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Die Situation des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland. Die Bedeutung der Prostitutionspolitik im Vergleich mit Schweden

Titre: Die Situation des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland. Die Bedeutung der Prostitutionspolitik im Vergleich mit Schweden

Dossier / Travail , 2020 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Raphaela Keplinger (Auteur)

Travail Social
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Diese Seminararbeit soll sich mit den Umständen des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland auseinandersetzen. Dadurch soll ein besseres Verständnis der komplexen politischen und gesellschaftlichen Strukturen geschaffen werden, die den Menschenhandel bedingen. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, inwiefern das deutsche Prostitutionsgesetz den Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung beeinflusst.

An den Anfang der Arbeit wird die allgemein gültige Definition von Menschenhandel der Vereinten Nationen gestellt. Anschließend soll auf die Lage der Menschenhandelsopfer und die Strategien der TäterInnen eingegangen werden. Auch dem Mangel an empirisch verifizierten Informationen zum Thema Menschenhandel soll ein Abschnitt gewidmet werden, da viele wissenschaftliche Werke darauf aufmerksam machen.

Schließlich komme ich zum Kernpunkt der Arbeit: der Gegenüberstellung der konträren Prostitutionspolitiken Deutschlands und Schwedens. Dabei möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, welche der beiden Gesetze effizienter zur Bekämpfung des Menschenhandels beiträgt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS PALERMOPROTOKOLL

3. MENSCHENHANDEL IN DEUTSCHLAND

3.1 LEBENSUMSTÄNDE DER OPFER

3.2 TATVORGANG UND TÄTERSTRATEGIEN

4. FORSCHUNGSLAGE

5. RECHTSPOLITISCHER LÄNDERVERGLEICH

5.1 UNTERSCHIEDE BEIM RECHTSVERGLEICH

5.2 DEUTSCHLAND

5.3 SCHWEDEN

5.4 VERGLEICH

5.4.1 Evaluierung und Bewertung der Prostitutionspolitiken

5.4.2 Studien

6. FAZIT: HANDLUNGSBEDARF

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher nationaler Prostitutionspolitiken auf den Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, mit besonderem Fokus auf den Vergleich zwischen der liberalen Gesetzgebung in Deutschland und dem Sexkaufverbot in Schweden.

  • Analyse der Definition und Dynamik des Menschenhandels
  • Untersuchung der Lebensumstände von Opfern und Täterstrategien
  • Vergleichende Evaluierung der Prostitutionsgesetze in Deutschland und Schweden
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit der deutschen Gesetzgebung
  • Erörterung der Problematik empirischer Datenlage in der Forschung

Auszug aus dem Buch

3.2 Tatvorgang und Täterstrategien

Im Jahr 2018 waren laut der Statistik des BKA rund dreiviertel der 552 erfassten Tatverdächtigen männlich. Genau wie bei den Herkunftsländern der erfassten Opfer sind die Hauptherkunftsstaaten der Täter Deutschland, Bulgarien und Rumänien. Danach folgt die ungarische und die nigerianische Staatsangehörigkeit (Bundeskriminalamt, 2019). Die MenschenhändlerInnen agieren in transnationalen durch komplexe Organisationsstrukturen gekennzeichneten Täterorganisationen, sowie als selbstständig handelnde Einzeltäter (Lindner, 2014).

Etwa 40% der erfassten Tatverdächtigen sind vor der Tat mit ihrem Opfer bekannt.

„Dies unterstreicht die Bedeutung der persönlichen Bindung des Opfers an den Täter, wenn es um die Aufnahme der ausbeuterischen (Prostitutions-) Tätigkeit geht. Täter und Opfer teilen häufig einen ethnischen, kulturellen oder nationalen Hintergrund, was den Aufbau eines Ausbeutungsverhältnisses ebenso begünstigt wie die gemeinsame Sprache. Sprechen die Opfer lediglich die Sprache der Täter und nicht die des Aufenthaltsstaates, fällt es den Tätern umso leichter, ein Abhängigkeitsverhältnis aufzubauen und Berührungsängste gegenüber Behörden zu schüren.“ (Bundeskriminalamt, 2019)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle Deutschlands als Zielort für Menschenhandel und führt in die Fragestellung ein, inwieweit das deutsche Prostitutionsgesetz die sexuelle Ausbeutung beeinflusst.

2. DAS PALERMOPROTOKOLL: Dieses Kapitel erläutert die internationale Definition von Menschenhandel nach dem Palermoprotokoll und deren Bedeutung als Grundlage für nationale Rechtsordnungen.

3. MENSCHENHANDEL IN DEUTSCHLAND: Es werden die Lebensumstände der Opfer sowie typische Täterstrategien und die Rolle von Gewalt und Abhängigkeitsverhältnissen in der Zwangsprostitution analysiert.

4. FORSCHUNGSLAGE: Hier wird der Mangel an verlässlichen empirischen Daten thematisiert, der eine objektive wissenschaftliche Forschung und statistische Erfassung von Menschenhandel erschwert.

5. RECHTSPOLITISCHER LÄNDERVERGLEICH: Das Kapitel vergleicht die liberalen Ansätze Deutschlands mit dem schwedischen Verbot des käuflichen Erwerbs sexueller Dienstleistungen und bewertet deren jeweilige Auswirkungen.

6. FAZIT: HANDLUNGSBEDARF: Abschließend wird das deutsche Prostitutionsgesetz kritisch als gescheitert bewertet und eine Anpassung an das schwedische Modell gefordert, um Menschenhandel effektiver zu bekämpfen.

Schlüsselwörter

Menschenhandel, Zwangsprostitution, Prostitutionsgesetz, Sexkaufverbot, Schweden, Deutschland, Ausbeutung, Organisierte Kriminalität, Bundeskriminalamt, Dunkelfeld, Täterstrategien, Opferhilfe, Gesetzgebung, Gender, Gewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und wie staatliche Rahmenbedingungen, speziell Prostitutionsgesetze, diesen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Menschenhandel, die Analyse von Opfer- und Täterstrukturen sowie den Vergleich zwischen dem deutschen ProstG und dem schwedischen Sexkaufverbot.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, inwiefern das deutsche Prostitutionsgesetz den Menschenhandel fördert oder behindert, und ob eine Gesetzesänderung nach schwedischem Vorbild eine wirksamere Bekämpfung ermöglichen würde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Kriminalitätsstatistiken sowie offizieller Evaluationsberichte zu den Prostitutionspolitiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der deutschen Situation, eine Diskussion der Forschungslage und den rechtspolitischen Ländervergleich, ergänzt durch die Analyse von Täterstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Menschenhandel, Zwangsprostitution, das schwedische Modell, das deutsche Prostitutionsgesetz, organisierte Kriminalität und Ausbeutung.

Warum wird das deutsche Prostitutionsgesetz im Fazit als gescheitert bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass das Gesetz die Arbeitsbedingungen für Prostituierte nicht ausreichend verbessert hat und gleichzeitig die Strafverfolgung von Menschenhändlern durch die Legalisierung bestimmter Strukturen erschwert wurde.

Was ist das sogenannte „Loverboyphänomen“?

Hierbei werden junge Frauen unter Vortäuschung einer Liebesbeziehung emotional in Abhängigkeit gebracht, um sie anschließend in die Zwangsprostitution zu führen.

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Résumé des informations

Titre
Die Situation des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland. Die Bedeutung der Prostitutionspolitik im Vergleich mit Schweden
Université
University of applied Sciences Regensburg
Note
1,3
Auteur
Raphaela Keplinger (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
20
N° de catalogue
V888519
ISBN (ebook)
9783346211095
ISBN (Livre)
9783346211101
Langue
allemand
mots-clé
Prostitution Menschenhandel Recht Schweden Deutschland Politik Gesetze
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Raphaela Keplinger (Auteur), 2020, Die Situation des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland. Die Bedeutung der Prostitutionspolitik im Vergleich mit Schweden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888519
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