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Brücken nach Kuba - Transnationale Austauschbeziehungen kubanischer MigrantInnen in Deutschland

Title: Brücken nach Kuba - Transnationale Austauschbeziehungen kubanischer MigrantInnen in Deutschland

Thesis (M.A.) , 2006 , 125 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Eggert (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Diese Magisterarbeit stützt sich auf mein selbstorganisiertes Feldforschungspraktikum im Rahmen des Magisterstudienganges Ethnologie, dass ich im Jahr 2002 durchgeführt habe. Im Mittelpunkt stehen die alltäglichen Austauschbeziehungen zwischen kubanischen MigrantInnen in Deutschland und ihren Angehörigen in Kuba. Ziel der Studie ist, anhand einer empirischen Untersuchung alltagsweltlicher Lebenspraxen transnationale soziale Räume ausfindig zu machen, die Aufschluss über die Prozesshaftigkeit von Migration geben, sowie die Reziprozität von Austauschprozessen offenlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie: Migrationsforschung

2.1 Die Transmigrationstheorie

2.2 „Multi-sited Ethnography“: Feldforschung unter Mobilitätsdruck

3. Landeskunde: Kuba

3.1 Kuba und der período especial

Exkurs: Jineterismo in Kuba – eine Alternative für die kubanische Jugend?

3.2 Emigrationsbewegungen in Kuba seit 1959

3.3 Kubanische Familien und der período especial

4. Feldforschungsbericht: Brücken nach Kuba – Thesen, Fragestellungen, Vorgehensweise und Methoden

4.1 Thesen und Fragestellungen

4.2 Vorgehensweise

4.3 Methoden

5. Forschungsverlauf

5.1 Erster Forschungsabschnitt: Deutschland

5.2 Zweiter Forschungsabschnitt: Kuba

5.3 Probleme

6. Forschungsergebnisse

6.1 Erster Abschnitt: Deutschland

6.1.1 Migrationsgeschichte

6.1.2 Der Alltag in Deutschland

6.1.3 Kommunikationskanäle

6.2 Zweiter Abschnitt: Kuba

6.2.1 Der Alltag in Kuba

6.2.2 Kommunikationskanäle

7. Ergebnisanalyse

7.1 THESE 1: „Migration ist ein Prozess“

7.2 THESE 2: „Die Austauschbeziehungen sind reziprok“

7.3 THESE 3: „Transnationale Migration nach Europa als Überlebensstrategie“

8. Resumée

9. Ausblick

10. Anhang

10.1 Familiendiagramme

10.1.1 Macuto

10.1.2 Marta

10.1.3 Miladys

10.1.4 Piyo

10.1.5 Ruben

10.1.6 Sonia

10.1.7 Yisleidi

10.1.8 Yoan

10.2 Interviews

10.2.1 Interview mit Yisleidi

10.2.2 Interview mit Sonias Vater

10.2.3 Interview mit Rubens Tochter

11. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die alltäglichen familiären Austauschbeziehungen zwischen kubanischen MigrantInnen in Deutschland und ihren Familien im Heimatland. Das primäre Ziel ist es, die Transnationalität der Lebensentwürfe aufzuzeigen und zu analysieren, wie Migration als Prozess und Strategie innerhalb transnationale sozialer Räume fungiert.

  • Transnationale Familienbeziehungen
  • Migrationsprozesse nach 1990
  • Kommunikationskanäle und Austauschpraktiken
  • Reziprozität der familiären Unterstützung
  • Sozioökonomische Entwicklungen in Kuba (periodo especial)

Auszug aus dem Buch

3.1 Kuba und der período especial

Die kubanische Revolution galt für viele lange als „Sinnbild für nationale Selbstbestimmung, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit“24. Massenarmut und Arbeitslosigkeit, Unterernährung, Analphabetismus und Kindersterblichkeit – sonst übliche Probleme von sogenannten Drittweltländern – konnten fast gänzlich ausgemerzt werden. Kuba trotzte den Blockademaßnahmen der USA und glänzte mit vorbildlichen Sozialsystemen sowie einem kontinuierlichen Wirtschaftswachstum.25

Allerdings war diese scheinbar selbstbestimmte Entwicklung nur durch das strategische Bündnis mit der Sowjetunion und den anderen realsozialistischen Ostblockländern möglich und kam mit deren Zusammenbruch abrupt zum Erliegen. Der plötzliche Ausfall großzügiger Finanzspritzen aus der Sowjetunion sowie der Wegfall der wichtigsten wirtschaftlichen Handelspartner führte das sozialistische Kuba in eine tiefe wirtschaftliche und in der Folge auch gesellschaftliche Krise.26 Der Einbruch machte sich auf allen Ebenen bemerkbar: Zwischen 1989 und 1992 lässt sich beispielsweise in der Nahrungsmittelproduktion ein Produktionsrückgang von 40% bis zu 95% verzeichnen.27 Die Grundversorgung der kubanischen Bevölkerung konnte nicht mehr bereitgestellt werden, der durchschnittliche Kalorienverbrauch fiel in dieser Zeit um mehr als ein Drittel.28 Es fehlte an allem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin führt in ihr Forschungsthema ein, das durch persönliche Erfahrungen mit den Austauschpraktiken zwischen in Deutschland lebenden Kubanern und deren Familien in Havanna motiviert wurde.

2. Theorie: Migrationsforschung: Dieses Kapitel erläutert den Transmigrationsansatz von Glick Schiller et al. sowie die Methode der „Multi-Sited Ethnography“ als Rahmen für die Untersuchung grenzüberschreitender Phänomene.

3. Landeskunde: Kuba: Es wird die ökonomische und gesellschaftliche Situation Kubas seit dem „período especial“ sowie der historische Kontext der Emigrationsbewegungen dargestellt.

4. Feldforschungsbericht: Brücken nach Kuba – Thesen, Fragestellungen, Vorgehensweise und Methoden: Die Autorin legt ihre Thesen zur Migration als Prozess sowie zur Reziprozität und Überlebensstrategie dar und beschreibt das Design ihrer Feldforschung.

5. Forschungsverlauf: Dieser Abschnitt dokumentiert die praktische Durchführung der Feldforschung in Deutschland und Kuba sowie die dabei aufgetretenen Probleme.

6. Forschungsergebnisse: Die erhobenen Daten zur Migrationsgeschichte, zum Alltag und zu den Kommunikationskanälen der InformantInnen in Deutschland und Kuba werden strukturiert dargestellt.

7. Ergebnisanalyse: Die Ergebnisse werden in Bezug auf die Ausgangsthesen analysiert, wobei besonders die Bedeutung der Familie als stabilisierender Faktor und die Reziprozität des Austausches hervorgehoben werden.

8. Resumée: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die Bedeutung transnationale Familiennetzwerke bekräftigt.

9. Ausblick: Die Autorin reflektiert die Entwicklungen bei den InformantInnen vier Jahre nach der Feldforschung und weist auf die Komplexität fortbestehender transnationaler Lebensweisen hin.

Schlüsselwörter

Transnationale Migration, Kuba, periodos especial, Familienbeziehungen, Reziprozität, Diaspora, Multi-sited Ethnography, Kommunikation, Migrationsforschung, soziale Netzwerke, Globalisierung, Identität, Überlebensstrategie, Kapitaltransfer, Heiratsmigration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die transnationalen sozialen Netzwerke und familiären Austauschbeziehungen zwischen kubanischen MigrantInnen in Deutschland und ihren Familien in Kuba.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Auswirkungen des "período especial" in Kuba, die Bedeutung von Geld- und Warenüberweisungen, Heiratsmigration sowie die Rolle von Kommunikationskanälen für den Zusammenhalt von Familien über nationale Grenzen hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Migration nicht als endgültiger Bruch, sondern als kontinuierlicher Prozess in transnationalen sozialen Räumen organisiert ist und welche stabilisierende Funktion die Familie dabei einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt den Ansatz der „Multi-Sited Ethnography“, um Daten an beiden Endpunkten der Migrationsroute (Deutschland und Kuba) durch narrative und halbstrukturierte Interviews sowie teilnehmende Beobachtung zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, landeskundliche Einordnungen Kubas, einen detaillierten Feldforschungsbericht, die Darstellung der Ergebnisse aus Deutschland und Kuba sowie deren anschließende theoretische Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transnationale Migration, Kuba, Reziprozität, Diaspora, soziale Netzwerke und Überlebensstrategie charakterisiert.

Welche Rolle spielt der „período especial“ für die Familien?

Diese Wirtschaftskrise zwang viele Familien zur Abhängigkeit von ausländischen Devisen, was die Emigration zur ökonomischen Notwendigkeit und zu einer zentralen Überlebensstrategie für viele kubanische Familien machte.

Wie gehen die Familien mit der physischen Trennung um?

Die Familien nutzen vielfältige, teils kreative Kommunikationswege wie regelmäßige Telefonate, Briefe, E-Mails oder die „Instrumentalisierung“ von Reisenden als Boten, um den Kontakt aufrechtzuerhalten und emotionale sowie materielle Verbundenheit zu demonstrieren.

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Details

Title
Brücken nach Kuba - Transnationale Austauschbeziehungen kubanischer MigrantInnen in Deutschland
College
Free University of Berlin  (Institut für Ethnologie)
Grade
1,7
Author
Jennifer Eggert (Author)
Publication Year
2006
Pages
125
Catalog Number
V86963
ISBN (eBook)
9783638009195
ISBN (Book)
9783638914727
Language
German
Tags
Brücken Kuba Transnationale Austauschbeziehungen MigrantInnen Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Eggert (Author), 2006, Brücken nach Kuba - Transnationale Austauschbeziehungen kubanischer MigrantInnen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86963
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