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Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther

Anwendung in einer Newsgroupdiskussion

Title: Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Martina Törner (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Im Zuge dieser Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen, ob die Kommunikation im WorldWideWeb mit einer realen Face-to-Face-Interaktion zu vergleichen ist. Ich möchte untersuchen, ob es möglich ist, die sozialen und emotionalen Hinweisreize einer realen Kommunikationssituation auch textuell in einem Internetforum darzustellen.
Im Internet ist es sicherlich einfacher, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Man kennt die Personen nicht und geht deshalb auch ohne Erwartungshaltung in Chats, Newsforen etc. Niemand würde wohl in der Fußgängerzone einer Großstadt einfach jemanden fragen, ob er ihm sagen kann, welche Geranien am besten für seinen Balkonkasten geeignet sind. In einem Chatroom sind solche Fragen alltäglich. Es ist möglich spezielle Foren zu besuchen, in denen man Menschen vermutet, die sich mit einem bestimmten Thema auskennen. Foren gibt es für alle möglichen Themen, der Autoliebhaber wird genauso seine Ecke finden, wie die Hausfrau oder der Katzenfreund. Aber ist es möglich, dort auch die gleiche zwischenmenschliche Ansprache mit all ihren kleinen, kaum wahrnehmbaren Hinweisen zu finden, wie wir sie in der Face-to-Face- Kommunikation erleben? Lassen sich Emotionen auch in textbasierten Foren oder im Chat nonverbal darstellen?
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Kommunikation?

2.1 Face-to-Face-Kommunikation

2.2 Kommunikation im Internet

3. Theorie der Computervermittelten Kommunikation

3.1 Die Kanalreduktionstheorie

3.2 Das SIDE-Modell nach Lea & Spears

3.3 Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther

3.4 Ansatz der hyperpersonalen Perspektive

4. Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks in der Praxis am Beispiel eines Newsgroupthreads

4.1 Identitätsdarstellung im Netz

4.2 Praktisches Beispiel einer Kommunikationsituation in einem Newsforum

4.3 Interpretation

Fazit

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die computervermittelte Kommunikation im Internet mit einer realen Face-to-Face-Interaktion vergleichbar ist und ob soziale sowie emotionale Hinweisreize textuell in einem Internetforum dargestellt werden können.

  • Vergleich zwischen Face-to-Face-Kommunikation und Kommunikation im Internet
  • Analyse relevanter Theorien zur computervermittelten Kommunikation (Kanalreduktionstheorie, SIDE-Modell)
  • Detaillierte Betrachtung der Theorie der sozialen Informationsverarbeitung und der hyperpersonalen Perspektive nach Walther
  • Praktische Anwendung und Analyse des emotionalen Ausdrucks in einem Newsgroup-Forum

Auszug aus dem Buch

4.3. Interpretation

In dem Thread wurde darüber geredet, das Paris Hilton aus dem Gefängnis entlassen wurde und einen Tag später wieder zurück musste. Daraufhin gab es viele Kommentare, die das Unverständnis der User für dieses Gebaren und Paris Hilton an sich ausdrückten. Zu diesem Zeitpunkt bin ich in den Thread eingestiegen. Durch bewusst ironisch gewählte Worte und eine provokative Formulierung, drückte ich mein „angebliches“ Verständnis für Paris Hilton aus. Zusätzlich fügte ich noch Emoticons ein, einen animierten, zwinkernden und einen geschockt blickenden Smiley, die unterstreichen sollten, dass es sich bei meinem Posting um eine ironische Aussage handelt.

Durch den Satz „ Wisst ihr was mich an ihr am meisten nervt?“ sprach ich die Mitglieder des Forums direkt an. Meine Verwunderung über die Tatsache, das mir der Name Paris Hilton überhaupt ein Begriff ist, wurde dadurch ausgedrückt, dass ich das Wort „kenne“ mit einem Leerzeichen zwischen den einzelnen Buchstaben und in Fett-Schrift schrieb: k e n n e. Um mein Statement noch zu unterstreichen, beendete ich den Satz mit zwei Ausrufungszeichen. Den Abschluss des Postings bildet eine „ in den Raum gestellte“ Frage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob soziale und emotionale Kommunikation textuell im Internet realisierbar ist und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Was ist Kommunikation?: Das Kapitel definiert den Begriff der Kommunikation und kontrastiert die Face-to-Face-Interaktion mit der computervermittelten Kommunikation.

3. Theorie der Computervermittelten Kommunikation: Hier werden zentrale Theorien wie die Kanalreduktionstheorie, das SIDE-Modell, die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung und die hyperpersonale Perspektive erläutert.

4. Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks in der Praxis am Beispiel eines Newsgroupthreads: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Analyse in einem Internetforum, einschließlich der Identitätsdarstellung und Interpretation eines konkreten Diskussionsverlaufs.

Fazit: Das Fazit bestätigt, dass die textuelle Darstellung nonverbaler Hinweise in Foren möglich ist und zeigt auf, welche Chancen dies für die Kontaktbildung bietet.

Schlüsselwörter

Computervermittelte Kommunikation, cvK, Face-to-Face-Kommunikation, soziale Informationsverarbeitung, hyperpersonale Perspektive, Internetforum, Newsgroup, nonverbale Kommunikation, Identitätsdarstellung, Emoticons, Parasprache, Internet, soziale Medien, soziale Interaktion, digitale Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die textbasierte Kommunikation im Internet in der Lage ist, die sozialen und emotionalen Nuancen einer direkten Face-to-Face-Kommunikation abzubilden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kommunikationstheorie, die spezifischen Herausforderungen der computervermittelten Kommunikation sowie die Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks durch Symbole und Textgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und ein praktisches Beispiel zu prüfen, ob Nutzer im Internet in der Lage sind, nonverbale Hinweisreize textuell zu kompensieren.

Welche wissenschaftlichen Theorien bilden das Fundament?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Kanalreduktionstheorie, das SIDE-Modell (Social Identity Deindividuation) sowie die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung und die hyperpersonale Perspektive von Joseph Walther.

Was wird im praktischen Teil der Arbeit behandelt?

Im praktischen Teil wird die aktive Teilnahme der Autorin an einem Newsgroup-Forum dokumentiert und analysiert, wie sie dort mittels Sprache, Satzbau und Emoticons emotionale Botschaften vermittelt hat.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind computervermittelte Kommunikation, Internetforum, hyperpersonale Perspektive, nonverbale Hinweisreize und Identitätsdarstellung.

Wie spielt das SIDE-Modell in die Analyse hinein?

Das SIDE-Modell dient zur Erklärung, wie sich Nutzer in anonymen Foren an gruppenspezifische Normen anpassen, um in der Community als zugehörig wahrgenommen zu werden.

Warum spielt die Zeitkomponente bei der Analyse eine Rolle?

Die Zeitdiskrepanz in der asynchronen Kommunikation (im Gegensatz zum Chat) erlaubt es den Nutzern, ihre Antworten bewusst zu gestalten und somit soziale Hinweisreize gezielter einzusetzen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Emoticons?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Emoticons zwar kein vollwertiger Ersatz für den persönlichen Kontakt sind, jedoch eine essenzielle Rolle spielen, um Emotionen in der textbasierten Welt auszudrücken und so den Aufbau von Kontakten zu erleichtern.

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Details

Title
Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther
Subtitle
Anwendung in einer Newsgroupdiskussion
College
University of Hagen
Course
Bachelor Bildungswissenschaft
Grade
2,3
Author
Martina Törner (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V85651
ISBN (eBook)
9783638043335
Language
German
Tags
Theorie Informationsverarbeitung Walther Bachelor Bildungswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Törner (Author), 2007, Theorie der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85651
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