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Der Marsch durch die Gedrosische Wüste Alexander des Großen

Title: Der Marsch durch die Gedrosische Wüste Alexander des Großen

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Filippos Rafail Karipidis (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit behandelt den Rückmarsch Alexanders nach dem Indienfeldzug mit seinem Heer durch die Gedrosische Wüste im Jahr 325 v. Chr., einer Region, die zu den trockensten der Welt gehört und im Gebiet des heutigen Irans und Pakistans zu finden ist und im Süden mit ihrer Küste an das Arabische Meer angrenzt.

Die antike Landschaft und Satrapie Gedrosia spiegelt sich dabei im Namen Makran wider; Gedrosia ist heute ein Teil Belutschistans. Alexander durchstreifte diese abgelegene und durch die Makedonen noch unbetretene Gegend mit einem Teil des Heeres auf dem Rückweg, um sich schließlich mit Nearchs Flotte und dem Krateros zugeteilten Kontingenten des Heeres weiter westlich in Karmanien zu vereinigen. Es war ein Unterfangen mit bitterem Beigeschmack, welches eine Vielzahl von Opfern fordern sollte.

Im historischen Bewusstsein tritt der Wüstenmarsch verglichen mit all den Errungenschaften Alexanders während seines gesamten Feldzuges in den Hintergrund. Bemerkbar macht sich dies durch die oberflächliche Erwähnung und Darstellung des Wüstenmarsches in den antiken Quellen. Lediglich Arrian schildert die Geschehen auf mehreren Seiten konkreter und kann daher als informativste Quelle für den gedrosischen Marsch gesehen werden. Darüber hinaus liefert die Forschung der letzten beiden Jahrhunderte zum Teil ein unklares Bild. Auf Grund dieser Erfahrungen habe ich mich dazu entschlossen, mich durch eine Hausarbeit dem Thema zu widmen, um ein eigenes Bild erhalten und vermitteln zu können.

In den folgenden Seiten soll zunächst auf die Beweggründe Alexanders eingegangen werden, welche ihn dazu veranlassten, diesen Teil Gedrosiens zu durchqueren. Daraufhin folgt die Auseinandersetzung mit der Leitfrage anhand von antiken Quellen und modernen Untersuchungen. Gefragt ist, ob Alexanders Strategie von Erfolg gekennzeichnet war, oder in einer Katastrophe mündete und welchen Anteil er daran hatte. Zum Schluss fasse ich meine Gedanken und einhergehenden Thesen zur Leitfrage final in einem Resümee zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beweggründe Alexanders für eine Durchquerung

3. Ein katastrophales Unterfangen?

3.1 Vorkehrungen

3.2 Ausführung des Marsches

3.3 Folgen und Fehler des Marsches

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Rückmarsch Alexanders des Großen durch die Gedrosische Wüste im Jahr 325 v. Chr. Ziel ist es, die strategischen Beweggründe für dieses historisch umstrittene Unterfangen zu analysieren und zu klären, inwieweit der Marsch tatsächlich als Katastrophe zu bewerten ist und welchen persönlichen Anteil Alexander an den massiven Verlusten trug.

  • Logistische Planung und Vorbereitung des Feldzuges
  • Strategische Zielsetzung der Flottenunterstützung und infrastrukturelle Erschließung
  • Analyse der antiken Quellen im Vergleich zur modernen Forschung
  • Bewertung der Führungsentscheidungen Alexanders unter extremen Bedingungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Ausführung des Marsches

Alexander begann den Marsch laut Strabon im Sommer, da die Flüsse zu dieser Zeit durch den Monsunregen, der sich über die Gipfel der Gebirge ergießt und dadurch die Ebenen und Küstenregionen erreicht, besonders voll waren und eine konstante Versorgung mit Wasser sicherstellen konnten. Im Monat Juli führen die Flüsse am meisten Wasser. Die Flotte unter Nearch sollte Segel setzen, wenn geeigneter Wind einsetzt, da der Wind noch von Süden her wehte und die Flotte nicht parallel zum Landheer ablegen konnte. Zu einem ersten Aufeinandertreffen der beiden sollte es erst wieder in Karmanien kommen. Dabei soll laut Nearch dieser seine Fahrt auf dem Indus erst begonnen haben, als Alexander seinen Marsch in Pura, der Hauptstadt Gedrosiens, nach 60 Tagen bereits beendet hatte.

Der Beginn der Fahrt auf dem Indus lässt sich auf den 20/21. September 325 v. Chr. datieren. Die Nordostwinde setzen jedoch erst frühestens Ende Oktober mit dem Ende des Monsuns ein. Die frühere Abreise begründete Nearch damit, dass sie noch bei unpassenden Winden aufbrechen mussten, da die Einheimischen auf Grund von Alexanders Abwesenheit Mut gesammelt hatten und man Widerstand erwartete. Rechnet man die Dauer des Marsches vom Gebiet der Oreiten bis nach Pura von 60 Tagen zurück, erhält man den 20/21. Juli 325 v. Chr. als möglichen Marschbeginn.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Hausarbeit behandelt den Rückmarsch Alexanders durch die Gedrosische Wüste 325 v. Chr. und problematisiert die in den antiken Quellen nur oberflächlich dargestellten Geschehnisse.

2. Beweggründe Alexanders für eine Durchquerung: Das Kapitel analysiert die strategischen Ziele Alexanders, insbesondere die Versorgung der Flotte, die geographische Erkundung und die Sicherung der südlichen Reichsgrenzen.

3. Ein katastrophales Unterfangen?: Dieser Abschnitt untersucht kritisch die Durchführung des Marsches, die logistischen Rahmenbedingungen sowie die verheerenden Auswirkungen auf das Heer.

3.1 Vorkehrungen: Hier werden die Vorbereitungsmaßnahmen, die Truppenstärke und die Aufteilung des Heeres sowie die Rolle der Kriegsinvaliden detailliert betrachtet.

3.2 Ausführung des Marsches: Dieses Kapitel analysiert den tatsächlichen Ablauf, die klimatischen Herausforderungen und die schwierige Kommunikation zwischen Landheer und Flotte.

3.3 Folgen und Fehler des Marsches: Zusammenfassende Analyse der Verluste, der Fehleinschätzungen des Führungsstabs und der langfristigen Konsequenzen für das Alexanderreich.

4. Schluss: Ein Resümee, das feststellt, dass der Marsch zwar eine logistische Katastrophe war, aber die strategischen Ziele (Sicherung, Kartographie) dennoch teilweise erreicht wurden.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Gedrosische Wüste, Nearch, Rückmarsch, Logistik, Antike, Feldzug, Makran, Gedrosien, Heerführung, Krisenmanagement, Oresten, Flottenunterstützung, historische Analyse, antike Quellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Rekonstruktion und kritischen Analyse des Rückmarsches Alexanders des Großen durch die Gedrosische Wüste im Jahr 325 v. Chr.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die logistische Planung, die strategische Einbindung der Flotte des Nearch, die geographischen Bedingungen der Region sowie die Frage nach der Verantwortung Alexanders für die hohen Verluste.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob der Marsch eine unvermeidbare Katastrophe war oder ob Alexander durch strategische Fehlentscheidungen ein unnötig hohes Risiko einging.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Analyse antiker Primärquellen (insb. Arrian, Strabon, Curtius Rufus) und setzt diese in den Kontext moderner historiographischer Untersuchungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorbereitungen, die tatsächliche Durchführung unter extremen klimatischen Bedingungen sowie die Bewertung der militärischen und zivilen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Alexander der Große, Gedrosische Wüste, Nearch, Logistik, antike Quellen, strategische Führung und historische Katastrophenforschung.

Warum konnte das Heer bei den Oreiten nicht erfolgreich versorgt werden?

Trotz der Planung, Proviantlager anzulegen, führten der Konflikt mit den lokalen Stämmen und die logistische Unmöglichkeit, große Mengen über weite Strecken zu transportieren, zur Hungersnot.

Welche Bedeutung hatte die Flotte für den gewählten Weg durch die Wüste?

Alexander nahm den Wüstenweg vorrangig, um die Flotte durch Brunnenanlagen und Proviantlager entlang der Küste zu unterstützen, wobei er die damit verbundenen Risiken für sein Landheer möglicherweise unterschätzte.

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Details

Title
Der Marsch durch die Gedrosische Wüste Alexander des Großen
College
University of Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Course
Alexander der Große
Grade
2,0
Author
Filippos Rafail Karipidis (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V889388
ISBN (eBook)
9783346211514
ISBN (Book)
9783346211521
Language
German
Tags
Gedrosien Marsch Alexander Nearch Pattala Rambakia Oreiten Arabiten Gedrosier Wüste Arabisches Meer Makran Belutschistan Gwatar Pura Pasni Alexander der Große
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Filippos Rafail Karipidis (Author), 2020, Der Marsch durch die Gedrosische Wüste Alexander des Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889388
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