Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Jugendamtes D. besteht im engeren Sinne aus sieben weiblichen Mitarbeiterinnen, die jeweils einen Stadtteil von D. betreuen (auch Bereich “Hilfen zur Erziehung” im ASD genannt). Weiterhin gehören zu dieser Abteilung noch zwei Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfe (ein Mann und eine Frau) sowie zwei Mitarbeiterinnen der wirtschaftlichen Jugendhilfe. Auch die Bereiche Pflegekinderwesen und Adoptionsvermittlung, jeweils mit einer Mitarbeiterin besetzt, sind dem ASD zuzurechnen. Die gesamte Abteilung umfaßt 15 Mitarbeiter (14 Frauen und ein Mann) inklusive Abteilungsleiterin und Sekretärin. Meine Anleiterin sollte eigentlich die Abteilungsleiterin des ASD sein. Diese war jedoch die längste Zeit meines Praktikums krank, daraufhin übernahm das ihre Vertreterin.
Der Ablauf meines Praktikums sah wie folgt aus. Ich wechselte im Zwei-Wochen-Rhythmus zwischen den einzelnen “Stadtteilsozialarbeiterinnen”, die dann auch meine Anleitung übernahmen. Außerdem arbeitete ich auch zwei Wochen in der wirtschaftlichen Jugendhilfe und in der Jugendgerichtshilfe. Diese Bereiche gehören zwar ebenfalls zum gesamten ASD. Ich möchte sie jedoch in meinem Bericht weitestgehend ausklammern, da ich dort sozusagen nur “reingeschnuppert” habe. Deshalb werde ich mich zum größten Teil auf meine Arbeit bei den “Stadtteilsozialarbeiterinnen” beschränken.
Gliederung
Praktikumsbericht I - Jugendamt/ASD
1. Arbeitsplatzanalyse
1.1 Äußeres Umfeld
1.2 Klientenkreis
1.3 Gesetzliche Grundlagen
1.4 Aufgaben / Ziele des ASD
1.5 Arbeitsweise
1.5.1 Kontaktaufnahme
1.5.2 Sozialpädagogische Hilfsangebote
1.5.3 Methodischer Ansatz
2. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin
2.1 Beschreibung der Klientengruppe
2.2 Aufgabenbereich und eigene Arbeitsweise
3. Fallbeispiel
4. Kritische Auseinandersetzung mit meiner Tätigkeit im ASD
Praktikumsbericht II - Frauenhaus
1. Arbeitsplatzanalyse
1.1 Äußeres Umfeld
1.2 Klientenkreis
1.3 Gesetzliche Grundlagen
1.4 Aufgaben des Frauenhauses
1.5 Ziele des Frauenhauses
1.6 Arbeitsweise
1.6.1 Kontaktaufnahme
1.6.2 Sozialpädagogische Hilfsangebote
1.6.3 Methodischer Ansatz
2. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin
2.1 Beschreibung der Klientengruppe
2.2 Aufgabenbereich und eigene Arbeitsweise
3. Fallbeispiel
4. Kritische Auseinandersetzung mit meiner Tätigkeit im Frauenhaus
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen aus zwei verschiedenen Praxissemestern im Bereich der Sozialen Arbeit, konkret im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) eines Jugendamtes sowie in einem Frauenhaus. Das Hauptziel besteht darin, die Arbeitsweisen, strukturellen Rahmenbedingungen und spezifischen methodischen Ansätze dieser beiden Institutionen zu reflektieren und die eigene Rolle als Praktikantin kritisch zu hinterfragen.
- Strukturanalyse und Aufgabenfelder des ASD und des Frauenhauses.
- Methodische Ansätze in der Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit.
- Vergleich der klientenzentrierten Arbeit in behördlichen versus schutzorientierten Kontexten.
- Reflexion der Rolle der Praktikantin in Bezug auf Verantwortung, Distanz und Handlungssicherheit.
- Fallbeispiele zur Veranschaulichung der praktischen Vorgehensweise.
Auszug aus dem Buch
3. Fallbeispiel
An dieser Stelle möchte ich den Fall von Sabine O. darstellen. Ich habe dieses Beispiel gewählt, da ich an diesem Fall aktiv beteiligt war und hier auch stückweise selbständig tätig sein konnte. An dieser Falldarstellung läßt sich am besten meine eigene Arbeitsweise sichtbar machen. Zudem hatte ich in diesem Fall die Möglichkeit die Entwicklung dieses Mädchens über einen längeren Zeitraum zu verfolgen.
Zur Vorgeschichte: Sabine O. ist 1983 als drittes von sechs Kindern geboren. Sie ist mit ihren Geschwistern bei ihrer alleinerziehenden Mutter und deren wechselnden Lebenspartnern aufgewachsen. 1995 gab es große familiäre Probleme zu Hause, daraufhin entstand der Kontakt zum Jugendamt. Schließlich kam Sabines älterer Bruder in ein Kinderheim und Frau O. bekam für sich und ihre restlichen fünf Kinder eine Familienhelferin zur Unterstützung. Im Alter von 15 Jahren ist Sabine dann ebenfalls in ein Heim gekommen, aufgrund von starken Spannungen zwischen ihr und ihrer Mutter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Arbeitsplatzanalyse: Detaillierte Darstellung des organisatorischen Umfelds, der gesetzlichen Grundlagen und der Kernaufgaben der jeweiligen Institutionen.
2. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin: Reflexion über die übernommenen Aufgaben, den Grad der Selbstständigkeit im Arbeitsalltag und die Integration in das Team.
3. Fallbeispiel: Darstellung konkreter Klientenfälle, die das methodische Handeln und die praktische Umsetzung der pädagogischen Arbeit verdeutlichen.
4. Kritische Auseinandersetzung mit meiner Tätigkeit im ASD / im Frauenhaus: Selbstreflexion hinsichtlich der eigenen professionellen Entwicklung, erlebter Schwierigkeiten und der gewonnenen Erkenntnisse über das eigene Rollenverständnis.
Schlüsselwörter
Allgemeiner Sozialdienst, Frauenhaus, Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Familienhilfe, Kinderschutz, Praxissemester, Rollenreflexion, Hilfegewährung, Beratungsgespräche, Institutionelle Strukturen, Sozialpädagogik, Klientenarbeit, Fallbeispiel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst zwei Praktikumsberichte über ein Praxissemester beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und ein zweites Semester in einem Frauenhaus, in denen die Autorin ihre Aufgaben und Erfahrungen reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die strukturellen Analysen der Einrichtungen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die soziale Arbeit, die methodische Vorgehensweise in der Einzelfallberatung sowie die Selbstreflexion der Rolle als Praktikantin.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Praxisalltag zu analysieren, spezifische Arbeitsmethoden darzustellen und die eigene Entwicklung und das professionelle Rollenverständnis in beiden unterschiedlichen Handlungsfeldern kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Methoden der Einzelfallhilfe und der sozialen Gruppenarbeit, eingebettet in eine praxisreflektierende Berichtsform.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert jeweils das Arbeitsumfeld, den Klientenkreis, die gesetzlichen Grundlagen und die Arbeitsweise der beiden Einrichtungen, ergänzt durch Fallbeispiele und eine kritische Auseinandersetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Allgemeiner Sozialdienst, Frauenhaus, Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Kinderschutz und Praxisreflexion.
Wie unterscheidet sich die Arbeit im Frauenhaus von der im Jugendamt laut der Autorin?
Im Jugendamt ist die Arbeit oft durch hierarchische Strukturen und Verwaltungsabläufe geprägt, während im Frauenhaus ein intensiverer, längerfristiger Kontakt zu den Klientinnen besteht, bei dem die Anonymität und der Schutz der Frauen im Vordergrund stehen.
Welche Herausforderung ergab sich für die Autorin beim Übergang von der Theorie zur Praxis?
Die Autorin beschreibt insbesondere die Herausforderung, die notwendige professionelle Distanz zu wahren, um objektiv zu bleiben, ohne die Empathie für die Klientinnen zu verlieren.
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- Susanne Kitzing (Author), 2002, Jugendamt/ASD - Praxissemester II in einem Frauenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8581