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Schopenhauers Erörterung der Willensfreiheit und deren Konsequenzen für die Soziale Arbeit

Title: Schopenhauers Erörterung der Willensfreiheit und deren Konsequenzen für die Soziale Arbeit

Diploma Thesis , 1998 , 130 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Dipl. Soz.päd. (FH), M.A. Hans-Peter Breuner (Author)

Social Work
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Folgender Arbeit liegt die Intention zugrunde, ausgehend von den Schriften Arthur Schopenhauers, das Problem der Freiheit des menschlichen Willens sowie die Verantwortlichkeit eines Individuums für seine Taten zu erörtern, um schließlich die Konsequenzen für die Soziale Arbeit zu beleuchten. [...] Weshalb sich der Autor gerade ausgehend von der Philosophie Schopenhauers, jenem "Pessimisten", dem Problem der Willensfreiheit nähert, liegt jedoch nicht allein an der weiter unten aufzuzeigenden Modernität und der Wirkung seiner Philosophie auf die weitere Geistesgeschichte, sondern eben auch daran, aufzuzeigen, daß gerade diese "pessimistische" Philosophie durchaus eine fruchtbare Auseinandersetzung für die Soziale Arbeit bieten kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

SCHOPENHAUERS ERÖRTERUNG DER WILLENSFREIHEIT UND DEREN KONSEQUENZEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT

1 EINLEITUNG

2 ERÖRTERUNG DER WILLENSFREIHEIT BEI ARTHUR SCHOPENHAUER

2.1 Bedeutung des Problemes der Willensfreiheit im Werk Arthur Schopenhauers

2.2 Begriffsbestimmungen

2.2.1 Was heißt Freiheit?

2.2.1.1 Physische Freiheit

2.2.1.2 Intellektuelle Freiheit

2.2.1.3 Moralische Freiheit

2.2.2 Was heißt Selbstbewußtsein?

2.3 Der Wille vor dem Selbstbewußtsein

2.4 Der Wille vor dem Bewußtsein anderer Dinge

2.4.1 Die Ursache als die erste Form der Kausalität

2.4.2 Der Reiz als die zweite Form der Kausalität

2.4.3 Die Motivation als dritte Form der Kausalität

2.4.3.1 Der Charakter ist individuell

2.4.3.2 Der Charakter ist empirisch

2.4.3.3 Der Charakter ist konstant

2.4.3.4 Der individuelle Charakter ist angeboren

2.5 Die transzendentale Freiheit

2.5.1 Möglichkeit der Kausalität durch Freiheit, in Vereinigung mit dem allgemeinen Gesetz der Naturnotwendigkeit

3 SCHOPENHAUERS ETHIK

4 SCHOPENHAUER IM LICHTE DER GEGENWART

4.1 Schopenhauers Nachwirkung

4.2 Nietzsches Kritik der Schopenhauerschen Willensmetaphysik

4.3 Die Relativierung des klassischen Kausalbegriffes in der modernen Physik

5 KONSEQUENZEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT

5.1 Konsequenzen für die Erziehung

5.1.1 Schopenhauers Erziehungsgedanke innerhalb der Reformpädagogik und dessen Nachhall in modernen Methoden der Sozialen Arbeit

5.2 Konsequenzen für die Rechtslehre

5.2.1 Die Rechtsphilosophie Schopenhauers

5.2.1.1 Allgemeine Schlußfolgerungen für das Strafrecht

5.3 Konsequenzen für das Jugendstrafrecht JGG

5.3.1 Der Begriff der Verantwortlichkeit in § 3 JGG

5.3.2 Probleme für den Jugendgerichtshelfer im Zusammenhang mit § 38 JGG Abs. 2

5.3.2.1 Konsequenzen für die Persönlichkeitserforschung durch den Jugendgerichtshelfer

5.3.2.2 Konsequenzen für die "Vorschlagspflicht" des Jugendgerichtshelfers zu den zu verhängenden Maßnahmen gegenüber dem jungen Erwachsenen

6 SCHLUßWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, auf Grundlage der Philosophie Arthur Schopenhauers die Problematik der menschlichen Willensfreiheit sowie die individuelle Verantwortlichkeit zu untersuchen, um daraus fundierte Konsequenzen für das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit abzuleiten.

  • Willensmetaphysik bei Schopenhauer
  • Determinismus vs. moralische Verantwortlichkeit
  • Kritik und Rezeption durch Nietzsche und die moderne Physik
  • Anwendung auf die Soziale Arbeit, insbesondere Jugendstrafrecht und Erziehung

Auszug aus dem Buch

2.4.3 Die Motivation als dritte Form der Kausalität

"Die dritte Form der Kausalität ist das MOTIV: unter dieser leitet sie das eigentlich animalische Leben, also das THUN, d.h. die äußern, mit Bewußtsein geschehenden Aktionen, aller thierischen Wesen. Das Medium der Motive ist die ERKENNTNISS: die Empfänglichkeit für sie erfordert folglich einen Intellekt."

Das Handeln aufgrund eines Motivs wurde, nach Schopenhauer, ab einem Punkt in der "Stufenfolge der Naturwesen" notwendig. Lebewesen mit wachsenden, komplexeren Bedürfnissen benötigen mannigfaltigere Mittel, um diese befriedigen zu können. Lediglich, wie die Pflanze, auf Reize zu reagieren, hat den Nachteil, auf diesen Reiz warten zu müssen. Die Möglichkeit aber, sich die Gegenstände und Mittel, die zur Befriedigung der Bedürfnisse benötigt werden, aufzusuchen und auszuwählen, wird mit steigenden komplexer werdenden Bedürfnissen für das Überleben immer dringlicher.

"Deshalb tritt bei Wesen dieser Art an die Stelle der bloßen Empfänglichkeit für Reize und der Bewegung auf solche, die Empfänglichkeit für MOTIVE, d.h. ein Vorstellungsvermögen, ein Intellekt, in unzähligen Abstufungen der Vollkommenheit, materiell sich darstellend als Nervensystem und Gehirn, und eben damit das Bewußtseyn."

Dieses Bewußtsein ermöglicht ein Erkennen der Objekte der Außenwelt, die in der Vorstellung des erkennenden Subjekts als Motiv für eine Handlung wirken können. Damit das Motiv ursächliche Bedingung für einen Willensakt sein kann, bedarf es, neben der Erkenntnis desselben als Gegenstand der Außenwelt, das was Schopenhauer mit dem Wort "Wille" bezeichnet und im Selbstbewußtsein zu finden ist. Jedoch, und dies sei an dieser Stelle nochmals betont, der Wille als Ding an sich kann nie absolut, sondern nur relativ durch die Reaktion des Leibes als Erscheinung eines Willensaktes erkannt werden. Der Wille als Ding an sich, was er außerhalb der Erscheinung ist, bleibt unerkennbar. Hier stimmt also Schopenhauer noch mit Kant überein. Kants Feststellung aber, daß "... niemals aber das mindeste von dem Dinge an sich selbst ..." ausgesagt werden kann, bestreitet Schopenhauer durch seine Willensmetaphysik. Er geht sogar in selbstbewußter Manier soweit zu bemerken, daß auch bei Kant, wenn dieser "... ein Mal mit dem Ding an sich etwas näher ans Licht tritt, es allemal als WILLE durch seinen Schleier hervorsieht [so], daß meine Philosophie nur das zu-Ende-denken der seinigen [ist]."

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung begründet das Vorhaben, Schopenhauers Philosophie als philosophisches Fundament für die Soziale Arbeit zu nutzen.

2 ERÖRTERUNG DER WILLENSFREIHEIT BEI ARTHUR SCHOPENHAUER: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Freiheit, Selbstbewusstsein und die verschiedenen Formen der Kausalität in Schopenhauers System.

3 SCHOPENHAUERS ETHIK: Hier wird Schopenhauers Fundament der Ethik, das Mitleid, als Basis menschlichen Handelns und moralischer Werte dargelegt.

4 SCHOPENHAUER IM LICHTE DER GEGENWART: Eine kritische Betrachtung der Rezeption Schopenhauers, insbesondere durch Nietzsche und die moderne Physik.

5 KONSEQUENZEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT: Der praktische Teil, der die philosophischen Ergebnisse auf Erziehung, Rechtslehre und das Jugendstrafrecht anwendet.

6 SCHLUßWORT: Eine abschließende Synthese, die die Relevanz der Schopenhauerschen Perspektive trotz ungelöster Fragen zur Willensfreiheit unterstreicht.

Schlüsselwörter

Schopenhauer, Willensfreiheit, Soziale Arbeit, Kausalität, Determinismus, Charakter, Mitleid, Ethik, Pädagogik, Jugendstrafrecht, Moral, Philosophie, Erkenntnistheorie, Bewusstsein, Verantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht Schopenhauers Erörterung der Willensfreiheit und analysiert, welche Konsequenzen sich aus seiner deterministischen Philosophie für das Berufsfeld der Sozialen Arbeit ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Willensmetaphysik Schopenhauers, seine Ethik des Mitleids, die Kritik an seinem Denken durch Nietzsche und moderne wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die Anwendung auf pädagogische und strafrechtliche Kontexte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die philosophischen Überlegungen zu Willensfreiheit und Charakter zu nutzen, um die professionelle Praxis in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Umgang mit straffälligen Jugendlichen, theoretisch besser zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische und theoretische Arbeit, die auf einer tiefgehenden Analyse der Schriften Schopenhauers und deren Rezeption in angrenzenden Disziplinen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Schopenhauers Begriffe von Freiheit, Kausalität und Charakter analysiert sowie die Kritik durch Nietzsche und die moderne Physik diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wille, Freiheit, Determinismus, Charakterlehre, Mitleid, Jugendstrafrecht, Verantwortung, Erkenntnis, Erziehung, Kausalprinzip.

Inwiefern beeinflusst Schopenhauers Charakterlehre die Soziale Arbeit?

Schopenhauers Lehre vom konstanten Charakter stellt Erziehungsansätze vor Herausforderungen, betont aber gleichzeitig die Wichtigkeit der Erfahrung und der Ausbildung der Einsicht ("erworbener Charakter").

Warum ist die Auseinandersetzung mit dem Jugendstrafrecht zentral für diese Arbeit?

Das Jugendstrafrecht ist ein Feld, in dem existenzielle Fragen von Schuld und Verantwortlichkeit unmittelbar auf Schopenhauers deterministisches Menschenbild treffen, was ein besonderes Dilemma für die Jugendgerichtshilfe erzeugt.

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Details

Title
Schopenhauers Erörterung der Willensfreiheit und deren Konsequenzen für die Soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences Würzburg  (Fachbereich Sozialwesen)
Grade
1.0
Author
Dipl. Soz.päd. (FH), M.A. Hans-Peter Breuner (Author)
Publication Year
1998
Pages
130
Catalog Number
V86061
ISBN (eBook)
9783638907484
Language
German
Tags
Schopenhauers Erörterung Willensfreiheit Konsequenzen Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soz.päd. (FH), M.A. Hans-Peter Breuner (Author), 1998, Schopenhauers Erörterung der Willensfreiheit und deren Konsequenzen für die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86061
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