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Das Davoser Streitgespräch und die Ursprünge der Postmoderne. Die Philosophen Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Disput über das Erbe von Kant

Título: Das Davoser Streitgespräch und die Ursprünge der Postmoderne. Die Philosophen Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Disput über das Erbe von Kant

Ensayo , 2017 , 11 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Jonathan Arriola (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Diese Arbeit bearbeitet die Ursprünge der Postmoderne in Davos im Hinblick auf das Treffen von Cassirer und Heidegger, die über das Erbe von Kant sprachen. Im Jahre 1929 trafen sich in Davos, Schweiz, der "neukantianische" Philosoph Ernst Cassirer und der "existentialistische" Philosoph Martin Heidegger, um zwei verschiedene Lesarten von Kants Gedanken zu kontrastieren. Seit seiner Ankündigung wurde der Disput durch eine starke Symbolik geprägt, da die beiden Autoren "unterschiedliche Epochen" verkörperten, wie es die Frankfurter Zeitung beschrieb. Auf der einen Seite der vergötterte "Gigant" der Marburger Schule, des liberalen Rationalismus und politischen Humanismus, Autor der anerkannten "Die Philosophie der symbolischen Formen" (1929) und Verteidiger der Weimarer Republik - und auf der anderen, der junge "Versprechen" einer "revolutionären Philosophie", Autor des erfolgreichen "Sein und Zeit" (1927), der ein anti-rationalistisches und anti-humanistisches Gemüt hatte und später mit dem Nationalsozialismus zusammenarbeiten würde.

Das Zusammentreffen dieser beiden Philosophen rief große Begeisterung hervor und brachte mehr als 200 Schüler und 30 Lehrende zusammen, darunter Carnap, Lévinas, Fink, Buber, Bollnow, Strauss, Rosenzweig, Cavailles, Brunschvicg, Ritter, usw. Die Debatte ist historisch auf verschiedene Art interpretiert worden. So z.B. als das Ende einer Art von "Humanismus" (Lévinas), als der Ursprung der Spaltung zwischen "kontinentaler" und "analytischer" Philosophie, oder auch als der Moment, welcher den finsteren politischen Kurs Europas in den kommenden Jahren ankündigte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Naphtha und Settembrini: die philosophische Bedeutung eines Zusammentreffen

Kant: Vater des Irrationalismus oder Höhepunkt der Aufklärung?

Die Auswirkungen der Debatte: „Das Vergessen der Vernunft“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische und philosophische Tragweite des Disputs zwischen Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Jahr 1929 in Davos. Sie untersucht die gegensätzlichen Interpretationen der kantischen Philosophie als Ausgangspunkt für die Divergenz zwischen rationalistischer Aufklärung und existentialistischer Gegen-Aufklärung sowie deren Einfluss auf die zeitgenössische Postmoderne.

  • Die philosophische Konfrontation zwischen Ernst Cassirer und Martin Heidegger.
  • Unterschiedliche Lesarten von Kants Kritik der reinen Vernunft.
  • Der Übergang vom Neukantianismus zur Fundamentalontologie.
  • Die intellektuellen Ursprünge der Postmoderne in der Gegen-Aufklärung.
  • Politische und ethische Implikationen philosophischer Positionen im 20. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

Naphtha und Settembrini: die philosophische Bedeutung eines Zusammentreffen

Im Jahre 1929 trafen sich in Davos, Schweiz, der „neukantianische“ Philosoph Ernst Cassirer und der „existentialistische“ Philosoph Martin Heidegger, um zwei verschiedene Lesarten von Kants Gedanken zu kontrastieren. Seit seiner Ankündigung wurde der Disput durch eine starke Symbolik geprägt, da die beiden Autoren „unterschiedliche Epochen“ verkörperten, wie es die Frankfurter Zeitung beschrieb (Krois 1983, 147). Auf der einen Seite der vergötterte „Gigant“ der Marburger Schule, des liberalen Rationalismus und politischen Humanismus, Autor der anerkannten Die Philosophie der symbolischen Formen (1929) und Verteidiger der Weimarer Republik - und auf der anderen, der junge „Versprechen“ einer „revolutionären Philosophie“, Autor des erfolgreichen Sein und Zeit (1927), der ein anti-rationalistisches und anti-humanistisches Gemüt hatte und später mit dem Nationalsozialismus zusammenarbeiten würde.

Das Zusammentreffen dieser beiden Philosophen rief große Begeisterung hervor und brachte mehr als 200 Schüler und 30 Lehrende zusammen, darunter Carnap, Lévinas, Fink, Buber, Bollnow, Strauss, Rosenzweig, Cavailles, Brunschvicg, Ritter, usw.

Die Debatte ist historisch auf verschiedene Art interpretiert worden. So z.B. als das Ende einer Art von „Humanismus“ (Lévinas), als der Ursprung der Spaltung zwischen „kontinentaler“ und „analytischer“ Philosophie oder auch als der Moment, welcher den finsteren politischen Kurs Europas in den kommenden Jahren ankündigte. In einem literarischen, aber sehr sachbezogenen Ton verglich der Philosoph und Diplomat Kurt Riezler (1882 – 1955) damals die Debatte mit dem legendären Treffen zwischen Naphta und Settembrini in Thomas Manns Zauberberg (1924), das die berühmte Unterscheidung von Nietzsches Dionysos und Apollo imitierte.

Zusammenfassung der Kapitel

Naphtha und Settembrini: die philosophische Bedeutung eines Zusammentreffen: Dieses Kapitel führt in das historische Treffen von 1929 ein und beleuchtet die gegensätzlichen philosophischen Profile von Cassirer und Heidegger als Symbole für Aufklärung und Gegen-Aufklärung.

Kant: Vater des Irrationalismus oder Höhepunkt der Aufklärung?: Hier wird der Kern der fachlichen Auseinandersetzung über Kants Erkenntnistheorie diskutiert, wobei Heidegger die Zeitlichkeit betont, während Cassirer an der objektiven Vernunft festhält.

Die Auswirkungen der Debatte: „Das Vergessen der Vernunft“: Das abschließende Kapitel analysiert den langfristigen Einfluss dieses Disputs auf die Entwicklung der kontinentalen Philosophie und die Entstehung der postmodernen Kritik an der Moderne.

Schlüsselwörter

Ernst Cassirer, Martin Heidegger, Davos 1929, Immanuel Kant, Aufklärung, Gegen-Aufklärung, Neukantianismus, Fundamentalontologie, Postmoderne, Vernunft, Zeitlichkeit, Symbolische Formen, Existenzphilosophie, Philosophiegeschichte, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das berühmte Zusammentreffen von Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Jahr 1929 in Davos und dessen Bedeutung für die moderne Philosophiegeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Interpretation von Kants Werk, der Gegensatz zwischen rationalistischer Aufklärung und existentialistischer Gegen-Aufklärung sowie die intellektuellen Wurzeln der Postmoderne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, wie der Streit zwischen Cassirer und Heidegger über die Auslegung von Kants Kritik der reinen Vernunft als Ausgangspunkt für die philosophische Spaltung im 20. Jahrhundert fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geistesgeschichtliche und philosophiehistorische Analyse, die auf Primärquellen und der Sekundärliteratur zur Rezeption dieses Treffens basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Heideggers Versuch, Kant als „Vater des Irrationalismus“ umzudeuten, und Cassirers Verteidigung der Vernunft durch seine Philosophie der symbolischen Formen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Aufklärung, Fundamentalontologie, Neukantianismus, Zeitlichkeit und die postmoderne Wende.

Inwiefern hat das Treffen die politische Philosophie beeinflusst?

Die Arbeit argumentiert, dass die philosophische Kritik an der Aufklärung, die in der Debatte deutlich wurde, den Boden für spätere radikale Tendenzen in der Philosophie und der politischen Theorie bereitete.

Was versteht der Autor unter dem „Vergessen der Vernunft“?

Dieser Begriff beschreibt die kritische Haltung der Postmoderne gegenüber universalen Wahrheitsansprüchen und der rationalen Erkenntnis, die nach Ansicht des Autors in der Nachfolge der Gegen-Aufklärung steht.

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Detalles

Título
Das Davoser Streitgespräch und die Ursprünge der Postmoderne. Die Philosophen Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Disput über das Erbe von Kant
Universidad
University of Bonn
Calificación
1.3
Autor
Jonathan Arriola (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
11
No. de catálogo
V882602
ISBN (Ebook)
9783346199980
ISBN (Libro)
9783346199997
Idioma
Alemán
Etiqueta
cassirer streitgespräch postmoderne philosoph martin kant heidegger ernst erbe disput davoser ursprünge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonathan Arriola (Autor), 2017, Das Davoser Streitgespräch und die Ursprünge der Postmoderne. Die Philosophen Ernst Cassirer und Martin Heidegger im Disput über das Erbe von Kant, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882602
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