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Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem in der frühen Kindheit

Möglichkeiten und Grenzen aktueller Reformvorschläge

Title: Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem in der frühen Kindheit

Term Paper , 2008 , 29 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Etienne Clauß (Author)

Politics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Mit der hier vorliegenden Arbeit möchte ich in die aktuellen Debatten zur Bildungspolitik
einsteigen. Aber Halt! Aktuell? Aktuell ist die Debatte nun wirklich nicht. Die Forderungen
nach mehr Chancengleichheit reichen bis mindestens in die 60er Jahre hinein. Damals noch
unter dem Slogan des „katholischen Arbeitermädchens vom Lande“ konnten die Defizite
besonders knapp zusammengefasst werden. Heute würde der Slogan eher lauten: „der arme
Junge aus dem Ausland“.
Auch wenn schon sehr viel zum Thema der Bildungspolitik geschrieben wurde, so widmet
sich diese Arbeit den Grenzen und Möglichkeiten von Reformen und Reformvorschlägen zur
Bekämpfung der Chancenungleichheit. Exemplarisch werden Disparitäten am Übergang von
der Primär- in die Sekundarstufe I nachgewiesen und in der Arbeit immer wieder als
Bezugspunkt gesucht.
In einem zweiten Schritt wende ich mich dann dem deutschen bildungspolitischen Handeln
zu uns skizziere die heutigen Rahmenbedingungen, die ich im letzten Kapitel an den
aktuellen Forderungen und Ideen anlegen werde. Das Ziel soll dabei sein, so die
Möglichkeiten und Grenzen von Reformen und Reformvorschlägen ausfindig zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung und Zusammenhang wichtiger Begriffe

2.1 EGP – Klassen (Erikson – Goldthorpe – Portocarero – Klassen)

2.2 Soziale Ungleichheit

2.3 Bildung

3. Zahlen und Fakten als Ausgangsposition für die Arbeit

3.1 Kurzvorstellung: Das deutsche Bildungswesen

3.2 Zusammenfassung statistischer Erhebungen

3.2.1 Bildungsempfehlungen (Abbildung 1, Anhang)

3.2.2 Bildungsbeteiligung

3.3 Zwischenfazit

3.4 Rahmenbedingungen für Reformen und Reformvorschläge

3.4.1 Fünf allgemeine Vorbemerkungen zur Bildungspolitik

3.4.2 Zwei Theorien der Chancengleichheit

3.4.3 Politik und Gleichheitsbegriff

3.4.3.1 Reaktionäre Position

3.4.3.2 Konservative Position

3.4.3.3 Altliberale Position

3.4.3.4 Linksliberale (Sozialliberale) Position

3.4.3.5 Radikaldemokratisch – sozialistische Position

3.4.3.6 Marxistisch – kommunistische Position

3.4.4 Zwischenfazit

4. Katalog der Reformen und Reformvorschläge

4.1. Ausgewählte Vorschläge und Forderungen zur Verbesserung pädagogischer Lehr- und Erlebnisräume

4.2 Vorschläge und Forderungen an das bildungspolitische Handeln

4.3 Auswahl aktueller Förderprogramme und Forschungsschwerpunkte (BMBF, BMFSFJ)

5. Möglichkeiten und Grenzen – ein Fazit

5.1 Bildungsökonomischer Kompetenzbereich

5.2 Gesellschaftspolitischer Kompetenzbereich

5.3 Pädagogischer Kompetenzbereich

5.4 Schlussplädoyers

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das deutsche Bildungssystem im Kontext der frühen Kindheit, mit dem zentralen Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen aktueller Reformvorschläge zur Herstellung von mehr Chancengleichheit kritisch zu bewerten und einzuordnen.

  • Analyse des Zusammenhangs von sozialer Herkunft und Bildungserfolg.
  • Untersuchung der strukturellen Rahmenbedingungen und bildungspolitischer Strategien.
  • Bewertung verschiedener Reformansätze anhand des Strukturprinzips von Josef Derbolav.
  • Diskussion der Rolle von bildungsökonomischen, gesellschaftspolitischen und pädagogischen Kompetenzbereichen.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Fünf allgemeine Vorbemerkungen zur Bildungspolitik

1. Bildungspolitik ist die Betreuung des Bildungssystems und der darin vor sich gehenden Prozesse. Sie muss nach Zielen und Inhalten ständig neu festgesetzt werden und zwischen Gewährlassen (Subsidiarität/Selbstbeschränkung der Staatstätigkeit) und Eingreifen entscheiden (vgl. Schorb, Alfons Otto in: Derbolav 1977, S. 247).

2. Bildungspolitik ist ein populäres, aber zähes Thema. Populär deshalb, weil es immer genau dann sehr stark medialisiert wird, sobald PISA, IGLU, TIMSS und Co. ihre neuesten Ergebnisse ankündigen. Damit werden hoheitliche Amtsträger in ihrer Entscheidungsbefugnis stark eingeengt und/oder bevormundet. Träge, da das öffentliche Interesse meist innerhalb kürzester Zeit wieder abflaut! Dafür mache ich vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Erstens: Die Thematik der Chancengleichheit wird schon mindestens seit den 60er Jahren debattiert und hat – um es plakativ auszudrücken – ihren Reiz verloren. Und zweitens: Das Bildungssystem braucht Zeit für Veränderungen. Einmal getroffene politische Entscheidungen wirken nicht über Nacht, sondern müssen über einen längeren Zeitraum wirken können. Hier besteht insbesondere die Gefahr, dass wechselnde Regierungen sich gegeneinander enthebelnde Gesetze erlassen, die Reformen eher blockieren, als voranbringen. „Grundregel sachgerechter Bildungspolitik ist demnach die Rücksicht auf den Zeitbedarf, (und) das Nichtausnutzen dieses Sachverhalts für kurzfristige Erfolge, Profilierung und Gefälligkeitsentscheidungen“ (Schorb, Alfons Otto in: Derbolav 1977, S. 247).

3. Das deutsche Bildungssystem – ein Geflecht aus verschiedenen Systemen, Stufen, Institutionen etc. – kann nicht im Ganzen verändert werden. Es gilt weiter das Bildungssystem, die Wirtschaft und die Gesellschaft in wechselseitiger Abhängigkeit zu berücksichtigen (vgl. Hasso von Recum in: Derbolav 1997, S. 114). Daher wäre beispielsweise ein Pilotprojekt eine logische Vorgehensweise, wie sie auch im Rahmen der Einführung von Gesamtschulen passiert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle bildungspolitische Debatte ein und definiert das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten und Grenzen von Reformen zur Bekämpfung von Chancengleichheit zu untersuchen.

2. Klärung und Zusammenhang wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie soziale Ungleichheit und Bildung im soziologischen Kontext und stellt die EGP-Klassifikation vor.

3. Zahlen und Fakten als Ausgangsposition für die Arbeit: Hier werden Daten zur Bildungssituation in Deutschland analysiert und der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg statistisch belegt.

4. Katalog der Reformen und Reformvorschläge: Dieses Kapitel strukturiert konkrete bildungspolitische Forderungen und Maßnahmen, unterteilt in pädagogische und systemische Handlungsfelder.

5. Möglichkeiten und Grenzen – ein Fazit: Das Fazit bewertet die vorgestellten Reformen anhand der Kompetenzbereiche nach Derbolav und kommt zu dem Schluss, dass nachhaltige Veränderungen einen langfristigen Prozess erfordern.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Bücher, Aufsätze und Internetquellen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Chancengleichheit, Bildungssystem, Soziale Ungleichheit, Bildungspolitik, Reformvorschläge, PISA-Studie, Bildungsbeteiligung, Soziale Herkunft, Pädagogik, Bildungsökonomie, Gesellschaftspolitik, Reformbedarf, Bildungserfolg, Schichtzugehörigkeit, Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche Bildungssystem im Hinblick auf die Chancengleichheit in der frühen Kindheit und bewertet aktuelle bildungspolitische Reformvorschläge.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen, die Strukturen des deutschen Bildungswesens sowie die theoretischen und politischen Ansätze zur Reform des Bildungssystems.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen von Reformen zur Verbesserung der Chancengleichheit kritisch zu prüfen und diese in den Kontext politischer und pädagogischer Kompetenzbereiche zu stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und bedient sich des Strukturprinzips von Josef Derbolav, um die verschiedenen bildungspolitischen Handlungsbereiche systematisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ist-Situation durch statistische Daten, die Erörterung bildungstheoretischer Positionen sowie die detaillierte Vorstellung und Einordnung aktueller Reformkataloge.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Chancengleichheit, Bildungsbeteiligung, soziale Ungleichheit, Reformvorschläge und bildungspolitische Steuerung beschreiben.

Warum wird das Bildungssystem im Text als „träge“ beschrieben?

Das Bildungssystem wird als träge bezeichnet, da politische Entscheidungen zeitlich verzögerte Wirkungen entfalten und kurzfristige Profilierungsversuche durch die Politik der langfristigen Notwendigkeit von Reformprozessen oft entgegenstehen.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft laut den statistischen Erhebungen?

Die Analysen zeigen, dass die soziale und ethnische Herkunft einen maßgeblichen, oft negativen Einfluss auf den Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe und somit auf den weiteren Bildungsweg hat.

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Details

Title
Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem in der frühen Kindheit
Subtitle
Möglichkeiten und Grenzen aktueller Reformvorschläge
College
University of Applied Sciences Jena
Course
Sozialpolitik
Grade
2,7
Author
Etienne Clauß (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V89743
ISBN (eBook)
9783640158003
ISBN (Book)
9783640160259
Language
German
Tags
Chancengleichheit Bildungssystem Kindheit Sozialpolitik Sozialpädagogik Sozialarbeit Soziologie Soziale Ungleichheit Hradil Bildungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Etienne Clauß (Author), 2008, Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem in der frühen Kindheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89743
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