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Das Scheitern der "Zähmung" Hitlers im Rahmen der NSDAP/DNVP-Regierung im Jahr 1933

Title: Das Scheitern der "Zähmung" Hitlers im Rahmen der NSDAP/DNVP-Regierung im Jahr 1933

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Eberlein (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich der interessanten Frage, wie Hitler im Jahr 1933 den Widerstand innerhalb der Reichsregierung brechen konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. Die Koalition NSDAP-DNVP – Eine ambivalente Regierungskoalition

3. Das Konzept der ,,Zähmung“ Hitlers

4. Die Entmachtung des Reichstages

4.2. Die Folgen des Reichstagbrandes vom 27.2.1933

4.3. Die Reichstagswahlen vom 5.3.1933

4.4. Der Weg zum Ermächtigungsgesetz am 23.3.1933

4.5. Das Ermächtigungsgesetz und seine Folgen

4.6. Die Zerschlagung der DNVP

5. Ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess, durch den Adolf Hitler nach seinem Amtsantritt am 30. Januar 1933 innerhalb kürzester Zeit sämtliche Widerstände auf Ebene der Reichsregierung ausschaltete und die Weimarer Republik in eine Diktatur überführte. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie das konservative Konzept einer „Zähmung“ Hitlers durch eine Koalition aus NSDAP und DNVP scheitern konnte.

  • Die ambivalente Rolle der Regierungskoalition zwischen NSDAP und DNVP
  • Die Strategie der „Zähmung“ Hitlers durch konservative Kräfte
  • Die schrittweise Entmachtung des Reichstages und die Aufhebung der Gewaltenteilung
  • Die Rolle von Reichspräsident von Hindenburg und Franz von Papen
  • Der Prozess der Zerschlagung konkurrierender politischer Kräfte und Parteien

Auszug aus dem Buch

3. Das Konzept der ,,Zähmung“ Hitlers

Welche Gefahr von Hitler ausging, war vor allem Hindenburg bekannt gewesen. Aus diesem Grund wollte Hindenburg Hitler kontrolliert wissen, weshalb ein Konzept der ,,Zähmung“ Hitlers entstand. Dieses Konzept sah vor, Hitler durch eine Mehrheit an konservativen Ministern und durch die Autorität des Reichspräsidenten selbst in Schach zu halten. Denn der Reichspräsident besaß eine entscheidende Position, mit der er Hitler zügeln konnte. Hitler konnte nur mit der Notverordnung Nr. 48 des Reichspräsidenten innerhalb seines Präsidialkabinetts Gesetze erlassen. Zugleich war Hitler von dem Vertrauen des Reichspräsidenten abhängig, der ihm jeder Zeit wieder das Vertrauen entziehen konnte. Es war auch Hindenburg, der Papen damit beauftragte, und nicht Hitler, eine fähige Regierung zu bilden. Dabei konnte Hitler als Reichskanzler nur zwei unbedeutend erscheinende Sitze im Kabinett erlangen, und zwar das Amt des preußischen Innenministers für Hermann Göring und das Amt des Reichsinnenministers für Wilhelm Frick. Hitler standen dagegen, mit Papen als Vizekanzler und Reichskommissar von Preußen, ebenfalls Konstantin Freiherr von Neurath als Außenminister, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk als Reichsfinanzminister und Reichsaußenminister, Alfred Hugenberg als Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung, Paul Freiherr von Eltz-Rübenach als Reichspost und Reichsverkehrsminister, Dr. Franz Gürtner als Minister der Justiz, Franz Seldte, die führende Persönlichkeit der paramilitärischen Organisation des sogenannten Stahlhelms, als Arbeitsminister und der General Werner von Blomberg als Reichswehrminister, konservative Kräfte in einem Verhältnis von drei zu acht, Hindenburg mitgezählt sogar drei zu neun, gegenüber. In dieser Machtkonstellation schien es für Hitler äußerst schwierig zu sein, sein Ziel der Errichtung einer Diktatur verwirklichen zu können. So schrieb die New York Times am 31.1.1933 ,,Die Zusammensetzung des Kabinetts lässt Herrn Hitler keine Bewegungsfreiheit, seinen diktatorischen Ehrgeiz befriedigen zu können.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Einleitung in die Problematik des Aufstiegs Hitlers zur Diktatur in den ersten Monaten des Jahres 1933 vor dem historischen Hintergrund der Weimarer Republik.

2. Die Koalition NSDAP-DNVP – Eine ambivalente Regierungskoalition: Analyse der instabilen und von gegensätzlichen Zielen geprägten Regierungszusammenarbeit zwischen NSDAP und DNVP unter Hindenburg.

3. Das Konzept der ,,Zähmung“ Hitlers: Erläuterung der konservativen Strategie, Hitler durch eine Mehrheit im Kabinett und die Autorität des Reichspräsidenten zu kontrollieren.

4. Die Entmachtung des Reichstages: Darstellung der systematischen Entmachtung des Parlaments durch Neuwahlen, Notverordnungen und die Ausschaltung politischer Gegner.

4.2. Die Folgen des Reichstagbrandes vom 27.2.1933: Untersuchung, wie der Reichstagsbrand zur endgültigen Aufhebung von Grundrechten und der Übertragung von Vollmachten auf die Regierung genutzt wurde.

4.3. Die Reichstagswahlen vom 5.3.1933: Analyse des Wahlergebnisses und wie dieses den Machtanspruch Hitlers unter den Bedingungen des staatlichen Terrors festigte.

4.4. Der Weg zum Ermächtigungsgesetz am 23.3.1933: Beschreibung des Prozesses, mit dem Hitler die gesetzgebende Gewalt auf die Regierung übertrug, um parlamentarische Abhängigkeiten zu beseitigen.

4.5. Das Ermächtigungsgesetz und seine Folgen: Erörterung der Aufhebung der Gewaltenteilung und der faktischen Errichtung einer Diktatur Hitlers.

4.6. Die Zerschlagung der DNVP: Darstellung der systematischen Verfolgung und Auflösung des ehemaligen Koalitionspartners DNVP durch Terror und politischen Druck.

5. Ein Fazit: Zusammenfassende Betrachtung über das Scheitern der „Zähmung“ und wie es Hitler gelang, konservative Stützen zu neutralisieren und die absolute Macht zu erlangen.

Schlüsselwörter

Hitler, NSDAP, DNVP, Weimarer Republik, Zähmung, Hindenburg, Franz von Papen, Ermächtigungsgesetz, Reichstagsbrand, Gleichschaltung, Diktatur, Terror, Koalition, Nationalsozialismus, Machtübertragung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Übergang von der parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik zur NS-Diktatur in den ersten Monaten des Jahres 1933.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Rolle der Koalitionsregierung aus NSDAP und DNVP, das Konzept der „Zähmung“ Hitlers durch konservative Kreise sowie die schrittweise Entmachtung der demokratischen Institutionen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hitler innerhalb weniger Monate sämtliche Widerstände innerhalb der Reichsregierungsebene beseitigen konnte, obwohl er zunächst stark eingeschränkt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer chronologischen Analyse historischer Ereignisse und stützt sich dabei maßgeblich auf etablierte Fachliteratur zu diesem Themenkomplex.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entmachtung des Reichstages, die Auswirkungen des Reichstagsbrandes, die Bedeutung des Ermächtigungsgesetzes und die systematische Zerschlagung der DNVP.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Zähmung“, NSDAP, DNVP, Hindenburg, Ermächtigungsgesetz und Gleichschaltung charakterisiert.

Welche Rolle spielte der Reichspräsident Hindenburg bei der „Zähmung“ Hitlers?

Hindenburg fungierte als zentrale Figur des Zähmungskonzepts; er sollte Hitler durch Notverordnungen und die Besetzung von Ministerposten mit konservativen Politikern kontrollieren, wurde jedoch zunehmend von Hitler ausgespielt.

Wie konnte Hitler die DNVP als Koalitionspartner ausschalten?

Nachdem Hitler durch das Ermächtigungsgesetz die absolute gesetzgeberische Gewalt innehatte, wurde die DNVP als Partner überflüssig. Durch systematischen Terror, politische Hetze und den Druck auf ihre führenden Mitglieder wurde die Partei zur Selbstauflösung gezwungen.

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Details

Title
Das Scheitern der "Zähmung" Hitlers im Rahmen der NSDAP/DNVP-Regierung im Jahr 1933
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Course
Die Probleme der Republik von Weimar 1919-1933
Grade
2,0
Author
Stefan Eberlein (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V85937
ISBN (eBook)
9783638012287
Language
German
Tags
Scheitern Zähmung Hitlers Rahmen NSDAP/DNVP-Regierung Jahr Probleme Republik Weimar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Eberlein (Author), 2006, Das Scheitern der "Zähmung" Hitlers im Rahmen der NSDAP/DNVP-Regierung im Jahr 1933 , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85937
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