Die Situation im Eisenbahnverkehr in der Bundesrepublik Deutschland hat sich durch die weitreichenden gesetzlichen Neuordnungen grundlegend gewandelt. Der politische Wille zur Privatisierung und Öffnung des Eisenbahnverkehrs-marktes für den Wettbewerb ist mit dem Eisenbahnneuordnungsgesetz, der Novellierung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG), der dazugehörigen Regionalisierungsgesetze der Länder, sowie der Umwandlung der deutschen Bundesbahn in eine Kapitalgesellschaft zur Deutschen Bahn AG in die entspre-chenden gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen umgesetzt worden. Auf dieser Grundlage ist erstmals seit dem Bestehen der Bundesrepu-blik Deutschland für diesen Bereich öffentlicher Dienstleistungen die Erbringung von Verkehrsleistungen unter Wettbewerbsbedingungen möglich, d.h. Angebot und Nachfrage können sich unter Marktmechanismen entwickeln.
In der vorliegenden Arbeit wird ein kurzer Rückblick auf die Ursachen der Bahnreform und deren Beeinflussung auf die Wettbewerbssituation gegeben, sowie das natürliche Monopol, die Deutsche Bahn, vorgestellt. Des Weiteren werden die Liberalisierung und Deregulierung, die Marktöffnung und der Markteintritt neuer Unternehmen thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
- ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- EINLEITUNG
- DIE BAHNREFORM
- REFORMURSACHEN
- DAS REFORMMODELL
- ZIELE DER BAHNREFORM
- FAZIT DER BAHNREFORM
- DIE BAHN ALS NATÜRLICHES MONOPOL
- DEREGULIERUNG UND LIBERALISIERUNG DES SCHIENENVERKEHRS
- MARKTEINTRITT UND WETTBEWERB
- WETTBEWERBER IM SPNV
- DAS ALLGEMEINE EISENBAHNGESETZ UND DIE KONTROLLORGANE
- AUSSCHREIBUNGSPRAXIS IM SPNV AM BEISPIEL MECKLENBURG-VORPOMMERN
- DIE METRONOM EISENBAHNGESELLSCHAFT MBH
- FAZIT
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Veränderungen im Eisenbahnverkehr in Deutschland, die durch die Bahnreform initiiert wurden. Der Fokus liegt dabei auf der Öffnung des Marktes für den Wettbewerb und dem Markteintritt neuer Eisenbahnverkehrsunternehmen im SPNV.
- Die Ursachen der Bahnreform und die darin enthaltenen Maßnahmen.
- Die Folgen der Bahnreform auf die Wettbewerbslandschaft im Eisenbahnverkehr.
- Die Herausforderungen und Chancen für neue Eisenbahnverkehrsunternehmen im SPNV.
- Die Rolle des Allgemeinen Eisenbahngesetzes und der Kontrollorgane im Wettbewerb.
- Die Ausschreibungspraxis im SPNV am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz der Bahnreform im Kontext der Liberalisierung des Eisenbahnmarktes dar. Im zweiten Kapitel werden die Ursachen der Bahnreform, das Reformmodell und die Ziele der Reform erläutert.
Kapitel 3 und 4 behandeln die Deutsche Bahn als natürliches Monopol und die Deregulierung sowie Liberalisierung des Schienenverkehrs. Kapitel 5 analysiert den Markteintritt und den Wettbewerb durch neue Unternehmen im SPNV, einschließlich der Wettbewerber, des Allgemeinen Eisenbahngesetzes und der Kontrollorgane, sowie der Ausschreibungspraxis in Mecklenburg-Vorpommern. Die Arbeit wird mit einem Fazit abgeschlossen.
Schlüsselwörter
Bahnreform, Wettbewerb, Liberalisierung, Deregulierung, SPNV, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Markteintritt, Ausschreibung, Allgemeines Eisenbahngesetz, Deutsche Bahn, Kontrollorgane, Mecklenburg-Vorpommern.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Hauptziel der deutschen Bahnreform?
Ziel war die Privatisierung und Öffnung des Eisenbahnmarktes für Wettbewerb, um Verkehrsleistungen unter Marktmechanismen (Angebot und Nachfrage) zu ermöglichen.
Welche Gesetze bildeten die Grundlage für diese Veränderungen?
Zentrale Grundlagen waren das Eisenbahnneuordnungsgesetz, die Novellierung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) und die Regionalisierungsgesetze der Länder.
Was bedeutet der Begriff „natürliches Monopol“ im Zusammenhang mit der Deutschen Bahn?
Es beschreibt die marktbeherrschende Stellung der Deutschen Bahn AG vor und während der Reformphasen und die Herausforderungen bei der Einführung von Wettbewerb.
Wie wird der Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) praktisch umgesetzt?
Dies geschieht primär durch Ausschreibungen von Verkehrsleistungen, wie in der Arbeit am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern erläutert wird.
Welche Rolle spielen Kontrollorgane im liberalisierten Eisenbahnmarkt?
Sie überwachen die Einhaltung des Wettbewerbsrechts und stellen sicher, dass neue Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) diskriminierungsfreien Zugang zum Markt erhalten.
Wird in der Arbeit ein konkretes privates Eisenbahnunternehmen genannt?
Ja, die Metronom Eisenbahngesellschaft mbH wird als Beispiel für ein im Wettbewerb stehendes Unternehmen angeführt.
- Quote paper
- Claudia Martin (Author), 2007, Markteintritt und Wettbewerb durch neue Eisenbahnunternehmen im SPNV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85410