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Focusing - Konzept und Bedeutung

Title: Focusing - Konzept und Bedeutung

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diana von Kopp (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Der amerikanische Psychotherapeut Eugene T. Gendlin stellte in Untersuchungen fest, dass Menschen, die gut mit Krisen und Problemen umgehen können, offenbar über eine andere Art der Selbstwahrnehmung verfügen: Sie beziehen körperliche Empfindungen ein und äußern sich nicht nur theoretisch oder abstrakt über ihre Lage. Von dieser Beobachtung ausgehend, entwickelte Gendlin eine Methode, solche Art der Selbstwahrnehmung zu lehren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Exkurs: Biographie Gendlin’s

2 Grundlagen und Thesen einer klientenzentrierten Theorie der gesunden menschlichen Entwicklung.

3 Theorie der Persönlichkeitsentwicklung aus der Sicht klientenzentrierter Persönlichkeitspsychologie

4 Erleben

4.1 Strukturgebundenes Erleben und persönliche Entwicklung

5 Bedeutung unbedingter Wertschätzung im Focusing

6 Focusing als Prozess

6.1 Definition von Gendlin

6.2 Felt sense

6.3 Felt shift

7 Die sechs Focusing Schritte

7.1 Schritt: Freiraum schaffen:

7.2 Schritt/Bewegung: den Felt Sense entstehen lassen.

7.3 Schritt: Einen Griff finden

7.4 Schritt: Stimmigkeit (Resonanz) zwischen felt sense und Wort/Bild überprüfen

7.5 Zusammenfassung Schritt 1-4:

7.6 Schritt – Anwendung des felt sense auf das Thema (Fragen stellen)

7.7 Schritt: Annehmen und Schützen

7.8 Abschließende Bemerkungen zu den Schritten:

8 Abgrenzung von Focusing zu anderen Konstrukten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Focusing-Modell als psychologisches Konzept und Methode zur Förderung der persönlichen Entwicklung, mit dem Ziel, seine theoretische Fundierung in der klientenzentrierten Psychotherapie sowie seine praktische Anwendung zur Problemlösung darzulegen.

  • Biografischer Hintergrund von Eugene T. Gendlin
  • Theoretische Grundlagen klientenzentrierter Entwicklung nach Carl Rogers
  • Der "Felt Sense" als zentrale Komponente des Focusing
  • Die Struktur und Durchführung der sechs Focusing-Schritte
  • Abgrenzung von Focusing gegenüber anderen Entspannungsmethoden

Auszug aus dem Buch

6.2 Felt sense

Zentrale Komponente im Focusing ist der felt sense, die gefühlte Bedeutung. Er ist das vage, unklare, bedeutungsvolle, das sich hinter klar erkennbaren Kognitionen (z.B. ich bin sauer), Emotionen (erleben von Wut) und Handlungstendezen (am liebsten würde ich...) verbirgt. Nur manchmal ist ein felt sense so stark, dass er alles andere übertönt. Er kann dann deutlich wahrnehmbar sein als „Kribbeln im Bauch“, „Kloß im Hals“, „Gänsehaut“. Ein felt sense hat viele Ausdrucksmöglichkeiten.

Gendlin schreibt: „ So ein körperliches Gefühl kann man zu jeder Sache bekommen: zu einer unangenehmen oder angenehmen, zu einer aus der Vergangenheit, aus der Gegenwart oder der Zukunft. Bei dieser „Sache“ kann es sich um eine Idee handeln oder um eine Situation oder um einen anderen Menschen oder eine Problem. Die „Sache“ kann alles sein. Über so eine Sache kann man alles Mögliche denken, immer aber hat man gleichzeitig auch noch ein körperliches Gefühl zu dieser Sache. Dieses körperliche Gefühl ist ein guter Führer. Ich nenne es Felt Sense.“

„Ein felt sense ist keine Emotion“ (Gendlin 1998b, S.30). Ein Felt sense lässt sich durch seine Vagheit von den deutlicheren und greifbareren Emotionen unterscheiden. Man erkennt ihn nicht sofort – er ist ein undeutliches, unkonkretes körperliches Empfinden, das noch nicht in Worte gefasst werden kann, also auch noch nicht symbolisiert werden kann. „Eine physische Erfahrung (...) eine innere Aura, die alles umfasst, was sie zu einem bestimmten Gegenstand, zu einer bestimmten Zeit wissen und fühlen. Sie umfasst es, teilt es ihnen mit, und zwar nicht in Einzelheiten, sondern als Gesamteindruck“ (Gendlin 1998b, S.54)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Exkurs: Biographie Gendlin’s: Dieser Abschnitt beleuchtet den Lebensweg und die akademische Entwicklung von Eugene T. Gendlin sowie seine prägende Zusammenarbeit mit Carl Rogers.

2 Grundlagen und Thesen einer klientenzentrierten Theorie der gesunden menschlichen Entwicklung.: Hier werden die Kernthesen von Carl Rogers, insbesondere die Konzepte der Kongruenz und Aktualisierungstendenz, als Fundament für das Verständnis von Focusing eingeführt.

3 Theorie der Persönlichkeitsentwicklung aus der Sicht klientenzentrierter Persönlichkeitspsychologie: Dieses Kapitel erläutert die Auswirkungen der Kongruenz auf die persönliche Entwicklung und Wahrnehmungsfähigkeit des Individuums.

4 Erleben: Das Kapitel definiert den Begriff "Erleben" als den für das Bewusstsein zugänglichen Prozess innerhalb des Organismus und betont dessen Rolle als Veränderungsfaktor.

4.1 Strukturgebundenes Erleben und persönliche Entwicklung: Hier wird der Aufbau kognitiver Schemata und die Bedeutung der Symbolisierung von Körperempfindungen für persönliche Wandlungsprozesse beschrieben.

5 Bedeutung unbedingter Wertschätzung im Focusing: Dieses Kapitel arbeitet heraus, wie eine wertschätzende Haltung gegenüber dem eigenen Erleben notwendig ist, um den Focusing-Prozess erfolgreich zu gestalten.

6 Focusing als Prozess: Focusing wird hier als ein ganzheitlicher, lebensbegleitender Prozess definiert, der Körper, Denken und Fühlen verbindet.

6.1 Definition von Gendlin: Eine direkte Darstellung von Gendlins Definition des Focusing als Prozess der Aufmerksamkeit auf das körperliche Empfinden eines Problems.

6.2 Felt sense: Das Kapitel erläutert den Felt Sense als vages, aber bedeutungsvolles Körpergefühl, das sich von abstrakten Gedanken und Emotionen unterscheidet.

6.3 Felt shift: Es wird die körperlich spürbare Veränderung nach einer erfolgreichen Symbolisierung, der sogenannte "Felt shift", beschrieben.

7 Die sechs Focusing Schritte: Eine detaillierte Aufarbeitung der von Gendlin entwickelten Schritte zur Vermittlung des Focusing-Prozesses.

7.1 Schritt: Freiraum schaffen:: Fokus auf das Erschaffen einer Distanz zu belastenden Problemen, um eine neutrale Ausgangslage zu erreichen.

7.2 Schritt/Bewegung: den Felt Sense entstehen lassen.: Beschreibung, wie man gezielt die körperliche Qualität zu einem bestimmten Thema im Körper entstehen lässt.

7.3 Schritt: Einen Griff finden: Anleitung zur verbalen oder bildhaften Beschreibung des körperlichen Empfindens, um es greifbar zu machen.

7.4 Schritt: Stimmigkeit (Resonanz) zwischen felt sense und Wort/Bild überprüfen: Anleitung zum Abgleich zwischen dem gefundenen "Griff" und dem körperlichen Gefühl.

7.5 Zusammenfassung Schritt 1-4:: Rekapitulation der ersten Phase, die dazu dient, den Fokus auf das Empfinden zu richten, statt in inhaltliche Analyse zu verfallen.

7.6 Schritt – Anwendung des felt sense auf das Thema (Fragen stellen): Hier wird dargelegt, wie inhaltliche Fragen genutzt werden, um neue Bedeutungen aus dem Körper zu gewinnen.

7.7 Schritt: Annehmen und Schützen: Fokus auf das Bewahren und Würdigen neuer Erkenntnisse aus dem Focusing-Prozess.

7.8 Abschließende Bemerkungen zu den Schritten:: Ein Hinweis darauf, dass die Schritte nur als didaktisches Hilfsmittel dienen und kein starres Dogma darstellen.

8 Abgrenzung von Focusing zu anderen Konstrukten: Gegenüberstellung von Focusing zu Methoden wie dem autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung, mit Betonung der Non-Direktivität.

Schlüsselwörter

Focusing, Eugene T. Gendlin, Klientenzentrierte Psychotherapie, Felt Sense, Felt Shift, Persönlichkeitsentwicklung, Körpererleben, Aktualisierungstendenz, Symbolisierung, Selbsthilfe, Kongruenz, Psychologische Methode, Achtsamkeit, Körperwahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Focusing-Modell, einem psychologischen Ansatz, der es Menschen ermöglicht, durch die bewusste Wahrnehmung körperlicher Empfindungen Zugang zu ihren inneren Prozessen und Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung aus der klientenzentrierten Theorie nach Carl Rogers, die wissenschaftliche Einordnung des Focusing sowie die praktische Anwendung der sechs Focusing-Schritte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des Focusing sowohl als therapeutischen Prozess als auch als lehrbare Methode zur persönlichen Problemlösung und Selbsthilfe verständlich und zugänglich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse psychologischer Fachliteratur, um das Focusing-Modell und seine Integration in die klientenzentrierte Persönlichkeitspsychologie darzulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der personenzentrierten Entwicklung, die Definition des Focusing-Prozesses, die detaillierte Beschreibung der sechs Arbeitsschritte und die Abgrenzung zu anderen Interventionsformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Focusing, Felt Sense, Felt Shift, Kongruenz, Aktualisierungstendenz und die therapeutische Haltung von Wertschätzung und Empathie.

Warum betont die Autorin die Rolle des "Inneren Sekretariats"?

Der Begriff dient dazu, die im Kopf vorhandenen vorgefertigten Meinungen und automatischen Kommentare zu veranschaulichen, von denen sich Focusing-Anwender distanzieren sollten, um einen unverfälschten Zugang zum Körpererleben zu finden.

Wie unterscheidet sich Focusing von klassischen Entspannungstechniken?

Während klassische Verfahren wie das autogene Training Entspannung durch Anweisung oder Instruktion herbeiführen, ist Focusing non-direktiv und nutzt das körperliche Erleben als Ausgangspunkt für einen eigenständigen, klientengesteuerten Prozess.

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Details

Title
Focusing - Konzept und Bedeutung
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Diana von Kopp (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V86026
ISBN (eBook)
9783638043472
Language
German
Tags
Focusing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana von Kopp (Author), 2007, Focusing - Konzept und Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86026
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