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Islamischer Religionsunterricht – Rechtsprobleme, Modelle, Zukunftsperspektiven

Title: Islamischer Religionsunterricht – Rechtsprobleme, Modelle, Zukunftsperspektiven

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Michael Moschke (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
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Die Debatten der jüngsten Vergangenheit über die suboptimal verlaufene Integration muslimischer Bevölkerungsteile und die damit einhergehende Gefahr einer Radikalisierung, vor allem der jüngeren, Mitglieder diese Gruppen hat den Ruf nach einer effektiven Lösung stetig stärker werden lassen.

Spätestens seit der heftigen Kontroverse und den diplomatischen Verwerfungen um die Mohammed Karikaturen im Jahr 2007 ist klar geworden, dass die westliche Welt es versäumt hat, alle Bevölkerungsgruppen mit muslimischem Migrationshintergrund adäquat in den westlichen Kulturraum zu assimilieren. Nun werden verschiedenste Lösungswege dieses Problems diskutiert. In diesem Zusammenhang bekommt die seit Jahrzehnten geführte Debatte zur Einführung eines eigenen islamischen Religionsunterrichts neuen Auftrieb.

Dieses Arbeit wird sich mit der Situation beschäftigen wie sie sich zur Zeit in Deutschland darstellt, die formalen und materiellen Voraussetzungen für einen islamischen Religionsunterricht untersuchen und auf die damit einhergehenden Problemfragen eingehen, und einen knappen Überblick über die verschiedenen Initiativen in einzelnen Bundesländern zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts geben. Den Abschluss soll ein kurzer Abriss über kurzfristige wie langfristige Perspektiven in dieser Frage stellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HEUTIGE SITUATION IN DEUTSCHLAND

3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINEN ISLAMUNTERRICHT ALS ORDENTLICHES LEHRFACH

4. MATERIELLE VORAUSSETZUNGEN FÜR RELIGIONSUNTERRICHT

4.1 BINNENKONZEPTION DER GLAUBENSLEHRE

4.2 AUßENKONZEPTION DER GLAUBENSLEHRE

5. MODELLE VERSCHIEDENER BUNDESLÄNDER IN BEZUG AUF ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT

6. PERSPEKTIVEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die rechtlichen und materiellen Rahmenbedingungen für die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach an deutschen Schulen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der bestehenden Situation, der verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Kooperation zwischen Staat und muslimischen Religionsgemeinschaften sowie der Bewertung aktueller Modellversuche in verschiedenen Bundesländern.

  • Rechtliche Grundlagen des Religionsunterrichts im Grundgesetz (Art. 4 und Art. 7).
  • Kriterien für die Anerkennung als Religionsgemeinschaft und Ansprechpartner für den Staat.
  • Unterscheidung zwischen Binnen- und Außenkonzeption der islamischen Glaubenslehre.
  • Vergleich und Bewertung von Modellprojekten zur islamischen Unterweisung.
  • Perspektiven und Herausforderungen für eine flächendeckende Implementierung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Binnenkonzeption der Glaubenslehre

Hierunter subsumiert er sämtliche Glaubensinhalte und Werte der Religionsgemeinschaft, die sie für ihre Mitglieder aufstellt, ihr Menschenbild und ihre Organisationsstruktur. Diese Merkmale sind unerheblich für die Weitergabe im Religionsunterricht solange keine Forderungen an den Staat nach deren Umsetzung formuliert werden. Eine Ausnahme bilden hier jene religiösen Vorstellungen bei deren Verwirklichung der Staat den Schutz der Menschenrechte als tragendes Konstruktionsprinzip und obersten Grundwert der freiheitlichen, demokratisch verfassten Grundordnung, sowie den Schutz menschlichen Lebens und körperlicher Unversehrtheit durchsetzen müsste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um Integration und Radikalisierung und führt in die Thematik der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts als Lösungsansatz ein.

2. HEUTIGE SITUATION IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die demografische Entwicklung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland und stellt fest, dass bislang kein flächendeckender, authentisch islamischer Religionsunterricht etabliert wurde.

3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINEN ISLAMUNTERRICHT ALS ORDENTLICHES LEHRFACH: Es werden die relevanten Grundgesetzartikel analysiert und die Anforderungen an eine Kooperation zwischen Staat und Religionsgemeinschaft, insbesondere hinsichtlich des Ansprechpartners, erörtert.

4. MATERIELLE VORAUSSETZUNGEN FÜR RELIGIONSUNTERRICHT: Hier werden die materiellen Voraussetzungen untersucht, wobei die Unterscheidung zwischen Binnen- und Außenkonzeption der Glaubenslehre im Zentrum steht.

5. MODELLE VERSCHIEDENER BUNDESLÄNDER IN BEZUG AUF ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT: Das Kapitel bietet eine Vorstellung und kritische Würdigung verschiedener Modellversuche in Bundesländern wie Baden-Württemberg, NRW, Bayern, Niedersachsen und Bremen.

6. PERSPEKTIVEN: Abschließend werden die kurz- und langfristigen Aussichten für die Implementierung eines islamischen Religionsunterrichts in Deutschland diskutiert.

Schlüsselwörter

Islamischer Religionsunterricht, Grundgesetz, Religionsfreiheit, Religionsgemeinschaft, Kooperation, Staat, Binnenkonzeption, Außenkonzeption, Modellversuch, Integrationsförderung, Schulfach, Verfassungskonformität, Schulaufsicht, Lehrplan, Muslime.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen und praktischen Voraussetzungen sowie den verschiedenen Modellen zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen im Kontext des geltenden Staatskirchenrechts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die verfassungsrechtliche Analyse des Art. 7 GG, die Bestimmung von Kriterien für islamische Religionsgemeinschaften als Ansprechpartner des Staates sowie die Evaluierung schulspezifischer Pilotprojekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Status quo der rechtlichen und materiellen Möglichkeiten zu klären, um einen verfassungskonformen islamischen Religionsunterricht in Deutschland zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich primär um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die unter Einbeziehung von Literatur und Rechtsprechung den Status von Religionsgemeinschaften und deren Interaktion mit staatlichen Institutionen bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Rechtslage, die Definition von materiellen Kriterien für den Unterricht und eine vergleichende Analyse der Praxis in ausgewählten Bundesländern.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Religionsfreiheit, staatliche Neutralitätspflicht, Verfassungskonformität, Kooperation und die Differenzierung zwischen Binnen- und Außenkonzeption der Lehre.

Warum ist die Definition einer „Religionsgemeinschaft“ so schwierig?

Die Schwierigkeit ergibt sich aus der heterogenen und zerfaserten Struktur islamischer Vereinigungen, die oft keine zentralistischen, kirchenähnlichen Institutionen aufweisen, was die Zuweisung einer Letztentscheidungsbefugnis erschwert.

Welche Rolle spielt die „Binnenkonzeption“ der Lehre?

Die Binnenkonzeption bezeichnet die internen religiösen Werte und Organisationsformen; diese sind für den Staat weitgehend neutral, solange sie nicht die grundgesetzlich geschützten Menschenrechte oder den Schutz körperlicher Unversehrtheit verletzen.

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Details

Title
Islamischer Religionsunterricht – Rechtsprobleme, Modelle, Zukunftsperspektiven
College
Dresden Technical University
Grade
2.0
Author
Michael Moschke (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V86031
ISBN (eBook)
9783638010078
ISBN (Book)
9783638918015
Language
German
Tags
Islamischer Religionsunterricht Rechtsprobleme Modelle Zukunftsperspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Moschke (Author), 2007, Islamischer Religionsunterricht – Rechtsprobleme, Modelle, Zukunftsperspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86031
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