Präferenzen für den Auktionator extrem aufwändig macht.

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Résumé des informations

Titre
Präferenzoffenbarung in kombinatorischen Auktionen
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
1,7
Auteur
Christopher Reiche (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
9
N° de catalogue
V84878
ISBN (ebook)
9783638014069
ISBN (Livre)
9783638917254
Langue
allemand
mots-clé
Präferenzoffenbarung Auktionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christopher Reiche (Auteur), 2006, Präferenzoffenbarung in kombinatorischen Auktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84878
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Extrait de  9  pages
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