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Die Politik Brünings und alternative Thesen

Title: Die Politik Brünings und alternative Thesen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages

Autor:in: Katharina Hardt (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Heinrich Brüning (26.11.1885 – 30.03.1970), dieser Name lässt sich in die große deutsche Depression der 1930er Jahre einbetten.
Der Reichskanzler von 1930-1932 steht im Zusammenhang mit Begriffen wie Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, Reparationszahlungen, Arbeitslosigkeit und vor allem Deflationspolitik .
Seine Entscheidung zu einer Deflationspolitik, um gegen die Krise vorzugehen, veranlasste zahlreiche Diskussionen.
Brünings Kritiker sahen in seinen Deflationsmaßnahmen den falschen Weg, Deutschland aus der Krise herauszuführen. So entstanden Thesen und Aspekte verschiedener Wissenschaftler bzw. Theoretiker, die Stellung zu Brünings Wirtschaftspolitik nehmen, diese bewerten oder alternative Varianten anführen.
Diese schriftliche Ausarbeitung beschäftigt sich zunächst mit der Politik Brünings, mit seinen Maßnahmen und Zielen.
Basierend auf diesem Überblick werden im darauf folgenden Kapitel alternative Ansätze und Meinungen verschiedener Theoretiker dargelegt, die sich mit der damaligen Wirtschaftspolitik auseinandersetzen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die These Borchardts gelegt. Auch bezüglich des Untergangs der Weimarer Republik und der Auflösung der deutschen Demokratie, spielt der Name Brüning eine Rolle. Seine Politik steht häufig dem Keynesianismus , der als mögliche Alternative angesehen wird, gegenüber. Die Theoretiker verwenden häufig Keynes antizyklische Thesen , um einen alternativen Weg aus der Krise aufzustellen.
Diese und andere Diskussionen werden in dieser Ausarbeitung offen gelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

3. Die Politik Brünings - Ziele, Maßnahmen und Auswirkungen

4. Alternativen zur Politik Brünings

5. Die Thesen Borchardts

6. Resümee

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Wirtschaftspolitik Heinrich Brünings während der Weltwirtschaftskrise von 1930 bis 1932 und untersucht kritisch die Kontroverse um mögliche alternative wirtschaftspolitische Ansätze. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, ob Brünings Deflationspolitik alternativlos war oder ob zeitgenössische Konzepte, wie der Keynesianismus oder die Thesen Knut Borchardts, einen anderen Verlauf der Krise hätten ermöglichen können.

  • Historischer Kontext der Weltwirtschaftskrise und Reparationsbelastungen
  • Ziele und Auswirkungen der Brüningschen Deflationspolitik
  • Diskussion theoretischer Alternativen (z.B. antizyklische Konjunkturpolitik)
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der "politischen Zwangslage"
  • Bewertung des Forschungsstandes zu den Thesen von Knut Borchardt

Auszug aus dem Buch

Die Politik Brünings - Ziele, Maßnahmen und Auswirkungen

Der historische Kontext zeigt klar auf, welche Herausforderung Heinrich Brüning erwartete. Bei seinem Amtsantritt 1930 betrug die Zahl der Arbeitslosen bereits mehr als 2,5 Millionen, die Weltwirtschaftskrise wütete und die zu begleichenden Reparationszahlungen waren nicht zu umgehen. Der von Hindenburg ernannte Reichskanzler Brüning stellte sich dieser Situation. Hindenburg legte ihm jedoch zwei Auflagen vor: 1. Brüning solle stärker nach rechts, ohne die Sozialdemokraten, regieren. 2. Das Kabinett solle die politische Unterstützung der Landwirtschaft in den Vordergrund stellen.

Folgende Ziele standen für Brüning im Fokus einer (verbesserten) Wirtschafts- und Finanzpolitik: Gewährleistung einer internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Preis- und Lohnsenkungen, Anhebung der Steuern sowie Kürzungen staatlicher Personal- bzw. Sachausgaben als Basis einer Haushaltssanierung und Sanierung landwirtschaftlicher Betriebe.

Für Brüning war es eine „Reinigungskrise“, die binnenwirtschaftlich auf die Abschaffung der bestehenden Lohnstrukturen und der Monopolpolitik hinauslaufen sollte. Brüning sah also vor, die Gehälter der Beamten, Minister und Angestellten zu kürzen, zum Zwecke einer Produktionskostenreduzierung. Dahinter steckt der Versuch, Endpreise senken zu lassen, um für den ausländischen Markt attraktiv zu werden und in Richtung eines Exportüberschusses zu wirtschaften. Brüning strebte also eine dauerhafte Sicherung des Exportmarktes an, obwohl er mit Einnahmeeinbußen der Unternehmer rechnen musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet Heinrich Brüning in den historischen Kontext der Weltwirtschaftskrise ein und stellt die Forschungsfrage nach der Bewertung seiner Deflationspolitik gegenüber möglichen Alternativen.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Belastung durch den Versailler Vertrag sowie die Folgen des Dawes- und Young-Plans für die deutsche Wirtschaft.

3. Die Politik Brünings - Ziele, Maßnahmen und Auswirkungen: Hier werden die Sparmaßnahmen, die Preis- und Lohnsenkungen sowie die Versuche zur Haushaltssanierung und deren soziale Folgen detailliert analysiert.

4. Alternativen zur Politik Brünings: Das Kapitel befasst sich mit zeitgenössischen Kritikern und deren Vorschlägen, wie einer expansiven Konjunkturpolitik oder öffentlichen Auftragsprogrammen.

5. Die Thesen Borchardts: Hier werden die Thesen Knut Borchardts untersucht, der argumentiert, dass die Handlungsspielräume für eine andere Politik bereits in den 1920er Jahren stark begrenzt waren.

6. Resümee: Das Resümee fasst die wissenschaftliche Diskussion zusammen und reflektiert über die Schwierigkeit einer abschließenden Beurteilung der damaligen Entscheidungssituation.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Heinrich Brüning, Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, Deflationspolitik, Reparationszahlungen, Arbeitslosigkeit, Young-Plan, Keynesianismus, Knut Borchardt, Konjunkturpolitik, Wirtschaftskrise 1929, Handlungsspielräume, Reichskanzler, Notverordnung, Sparpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der umstrittenen Wirtschaftspolitik von Heinrich Brüning in den Jahren 1930 bis 1932 vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Auswirkungen der Reparationszahlungen, die Deflationsmaßnahmen der Regierung Brüning, der Anstieg der Arbeitslosigkeit und die wissenschaftliche Debatte um mögliche Alternativen dazu.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Brünings Handeln im Kontext der damaligen Zwangslagen zu prüfen und zu bewerten, ob sein Festhalten an der Deflationspolitik durch die historischen Gegebenheiten legitimiert war.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Thesen und historischen Statistiken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die spezifischen Maßnahmen der Regierung Brüning, die Kritik von Theoretikern wie Lautenbach und Wagemann sowie die Thesen von Knut Borchardt zur angeblichen Alternativlosigkeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Deflationspolitik, Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise und die Person Heinrich Brüning charakterisieren.

Welche Rolle spielt die These von Knut Borchardt in der Arbeit?

Borchardts These ist von zentraler Bedeutung, da sie die Annahme stützt, dass der Spielraum für alternative politische Maßnahmen aufgrund der wirtschaftlichen Vorbelastungen bereits in den 1920er Jahren ausgeschöpft war.

Wie bewertet die Autorin abschließend die Politik Brünings?

Die Autorin äußert sich unschlüssig; sie tendiert eher zu Borchardts Thesen, hält ein Urteil im Nachhinein für spekulativ und erkennt die schwierige Verantwortung an, der sich Brüning damals gegenübersah.

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Details

Title
Die Politik Brünings und alternative Thesen
College
University of Duisburg-Essen
Author
Katharina Hardt (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V87138
ISBN (eBook)
9783638047234
ISBN (Book)
9783638943604
Language
German
Tags
Politik Brünings Thesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Hardt (Author), 2007, Die Politik Brünings und alternative Thesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87138
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