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Märchenhaftes Erzählschema und ideales Frauenbild in Cervantes’ Novellen

Title: Märchenhaftes Erzählschema und ideales Frauenbild in Cervantes’ Novellen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Karina Schwach (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Das Thema dieser Arbeit ist die von Cervantes verwendete Erzählstruktur in den Novellen "La Gitanilla" und "La Fuerza de la Sangre" sowie das von ihm dargestellte Frauenbild an den Beispielen von Preciosa und Leocadia.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die Erzählschemata

1.1 Das Märchenschema

1.2 Das Erzählschema in La Gitanilla

1.3 Das Erzählschema in La Fuerza de la Sangre

2. Die weiblichen Hauptfiguren in den beiden Novellen

2.1 Preciosa

2.2 Leocadia

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzählerische Struktur der Cervantes-Novellen La Gitanilla und La fuerza de la Sangre unter Anwendung des morphologischen Märchenmodells von Vladimir Propp. Ziel ist es, die märchenhaften Schemata – insbesondere Schädigung, Prüfung und Wiedererkennung – freizulegen und parallel dazu das von Cervantes entworfene Frauenbild durch eine Analyse der Protagonistinnen Preciosa und Leocadia kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse narrativer Strukturen in Cervantes’ Novellen
  • Anwendung von Propps Märchenmodell auf frühneuzeitliche Literatur
  • Vergleichende Untersuchung der weiblichen Rollenbilder
  • Einfluss von Ehre und sozialer Reintegration auf den Handlungsverlauf
  • Behandlung des "idealen Frauenbildes" in der spanischen Literatur

Auszug aus dem Buch

2.1 Preciosa

In der Tat verwendet Cervantes sehr viel Kunst und Mühe, um die Hauptfigur in La Gitanilla zu einem weiblichen Idol hochzustilisieren. Bereits in dem Namen Preciosa, ‚die Kostbare’, den das vermeintliche Zigeunermädchen trägt, kommt dessen Schönheit und Wert zum Ausdruck. „Wert“ auch im finanziellen Sinne, denn mit ihrer „kostbaren“ Schönheit bringt sie auch viel Geld ein. Zudem erinnert der Name Preciosa auch an die piedras preciosas also Edelsteine.

Zu der natürlichen Schönheit kommen Preciosas Tanz- und Gesangbegabung hinzu. Die beherrschten, anmutenden und graziösen Bewegungen beim Tanzen und die natürliche Schönheit vereint, verleihen ihr das Bild eines „geschliffenen Diamanten“. Obwohl Preciosa unter den Zigeunern aufwächst, also in einem kriminellen Milieu, in dem sie alle Zigeunerstreiche, Gaunereien und Diebeskünste lernt, hebt sie sich deutlich von ihnen ab. Cervantes macht sie zu einer ganz besonderen Figur, indem er sie mit allen erdenklichen Tugenden und Gaben ausstattet: sie ist sehr inteligente, discreta, ingenúa, prudente, honesta und limpia, sie hat einen wunderschönen, jungen Körper und ist darüber hinaus la más única bailadora. Kurz, sie ist vollkommen und ohne jegliches Makel und das trotz der rauen Erziehung der Zigeuner und des Vagabundenlebens.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die Erzählstrukturen und Frauenbilder in Cervantes' Novellen anhand der Werke La Gitanilla und La fuerza de la Sangre zu untersuchen.

1. Die Erzählschemata: Dieses Kapitel erläutert Vladimir Propps Märchenmodell und analysiert dessen Anwendung auf die Erzählstrukturen der beiden Novellen sowie die jeweilige Überwindung von Hindernissen durch die Protagonisten.

2. Die weiblichen Hauptfiguren in den beiden Novellen: Hier werden die Charaktereigenschaften von Preciosa und Leocadia im Kontext von Ehre, sozialer Reintegration und ihrer Rolle als ideale Frauenfiguren detailliert gegenübergestellt.

3. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass beide Novellen trotz unterschiedlicher thematischer Ausprägungen gemeinsamen narrativen Mustern wie der Macht des Blutes und der Abwesenheit von Bestrafung für die Täter folgen.

Schlüsselwörter

Cervantes, Novelas ejemplares, La Gitanilla, La fuerza de la Sangre, Vladimir Propp, Märchenmodell, Erzählstruktur, Frauenbild, Preciosa, Leocadia, Ehre, Tugendhaftigkeit, Schädigung, Wiedererkennung, Macht des Blutes

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die narrativen Strukturen und die Darstellung weiblicher Identität in den Novellen La Gitanilla und La fuerza de la Sangre von Miguel de Cervantes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Anwendung von Vladimir Propps Märchen-Morphologie auf Cervantes' Texte sowie eine Untersuchung der weiblichen Protagonistinnen in Bezug auf Tugend, Ehre und soziale Normen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Cervantes in den genannten Werken klassische märchenhafte Erzählschemata nutzt, um ein idealisiertes Frauenbild zu transportieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet die strukturalistische Methode nach Vladimir Propp, um die Erzählfunktionen (wie Schädigung, Prüfung und Kompensation) innerhalb der Novellen zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturtheoretische Analyse der Märchenhaftigkeit sowie eine literaturwissenschaftliche Charakterisierung von Preciosa und Leocadia als idealisierte Vorbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erzählstruktur, Märchenmodell, Ehre, soziale Integration, Tugendhaftigkeit und der literarische Vergleich von Cervantes' Frauenfiguren.

Warum spielt das "Märchenmodell" für Cervantes eine Rolle?

Das Modell dient dazu, die hohe Konstruiertheit der Handlungen und das scheinbar "lückenlose" Glücksende der Novellen als gattungstypische Merkmale zu erklären, auch wenn übernatürliche Elemente fehlen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der "Schädigung" in den beiden Werken?

Während die Schädigung in La Gitanilla bereits vor Handlungsbeginn liegt, erfolgt sie in La fuerza de la Sangre als zentraler, drastischer Auslöser innerhalb der Erzählung durch eine Vergewaltigung.

Warum werden die Täter in den Novellen laut der Autorin nicht bestraft?

Die Autorin stellt fest, dass die erzählerische Logik des "Märchens" in diesen Werken eine überkompensierende Versöhnung und Hochzeit vorsieht, bei der die gesellschaftliche Reintegration Vorrang vor einer strafrechtlichen Gerechtigkeit hat.

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Details

Title
Märchenhaftes Erzählschema und ideales Frauenbild in Cervantes’ Novellen
College
Free University of Berlin  (Romanistik)
Course
Hauptseminar zu Cervantes "Novelas ejemplares"
Grade
1,7
Author
Karina Schwach (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V86164
ISBN (eBook)
9783638016391
ISBN (Book)
9783638920421
Language
German
Tags
Märchenhaftes Erzählschema Frauenbild Cervantes’ Novellen Hauptseminar Cervantes Novelas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karina Schwach (Author), 2007, Märchenhaftes Erzählschema und ideales Frauenbild in Cervantes’ Novellen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86164
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