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Systemimmanenz von systemkritischem Theater - Prolegomena zur politischen Wirkung von Theater

Titre: Systemimmanenz von systemkritischem Theater - Prolegomena zur politischen Wirkung von Theater

Mémoire de Maîtrise , 2005 , 161 Pages , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Inken Kautter (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Die Arbeit widmet sich der Frage, ob Theater in seiner bestehenden oder einer zukünftigen Form in Opposition zur gesellschaftlichen Produktions- und Lebensordnung, die es umgibt und prägt, treten kann.

Können durch Kunst Perspektiven auf eine andere Gesellschaft eröffnet oder eine grundlegende Kritik an der bestehenden Gesellschaft übermittelt werden? Wie sehen potentielle systemkritische Tendenzen innerhalb einer bürgerlichen Kunst aus und wodurch können sie vermittelt werden?

Betrachtet wird Kunst sowohl im Prozess der Produktion, als auch in ihrer Rezeption. Zentrale Anknüpfungspunkte für die Außeinandersetzung sind vor allem Texte von Karl Marx und der Situationistischen Internationale.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. GRUNDLAGEN EINER MATERIALISTISCHEN BETRACHTUNG VON SYSTEMIMMANENZ UND SYSTEMKRITIK IN DER KUNST NACH KARL MARX

1. Begriffsklärung, Fragestellung und Methodik

2. Kunst als gesellschaftlicher Prozess

3. Der Warencharakter von Kunst

4. Gebrauchswert, Tauschwert und Fetischcharakter

5. Die doppelte Erzeugung von Gebrauchs- und Tauschwert in der Kunst

6. Staatliche Eingriffe in den Warenwert von Kunst

7. Der Tauschwert des Theaters

8. Der Gebrauchswert des Theaters

8.2 Der Inhalt

9. Momente der Systemkritik in der Dialektik von Gebrauchswert und Tauschwert im Theater

II. UTOPISCHE KUNSTFORMEN, IHRE SYSTEMKRITISCHE WIRKUNG UND DIE VERBINDUNG ZUR BESTEHENDEN GESELLSCHAFT

1. Eine kurze historisch-philosopische Einordnung der Situationistischen Internationale

2. Zur Eingrenzung der Positionen

3. Die Trennungen in der Welt und ihr Ausdruck im Spektakel

4. Die Zerstörung des Spektakels durch die Befreiung des wirklichen Subjektes

5. Die Grundlagen einer revolutionären Funktion von Kunst und Kultur

5.1 Bedürfnisse und Begierden als Zugang zum revolutionären Subjekt

5.2 Aufhebung der getrennten Kommunikation und der Trennung zwischen Kunst und Leben durch die revolutionäre Poesie

5.3 Spiel als Handlungsmodus

6. Künstlerisch-revolutionäre Praxisformen in der S.I.

7. Gedanken über subversive Momente von Kunst

7.1 Generelle Grenzen subversiver Kunst

7.2 Zur Trennung von bürgerlicher Kunst und revolutionärer Kunst

8. Freie, erzeugende Tätigkeit

III. VERSUCHE ÜBER SYSTEMKRITISCHE WIRKUNG IN DER REZEPTION VON BÜRGERLICHEM THEATER UND VERÄNDERUNGEN IN DER WAHRNEHMUNG DES MÖGLICHKEITSRAUMES.

1. Stochern im Möglichkeitsraum

2. Beispielhafte Annäherung an systemkritisch wirksames Theater

2.1 Die direkte Einbindung des Zuschauers in das Bühnengeschehen

2.2 Dokumentarische Theaterformen

3. Ansätze zur Systemkritik im derzeitigen, bürgerlichen Theater

SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Untersuchung verfolgt das Ziel zu ergründen, ob Theater in seiner bestehenden oder einer zukünftigen Form in Opposition zur gesellschaftlichen Produktions- und Lebensordnung treten kann, und wie systemkritische Tendenzen innerhalb bürgerlicher Kunst durch Kunstprozesse vermittelt werden.

  • Analyse der ökonomischen Grundlagen von Kunst und Theater nach Karl Marx
  • Untersuchung der Theorie der Situationistischen Internationale (S.I.) bezüglich des Spektakels und revolutionärer Kunst
  • Reflexion über systemkritische Wirkungsmechanismen und deren Grenzen
  • Beispielhafte Untersuchung zeitgenössischer Inszenierungen auf ihre systemkritische Wirksamkeit

Auszug aus dem Buch

1. Begriffsklärung, Fragestellung und Methodik

Zu Beginn dieses Kapitels sollen einige Begriffbestimmungen vorgenommen werden, die ein gemeinsames Verständnis der gesellschaftlichen und systematischen Voraussetzungen erleichtern.

Wenn in dieser Arbeit von Systemkritik und Systemimmanenz die Rede ist, so immer in Bezug auf den von Karl Marx in „Das Kapital“ entwickelten Begriff des kapitalistisch ökonomischen Systems, welches die Grundlage der bürgerlichen Gesellschaft bildet. Marx weist den Kausalzusammenhang zwischen Ökonomie und gesellschaftlich-sozialen Prozessen nach, denen die Arbeitsteilung und die darauf aufbauenden Produktionsverhältnisse als Grundlage dienen, wenn er davon spricht, „daß also die jedesmalige ökonomische Struktur der Gesellschaft die reale Grundlage bildet, aus der der gesamte Überbau der rechtlichen und politischen Einrichtungen, sowie der religiösen, philosophischen und sonstigen Vorstellungsweise eines jeden geschichtlichen Zeitabschnitts in letzter Instanz zu erklären sind“.

Produktion wird von Marx immer als Produktion auf einer gewissen gesellschaftlichen Entwicklungsstufe gefasst. In diesem Sinne sind die in dieser Arbeit als System gefassten ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen Voraussetzung auch jeder künstlerischen Produktion. „Es könnte daher sein, daß, um überhaupt von Produktion zu sprechen, wir entweder den geschichtlichen Entwicklungsprozeß in seinen verschiedenen Phasen verfolgen müssen oder von vorneherein erklären, daß wir es mit einer bestimmten historischen Epoche zu tun haben, also z. B. mit der modernen bürgerlichen Produktion, die in der Tat unser eigentliches Thema ist.“ Die kapitalistische Warenproduktion ist von der vorkapitalistischen Warenproduktion dadurch grundlegend verschieden, dass in ihr Produktion auf den Kaufwert und nicht auf den Gebrauchswert ausgerichtet ist.

Untersuchungsgegenstand ist in diesem Sinne die künstlerische Produktion der bürgerlichen Gesellschaft der kapitalistischen Warenproduktion. Dabei muss darauf hingewiesen werden, dass Produktion innerhalb marxscher Theorie nicht als getrennter Bereich verstanden wird, sondern einerseits als Glied der Kette von Produktion, Distribution, Austausch und Konsumtion zu verstehen ist, die sich gegenseitig beeinflussen, andererseits als prägendes Moment dieses gesamten Prozesses.

Zusammenfassung der Kapitel

I. GRUNDLAGEN EINER MATERIALISTISCHEN BETRACHTUNG VON SYSTEMIMMANENZ UND SYSTEMKRITIK IN DER KUNST NACH KARL MARX: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen basierend auf der marxschen Theorie und definiert Kunst als Kunstprozess innerhalb ökonomischer Beziehungen.

II. UTOPISCHE KUNSTFORMEN, IHRE SYSTEMKRITISCHE WIRKUNG UND DIE VERBINDUNG ZUR BESTEHENDEN GESELLSCHAFT: Hier wird die Theorie der Situationistischen Internationale (S.I.) eingeführt, um revolutionäre Potentiale von Kunst und Kultur als Mittel der Subversion zu untersuchen.

III. VERSUCHE ÜBER SYSTEMKRITISCHE WIRKUNG IN DER REZEPTION VON BÜRGERLICHEM THEATER UND VERÄNDERUNGEN IN DER WAHRNEHMUNG DES MÖGLICHKEITSRAUMES.: Dieses Kapitel befasst sich mit der beispielhaften Analyse von Theaterinszenierungen und diskutiert, wie systemkritische Wirkung innerhalb der Strukturen bürgerlichen Theaters erzielt werden kann.

Schlüsselwörter

Systemimmanenz, Systemkritik, Marx, Situationistische Internationale, Spektakel, Theater, Warencharakter, Gebrauchswert, Tauschwert, Kunstprozess, revolutionäre Poesie, Möglichkeitsraum, Subversion, Produktionsbedingungen, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise Theater systemkritisch wirken kann und ob es möglich ist, innerhalb kapitalistischer Produktionsbedingungen Kunst zu schaffen, die sich gegen das bestehende Gesellschaftssystem richtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die materialistische Kunstbetrachtung nach Marx, die Theorie der Situationistischen Internationale, der Warencharakter von Kunst sowie die Analyse von Theaterformen im Hinblick auf ihr politisches Wirkungspotential.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen systemkritischer Kunst zu definieren und zu analysieren, wie Theater durch formale und inhaltliche Mittel den "gesellschaftlichen Möglichkeitsraum" erweitern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine materialistische Analyse der ökonomischen und gesellschaftlichen Grundlagen von Kunstproduktion und -rezeption, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit situationistischer Theorie sowie eine fallstudienbasierte Analyse zeitgenössischer Inszenierungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Auseinandersetzung mit situationistischen Kunstkonzepten (wie Spektakel und konstruierte Situationen) und die praktische Untersuchung spezifischer Theaterinszenierungen hinsichtlich ihrer systemkritischen Wirkkraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Systemimmanenz, Systemkritik, Warencharakter, Kunstprozess, Spektakel, Möglichkeitsraum und revolutionäre Poesie definiert.

Wie bewertet die Arbeit die Einbindung des Publikums in Theaterstücken?

Die Einbindung des Zuschauers wird ambivalent gesehen; während sie ein Mittel zur Aktivierung sein kann, birgt sie die Gefahr, als formales Kunstmittel im bürgerlichen Theater zu verbleiben oder den Zuschauer wieder in konventionelle Rezeptionsmuster zurückzuführen.

Kann Theater innerhalb des Kapitalismus tatsächlich systemkritisch sein?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass systemkritische Wirkung nur als tendenzielles, momenthaftes Ereignis möglich ist, da Theater selbst Teil der warenproduzierenden Gesellschaft bleibt und künstlerischer Widerstand meist durch Rekuperation gefährdet ist.

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Résumé des informations

Titre
Systemimmanenz von systemkritischem Theater - Prolegomena zur politischen Wirkung von Theater
Université
Humboldt-University of Berlin  (Theaterwissenschaften / Kulturelle Kommunikation )
Note
1,3
Auteur
M.A. Inken Kautter (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
161
N° de catalogue
V88295
ISBN (ebook)
9783638028080
ISBN (Livre)
9783638926249
Langue
allemand
mots-clé
Systemimmanenz Theater Prolegomena Wirkung Theater
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Inken Kautter (Auteur), 2005, Systemimmanenz von systemkritischem Theater - Prolegomena zur politischen Wirkung von Theater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88295
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